Stillproblem - bin verzweifelt

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Leila13
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von Leila13 »

Danke nochmals fürs ausführliche erklären, liebe chipmunk!

Ja, ich habe verstanden wie du das meinst. Nur kann ich die Wickelkreuztrage nicht. Aber ich wollte eh mal zu einer Trageberatung gehen. Meine Hebamme hat mir eine Bindeweise gezeigt, aber die mag ich nicht so.

Das mit der Uhr ignorieren ist bestimmt nicht verkehrt. Aber ob ich das so einfach abstellen kann? Immerhin bin ich schon seit so vielen Wochen in einem Kontrollwahn, aber ich versuche es und arbeite da echt hart an mir. Ich sehe ja, dass er zunimmt. Ich habe jetzt 2x Sonntags gewogen und dachte ich wiege nächsten Sonntag noch ein letztes Mal, dann versuche ich einen 2 Wochen Abstand zu schaffen. Vom 26.01. auf den 02.02. hat er 240g zugenommen, das ist ja eigentlich genug. Heute hat er gut getrunken, es war ein schöner Stilltag. Ich hoffe wir haben mehr davon!

Ja, das stimmt, was man nicht alles macht, dass das Kind stillt, ich habe auch schon im 4 Füßler,Pezziball, Wickeltisch usw gestillt.

LG, Leila
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cheshirefitz
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von cheshirefitz »

Liebe Leila,

Ich dachte anfangs, dass es ja wahnsinnig schwierig ist mit großen, schweren brüsten zu stillen (ich habe immerhin 75 G oder 75 H) und konnte nur im Rückengriff stillen. Das schaff ich nun irgendwie nicht mehr.. Aber im Liegen und im Tragetuch und in der Tragehilfe geht es gut. Im Tuch und in der TH muss man die Brust mit der Hand unterstützen. Im liegen habe ich praktischer weiße beide arme frei!


Nur mal so zum motivieren es weiter zu probieren!

Liebe Grüße
Bowser 10/13 und Knubbel 05/16
Mondenkind
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von Mondenkind »

Hatte ich nur noch nicht, da meine Hebamme meinte, ich solle ihn schlafen lassen, dass 4-6 Stillmahlzeiten in 24 Stunden normal sind.
Nein, das ist definitiv nicht normal. Normal in 24 Stunden sind für ein Vollstillkind irgendwas zwischen 8-12x. Gern auch mal mehr, vielleicht auch mal nur 7x. Wenige Kinder kommen mit 6x am Tag hin. Ich habe noch nie von einem Vollstillkind gehört, das auf Dauer erfolgreich voll gestillt hat mit 4x Stillen am Tag.

Bisher hat Dein Kind ja gut zugenommen, insofern brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Ich würde vorschlagen dass, solange das Stillen bei Euch noch etwas angespannt ist, wir 1x die Woche wiegen und Du auf die Windeln achtest, ob es 4 oder mehr volle Pipiwindeln am Tag gibt. Wichtig ist, dass Du KEINE Stillproben machst, also dieses Vorher-Nachher-Wiegen. Gerne darfst Du Dir auch unseren INfotext Stillproben durchlesen. Biete regelmäßig zwanglos das Stillen an, auch von Dir aus, nutze Einschlafsituationen und schau, ob sich nachts noch ein Stillen dazwischen schieben lässt.
Leila13 hat geschrieben:Heute hat er gut getrunken, es war ein schöner Stilltag. Ich hoffe wir haben mehr davon!
Schön, ganz bestimmt! :D
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
Leila13
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von Leila13 »

Danke cheshirefitz! Ich werde es weiter probieren.

Danke auch Mondenkind! Den Link zu den Stillproben habe ich mir durchgelesen. Hmmm.... bei dem Punkt wann man keine Stillproben machen sollte, kann ich bei uns fast überall einen Haken machen. Blöd! Aber ich habe nun schon seit einiger Zeit (2 Wochen oder so) keine mehr gemacht und es geht mir gut damit.

Gestern sind wir auf 7x oder wenn man das kurze 2 Minuten Stillen bei der Physiotherapeutin mitzählt auf 8x Stillen gekommen, fast problemlos. Nachts kam er von selbst um 23:00 nochmal, dann habe ich ihn im Halbschlaf um 4:00 angelegt, er hat ganz gut getrunken, nicht so gut wie sonst, aber es war ja auch 1x öfter gestillt.

Heute habe ich 4x gestillt, nicht immer unbedingt lange, aber auch heute mit wenig Geschrei und Problemen.

