LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
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Sonnenblume278
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Re: AW: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Nor
Ich bin auch endlich durch. Zum Thema kenne ich Roots und Queen von Alex Hailey. Mir ging es ähnlich, dass ich die vielen Personen etwas verwirrend fand. Im Vergleich zu den oben genannten Büchern find ich es völlig emotionslos und ein reines aneinander reihen von Tatsachen. Vielleicht wird es noch besser.
Ich werde für den nächsten Abschnitt bis Montag brauchen, aber ich kann mich ja einfach dranhängen.
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Wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen, so wie Gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben (Goethe)
Liebe Grüße Anke
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Re: AW: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Nor
Kapitel 1-5
Ich bin schon länger mit dem ersten Abschnitt durch, komme aber erst jetzt zum Schreiben.
Also auch ich hatte Probleme mit dem Merken der Personen und musste öfter wieder zurück blättern.
Elizahs Geschichte und auch seine Erzählungen seiner Vaterliebe ging mir sehr nahe.
Ansonsten ist es ja bis jetzt doch sehr emotionslos geschrieben, trotzdem ist es kein Buch, dass ich weglegen würde. Denn trotz des distanzierten Schreibstils fesselt es mich.
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Ich bin schon länger mit dem ersten Abschnitt durch, komme aber erst jetzt zum Schreiben.
Also auch ich hatte Probleme mit dem Merken der Personen und musste öfter wieder zurück blättern.
Elizahs Geschichte und auch seine Erzählungen seiner Vaterliebe ging mir sehr nahe.
Ansonsten ist es ja bis jetzt doch sehr emotionslos geschrieben, trotzdem ist es kein Buch, dass ich weglegen würde. Denn trotz des distanzierten Schreibstils fesselt es mich.
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Ich bin auf der Suche nach mir selbst. Sollte ich früher als erwartet zurück sein, bitte sagt mir, ich soll auf mich warten!
Tochter 3/12 & 12/14
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Hasepup
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Re: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
beim bis sonntag lesen bin ich dabei.
da es wie gesagt meine erste lektüre zum thema ist, kann ich nichtmal so genau sagen, ob ich es wirklich emotionslos geschrieben finde.
so wie ich das verstanden hab, hat er das alles ja jemandem erzählt, der es wortgetreu aufgeschrieben hat. vielleicht wollte northup ja vor demjenigen "stark" wirken und nicht zuviel seiner wahren gefühle preis geben. denn ich persönlich find es schon komisch, dass öfter solche aussprüche wie "ohne jedes vorurteil"... kommen. insgeheim muss er doch eine abgrundtief schlechte meinung gegenüber den ganzen händlern und aufpassern haben. zumindest ginge es mir so.
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da es wie gesagt meine erste lektüre zum thema ist, kann ich nichtmal so genau sagen, ob ich es wirklich emotionslos geschrieben finde.
so wie ich das verstanden hab, hat er das alles ja jemandem erzählt, der es wortgetreu aufgeschrieben hat. vielleicht wollte northup ja vor demjenigen "stark" wirken und nicht zuviel seiner wahren gefühle preis geben. denn ich persönlich find es schon komisch, dass öfter solche aussprüche wie "ohne jedes vorurteil"... kommen. insgeheim muss er doch eine abgrundtief schlechte meinung gegenüber den ganzen händlern und aufpassern haben. zumindest ginge es mir so.
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Shauni
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Re: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
Ich glaube, dass Northup, der ja seine Lebensgeschichte erzählt, sich in erster Linie an die Fakten hält, es ist keine erdachte Geschichte, die ein Autor bunt ausschmückt, sondern das wirkliche Leben, und um hier zu zeigen, dass er die Wahrheit sagt, ist es bestimmt am einfachsten alles, was detaillierte Gefühlsbeschreibungen sind, auszulassen, einfach auch, weil man teils gar nicht mehr nachempfinden kann, was man zu dem Zeitpunkt tatsächlich gefühlt hat.
Viele Grüße
Shauni mit dem großen M (01/14) und dem kleinen j (02/17)
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Sonnenblume278
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Re: AW: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Nor
Das kann sein. Ich geh jetzt mal lesen.
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Hasepup
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Re: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
ja, dass es das wirkliche leben ist (leider!) weiss ich ja. ich ging da auch mehr von meiner erzählweise aus, und ich hätte bestimmt die leute verflucht die mir das eingebrockt haben. auch wenns jetzt makaber klingen mag, aber northup hatte in den 12 jahren sicher genug zeit um über alles nach zu denken, und kann daher recht sachlich berichten.
