Okay, feinBerenike hat geschrieben:Zum Abstillen: 6 Monate habe ich mir in der Schwangerschaft als Ziel vorgenommen. Weniger fänd ich doof. Dabei würde ich auch bleiben, wenn es weiter so im Rahmen bleibt mit den Schmerzen wie es jetzt ist. Da ich nach 9 Monaten wieder arbeite, würde ich bis dahin allerdings gern zumindest tagsüber "abstillen", also nur noch morgens/abends/nachts stillen, wenn das geht.
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Ich hab mich kundig gemacht wegen des schmerzhaften MSR: ja, es gibt Dinge, die man da versuchen kann
Hilfreich können sein: Magnesium einnehmen, Entspannung, Wärme.
Manchmal kommt es vor, dass der Körper sich Schmerzen "merkt" und man sie deshalb immer wieder spürt. Es kann darum sinnvoll sein, mal für einige Tage lang durchgehend stillverträgliche Schmerzmittel (Paracetamol oder Ibuprofen) zu nehmen - in dieser Zeit kann Dein Körper den Schmerz beim MSR dann sozusagen "vergessen" und dann kann man die Schmerzmittel wieder absetzen.
Aber wie gesagt: die hauptsächliche Baustelle wird bleiben, Deinem Baby korrektes Saugen beizubringen.
Vor einem Monat hattest Du mir ja geschrieben, ihr hättet den Schnuller abgeschafft. Als ich das hier las: ...
... musste ich aber spontan an "Probleme durch/bei Schnullerverwendung" denken - darum meine Nachfrage.Berenike hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass sich an der Mundöffnung viel getan hat. Die Oberlippe ist auch noch eher nach innen und insgesamt saugt sie doch meist eher an der Spitze der Brust und nimmt nicht sonderlich viel Gewebe in den Mund. Das Grundproblem besteht also noch. Beim Stillen selbst hab ich keinen akuten Schmerz, ich merke halt einen starken Sog und manchmal sowas wie Gequetschtwerden. Daz passt auch, dass die Brustwarzen manchmal (nicht immer) schief genuckelt werden.
Das dachte ich mir dann nämlich schon. Es mag sein, dass Euer Grundproblem (die mangelnde Mundöffnung Deines Babys) von Blockaden/KISS verursacht ist. Ich fürchte aber, dass "täglich eine Stunde Schnullernuckeln" der Lösung Eures Problems ganz deutlich im Wege steht.Berenike hat geschrieben:Ja, hier wird noch geschnullert. [...] Ich weiß, dass das nicht optimal ist, aber wie es ohne Nuckel gehen soll, ist mir absolut schleierhaft. Auf eine Stunde pro Tag Schnullernuckeln kommen wir bestimmt insgesamt.
Das ist natürlich eine Frage der Gewöhnung - nicht nur von Babyseite (das Beruhigung nun auch mit dem anderen Mundgefühl und dem starken Reiz des künstlichen Saugers am Gaumen assoziiert) sondern auch von Elternseite aus. Wenn man einen Schnuller hat, setzt man den eben in Momenten ein, in denen Familien, die keinen Schnuller besitzen, andere Beruhigungsstrategien etablieren (und ja, ich spreche da aus Erfahrung: wir haben nun das zweite Kind und noch nie auch nur einen Schnuller im Hause gehabtBerenike hat geschrieben:wie es ohne Nuckel gehen soll, ist mir absolut schleierhaft.
Auf die Gefahr hin, Dich zu nerven
In welcher Stillposition machst Du das Einschlafstillen - im Liegen? Und wo schläft Dein Baby dann mit dem Nuckel: im Tuch bei Dir? Auf Deinem Arm? Im Bett?Berenike hat geschrieben:Dann schafft sie es zumindest etwas schneller richtig in den Schlaf. Einschlafstillen heißt bei mir dann mindestens ne Stunde nuckeln, gern auch mal anderthalb. Wenn sie dann noch nicht richtig schläft (sie dämmert halt immer nur kurz weg), gibts den Nuckel.
Bei den meisten Kindern funktioniert "im Tragetuch draußen einen Spaziergang machen" auch ohne Schnuller sehr zuverlässig zum Einschlafen. Hast Du es in solchen Situationen mal mit Tragen versucht statt Kinderwagen?Berenike hat geschrieben:wenn wir mal mit dem Kinderwagen rausgehen und sie noch nicht schläft.
Hast Du es mal mit flottem, schwungvollem Auf- und Abgehen versucht? Oder Treppensteigen? Pezziballhüpfen?Berenike hat geschrieben:Ja, hier wird noch geschnullert.[...]als Ergänzung zum Rumtragen, wenn das alleine nicht ausreicht,
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Meinst Du damit "Pausen vom Ende der Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten" oder "ZEitspanne von Beginn der einen bis Beginn der nächsten Mahlzeit"?Berenike hat geschrieben:Achso: wir haben kaum noch Stillpausen die länger als 2 1/2 Stunden sind, die meisten sind
kürzer. Nachts sind es höchstens 4 Stunden.
Gedeiht Dein Baby trotz der suboptimalen Stilltechnik gut? (Also: ich weiß, dass Du von Deinem "Speck-Baby" schriebst
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Ja.Berenike hat geschrieben:Kann es sein, dass man sowas wie "blaue Flecken" vom suboptimalen Saugen bekommen kann? Quasi wie ein Knutschfleck, nur viel kleiner und nur an der Brustwarzenspitze?
Wenn die Stilltechnik stimmt, ist es egal, wieviele Stunden täglich das Baby stillt und nuckelt. Wenn die Stilltechnik nicht gut ist (wie bei Deinem Baby derzeit) reichen auch wenige kurze Mahlzeiten, um die BW zu reizen/wund zu machen. "Mund nicht richtig aufmachen" ist ja oft nur das, was man von außen sieht. Das kann aber auch mit falscher Zungenstellung etc. einhergehen.Berenike hat geschrieben: Ich denke mir, dass durch das seltenere Stillen dann vielleicht auch die Schmerzen ganz weg gehen.
Ich würde an Deiner Stelle dem KISS-Verdacht tatsächlich nachgehen (PN folgt bald). Das könnte auch beim Tragen hilfreich sein.Berenike hat geschrieben:Hm, wenn ich mir das so durchlese, klingt es doch irgendwie nach Blockaden/Verspannungen etc. beim Kind. Ich kann ja beim Anlegen auch nur begrenzt was beeinflussen - oder? Ich versuche jedenfalls, es ihr so "gemütlich" also korrekt wie möglich zu machen, Aber saugen tut sie ja doch selbst...
Bezüglich der Saugtechnik kann man durchaus noch einiges machen, wenn "so korrekt wie möglich anlegen + Weglassen künstliche Sauger" nach einiger Zeit nicht von allein zum Erfolg führen. So fernmündlich ist das allerdings schwierig. Hast Du in Deiner Nähe eine IBCLC-Stillberaterin oder IBCLC-Frauenärztin, die Du zurate ziehen könntest?
LG, blueberry