4 gut nasse Windeln, hmmm, woher weiß ich, dass sie nass genug sind. Im Internet habe ich mal was von 6 EL Wasser gelesen, fühlt sie sich so an, oder muss es mehr sein? Die vollste ist auf jeden Fall die Morgenwindel, die hatte immer so zwischen 230 und 290g, so schwer ist sonst keine, aber unter dem Tag wechsle ich auch häufiger.
FraukeF

Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von FraukeF »

Darf ich fragen, wo er von 23 Uhr bis 4 Uhr geschlafen hat und ob er um 4 Uhr alleine aufgewacht ist?
So ganz verstehe ich eure Schlafsituation nämlich noch nicht. Du schriebst, er bliebe bis dein Mann ins Bett ginge im Stubenwagen oder? Auch würde ich ihn mir ganz ins Bett holen, also nicht im Beistellbett, dann ist näher bei dir und es ist, wenn es regelmässig ist, auch sicher. Mir ging nämlich Renz-Polster durch den Sinn, der genau das beschreibt - also Familiengebettete Babys trinken nachts öfter.
Daher vermute ich, dass sein Alleineschlafen im Stubenwagen vielleicht nicht so hilfreich bei euch ist. Wenn er nämlich die ganze Zeit neben dir liegen würde (ich hatte meine Kinder in dem Alter immer neben mir und guckte so fernsehen, laß oder machte sonst was am Abend nett war), dann nimmt er dich wahr, riecht dich und hat eher mal Lust, was zu trinken, als wenn er alleine liegt.
Bei dem Schnuller im Kinderwagen ging mir was durch den Kopf - ich vermute, du benutzt den Schnuller, wenn er am Ende des Spazierganges weint oder? Und Mondenkind meinte ja, dass Schnullerbenutzung recht kontraproduktiv sei. Was hälst du davon, ihn auch draußen zu tragen? Das hätte auch bzgl. des Stillens mehrere Vorteile, eben einfachere Möglichkeit, durch Nähe, Reden und Streicheln ihn zu beruhigen, wenn ihr nicht schnell genug zuhause seid. Zudem weitere Nähe, ich meine nämlich irgendwo (leider weiss ich nicht wo) gelesen zu haben, dass das Phänomen des nächtlichen Zusammenschlafens und der Trinkhäufigkeit auch tagsüber förderlich sein könnte. Und letztendlich sind unsere Babys "Traglinge", denen Tragen für die gesamte Entwicklung gut tut.
Leila13
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von Leila13 »

Liebe FraukeF,

klar darfst du. Er hat neben mir im Beistellbett geschlafen und ist nicht von selbst wach geworden, er war auch noch nicht unruhig, ich denke er hätte bestimmt noch bis 5, wenn nicht 6 Uhr weitergeschlafen. Ich hätte grundsätzlich gar kein Problem, in zu mir ins Bett zu holen. Allerdings schläft mein Sohn auf dem Bauch. Ich weiß, dass dies nicht die empfohlene Lage ist und wir haben alles ausprobiert und Wochen durchgehalten, mit der Hebamme, dem KiA und dem Osteopathen gesprochen, aber er schläft einfach nicht auf dem Rücken und wir sind verantwortungsvolle Eltern und haben uns die Entscheidung ihn auf dem Bauch schlafen zu lassen nicht einfach gemacht. Auf jeden Fall möchte ich ihn aus diesem Grund nicht in unserem Bett schlafen lassen, meine Matratze ist zu weich, da hätte ich Sorge, dass er den Kopf nicht drehen kann, wenn er sich denn selbst sicher drehen kann, dann kann er gerne zu mir ins Bett. Aber er hat auch schon Nächte lang auf mir geschlafen und auch das hat ihn nicht früher kommen lassen.

Die Trage hatte ich die letzten 2 Tage auch dabei, beim Spazieren gehen, allerdings hatten wir sie nicht gebraucht. Ich bin auch schon mal komplett spazieren gegangen, aber nach der hälfte wollte er raus und so mussten wir mit einem schreienden Kind weiter. Ist auch fies, wenn man dann Hunger bekommt, so nah an der Quelle sitzt, aber nicht ran kommt. Ich würde gerne mehr tragen, allerdings habe ich das am Anfang wohl zu selten gemacht, so dass er es jetzt nicht mehr so gerne mag. Ich weiß nicht ob es ihm zu eng ist, oder ob er nicht genug sieht. Wir nutzen momentan den Bondolino, gerne würde ich aber in der nächsten Zeit eine Trageberatung kontaktieren.
FraukeF

Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von FraukeF »

Ich habe mal nachgedacht ...

