Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

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Hasenmama
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von Hasenmama »

Ich finds toll, dass du es schon so lange durchhältst! Wird bestimmt bald richtig gut.

Ich musste so lachen, als du schriebst, dass du genervt bist, ständig nass zu sein! Das hatte ich auch - habe mich manchmal viermal täglich umgezogen...
Es wird besser, ... Aber das dauert noch. Ich drück dir die Daumen, dass sich jetzt als erstes das Problem mit dem schmerzen löst!
(sehr lustig, wenn Leute mit offenbar nicht so starkem msr fragen, ob man keine stilleinlagen benutzen würde - haha, als ob man dämlich wäre...)

Viel Spaß noch :)


gesendet von smartfön mit innovativer Groß- und Kleinschreibung
Gruß von der Hasenmama
mit dem kleinen Hasen (07/13)
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Berenike
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von Berenike »

Liebe blueberry,

danke für deinen kompetenten Rat!
blueberry hat geschrieben: Abtrocknen :shock: :shock:
Oh ja!!! Hab jetzt erst mal einen Nachschub an Wolle/Seide-Stilleinlagen bestellt, die fühlen sich zur Zeit am angenehmsten an. Selbst Mullwindel "kratzt"...
blueberry hat geschrieben: Als ich Dein Posting las (und weil Du die Website selbst auch schon kennst), dachte ich an diese Seite:
Intuitiv Stillen.
Hab ich mir angesehen. Das hab ich so tatsächlich auch schon mal probiert (allerdings bekleidet). Das Andocken hat auch prima funktioniert, aber ich hatte den Eindruck, dass sie sich dann zu sehr anstrengen muss um das Köpfchen quasi "hochzuhalten". Meine Brust bildet leider nicht so ein schönes Kissen wie in dem Video :roll: Probier ich aber weiter.

So dass das Kind auf dem Rücken liegt, stillen wir gar nicht mehr (also im Moment auch nicht im Liegen, also dass ich liege), in der Seitenlage rolle ich sie immer so weit wie möglich auf ihren Bauch, so dass sie eben etwas "gegen die Schwerkraft" saugt. Wenn die Ärmchen rechts und links der Brust zu liegen kommen ist sie auch ganz ruhig dabei. Meistens.
blueberry hat geschrieben: Da seltenes Anlegen zu besonders heftigem Saugen führen kann (was den BW nicht so gut bekommt), möchte ich Dich ermutigen, häufiger mal von Dir aus anzubieten, bevor Dein Baby sich meldet. Tagsüber z.B. zwei Stunden nach dem Beginn der letzten Mahlzeit.
Also, mir kam das ja auch zu selten vor, aber meine Hebamme meinte, das wär kein Problem... Ich wollte das Kind jetzt halt auch nicht wach machen zum trinken, aber das werd ich dann jetzt öfter mal tun, zumindest tagsüber, wenn das ausreicht (?). Nachts stillen wir zu Zeit gegen 22.00, gegen 3.00 Uhr und dann erst wieder morgens zwischen 6 und 8 und ehrlich gesagt finde ich das äußerst angenehm :oops: Wir kommen aber inzwischen zumindest auf 8 Mahlzeiten, seit ich auf "nur eine Seite stillen" umgestellt habe. Und ich bin auch wieder schneller geworden, so dass sie jetzt kaum noch schreit bis zum Anlegen (es war auch vorher höchstens der Moment wo ich sie noch mal auf meinem Schoß abgelegt hab, um mich "frei zu machen", sie hat nie irgendwo rumgelegen und geschrien).
blueberry hat geschrieben: Und bitte nicht vergessen: Du bist noch mitten im Wochenbett :wink: !
Achja... das wär schön, aber defacto bin ich ja schon kurz vorm Ende :( Mir graut schon davor, wenn die "Schonfrist" offiziell vorbei ist...
blueberry hat geschrieben: Viel nackt Kuscheln, Bauch an Bauch (Baby nur mit Windeln bekleidet, Du mit nacktem Oberkörper/komplett aufknöpfbarem Oberteil) ist für Dein Baby und Dich ideal.
Das hab ich jetzt eher vermieden, weil ich meinte gelesen zu haben, dass das die Milchbildung noch mehr anregt und das könnte ich ja jetzt nicht unbedingt gebrauchen - oder?!
blueberry hat geschrieben: Im Wochenbett möchte ich Dir vom Schnuller abraten. Generell sollten einem Schnullereinsatz sechs Wochen problemlosen(!) Stillens vorangegangen sein.
Die ersten zwei Wochen haben wir nur Finger gegeben. Und dazu wieder meine Hebamme: nach 2 Wochen kann man mit dem Schnuller anfangen. Sie hat uns sogar zugeraten, denn Schnuller wäre besser als später der eigene Daumen des Kindes und außerdem wäre es Entlastung für meine gereizten Brustwarzen. Und wir hatten einfach ständig aufgeweichte kleine Finger und waren deshalb ganz froh, als sie den Soothie dann nahm. Na prima... Man kann doch nicht alles gegenchecken, was die Hebamme einem rät?! Naja, immerhin kann sie gut Blut abnehmen...
Hm, den Nuckel jetzt wieder ganz wegzulassen halte ich für schwierig umsetzbar. Ich hab neulich noch mal den Finger getestet und den wollte sie nicht mehr (zumindest in diesem Moment). Wäre es eine Möglichkeit, dass nur mein Mann ihn gibt, wenn er sie rumträgt oder sie auf ihm schläft und ich ganz drauf verzichte? Ich wüsste im Moment nicht, wie ich ihm klarmachen soll, dass es jetzt wieder ohne Nuckel gehen soll - er ist so froh, endlich den passenden gefunden zu haben und er kann sie ja auch nicht einfach an die Brust nehmen, wie ich das dann jetzt machen würde bei erkennbarem Saugbedürfnis.

