Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

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ChaiLatte
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Re: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von ChaiLatte »

Hm, da hast du wohl Recht :)
Dann hätte ich gerne eure Meinungen für welches Modell ihr euch entscheiden würdet ;)
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feniliro
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Re: AW: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von feniliro »

Wir sind mehrmals mit Zwillingskinderwagen geflogen. Nicht gerade klein und leicht 8-)
Bei unseren Flügen durften wir den Kinderwagen immer bis zum Einsteigen (Treppe) dabei haben und haben ihn auch direkt beim Aussteigen (wieder an der Treppe) wiederbekommen. Da war immer schon einer zum Helfen von der Airline dabei.
Empfehlen kann ich Spanngurte zum Zusammenhalten wenn der Wagen eingeklappt ist

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Himbeere78
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Re: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von Himbeere78 »

Hey, das ist jetzt total offtopic aber ich bin gerade darüber gestolpert muss das jetzt schreiben, es lässt mir keine Ruhe :( .

Bitte bitte, wenn es irgendeine Möglichkeit zur Umbuchung gibt: fliegt nicht mit Ryanair!!!!!

Diese Fluggesellschaft ist skrupellos, betreibt einen modernen Sklavenbetrieb und die Sicherheit der Passagiere steht an vorletzter Stelle! Die Piloten sind sogenannte Contract Piloten, meist freiberuflich (kostet weniger und wird man schneller los). Ryanair untersteht nicht dem deutschen Arbeitsrecht und sobald ein Mitarbeiter es wagt, einen Betriebsrat zu gründen oder gar in eine Gewerkschaft einzutreten, wird er fristlos gekündigt. Ich sag das nicht nur, wegen des Videos (s. Link) sondern weil meine Familienmitglieder aus der Flugbranche kommen und dadurch viele interne Einblicke haben und wir auch noch einen Bekannten haben, der 4 Jahre als Vertragspilot für Ryanair geflogen ist aus der finanziellen Not heraus, und um Flugstunden zu sammeln.
Nun könnte man sagen, die Arbeitsbedingungen sind mir doch egal aber das sollte es eben nicht sein, wenn man sich diesen Menschen als Fluggast anvertraut.

Unser Bekannter erzählt echt Horrorstories von gezählten Kranktagen, Müdigkeit, Dienstzeitüberschreitungen und zu kurzen Landebahnen (Ryanair landet z.b nicht in Hamburg sondern in Lübeck, weil billige Standgebühren-das tut die Gesellschaft in allen Ländern und einige Flughäfen haben nur die Minimumbahnlänge für eine vollgeladene Boeing da muss man schon sehr ausgeschlafen und aufmerksam sein, damit es nicht kritisch wird). Das sind die Piloten aber meistens nicht wirklich. Es gab genug kritische Situationen, nicht alle landen in den Medien.

Es gibt zum Beispiel auch eine Rankingliste auf einigen Ryanairstationen, wo alle Piloten verzeichnet sind mit der Fuel-Menge (Kerosin), die sie im Monat getankt haben. Extratreibstoff braucht man z.B. für Ausweichflughäfen bei schlechtem Wetter, Warteschleifen, Durchstartemanöver usw. Diejenigen, die dem wenigsten Extratreibstoff mitnehmen, stehen auf Platz 1 und werden als firmenkonform hochgelobt!! :shock: Und das für alle ersichtlich als Liste am schwarzen Brett- damit Wettbewerb ensteht!
Das Schlimme ist, dass der bekloppte Chef seine Philosophie noch nicht mal vertuscht sondern kackfrech zugibt. Seine Mitarbeiter sind ihm egal, der Passagier sowieso Hauptsache der Gewinn steigt UND jetzt kommt das Schlimmste: wir alle als Passiere tragen das fröhlich mit.