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elfenblume
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Re: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
Naja an manchen Stellen findet man schon emotionale Reaktionen, die man erwarten würde, z.B.: wie er schreibt, dass er hofft diesem Tyrannen (Burch) eines Tages auf dem Boden seines Heimatstaates zu begegnen (Kapitel 4). Dennoch war es für mich auch so, dass Northup sehr bescheiden, fast devot erzählt. Es ist nicht reißerisch geschrieben und erscheint für mich deshalb sehr glaubhaft und nicht so subjektiv.
Das Leben ist so bunt, wie du es dir ausmalst!
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elfenblume
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Re: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
Kapitel 6-10
Ich schreibe schon heute, da ich nicht weiß, ob es sich morgen am Muttertag ausgehen wird. Am Abend werde ich eventuell Zeit haben noch kurz rein zu schauen.
Ich les ja die deutsche Ausgabe auf dem kindle und ich finde es störend, dass immer wieder Buchstaben am Ende des Wortes fehlen und die Satzzeichen nicht stimmen. Das könnte man wirklich verbessern! Ist das bei euch auch so?
In diesem Abschnitt sind ja wieder neue Personen dazu gekommen und durch den doch knappen Erzählstil (der mich ein bisschen an die Aufsätze meines großen Sohnes erinnert
) ist es für mich schwierig die Namen und Orte auseinanderzuhalten. Das Buch ähnelt für mich mehr einer Berichterstattung und dadurch kann ich mich nicht so gut hineinversetzen. Ich mag es lieber, wenn Details geschildert werden, sodass für mich Bilder entstehen. Dadurch wirkt das Buch aber auch sehr authentisch und es wird auch nicht leicht möglich sein, sich nach 12 Jahren noch so genau an die Details zu erinnern, wobei Northup ja angeblich während seiner "Gefangenschaft" Aufzeichnungen gemacht hat. Ist aber von der Schreibweise nicht so meines. Ich finde auch, dass dadurch viel an Spannung verloren geht.
Inhaltlich ist das Buch sehr lesenswert und trifft mitten ins Herz. Elizas Trennung von ihren beiden Kindern ist einfach furchtbar grausam gewesen. Positiv, dass es scheinbar unter den Sklavenhaltern auch welche gab, die Mitgefühl und Menschlichkeit besaßen, wie Ford, der versucht hat auch Emiliy zu kaufen, leider ohne Erfolg. Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich an Elizas Stelle reagiert hätte, vermutlich gleich, eine absolut auswegslose Situation!
Northup alias Platt ist für mich ein sehr intelligenter und mutiger Mensch, der unermüdlich versucht das Beste aus seiner Situation zu machen und dem es gelingt gehorsam zu sein ohne Selbstaufgabe und die Fähigkeit zu behalten zwischen gut und böse zu unterscheiden. Das stelle ich mir in so einer Situation sehr schwer vor!
Das 10. Kapitel endet ja damit, dass Northup nach seiner Flucht völlig am Ende bei seinem Herren William Ford ankommt. Bin schon gespannt, wie es weitergeht....
Ich schreibe schon heute, da ich nicht weiß, ob es sich morgen am Muttertag ausgehen wird. Am Abend werde ich eventuell Zeit haben noch kurz rein zu schauen.
Ich les ja die deutsche Ausgabe auf dem kindle und ich finde es störend, dass immer wieder Buchstaben am Ende des Wortes fehlen und die Satzzeichen nicht stimmen. Das könnte man wirklich verbessern! Ist das bei euch auch so?
In diesem Abschnitt sind ja wieder neue Personen dazu gekommen und durch den doch knappen Erzählstil (der mich ein bisschen an die Aufsätze meines großen Sohnes erinnert
Inhaltlich ist das Buch sehr lesenswert und trifft mitten ins Herz. Elizas Trennung von ihren beiden Kindern ist einfach furchtbar grausam gewesen. Positiv, dass es scheinbar unter den Sklavenhaltern auch welche gab, die Mitgefühl und Menschlichkeit besaßen, wie Ford, der versucht hat auch Emiliy zu kaufen, leider ohne Erfolg. Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich an Elizas Stelle reagiert hätte, vermutlich gleich, eine absolut auswegslose Situation!