Wir tragen sie eigentlich immer rum als ersten Beruhigungsversuch, wenn sie nach dem Stillen nicht einschläft oder sich was anguckt, mal auf dem Arm, mal im Frl Hübsch, den wir beide benutzen, klappt auch prima. Aber nur mal so als Beispiel: im Frl Hübsch kann ich mit ihr ne Stunde einkaufen gehen und wenn ich sie dann zu Hause rausnehme schläft sie locker noch mal 2-3 Stunden...

Und noch eine Frage hätte ich: Ich hatte gehofft, dass durch das "weniger Suppe, mehr Dessert" auch der Stuhlgang etwas weniger schaumig-explosionsartig wird, aber das ist bis jetzt nicht eingetreten. Kann das noch passieren?

Und hört der Milchspendereflex auch irgendwann auf wehzutun?

Danke auch noch mal an alle für eure Aufmunterungen! Ich hoffe dann auch mal weiter auf ein kleines "Wunder über Nacht" ;-)
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
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blueberry
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von blueberry »

Hallo Berenike,
Berenike hat geschrieben:
blueberry hat geschrieben:Als ich Dein Posting las (und weil Du die Website selbst auch schon kennst), dachte ich an diese Seite:
Intuitiv Stillen.
Hab ich mir angesehen. Das hab ich so tatsächlich auch schon mal probiert (allerdings bekleidet). Das Andocken hat auch prima funktioniert, aber ich hatte den Eindruck, dass sie sich dann zu sehr anstrengen muss um das Köpfchen quasi "hochzuhalten". Meine Brust bildet leider nicht so ein schönes Kissen wie in dem Video :roll: Probier ich aber weiter.
Ja, es lohnt sich, da dranzubleiben :D . Versuch es immer wieder mal in Ruhe. Das Baby sollte dabei im Idealfall nur Windeln tragen, am wichtigsten sind aber die nackten Beinchen und Füßchen auf Deiner Haut.
Du musst nicht flach auf dem Rücken liegen - das Köpfchen-Abstützen (z.B. seitlich mit Deinem Oberarm) funktioniert evtl. besser, wenn Du halb-aufrecht zurückgelehnt sitzt/liegst. Evtl. nach dem Andocken den Babypo noch ein bisschen weiter Richtung Deines Schoßes ziehen, so dass das Babyköpfchen etwas mehr in den Nacken gelegt wird und das Kinn mehr von der Babybrust wegkommt. Experimentier da ruhig mal.
Berenike hat geschrieben:So dass das Kind auf dem Rücken liegt, stillen wir gar nicht mehr
Prima! Merkst Du dadurch schon eine Verbesserung beim Verschlucken?
Berenike hat geschrieben:Achja... das wär schön, aber defacto bin ich ja schon kurz vorm Ende :( Mir graut schon davor, wenn die "Schonfrist" offiziell vorbei ist...
Wieso, was verändert sich dann? Wochenbett ist "offiziell" sechs bis acht Wochen lang, aber ich kenne viele Mütter, die gerade beim ersten Kind noch monatelang regelmäßig halbe Tage mit dem Baby kuschelnd, stillend und dösend auf dem Sofa/im Bett verbracht haben. DIE Gelegenheit, zu lesen, Hörbücher zu hören oder endlich mal alle sieben Staffeln Star Trek Voyager zu sehen :mrgreen: )
Berenike hat geschrieben:
blueberry hat geschrieben:Viel nackt Kuscheln, Bauch an Bauch (Baby nur mit Windeln bekleidet, Du mit nacktem Oberkörper/komplett aufknöpfbarem Oberteil) ist für Dein Baby und Dich ideal.
Das hab ich jetzt eher vermieden, weil ich meinte gelesen zu haben, dass das die Milchbildung noch mehr anregt und das könnte ich ja jetzt nicht unbedingt gebrauchen - oder?!
Zum einen: ich bin mir nicht so wirklich sicher, ob Du wirklich ein Problem mit "zu viel Milch" hast, oder ob bei Dir nicht einfach ein etwas kräftigerer Milchspendereflex und seltenes Stillen zusammenspielen, was vielleicht schon mit häufigerem Stillen und Stillen "gegen die Schwerkraft" in den Griff zu bekommen sein wird (während Du den Rest, wie Mahlzeitenlänge und ob eine oder beide Brüste, ganz nach aktuell signalisiertem Baby-Bedarf handhaben könntest).