Das mit dem "direkt an der Quelle" ist bei Hunger nicht so schlimm wie alleine im KiWa und wie ich schon geschrieben habe, beruhigen ist so viel besser möglich.
Gerade, wenn dein Süßer so selten stillen will, würde ich jede Gelegenheit nutzen, Nähe/Körperkontakt herzustellen. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass er zu den genügsamen Vertretern gehört, der dementsprechend leichter zufrieden zu stellen ist und vielleicht auch schon ein bißchen das Verhalten übernommen hat, ich kann auch warten. Ich kenne solche Kinder aus meinem Freundeskreis und da ist schnell die Gefahr da, sie kommen zu kurz. Auch meine Tochter war und ist noch heute mit allen zufrieden und oft erwische ich mich, dass es so schön beqem ist, da ihre Geschwister sehr fordernd sind, dass wenigstens eins mal ruhiger ist. Aber gerecht werde ich ihr nicht, sie fordert eben nicht - verflixt, jetzt bin ich abgeschweift - sorry!
Was ich sagen will, jede Nähe zeigt ihm, dass er fordern darf und sollte. Es erinnert ihn daran, wo er hingehört, was normal sein sollte.
Und ich denke, es wird einige Zeit dauern, bis sich Veränderungen einstellen. beim Spazieren gehen hat er gelernt, ich habe hunger und ich bekomme einen Schnuller. Viele Kinder hält das nicht davon ab, weiter nach der Brust zu fordern, aber ganz genügsame, fordern ggf. beim nächste Mal nicht mehr so wehement.
Alles was ich schreibe, sind nur Vermutungen. Ich versuche nur zu überlegen, warum er so selten stillen will, obwohl es nicht das optimalste für ihn wäre.
Er muss ja quasi erst mal lernen, bemerken, dass es jetzt anders ist ...

Und so ziehe ich den Bogen zum gemeinsamen Schlafen.
Die Befürchtung, das Baby zu erdrücken oder es könne ersticken, habe ich schon oft gehört, du bist damit nicht allein. Nur keine Sorge, so schnell geht das nicht.
Wenn ihr immer zusammenschlaft passen sich eure Schlafrythmen an und ihr seid zur gleichen Zeit im Halbschlaf. So bemerkst du auch, wenn was ist. Der Vorteil ist einfach, dass er so bei jeder Bewegung deinerseits auch im Halfschlaf ist und ggf. wach wird und trinken will. Mit ein paar mal auf dem Bauch schlafen funktioniert es nicht, es geht ja um die Anpassung derSchlafrythmen.
Bei den Links, die ich dir gestern gegeben habe. wird das sehr schön beschrieben, dass frau einen eingebauten Achtsamkeitssensor haben muss, da Drauflegen nicht vorkam, solange sie nicht unter Drogen stand oder irgendwie krank war. Es ist viel gefährlicher nur manchmal zusammen zu schlafen als immer.
Auch erstickt kein Kind stumm. Wenn was ist, merst du es sofort, die Natur hast schon dafür gesorgt, dass wir uns in solchen Fällen mit aller Kraft lautstark dagegen wehren. Ich habe auch eine ganz weiche Matraze und viele Kissen und eine Bauchschläferin. Sie liegt eben auf einem flacheren Kissen und ich habe diverse kleinere für mich, damit ich bequem schlafen kann.
Oder was meinst du damit, dass er den Kopf drehen können müsste? Vor allen Dingen, da plötzlicher Kindstot nichts mit Ersticken zu tun hat.
Vielleicht kannst du das Szenario mal genauer ausmalen, was du denkst, was passieren könnte. Und wir schauen, wie realistisch es ist.

Und zum Tragen fällt mir noch ein, dass eine Trageberatung wirklich sehr, sehr hilfreich ist. Denn vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit, was ihm nicht behagt, was wir als Laien gar nicht wahr nehmen würden. Den Bondolino kenne ich nicht, aber nicht alle Tragen passen zu allen Kindern bzw. zu allen Trägern.
Enge sollte eigentlich nicht das Problem sein. Schau mal im Trageforum, da gibt es einen Bericht, vielleicht ist er überspreizt, denn Tragen hat eigentlich nichts mit Gewöhnung zu tun. Du könntest dort sonst einen Threat eröffnen ggf. mit Foto.

