Deswegen mein P.S.zierfisch hat geschrieben:Mensa ist aber doch auch ein öffentlicher Raum. Da würde ich schon ein oder zwei Manieren erhoffen...
Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
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- Teazer
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Re: AW: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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- Nema
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Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Naja, aber es hat ja doch mit Tischsitten zu tun. Und ich finde z.B. nicht, dass meine Tochter nun jeden Tag auf mich warten muss und sich nicht schon eine Nudel vom Teller nehmen darf wenn ich noch etwas unorganisiert in der Küche herumwerkle sondern halt wirklich darum, dass es für mich zu Tischmanieren gehört, auch solche Dinge zu berücksichtigen.Sakura hat geschrieben:Sorry fürs Spamposten
Das ist für mich ein ganz anderer Punkt. Oder? Das hat doch nichts damit zu tun, WIE gegessen wird, sondern WANN.Nema hat geschrieben:Aber ich finde eben, dass auch dazu gehört, dass man z.B. beim Weihnachtsessen wenn groß gekocht wird, gemeinsam anfängt zu essen und nicht 10jährige Kinder sich schon das Essen reinstopfen während die Oma noch aufträgt.
Dass gemeinsam begonnen wird, ist bei uns selbstverständlich, selbst bei unserer extrem Laissez-faire-TaMu
Und ich sehe halt auch erwachsene Menschen in der Öffentlichkeit Messer ablecken und ähnliches und ich finde das nicht so appetitlich. Und ich glaube halt auch nicht, dass die sich dann bei einem Geschäftsessen so viel besser im Griff haben.
Habe mich aber gerade mal beim Essen beobachtet, meine Tochter hat heute z.B. den Brokkoli mit den Händen gegessen weil sich die eher großen Röschen so halt leichter essen liessen. Ist für mich kein Problem, genauso wenn sie Spaghetti ohne Soße mit den Händen essen will. Geht halt mit drei Jahren noch einfacher.
Aufstehen darf sie auch wenn sie mit dem Essen fertig ist, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass das bei mehreren Kindern am Tisch schwierig ist.
Nema mit Tochter (2010) und Sohn (2013)
-
Lösche Benutzer 6191
Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Zierfisch, wir verstehen uns 
Ich hab mir ja schon manchmal überlegt, wie meine Kinder schauen würden, wenn ICH plötzlich, mitten beim Essen aufs Fensterbrett klettern würde und meine brotmatschige Zunge an die Scheibe schmiere
Oder wenn ich so rumzappeln würde, dass ich vom Stuhl falle...oder oder
Ich bin ganz überzeugt davon, dass grundsätzlich vorleben wichtiger ist, als reden...heute habe ich erst wieder meinem Mann erklärt, dass die Kinder das tun, was sie bei uns sehen und nicht (zwangsläufig) das, was wir zu ihnen sagen.
Nun bleiben wir aber beim Essen normalerweise sitzen. (bzw. ich steh manchmal voll oft auf um noch was zu holen, was im Stress vergessen wurde, oder weil noch jemand nen Sonderwunsch hat, etc. - das ist schon doof, aber jeder darf gerne aufstehen um sich den Joghurt aus dem Kühli zu holen, oder einen neuen Löffel, etc. es bleibt aber halt leider normalerweise an mir hängen...)
Bei uns gilt normalerweise "Kinder warten auf Kinder" - außer E., der stürzt sich dann fast aus dem Stuhl, oder macht Krawall, so dass wir auch nimmer gut essen können...aber für die beiden Großen gilt es. (und klappt ganz ok...meistens
)
Ich bin aber echt niemand, der total streng mit Tischmanieren ist. "Stütz den Ellbogen nicht auf" ist mir noch nie in den Sinn gekommen. Hab ich auch noch nie drauf geachtet bei meinen Kindern. Und wenn jemand meint die Nudelsuppe mit der Gabel essen zu müssen, Bitte...solange die Nudeln dann im Mund landen und nicht überall sonst. Ich hab sogar kürzlich Strohhalme an die Kinder verteilt, weil es immer so eine Sauerei ist, wenn sie die Suppe dann vom Teller leertrinken.
Un dich erkläre ihnen auch, dass es manche Dinge gibt, die zu Hause (oder halt privat) ok sind, zu Besuch oder im Restaurant aber nicht! Wir Erwachsenen machen da ja auch einen Unterschied - jedenfalls ich und meistens
Aber was mir gerade einfällt - ich "muss" meine Kinder andauernd an alles Mögliche (alltägliche) erinnern. Es kann passieren, dass ich 10x zu A. sage, dass er seine Schuhe anziehen soll bis ich sie ihm dann irgendwann anziehe...andermal sage ich es einmal und fertig.