Aber davon völlig unabhängig:
Mir fällt nicht ein einziges mögliches Stillproblem ein, das gegen häufiges Kuscheln Haut an Haut mit dem Baby spräche. Viel nackt kuscheln ist Nahrung für Körper und Seele gleichermaßen und IMMER stillförderlich. :D Genießt das, so oft es sich in den Alltag integrieren lässt - diese Zeit geht soooo schnell vorbei.
(Was Du gelesen hast, hat mit der Ausschüttung des Bindungshormos Oxytocin beim Kuscheln zu tun, das u.a am MSR beteiligt ist. Für die MilchMENGE spielt das aber keine direkte Rolle).
Berenike hat geschrieben:Aber nur mal so als Beispiel: im Frl Hübsch kann ich mit ihr ne Stunde einkaufen gehen und wenn ich sie dann zu Hause rausnehme schläft sie locker noch mal 2-3 Stunden...
Wie gesagt, Du kannst ja dann einfach mal zwanglos anbieten und schauen, was sie tut. Toll, dass es mit dem Tragen bei Euch beiden gut klappt - das ist sowohl für Hausarbeit und unterwegs als auch in allen Situationen, in denen Stillen mal nicht weiterhilft, Gold wert!
:tt_ruecken_1: :sling:

Im Allgemeinen gilt bei Babys in den ersten Monaten aber der Grundsatz: immer erstmal mit Stillen versuchen. Müde? Stillen. Quengelig und unruhig? Stillen. Gerade aufgewacht und nicht froh sondern jammerig? Stillen. You get the idea :lol:
Wenn das NICHT hilft, probiert man dann Tragen oder was-man-halt-so-tut.

Darum schauen wir ja jetzt, dass Du möglichst bald eine bequeme Stillposition findest und Ihr das mit dem Andocken möglichst gut hinbekommt, damit Deine BW sich beruhigen können, und es bald egal sein wird, ob Dein Baby vier oder 40 Minuten am Stück Stillen will.
Berenike hat geschrieben:Wäre es eine Möglichkeit, dass nur mein Mann ihn gibt, wenn er sie rumträgt oder sie auf ihm schläft und ich ganz drauf verzichte? Ich wüsste im Moment nicht, wie ich ihm klarmachen soll, dass es jetzt wieder ohne Nuckel gehen soll - er ist so froh, endlich den passenden gefunden zu haben und er kann sie ja auch nicht einfach an die Brust nehmen, wie ich das dann jetzt machen würde bei erkennbarem Saugbedürfnis.
Wie oft gebt Ihr denn den Schnuller und wie lange?