Northup alias Platt ist für mich ein sehr intelligenter und mutiger Mensch, der unermüdlich versucht das Beste aus seiner Situation zu machen und dem es gelingt gehorsam zu sein ohne Selbstaufgabe und die Fähigkeit zu behalten zwischen gut und böse zu unterscheiden. Das stelle ich mir in so einer Situation sehr schwer vor!
Das 10. Kapitel endet ja damit, dass Northup nach seiner Flucht völlig am Ende bei seinem Herren William Ford ankommt. Bin schon gespannt, wie es weitergeht....
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Hasepup
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Re: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Northup
@elfenblume, das hätte auch ich schreiben können.
zu kapitel 6-10
mir gingen auch die szenen, wo eliza von ihren kindern getrennt wurde, sehr nahe. dass ihre trauer sie so sehr ausmergelt kann ich irgendwie verstehen.
als ich von ford gelesen hab, und der art, wie er seine sklaven behandelt, hab ich mir wirklich gewünscht dass platt dort seine ganzen 12 jahre verbringen "durfte". leider lernte er ja tibeats kennen.
es muss schrecklich sein, für sojemanden zu arbeiten, der einem die eigenen fehler ankreiden will!
am ende von kapitel 10 stellt sich bei mir die befürchtung ein, dass platt auf irgendeine art und weise wieder zu ihm kommen wird.
platt scheint ja sowas wie der macgyver der sklaven zu sein. hat gute einfälle wie das floß, und schaltet schnell wenn es drauf ankommt wie bei der flucht.
allerdings muss ich sagen, dass mir der schreib-erzählstil auch recht anstrengend ist. und ich wundere mich, dass er nach über 12 jahren noch sätze wiedergeben kann, die andere ganz am anfang der sklaverei gesagt haben.
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zu kapitel 6-10
mir gingen auch die szenen, wo eliza von ihren kindern getrennt wurde, sehr nahe. dass ihre trauer sie so sehr ausmergelt kann ich irgendwie verstehen.
als ich von ford gelesen hab, und der art, wie er seine sklaven behandelt, hab ich mir wirklich gewünscht dass platt dort seine ganzen 12 jahre verbringen "durfte". leider lernte er ja tibeats kennen.
es muss schrecklich sein, für sojemanden zu arbeiten, der einem die eigenen fehler ankreiden will!
am ende von kapitel 10 stellt sich bei mir die befürchtung ein, dass platt auf irgendeine art und weise wieder zu ihm kommen wird.
platt scheint ja sowas wie der macgyver der sklaven zu sein. hat gute einfälle wie das floß, und schaltet schnell wenn es drauf ankommt wie bei der flucht.
allerdings muss ich sagen, dass mir der schreib-erzählstil auch recht anstrengend ist. und ich wundere mich, dass er nach über 12 jahren noch sätze wiedergeben kann, die andere ganz am anfang der sklaverei gesagt haben.
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Re: AW: LESERUNDE - "Zwölf Jahre ein Sklave" von Solomon Nor
Kapitel 6-10
Inzwischen habe ich mich an den Schreibstil gewöhnt und trotz aller Sachlichkeit, kann ich mir die Situationen bildlich vorstellen. Auch sind es, finde ich, weniger Namen zu merken, dass macht es mir ein bisschen leichter.
Elizahs Geschichte hat mich ganz schön mitgenommen und ich musste weinen (bin aber auch ne Heulsuse
).
Es ist ja mein erstes Buch, dass sich mit der Sklaverei auseinandersetzt und ich muss immer wieder darüber nachdenken: was würdest du in so einer Situation machen? Stell Dir vor, jetzt steht jemand vor dir und entreißt dir dein ganzes Leben. Deine Liebsten. Deine Freiheit. Und du weißt nicht, ob nicht am nächsten Tag dein Leben verwirkt ist, ohne die Chance deine Familie noch mal zu sehen. Das ist wirklich erschreckend.
Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht!
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Elizahs Geschichte hat mich ganz schön mitgenommen und ich musste weinen (bin aber auch ne Heulsuse
Es ist ja mein erstes Buch, dass sich mit der Sklaverei auseinandersetzt und ich muss immer wieder darüber nachdenken: was würdest du in so einer Situation machen? Stell Dir vor, jetzt steht jemand vor dir und entreißt dir dein ganzes Leben. Deine Liebsten. Deine Freiheit. Und du weißt nicht, ob nicht am nächsten Tag dein Leben verwirkt ist, ohne die Chance deine Familie noch mal zu sehen. Das ist wirklich erschreckend.
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