Es gibt vermutlich einfach Kinder, die so viel im Kopf haben, wo alles Mögliche andere wichtiger ist, die es teilweise wirklich einfach nicht hören, also nicht mitbekommen, wenn man sie zu etwas auffordert, sie bittet, hinweist, etc. - und andere Kinder denken sogar von alleine dran, ohne dass man was sagen muss (das klingt total traumhaft unrealistisch
)
Und ich finde, dass mit Tischmanieren alles zusammenhängt, was am und um den Tisch passiert, während einer Mahlzeit.
Ich hab mir ja schon manchmal überlegt, wie meine Kinder schauen würden, wenn ICH plötzlich, mitten beim Essen aufs Fensterbrett klettern würde und meine brotmatschige Zunge an die Scheibe schmiere
Ich bin ganz überzeugt davon, dass grundsätzlich vorleben wichtiger ist, als reden...heute habe ich erst wieder meinem Mann erklärt, dass die Kinder das tun, was sie bei uns sehen und nicht (zwangsläufig) das, was wir zu ihnen sagen.
Nun bleiben wir aber beim Essen normalerweise sitzen. (bzw. ich steh manchmal voll oft auf um noch was zu holen, was im Stress vergessen wurde, oder weil noch jemand nen Sonderwunsch hat, etc. - das ist schon doof, aber jeder darf gerne aufstehen um sich den Joghurt aus dem Kühli zu holen, oder einen neuen Löffel, etc. es bleibt aber halt leider normalerweise an mir hängen...)
Bei uns gilt normalerweise "Kinder warten auf Kinder" - außer E., der stürzt sich dann fast aus dem Stuhl, oder macht Krawall, so dass wir auch nimmer gut essen können...aber für die beiden Großen gilt es. (und klappt ganz ok...meistens
Ich bin aber echt niemand, der total streng mit Tischmanieren ist. "Stütz den Ellbogen nicht auf" ist mir noch nie in den Sinn gekommen. Hab ich auch noch nie drauf geachtet bei meinen Kindern. Und wenn jemand meint die Nudelsuppe mit der Gabel essen zu müssen, Bitte...solange die Nudeln dann im Mund landen und nicht überall sonst. Ich hab sogar kürzlich Strohhalme an die Kinder verteilt, weil es immer so eine Sauerei ist, wenn sie die Suppe dann vom Teller leertrinken.
Un dich erkläre ihnen auch, dass es manche Dinge gibt, die zu Hause (oder halt privat) ok sind, zu Besuch oder im Restaurant aber nicht! Wir Erwachsenen machen da ja auch einen Unterschied - jedenfalls ich und meistens
Aber was mir gerade einfällt - ich "muss" meine Kinder andauernd an alles Mögliche (alltägliche) erinnern. Es kann passieren, dass ich 10x zu A. sage, dass er seine Schuhe anziehen soll bis ich sie ihm dann irgendwann anziehe...andermal sage ich es einmal und fertig.
Es gibt vermutlich einfach Kinder, die so viel im Kopf haben, wo alles Mögliche andere wichtiger ist, die es teilweise wirklich einfach nicht hören, also nicht mitbekommen, wenn man sie zu etwas auffordert, sie bittet, hinweist, etc. - und andere Kinder denken sogar von alleine dran, ohne dass man was sagen muss (das klingt total traumhaft unrealistisch
Und ich finde, dass mit Tischmanieren alles zusammenhängt, was am und um den Tisch passiert, während einer Mahlzeit.
- Starla
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1256
- Registriert: 09.02.2013, 17:56
Re: AW: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
In meiner Herkunftsfamilie wurde nie am Esstisch an den Essmanieren erinnert. Meine Eltern sind aber regelmäßig mit uns ins Restaurant gegangen. Meine Geschwister und ich können uns alle ganz normal der Anwesenheit anderer Menschen anpassen mit unseren Msnieren. Je nach Ort und Anlass.
Ich persönlich achte aber regelmäßigzunehmend auf meine eigenen Essmanieren um ein gutes Vorbild zu sein. Ich gehe davon aus, dass Beanie das dann irgendwann nachahmt.