Wie gesagt, gerade bei schmerzenden BW und noch nicht korrekt erlernter Stilltechnik ist ein Schnuller leider kontraproduktiv. (So sehr ich die Freude des Papas verstehe, nach einer langen Testreihe das passende Fabrikat gefunden zu haben :lol: - "Saugbedürfnis" des Babys heißt in erster Linie eben erstmal "ich will an die Brust" und darum: "Mama ist dran" :wink: ).
Den Schnullereinsatz zu minimieren, wird Dir auch helfen, häufiger zu stillen - häufigeres Stillen wiederum macht das korrekte Andocken leichter (weniger pralle Brust, weniger heftiger MSR, weniger hektisches Baby, ...) und Dein Baby kann ungestört das Saugen an der Brust lernen.
Berenike hat geschrieben:Und noch eine Frage hätte ich: Ich hatte gehofft, dass durch das "weniger Suppe, mehr Dessert" auch der Stuhlgang etwas weniger schaumig-explosionsartig wird, aber das ist bis jetzt nicht eingetreten. Kann das noch passieren?
Ehrlich? Bei Baby-Stuhl kann so ungefähr ALLES passieren. Immer das Unerwartete erwarten :lol: Nein, im Ernst:
Berenike hat geschrieben:Stuhlgang kam die letzten zwei Nächte nur beim Wickeln und dann explosionsartig in mehreren Schüben (sie hat die gegenüberliegende, zum Glück geflieste Wand getroffen..., und ein mal mich), war aber nie grün, nur immer sehr flüssig und quietschgelb mit weißen Bröckchen, also "nach Vorschrift". Davor war auch mal 2-3x am Tag Stuhlgang in der Windel.
Das klingt für mich alles völlig traumhaft-ideal und nicht unbedingt nach "zu viel Suppe, zu wenig Dessert". Meine Babys waren auch solche "Wickeltisch-Weit-Kacker-Meister" :lol: Dass Babys "unten ohne" bevorzugen, um sich zu erleichtern, ist übrigens angeboren und keineswegs ungewöhnlich. Viele haben anfangs sogar recht große Mühe, in Windeln zu machen - da kann Auspacken und Beinchen anwinkeln helfen.
Berenike hat geschrieben:Und hört der Milchspendereflex auch irgendwann auf wehzutun?
Davon gehe ich fest aus, ja! Viele bemerken den MSR irgendwann gar nicht mehr.


Entschuldige den Roman, ich bin zu müde zum Kürzen :oops: , ich hoffe, das ist okay.
LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
Batinka
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von Batinka »

Deine Beschreibung könnte von mir sein, davon abgesehen dass meine Brustwarzen anfangs immer offen waren. Wie das sechs Monate aushaltbar sein soll war fast meine größte Sorge.
Es wurde besser, ich stille immer noch, und mein Mann hat schon seit Weihnachten nicht mehr gefragt, wann ich denn vorhabe abzustillen.

Geholfen hat bei mir ein Kombination aus Kleinigkeiten plus Übung und Gewöhnung:
-der Hinweis meiner da ansonsten wenig zimperlichen Hebamme aufs asymmetrische anlegen (der nach langen Wochen erst kam). Hat Übung erfordert aber dann wirklich etwas gebracht.
-Papas kleiner Finger. Schnuller nahm und nimmt unser Kind nicht, wobei wir keine Testreihe durchgeführt haben, aber die ersten drei Monate oder so hing sie quasi an seinem kleinen Finger oder an meiner Brust. Mein Finger ging nie.
-Stilleinlagen von dm in Kombi mit Multimam Kompressen, alles andere wie Seidenstilleinlagen, Wollfett etc brachte wenig bis gar nichts. Aus irgendeinem Grund war keine andere Stilleinlage erträglich, auch wenn die alle gleich aussehen.
-Immer zwei Moltontücher in Reichweite zum abdecken der freien, auslaufenden Brust. Das heftige Auslaufen war nach ca sechs, acht Wochen rum, bzw. dann nur noch in erträglicher Menge. Und neulich habe ich die Restpackung Stilleinlagen betrachtet und mich gefragt, seit wann ich die nicht mehr brauche, auch das wird irgendwann also besser.
-Ein Artikel auf einer amerikanischen Stillwebseite über Babyhände, die beim Stillen immer im Weg sind weil sie Halt und die Brust suchen. Klang sehr nach den oben verlinkten intuitiven Stillen, ich habe dann versucht ihr meine freie Hand als Halt anzubieten, das hat etwas geholfen.
-Der Verzicht auf den Versuch, klassische Stillhaltungen zu "schaffen". Ich stütze immer mit einer Hand den Kopf meiner Tochter die anfangs durch ein banales Sofakissen, später durch meine angezogenen Beine auf die richtige Höhe kommt. Mit Stillkissen, Wiegehaltung, Footballgriff und Co sind wir nie warm geworden, das führte zu den von dir so schön bezeichneten korkenzieherartigen Windungen beider Beteiligten.
-das Finden dieses Forums und damit die Erkenntnis, dass Stillen zwar nicht schmerzhaft sein soll, es aber eben manchmal ist, und man da etwas gegen tun kann.