Ich weiß, dass die Wahl einen Billigflieger zu nehmen, eine finanzielle ist und habe da auch Verständnis für ABER: Es gibt andere Billigflieger, die manchmal sogar günstiger sind am Ende, weil Ticketkontingente bedient werden, aber dabei nicht ganz so billig arbeiten oder aber zumindest nicht an der Sicherheit sparen und bei denen ein deutsches Arbeitsrecht gilt, dass zumindest für ein Minimum an Arbeitnehmerschutz und damit auch Passagierschutz sorgt.

Und jetzt werfe ich mal etwas provokantes in den Raum (ChaiLatte damit meine ich ausdrücklich nicht dich, sondern allgemein!): Wieso müssen wir eigentlich 4 x im Jahr für 39€ + 30 € Gepäck und Steuer pro Person nach Rom etc. fliegen???? Ist das noch verhältnismäßig oder gar umweltfreundlich? Reicht dann nicht vielleicht 1x schöne Flugreise in zwei Jahren mit einer renommierten Gesellschaft, wo Wartungsarbeiten z.B. nicht ins Ausland verlegt werden usw. für einen angemessenen Preis, der dann (jetzt mal die Kosten von Ryanair für acht Reisen und eine vierköpfige Familie) vermutlich nicht teurer wird. Ich finde, es lohnt sich, darüber mal nachzudenken! :wink:

Hier einer von vielen Links zum Thema Ryanair:

http://youtu.be/RzbwkTFkDiE

Und jetzt entschuldige ich mich nochmal für den Threadmissbrauch und dafür, dass ich dir jetzt vermutlich deine Urlaubsvorfreude getrübt habe aber diese Gesellschaft macht mir echt Angst und ich meine es wirklich nur nett, dich und andere zu warnen. :oops:
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Sakura
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Re: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von Sakura »

Ebenfalls völlig off-Topic, aber... ich bin mir nicht sicher, ob andere Billigflieger besser sind. Eine Freundin von mir arbeitete bei AirBerlin, und was sie da erzählt hat, da sind mir ebenfalls die Augen rausgefallen. Zb. hatte sie 20 Tage Urlaub, das gesetzliche Minimum. Nun hat eine Airline rollende Woche, klar, geflogen wird auch am Wochenende. Das heißt, wenn sie Urlaub genommen hat, haben die Wochenenden mitgezählt, 14 Tage Urlaub waren für sie also wirklich 14 Urlaubstage (inkl. zwei Wochenenden, Otto Normalarbeiter braucht dafür nur 10 Urlaubstage). Sie hatte also nicht 6 Wochen Urlaub PLUS Feiertage, wie andere Deutsche, sondern nur 3. Und da waren keine Feiertage mit dabei....

Betriebsrat das gleiche, sobald jemand versucht hat, einen zu gründen, ist er gekündigt worden. Erst letztes Jahr haben die Mitarbeiter geschafft, einen Betriebsrat zu gründen, am Tag vor der Wahl ging natürlich eine Kündigungswelle raus...

Eine Kollegin von ihr wurde mal nach Singapur versetzt (damit war sie einverstanden). Sie sollte bis zum letzten Tag vor dem Flug nach Singapur in Berlin im Büro arbeiten, dann der Nachtflug zum neuen Arbeitsplatz, und dann sollte sie direkt früh im Büro stehen. Wenn sie das nicht wollte, dann müsse sie eben Urlaub nehmen.

Usw.