Mir sind die Essmanieren anderer total egal, solange mir nicht wildfremde Menschen den Inhalt ihres Mundes zeigen. Ich möchte die Behauptung aufstellen, dass Menschen, die häufig in Situationen sind, in denen man allgemeinhin gute Manieren erwartet, wesentlich weniger Wert auf diese legen, als man glaubt. Kein Kind wird sich später blamieren, weil die Eltern nicht genug ermahnt haben. Allerdings müssen sich dann manche, meine Person eingeschlossen, dann wohl auch anhören müssen, dass man seine Kinder nicht gut im Griff habe, wenn die Kinder mal mit dem Essen spielen. Damit kann ich leben. Und nein, ins schicke Restaurant würde ich mit meinem Kind noch nicht gehen. Provozieren will ich ja auch nicht.
Mit dem Smartphone hier - Vertipper inklusive.
Ich persönlich achte aber regelmäßigzunehmend auf meine eigenen Essmanieren um ein gutes Vorbild zu sein. Ich gehe davon aus, dass Beanie das dann irgendwann nachahmt.
Mir sind die Essmanieren anderer total egal, solange mir nicht wildfremde Menschen den Inhalt ihres Mundes zeigen. Ich möchte die Behauptung aufstellen, dass Menschen, die häufig in Situationen sind, in denen man allgemeinhin gute Manieren erwartet, wesentlich weniger Wert auf diese legen, als man glaubt. Kein Kind wird sich später blamieren, weil die Eltern nicht genug ermahnt haben. Allerdings müssen sich dann manche, meine Person eingeschlossen, dann wohl auch anhören müssen, dass man seine Kinder nicht gut im Griff habe, wenn die Kinder mal mit dem Essen spielen. Damit kann ich leben. Und nein, ins schicke Restaurant würde ich mit meinem Kind noch nicht gehen. Provozieren will ich ja auch nicht.
Mit dem Smartphone hier - Vertipper inklusive.
Liebe Grüße von Starla mit dem Beanie-Mädchen (08/12) und dem Button-Mädchen (08/18)
- Katha
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4488
- Registriert: 30.03.2012, 20:38
Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Bsp. von gestern Mittag:
3jähriger R. schneidet Kartoffelpuffer. Mutter holt gerade Getränk, als sie wiederkommt
"Setz dich richtig hin, dann kannst Du besser schneiden."
R. hört auf zu schneiden, schiebt ihr das Besteck hin. Sie schneidet. Kommentar:
"Gerade hast Du so schön selber geschnitten."
Warum sollte ich mit Ihr reden? Außer, ich fühle mich von den Ermahnungen gestört. Aber das ist trotzdem IHRE Sache
Gleichzeitig lacht sie, wenn mein Kind voller Begeisterung ist.
Das ist so ambivalent.
Ich sehe meine Aufgabe auch darin, meinem Kind einen guten Umgang vorzuleben.
Es ständig zu ermahnen, führt m. Meinung zu nichts - siehe das Bsp. von gestern.
Und R. Isst NICHT gerne, ständig ein "ich will Nachtisch" und ein ziemlich trauriges Gesicht dabei.
Das mit Gurke richtig aufspießen drehte sich darum, dass er sie nicht richtig erwischt vom Winkel manchmal und sie dann runterhüpft. Aber wie soll er das lernen, wenn ihm ständig jemand reinredet?
Und das passiert mir als Erwachsener manchmal noch (warum ich auch bei Geschäftsessen vermeide Salat zu essen). Aber ich habe schon Staatssekretäre mit zu lang geschnittenen Eifbergsalat aus dem Mundwinkel hängend vorm Buffet gesehen…
Ich handhabe es wie Sakura, wenn das Essen BEIM Essen spielerisch gehandhabt wird, ist es mir meistens egal. Und der kl. Hase isst sooooo gerne und fröhlich. Wenn Brei nur noch gemantscht und nicht gegessen wird, dann ist ihm langweilt.
Beruhigt mich, dass einige das genauso sehen.
@Sakura, der Satz mit dem Stil ist süß
Habe heute gemerkt, dass ich heute doch 2, 3 Mal was gesagt habe, manchmal bringt mich das doch aus dem Tritt
(Die Mutter spricht übrigens kaum mit mir. Meist wünsche ich schönen sag, wenn sie aufstehen *jajaja*)
Das wir später noch lustig, weil ich werde den Hasen auch nicht auf Bitte und Danke dressieren
Und mir sind Höflichkeit und Tischsitten wichtig - aber ein strahlendes Kind, dass mich anlacht, weil es ein Geschenk bekommt, ist mir wichtiger als ein erzwungenes Danke
3jähriger R. schneidet Kartoffelpuffer. Mutter holt gerade Getränk, als sie wiederkommt
"Setz dich richtig hin, dann kannst Du besser schneiden."
R. hört auf zu schneiden, schiebt ihr das Besteck hin. Sie schneidet. Kommentar:
"Gerade hast Du so schön selber geschnitten."