Ich gehöre zu den von blueberry genannten Müttern die monatelang quasi nur gestillt haben, stundenlang in Dauerschleife, und das ging nur, weil sich das Schmerzproblem irgendwann löste. Irgendwann stellte ich einfach fest, dass mir schon lange nichts mehr weh tat. Aufs StarTrek schauen bin ich allerdings nicht gekommen, dafür habe ich viele Bücher gelesen.

Nur Mut, es wird besser werden, und hier bekommst du sicher super Unterstützung!
Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du Deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit der Arbeit fertig bist.

12-10-7
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Berenike
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von Berenike »

Liebe blueberry,
danke für den Roman - da fühl ich mich auch besser mit meinen ewig langen Posts ;)
blueberry hat geschrieben:Experimentier da ruhig mal.
Hab heute bis 17.00 Uhr nix anderes vor :mrgreen:
blueberry hat geschrieben:Prima! Merkst Du dadurch schon eine Verbesserung beim Verschlucken?
Jepp. Es wird seltener. Jetzt verschluckt sie sich nur dann manchmal, wenn sie sich nach dem Trinken so zurücklehnt und sich räkelt. Ich glaube, sie lässt dann oft noch den letzten Schluck Milch quasi im Mund und der läuft dann irgendwo hin. Durch die Nase liefs leider auch noch mal beim leicht seitlich Stillen. Kann ich sie irgendwie dazu bringen, nach dem Abdocken noch mal zu schlucken?
blueberry hat geschrieben:Wieso, was verändert sich dann?
Dann hab ich das Gefühl, dass jetzt eben diese schöne lange Schonzeit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett vorbei ist und ich halt wieder "richtig" was machen muss. Also eigentlich ja arbeiten gehen, aber ich hab erst mal Elternzeit bis September. Das heißt also Haushalt und Baby-Sachen. Z.B. ne Tagesmutter oder nen Kita-Platz organisieren, Rückbildung machen, zu so nem Krabbelkurs gehen, Stoffwindelvorräte aufstocken :mrgreen: usw. Halt einfach den Alltag gewuppt kriegen. Das finde ich nicht so leicht, mich da wieder reinzufinden (das hat jetzt aber gar nix mit dem Thema zu tun...)
blueberry hat geschrieben:Während Du den Rest, wie Mahlzeitenlänge und ob eine oder beide Brüste, ganz nach aktuell signalisiertem Baby-Bedarf handhaben könntest.
Ich glaub, da bin ich irgendwie zu blöd zu. Woran merk ich denn, dass sie noch an die zweite Brust sollte? Mahlzeitenlänge ist kein Problem, ich warte einfach bis sie ab- und auch nicht mehr andockt. Aber manchmal trinkt sie und gegen Ende wird sie dann immer unruhiger statt ruhiger, geht ran und wieder weg, saugt kurz und lässt wieder los usw. Hat sie dann noch Hunger? Ich dachte bis jetzt, dann sitzt ihr irgendwas quer oder ist unbequem, sie muss mal oder ist müde und kann nicht einschlafen. Dann hab ich mich halt wieder eingepackt. Ich dachte halt, da Brüste ja nie ganz leer werden, dass sie bei Hunger halt weitertrinken würde...?

Und wie stellen sich dann die Brüste auf "die Nachfrage" ein, wenn ich mal beide und mal nur eine Brust gebe? Dann hab ich doch immer entweder zu viel oder zu wenig? Deswegen schreibt man doch auch auf, wann man welche Seite gestillt hat usw.? Was ist denn das normale: eine oder beide Seiten? Argh!!! Ich bin verwirrt. :shock:
blueberry hat geschrieben:Mir fällt nicht ein einziges mögliches Stillproblem ein, das gegen häufiges Kuscheln Haut an Haut mit dem Baby spräche.
Im Allgemeinen gilt bei Babys in den ersten Monaten aber der Grundsatz: immer erstmal mit Stillen versuchen.