Das war ein langer Text, verzeih mir, kurz fassen ist nicht meine Stärke.
Mondenkind
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von Mondenkind »

Leila13, wie geht es Euch?

Auf die Schlafsituation gehe ich später ein.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Sei ein Mensch! M. Reif

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Leila13
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von Leila13 »

FraukeF hat geschrieben:Ich habe mal nachgedacht ...

Das mit dem "direkt an der Quelle" ist bei Hunger nicht so schlimm wie alleine im KiWa und wie ich schon geschrieben habe, beruhigen ist so viel besser möglich.
Gerade, wenn dein Süßer so selten stillen will, würde ich jede Gelegenheit nutzen, Nähe/Körperkontakt herzustellen. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass er zu den genügsamen Vertretern gehört, der dementsprechend leichter zufrieden zu stellen ist und vielleicht auch schon ein bißchen das Verhalten übernommen hat, ich kann auch warten. Ich kenne solche Kinder aus meinem Freundeskreis und da ist schnell die Gefahr da, sie kommen zu kurz. Auch meine Tochter war und ist noch heute mit allen zufrieden und oft erwische ich mich, dass es so schön beqem ist, da ihre Geschwister sehr fordernd sind, dass wenigstens eins mal ruhiger ist. Aber gerecht werde ich ihr nicht, sie fordert eben nicht - verflixt, jetzt bin ich abgeschweift - sorry!
Was ich sagen will, jede Nähe zeigt ihm, dass er fordern darf und sollte. Es erinnert ihn daran, wo er hingehört, was normal sein sollte.
Und ich denke, es wird einige Zeit dauern, bis sich Veränderungen einstellen. beim Spazieren gehen hat er gelernt, ich habe hunger und ich bekomme einen Schnuller. Viele Kinder hält das nicht davon ab, weiter nach der Brust zu fordern, aber ganz genügsame, fordern ggf. beim nächste Mal nicht mehr so wehement.
Alles was ich schreibe, sind nur Vermutungen. Ich versuche nur zu überlegen, warum er so selten stillen will, obwohl es nicht das optimalste für ihn wäre.
Er muss ja quasi erst mal lernen, bemerken, dass es jetzt anders ist ...

Und so ziehe ich den Bogen zum gemeinsamen Schlafen.
Die Befürchtung, das Baby zu erdrücken oder es könne ersticken, habe ich schon oft gehört, du bist damit nicht allein. Nur keine Sorge, so schnell geht das nicht.
Wenn ihr immer zusammenschlaft passen sich eure Schlafrythmen an und ihr seid zur gleichen Zeit im Halbschlaf. So bemerkst du auch, wenn was ist. Der Vorteil ist einfach, dass er so bei jeder Bewegung deinerseits auch im Halfschlaf ist und ggf. wach wird und trinken will. Mit ein paar mal auf dem Bauch schlafen funktioniert es nicht, es geht ja um die Anpassung derSchlafrythmen.
Bei den Links, die ich dir gestern gegeben habe. wird das sehr schön beschrieben, dass frau einen eingebauten Achtsamkeitssensor haben muss, da Drauflegen nicht vorkam, solange sie nicht unter Drogen stand oder irgendwie krank war. Es ist viel gefährlicher nur manchmal zusammen zu schlafen als immer.
Auch erstickt kein Kind stumm. Wenn was ist, merst du es sofort, die Natur hast schon dafür gesorgt, dass wir uns in solchen Fällen mit aller Kraft lautstark dagegen wehren. Ich habe auch eine ganz weiche Matraze und viele Kissen und eine Bauchschläferin. Sie liegt eben auf einem flacheren Kissen und ich habe diverse kleinere für mich, damit ich bequem schlafen kann.
Oder was meinst du damit, dass er den Kopf drehen können müsste? Vor allen Dingen, da plötzlicher Kindstot nichts mit Ersticken zu tun hat.
Vielleicht kannst du das Szenario mal genauer ausmalen, was du denkst, was passieren könnte. Und wir schauen, wie realistisch es ist.

Und zum Tragen fällt mir noch ein, dass eine Trageberatung wirklich sehr, sehr hilfreich ist. Denn vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit, was ihm nicht behagt, was wir als Laien gar nicht wahr nehmen würden. Den Bondolino kenne ich nicht, aber nicht alle Tragen passen zu allen Kindern bzw. zu allen Trägern.
Enge sollte eigentlich nicht das Problem sein. Schau mal im Trageforum, da gibt es einen Bericht, vielleicht ist er überspreizt, denn Tragen hat eigentlich nichts mit Gewöhnung zu tun. Du könntest dort sonst einen Threat eröffnen ggf. mit Foto.