Warum sollte ich mit Ihr reden? Außer, ich fühle mich von den Ermahnungen gestört. Aber das ist trotzdem IHRE Sache
Gleichzeitig lacht sie, wenn mein Kind voller Begeisterung ist.
Das ist so ambivalent.
Ich sehe meine Aufgabe auch darin, meinem Kind einen guten Umgang vorzuleben.
Es ständig zu ermahnen, führt m. Meinung zu nichts - siehe das Bsp. von gestern.
Und R. Isst NICHT gerne, ständig ein "ich will Nachtisch" und ein ziemlich trauriges Gesicht dabei.
Das mit Gurke richtig aufspießen drehte sich darum, dass er sie nicht richtig erwischt vom Winkel manchmal und sie dann runterhüpft. Aber wie soll er das lernen, wenn ihm ständig jemand reinredet?
Und das passiert mir als Erwachsener manchmal noch (warum ich auch bei Geschäftsessen vermeide Salat zu essen). Aber ich habe schon Staatssekretäre mit zu lang geschnittenen Eifbergsalat aus dem Mundwinkel hängend vorm Buffet gesehen…
Ich handhabe es wie Sakura, wenn das Essen BEIM Essen spielerisch gehandhabt wird, ist es mir meistens egal. Und der kl. Hase isst sooooo gerne und fröhlich. Wenn Brei nur noch gemantscht und nicht gegessen wird, dann ist ihm langweilt.
Beruhigt mich, dass einige das genauso sehen.
@Sakura, der Satz mit dem Stil ist süß
Habe heute gemerkt, dass ich heute doch 2, 3 Mal was gesagt habe, manchmal bringt mich das doch aus dem Tritt
(Die Mutter spricht übrigens kaum mit mir. Meist wünsche ich schönen sag, wenn sie aufstehen *jajaja*)
Das wir später noch lustig, weil ich werde den Hasen auch nicht auf Bitte und Danke dressieren
Und mir sind Höflichkeit und Tischsitten wichtig - aber ein strahlendes Kind, dass mich anlacht, weil es ein Geschenk bekommt, ist mir wichtiger als ein erzwungenes Danke
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
- zierfisch
- Miss SuTiversum
- Beiträge: 15778
- Registriert: 13.07.2010, 18:37
Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Aber was mir gerade einfällt - ich "muss" meine Kinder andauernd an alles Mögliche (alltägliche) erinnern. Es kann passieren, dass ich 10x zu A. sage, dass er seine Schuhe anziehen soll bis ich sie ihm dann irgendwann anziehe...andermal sage ich es einmal und fertig.Es gibt vermutlich einfach Kinder, die so viel im Kopf haben, wo alles Mögliche andere wichtiger ist, die es teilweise wirklich einfach nicht hören, also nicht mitbekommen, wenn man sie zu etwas auffordert, sie bittet, hinweist, etc. - und andere Kinder denken sogar von alleine dran, ohne dass man was sagen muss (das klingt total traumhaft unrealistisch )
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
-
EhMiws
Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Ich finde Tischmanieren schon wichtig und gehört bei uns zur Esssenskultur dazu.
Beispiel mit dem Ellenbogen:
Ich frage dann warum er das macht und meist geht dann das Gejammer los, dass er müde sei und fast einschläft. Das finde ich dann nachvollziehbar und da breche ich mir keine Zacke aus der "kultur"krone wenn ich ihm seinen Stützellbogen erlaube. Das Beispiel ist für alles andere auch anwendbar. Ausnahmen gibt es schon welche, hin und wieder mehr, dann mal wieder weniger. Allerdings besteht der Unterschied hier schon im Wort: Ausnahme ist nicht Normalzustand.
Nicht Rülpsen, Finger an der Serviertte sauber machen und so weiter sind eben Gebräuche , die ich auch gerne gebetsmühlenartig wiederhole. Meinem Verständnis nach geht das natürlich ohne Bestrafungen. Konsequenz ist hier das Zauberwort.