Okay, hab ich jetzt verstanden. :mrgreen:
blueberry hat geschrieben:Wie oft gebt Ihr denn den Schnuller und wie lange?
Ich seit gestern gar nicht mehr ;) Mein Mann eigentlich immer wenn sie unruhig ist (und z.B. grade von meiner Brust kommt) und er sie rumträgt, oder zum einschlafen, wenn sie auf seinem Bauch liegt. Das ist am Wochenende natürlich häufiger als in der Woche, aber so genau kann ich das jetzt gar nicht sagen. 3, 4 mal am Tag, Dauer zwischen 10 Minuten und ner Stunde? Halt je nachdem, wann sie dann wieder einschläft oder so zufrieden ist.

Ich bin da wohl einem grundsätzlichen Missverständnis aufgesessen: ich dachte Hunger und Saugbedürfnis sind zwei verschiedene Sachen. Das eine befriedigt man an der Brust und das andere auch an der Brust beim Trinken und nur wenn das nicht reicht, halt noch irgendwie anders. Soll ja auch Babys geben, die gar nicht so viel nuckeln wollen? Heute Nacht z.B. war sie quasi seit dem Stillen um 20.00 Uhr unruhig. Ich hab sie dann bis um 1.00 Uhr entweder getragen (bis sie geschrien hat), ihr die Brust angeboten (woraufhin sie weiter geschrien hat) oder dann doch mal gestillt, ungefähr 1x pro Stunde für mind. 20 Minuten. Wenn sie eingeschlafen ist, ist sie 2 Minuten später hochgeschreckt und hat sofort wieder geschrien, bis sie gemerkt hat, sie liegt noch an der Brust. Dann hat sie wieder getrunken usw. Richtig eingeschlafen ist sie dann erst, als ich gegen 1.00 halt nicht mehr konnte, und ihr meinen Finger zum nuckeln gegeben hab. Nach 5 Minuten war sie eingeschlafen und ist erst vier Stunden später wieder aufgewacht... Ich glaube, sie war dann mindestens so erschöpft wie ich, nur dass bei mir noch das Gefühl dazu kam, unfähig zu sein, die Signale meines Kindes richtig zu interpretieren :oops: Fünf-Wochen-Schub? Vielleicht ist das grad eine unglückliche Zeit für Mamas Still-Experimente...

Ich hab das Gefühl, du musst mir hier grad zum hundertsten mal die absoluten Basics erklären. Das steht doch bestimmt auch in irgendeinem hier empfohlenen Stillratgeber, ne? Ich geh mal auf die Suche.

@Batinka:
Danke auch für deine Tips! Dass Molton als Auslaufbremse besser funktioniert als Mull hab ich auch jetzt erst festgestellt. Und dass die Händchen Halt suchen und nicht "rumwurschteln" macht es auch sehr viel erträgicher und verständlicher. Ich versuch jetzt, sie so zu positionieren, dass sie sich irgendwo abstützen kann. Das ist aber auch schon viel besser geworden. Ich werde mich wohl auch vom entspannten "mal eben die Brust raus"-Stillen verabschieden müssen. Zumindest erst mal...
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von blueberry »

Nur kurz, da einhändig mit cluster-stillendem Baby im anderen Arm :wink:
Berenike hat geschrieben:irgendeinem hier empfohlenen Stillratgeber, ne? Ich geh mal auf die Suche.

Ich empfehle gern
Stillen (GU-Verlag) von Márta Guóth-Gumberger und Elizabeth Hormann.

Ich habe das in mehrfacher Ausführung zu Hause, weil immer eins verborgt ist.

Ansonsten kannst Du auch schonmal in unserer LINKSAMMLUNG STILLWISSEN stöbern, z.B. zum Thema Saugverwirrung oder zum Dauerstillen bei Neugeborenen, Stillen nach Bedarf, ...

