Hallo Berenike,
Berenike hat geschrieben: blueberry hat geschrieben:Als ich Dein Posting las (und weil Du die Website selbst auch schon kennst), dachte ich an diese Seite:
Intuitiv Stillen.
Hab ich mir angesehen. Das hab ich so tatsächlich auch schon mal probiert (allerdings bekleidet). Das Andocken hat auch prima funktioniert, aber ich hatte den Eindruck, dass sie sich dann zu sehr anstrengen muss um das Köpfchen quasi "hochzuhalten". Meine Brust bildet leider nicht so ein schönes Kissen wie in dem Video

Probier ich aber weiter.
Ja, es lohnt sich, da dranzubleiben

. Versuch es immer wieder mal in Ruhe. Das Baby sollte dabei im Idealfall nur Windeln tragen, am wichtigsten sind aber die nackten Beinchen und Füßchen auf Deiner Haut.
Du musst nicht flach auf dem Rücken liegen - das Köpfchen-Abstützen (z.B. seitlich mit Deinem Oberarm) funktioniert evtl. besser, wenn Du halb-aufrecht zurückgelehnt sitzt/liegst. Evtl. nach dem Andocken den Babypo noch ein bisschen weiter Richtung Deines Schoßes ziehen, so dass das Babyköpfchen etwas mehr in den Nacken gelegt wird und das Kinn mehr von der Babybrust wegkommt. Experimentier da ruhig mal.
Berenike hat geschrieben:So dass das Kind auf dem Rücken liegt, stillen wir gar nicht mehr
Prima! Merkst Du dadurch schon eine Verbesserung beim Verschlucken?
Berenike hat geschrieben:Achja... das wär schön, aber defacto bin ich ja schon kurz vorm Ende

Mir graut schon davor, wenn die "Schonfrist" offiziell vorbei ist...
Wieso, was verändert sich dann? Wochenbett ist "offiziell" sechs bis acht Wochen lang, aber ich kenne viele Mütter, die gerade beim ersten Kind noch monatelang regelmäßig halbe Tage mit dem Baby kuschelnd, stillend und dösend auf dem Sofa/im Bett verbracht haben. DIE Gelegenheit, zu lesen, Hörbücher zu hören oder endlich mal alle sieben Staffeln Star Trek Voyager zu sehen

)
Berenike hat geschrieben: blueberry hat geschrieben:Viel nackt Kuscheln, Bauch an Bauch (Baby nur mit Windeln bekleidet, Du mit nacktem Oberkörper/komplett aufknöpfbarem Oberteil) ist für Dein Baby und Dich ideal.
Das hab ich jetzt eher vermieden, weil ich meinte gelesen zu haben, dass das die Milchbildung noch mehr anregt und das könnte ich ja jetzt nicht unbedingt gebrauchen - oder?!
Zum einen: ich bin mir nicht so wirklich sicher, ob Du wirklich ein Problem mit "zu viel Milch" hast, oder ob bei Dir nicht einfach ein etwas kräftigerer Milchspendereflex und seltenes Stillen zusammenspielen, was vielleicht schon mit häufigerem Stillen und Stillen "gegen die Schwerkraft" in den Griff zu bekommen sein wird (während Du den Rest, wie Mahlzeitenlänge und ob eine oder beide Brüste, ganz nach aktuell signalisiertem Baby-Bedarf handhaben könntest).
Aber davon völlig unabhängig:
Mir fällt nicht ein einziges mögliches Stillproblem ein, das gegen häufiges Kuscheln Haut an Haut mit dem Baby spräche. Viel nackt kuscheln ist Nahrung für Körper und Seele gleichermaßen und IMMER stillförderlich.