Unverschämte Ausbeuter gibt es leider überall, und besonders oft da, wo "Billig" draufsteht. Ist leider so.
Da nehmen sich Billiganbieter alle nicht viel, sonst wären sie ja teuer.
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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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Re: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von AnnaKatharina »

Danke Himbeere,
ich hatte es mir verkniffen, weil es ja eigerntlich nicht Thema ist, aber ja, Ryanair geht nicht gerade menschenfreundlich mit seinen Mitarbeitern um.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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Re: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von Himbeere78 »

Sakura hat geschrieben:Ebenfalls völlig off-Topic, aber... ich bin mir nicht sicher, ob andere Billigflieger besser sind. Eine Freundin von mir arbeitete bei AirBerlin, und was sie da erzählt hat, da sind mir ebenfalls die Augen rausgefallen. Zb. hatte sie 20 Tage Urlaub, das gesetzliche Minimum. Nun hat eine Airline rollende Woche, klar, geflogen wird auch am Wochenende. Das heißt, wenn sie Urlaub genommen hat, haben die Wochenenden mitgezählt, 14 Tage Urlaub waren für sie also wirklich 14 Urlaubstage (inkl. zwei Wochenenden, Otto Normalarbeiter braucht dafür nur 10 Urlaubstage). Sie hatte also nicht 6 Wochen Urlaub PLUS Feiertage, wie andere Deutsche, sondern nur 3. Und da waren keine Feiertage mit dabei....

Betriebsrat das gleiche, sobald jemand versucht hat, einen zu gründen, ist er gekündigt worden. Erst letztes Jahr haben die Mitarbeiter geschafft, einen Betriebsrat zu gründen, am Tag vor der Wahl ging natürlich eine Kündigungswelle raus...

Eine Kollegin von ihr wurde mal nach Singapur versetzt (damit war sie einverstanden). Sie sollte bis zum letzten Tag vor dem Flug nach Singapur in Berlin im Büro arbeiten, dann der Nachtflug zum neuen Arbeitsplatz, und dann sollte sie direkt früh im Büro stehen. Wenn sie das nicht wollte, dann müsse sie eben Urlaub nehmen.

Usw.

Unverschämte Ausbeuter gibt es leider überall, und besonders oft da, wo "Billig" draufsteht. Ist leider so.
Da nehmen sich Billiganbieter alle nicht viel, sonst wären sie ja teuer.

Sakura: da stimme ich mit dir überein. Der Unterschied ist aber: deutsche Billigflieger mit angestellten Mitarbeitern haben immerhin deutsches Arbeitsrecht (Sicherheitsrecht ebenso) als Grundlage. Das alleine macht schon einen gewaltigen Unterschied. Übrigens Airberlin hat inzwischen ziemlich "mächtige" Betriebsräte. Dafür haben schon die alt-LTU ler bei der Übernahme gesorgt. ;-) Und wer es genau wissen will: die Sicherheitskultur von Airberlin ist exakt genauso hoch wie bei Lufthansa. Weiß ich, weil ich sie täglich quasi miterlebe ;-) Das gleiche gilt auch für German Wings zB. So irre wie eine Ryanair sind die nicht, bzw leisten sich die Sicherheit.

Nichtsdestotrotz sollte man die Reisementalität von heute kritisch betrachten.
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MaareMum
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Re: AW: Reisebuggy, auch fürs Flugzeug

Beitrag von MaareMum »

Mal wieder zurück zu Buggy:

Eigentlich geht es immer, dass man den Buggy mit zum Flugzeug nimmt und dort erst abgibt. Das wie-Wiederbekommen ist aber viel mehr vom Zielflughafen als von der Airline abhängig!
Bei Lufthansa zB bekommt man ein Tag an den Buggy, dass er direkt am Flugzeug auch wieder ausgehändigt wird. An deutschen Flughäfen funktioniert das dann auch meist. An ausländischen dann oft genug nicht, da kommt der Lufthansa-Tag-Buggy dann trotzdem mit den Koffern aufs Band. Deswegen muss man manchmal echt aufpassen, wo der Buggy kommt, denn zum Flugzeug kommt man nicht unbedingt zurück, wenn man schon bei der Gepäck-Ausgabe ist. Am besten direkt nach dem Aussteigen jemanden vom Bodenpersonal fragen, wo der Buggy hingebracht wird.
Und beim Kofferband dann auch die Sperrgepäck-Ausgabe im Blick haben.

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vom Handy aus
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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