LG, blueberry
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von blueberry »

gestern vergessen:
Berenike hat geschrieben:Sie hat uns sogar zugeraten, denn Schnuller wäre besser als später der eigene Daumen des Kindes
DAS ist in der Fachwelt durchaus umstritten (naja, zumindest unter den von Schnullerverkäufen und -marketing finanziell unabhängigen Fachleuten, klar :lol: )

Dieser Text der Zahnärztekammer Nordrhein resümiert z.B.:
Zusammenfassend könnte man also festhalten: Stillen ist besser als Fläschchen, Daumen besser als Schnuller.
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von Berenike »

Bei der Linksammlung habe ich eigentlich alles mehrfach gelesen, was mir irgendwie passend erschien, *bevor* ich hier selbst geschrieben hab. Offensichtlich hab ichs vielleicht gelesen, aber nicht verstanden... Ich geh dann mal "nachsitzen" ;)

Und: cluster-stillen nach 9 Monaten? :shock: Ich weiß nicht, ob ich das könnte... :(
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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von blueberry »

Berenike hat geschrieben: Und: cluster-stillen nach 9 Monaten? :shock: Ich weiß nicht, ob ich das könnte... :(
Hier kommen grad Zähnchen UND sie wurde heute Vormittag geimpft - glaub mir, sämtliche Alternativen zum Clustern wären deutlich anstrengender geworden :wink: :lol: (Mir tut beim Stillen aber auch nix weh und ich kann dabei gemütlich auf dem Sofa sitzend surfen - das ist ja eine ganz andere Situation als Dauerschmerzen!)

Jetzt schläft sie selig und ich geh Haushalt machen 8)

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Re: Schmerzen beim Stillen (Körperhaltung, Anlegetechnik)

Beitrag von Berenike »

Nur kurz: JETZT tun meine Brustwarzen richtig weh. Nachdem wir den Tag im Bett verbracht haben und ich brav nix weiter gemacht hab als unter meinem Kind zu liegen und auslaufende Milch aufzuwischen tut jetzt jede Berührung weh wie tausend Nadeln. :cry:
Sie war den ganzen Tag ganz ruhig und friedlich, außer wenn sie nicht schnell genug die Brustwarze gefunden hat. Dann fing sie gleich an zu schreien - obwohl sie mind. jede Stunde 1x getrunken hat. Und als ich dann nach 5 Stunden im Bett mit ihr noch mal raus wollte, bevor um 18.00 Uhr Besuch kam ging gar nix mehr. Schon beim anziehen hat sie protestiert und ließ sich erst durch noch mal Stillen beruhigen, wobei ich mir dann wieder die Klamotten eingesaut hab und dann wars auch zu spät um noch rauszugehen.
Ich weiß auch ehrlich nicht, wie ich das genießen soll. Im Bett kämpfe ich die ganze Zeit mit einer bequemen Position für uns beide, trotz reichlicher Kissen. Wenn wir Bauch auf Bauch liegen beim Stillen wird ihre Nase komplett in meine Brust gedrückt und sie kriegt keine Luft. Wenn sie leicht seitlich wegkippt gegen meinen Arm muss ich den die ganze Zeit "unter Spannung" halten was tierisch in die Schultern zieht. An Unterhaltung für mich ist kaum zu denken (den langen Beitrag unten hab ich noch geschrieben bevor wir uns hingelegt haben), geschweige denn essen oder trinken. Ich kann eigentlich nur dasitzen/liegen/hängen und vor mich hinstarren und mich möglichst wenig bewegen, damit das Kind nicht aus Versehen abdockt.
Wenn sie grade nicht trinkt, sondern schläft/rumliegt, bin ich nur damit beschäftigt gewesen, meine Brustwarzen aus der Gefahrenzone der rudernden Ärmchen zu bringen. Ich kann mich ja auch nicht wieder anziehen ohne sie zu wecken, woraufhin sie natürlich wieder an die Brust will.
Alles in allem: das war kein schöner Tag :| Morgen bleibe ich angezogen (muss ich eh, da Besuch und Hebamme kommen).

Als mein Mann abends heimkam, war ich fertig mit den Nerven und darum hat sie dann wieder den Schnuller gekriegt. Ich konnte einfach nix sagen und erst recht konnte ich nicht sagen, das Kind gehört an meine Brust - wenn ich ihn gleichzeitig nich mal zur Begrüßung umarmen kann, weils so weh tut.

Tut mir leid für das Gejammer. Aber ich weiß auch sonst nicht wo hin damit... Im Dauerstillen-Thread aus der Linksammlung hab ich was gelesen von Prolaktin und dass das irgendwas gutes bewirken soll. Wahrscheinlich ist das bei mir kaputt :roll:
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
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