Genießt das, so oft es sich in den Alltag integrieren lässt - diese Zeit geht soooo schnell vorbei.
(Was Du gelesen hast, hat mit der Ausschüttung des Bindungshormos Oxytocin beim Kuscheln zu tun, das u.a am MSR beteiligt ist. Für die MilchMENGE spielt das aber keine direkte Rolle).
Berenike hat geschrieben:Aber nur mal so als Beispiel: im Frl Hübsch kann ich mit ihr ne Stunde einkaufen gehen und wenn ich sie dann zu Hause rausnehme schläft sie locker noch mal 2-3 Stunden...
Wie gesagt, Du kannst ja dann einfach mal zwanglos anbieten und schauen, was sie tut. Toll, dass es mit dem Tragen bei Euch beiden gut klappt - das ist sowohl für Hausarbeit und unterwegs als auch in allen Situationen, in denen Stillen mal
nicht weiterhilft, Gold wert!
Im Allgemeinen gilt bei Babys in den ersten Monaten aber der Grundsatz: immer erstmal mit Stillen versuchen. Müde? Stillen. Quengelig und unruhig? Stillen. Gerade aufgewacht und nicht froh sondern jammerig? Stillen. You get the idea
Wenn das NICHT hilft, probiert man dann Tragen oder was-man-halt-so-tut.
Darum schauen wir ja jetzt, dass Du möglichst bald eine bequeme Stillposition findest und Ihr das mit dem Andocken möglichst gut hinbekommt, damit Deine BW sich beruhigen können, und es bald egal sein wird, ob Dein Baby vier oder 40 Minuten am Stück Stillen will.
Berenike hat geschrieben:Wäre es eine Möglichkeit, dass nur mein Mann ihn gibt, wenn er sie rumträgt oder sie auf ihm schläft und ich ganz drauf verzichte? Ich wüsste im Moment nicht, wie ich ihm klarmachen soll, dass es jetzt wieder ohne Nuckel gehen soll - er ist so froh, endlich den passenden gefunden zu haben und er kann sie ja auch nicht einfach an die Brust nehmen, wie ich das dann jetzt machen würde bei erkennbarem Saugbedürfnis.
Wie oft gebt Ihr denn den Schnuller und wie lange?
Wie gesagt, gerade bei schmerzenden BW und noch nicht korrekt erlernter Stilltechnik ist ein Schnuller leider kontraproduktiv. (So sehr ich die Freude des Papas verstehe, nach einer langen Testreihe das passende Fabrikat gefunden zu haben

- "Saugbedürfnis" des Babys heißt in erster Linie eben erstmal "ich will an die Brust" und darum: "Mama ist dran"

).
Den Schnullereinsatz zu minimieren, wird Dir auch helfen, häufiger zu stillen - häufigeres Stillen wiederum macht das korrekte Andocken leichter (weniger pralle Brust, weniger heftiger MSR, weniger hektisches Baby, ...) und Dein Baby kann ungestört das Saugen an der Brust lernen.
Berenike hat geschrieben:Und noch eine Frage hätte ich: Ich hatte gehofft, dass durch das "weniger Suppe, mehr Dessert" auch der Stuhlgang etwas weniger schaumig-explosionsartig wird, aber das ist bis jetzt nicht eingetreten. Kann das noch passieren?
Ehrlich? Bei Baby-Stuhl kann so ungefähr ALLES passieren. Immer das Unerwartete erwarten

Nein, im Ernst:
Berenike hat geschrieben:Stuhlgang kam die letzten zwei Nächte nur beim Wickeln und dann explosionsartig in mehreren Schüben (sie hat die gegenüberliegende, zum Glück geflieste Wand getroffen..., und ein mal mich), war aber nie grün, nur immer sehr flüssig und quietschgelb mit weißen Bröckchen, also "nach Vorschrift". Davor war auch mal 2-3x am Tag Stuhlgang in der Windel.
Das klingt für mich alles völlig traumhaft-ideal und nicht unbedingt nach "zu viel Suppe, zu wenig Dessert". Meine Babys waren auch solche "Wickeltisch-Weit-Kacker-Meister"

Dass Babys "unten ohne" bevorzugen, um sich zu erleichtern, ist übrigens angeboren und keineswegs ungewöhnlich. Viele haben anfangs sogar recht große Mühe, in Windeln zu machen - da kann Auspacken und Beinchen anwinkeln helfen.
Berenike hat geschrieben:Und hört der Milchspendereflex auch irgendwann auf wehzutun?
Davon gehe ich fest aus, ja! Viele bemerken den MSR irgendwann gar nicht mehr.
Entschuldige den Roman, ich bin zu müde zum Kürzen

, ich hoffe, das ist okay.
LG, blueberry