Zur TS:
Ich kann dir nachempfinden dass das manchmal doof ist wenn eine andere Mutter eine andere Ansichten zur Esskultur hat. Wichtig ist da glaube ich einfach, dass man für sich selber herausfinden muss wie man es gern selbst hätte. Und das gilt es eben auszuhalten, dass andere Eltern eben einen anderen Fahrplan haben. ( Ich schreibe das jetzt etwas kokett, allerdings empfinde ich das auch als sehr schwierig. Wenn mein Kind mir sagt : " aber mama , der XY darf das oder macht das soundso". Dann antworte ich eben auch manchmal, dass die Mama von xy eben eine andere Meinung zu der Sache hat, ich allerdings nicht. Wisst ihr was ich meine? )
Beispiel mit dem Ellenbogen:
Ich frage dann warum er das macht und meist geht dann das Gejammer los, dass er müde sei und fast einschläft. Das finde ich dann nachvollziehbar und da breche ich mir keine Zacke aus der "kultur"krone wenn ich ihm seinen Stützellbogen erlaube. Das Beispiel ist für alles andere auch anwendbar. Ausnahmen gibt es schon welche, hin und wieder mehr, dann mal wieder weniger. Allerdings besteht der Unterschied hier schon im Wort: Ausnahme ist nicht Normalzustand.
Nicht Rülpsen, Finger an der Serviertte sauber machen und so weiter sind eben Gebräuche , die ich auch gerne gebetsmühlenartig wiederhole. Meinem Verständnis nach geht das natürlich ohne Bestrafungen. Konsequenz ist hier das Zauberwort.
Zur TS:
Ich kann dir nachempfinden dass das manchmal doof ist wenn eine andere Mutter eine andere Ansichten zur Esskultur hat. Wichtig ist da glaube ich einfach, dass man für sich selber herausfinden muss wie man es gern selbst hätte. Und das gilt es eben auszuhalten, dass andere Eltern eben einen anderen Fahrplan haben. ( Ich schreibe das jetzt etwas kokett, allerdings empfinde ich das auch als sehr schwierig. Wenn mein Kind mir sagt : " aber mama , der XY darf das oder macht das soundso". Dann antworte ich eben auch manchmal, dass die Mama von xy eben eine andere Meinung zu der Sache hat, ich allerdings nicht. Wisst ihr was ich meine? )
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Lösche Benutzer 6191
Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
WuahKatha hat geschrieben:Bsp. von gestern Mittag:
3jähriger R. schneidet Kartoffelpuffer. Mutter holt gerade Getränk, als sie wiederkommt
"Setz dich richtig hin, dann kannst Du besser schneiden."
R. hört auf zu schneiden, schiebt ihr das Besteck hin. Sie schneidet. Kommentar:
"Gerade hast Du so schön selber geschnitten."
Was ist das für eine Kur? Muki ? Manchmal reagiert man ja etwas seltsam, wenn man unter Stress steht...
- Sakura
- Miss SuTiversum
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Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Was mich mal wieder zu meiner Lieblingsfrage bringt: warum sollen Kinder die besseren Erwachsenen sein?Judica hat geschrieben:In der Mensa war es keine Ausnahme, dass das Essen mit aufgestütztem Ellenbogen mehr schlecht als Recht in den sich zum Teller absenkenden Mund geschaufelt wurde. Kein schöner Anblick für das Gegenüber. Und das waren alles angehende Ingenieure. Mag mir das gar nicht im Restaurant beim Geschäftsessen vorstellen. Bewusst war das glaube ich keinem von meinen Kollegen.
Insofern denke ich, dass das Abschauen nur bis zu einem gewissen Grad funktioniert.
Ich bin mir auch fast sicher, dass alle diese angehenden Ingenieure zu Hause in der Endlosschleife gehört haben "Setz Dich gerade hin" "Mach den Mund zu beim Essen".... Funktioniert also nicht.
Und: von einem Schulkind würde ich dies alles auch erwarten, und es darauf hinweisen. Aber ein zwei oder dreijähriges Kind beim Essen ununterbrochen maßregeln????
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
- Mijoco
- Dipl.-SuT
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- Registriert: 30.04.2007, 07:39
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Re: Tischsitten in Anwesenheit fremder Kinder
Ich habe nirgends gesagt, dass man so kleine Kinder ununterbrochen maßregeln sollte. Meine Beobachtung aus der Mensa bezog sich auf die Aussagen "das wird alles durchs Abschauen gelernt, man muss da gar nichts machen".Sakura hat geschrieben:Judica hat geschrieben:Und: von einem Schulkind würde ich dies alles auch erwarten, und es darauf hinweisen. Aber ein zwei oder dreijähriges Kind beim Essen ununterbrochen maßregeln????
Und ich teile deine Einschätzung, dass meine Studienkollegen als Kinder sicher dauernd beim Essen ermahnt wurden, nicht. Ich denke wirklich ihnen hat das keiner beigebracht. Bei vielen wurde im Elternhaus sicher auch genau so gegessen, aber es war eben auch keinerlei Wahrnehmung dafür da.
Sohn 2004, Tochter 2006, Sohn 2009, Hund 2018