Das war ein langer Text, verzeih mir, kurz fassen ist nicht meine Stärke.
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und deine Gedanken Frauke!

Ich muss ehrlich sagen, die Links habe ich mir noch nicht angesehen. Ich war mit dem Handy online und entweder es wurde mir so nicht angezeigt, oder ich habe die Links auf dem kleinen Display nicht als solche erkannt. Ich werde sie mir später in Ruhe durchlesen, vielen Dank!!! Von Dr. Renz-Polster hatte ich schon mal etwas gelesen, fand es sehr stimmig und gut. Anfangs wollte ich unseren Sohn unbedingt an sein Bettchen gewöhnen, ich hatte viel zu viel Angst, dass er bei mir überhitzen könnte, oder wie du schreibst, dass ich mich drehe und ihn überrolle. Im nachhinein ärgere ich mich über mich selbst, wir hatten nach dem KH 2 schlaflose Nächte, sowohl wir Eltern, als auch mein Sohn war erschöpft, nur weil ich mich nicht getraut habe, dass er bei/an mir schläft. Dabei kam er diese 4 Wochen und dann auch noch per KS zu früh und hat eigentlich nur nach Nähe verlangt. Die nächsten 2 Wochen schlief er auf mir, dann neben mir nochmals ca 2 Wochen, dann eine Hälfte im Beistellbett, eine Hälfte der Nacht auf mir und nun fast komplett im Beistellbett. Ich habe irgendwie Angst, dass er beim Drehen des Köpfchens mit der Nase auf der Matratze liegen bleibt und daran erstickt. Ich stelle mir das Kopf drehen auf meiner Matratze für ihn viel schwerer vor, als auf seiner, da diese doch härter ist. Aber du hast schon recht, ich bekomme eigentlich recht viel mit, trotz Ohrstöpsel (mein Mann schnarcht und ich kann dann nicht schlafen), auch wenn er z.B. spuckt, bekomme ich dies zügig mit...

Er stillt eigentlich recht oft! Er trinkt nur nicht lange genug (meiner Meinung nach, obwohl er ja gut zunimmt) und dadurch bin ich den ganzen Tag am stillen, meist geht es momentan in Bewegung, entweder im Laufen oder auf dem Pezziball. Seit ein paar Tagen haben wir dieses komplette Brustanschreien zum Glück nicht mehr, deshalb will ich mich gar nicht beschweren, ich bin wirklich um jede schöne Stillsituation dankbar, aber ich verstehe einfach nicht, warum er nicht länger trinkt, dass er satt ist. Also wäre er danach zufrieden, dann wäre es ja ok, aber er ist es nicht und meckert weiter. Er ist eigentlich auch den ganzen Tag an mir dran, wahrscheinlich nutze ich die Trage nicht so, weil ich ihn ja ständig anlege und eben nicht so firm und schnell bin mit der Trage. Heute hat er auf jeden Fall nicht geschlafen, war hundemüde, bis ich ihn in den Bondolino gepackt habe, ratz fatz war er für 1,5 Stunden weg. Danach haben wir etwas gestillt und ich wollte im Kiwa spazieren gehen mit ihm, ich glaube 20 Minuten nach dem letzten stillen wollte er wieder, also hab ich halt diesmal im Wald gestillt, er war ja im Schneeanzug, ne halbe Minute gestillt, fertig und die restliche Fahrt geschlafen.

Ja, die Trageberatung möchte ich auf jeden Fall kontaktieren, danke auch nochmal für diesen Link!

LG, Leila
chipmunk
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Re: Stillproblem - bin verzweifelt

Beitrag von chipmunk »

Oh, überschnitten :)
Das klingt doch schon besser, oder? Freut mich!
Also, mein Sohn ist auch den ganzen Tag an mir dran - Ablegen geht nur zum Spielen und Strampeln, und dann muss ich aber auch immer in Sichtweite sein. Geschlafen wird tagsüber nur im Tragetuch. Bei manchen Kindern ist das glaube ich einfach so, und muss jetzt nicht unbedingt was mit Hunger zu tun haben.
Und, zur Trinkdauer, Stillmahlzeiten dauern bei uns tagsüber in der Regel nicht länger als 5 Minuten. Manchmal snackt er auch nur 1-2 Minuten und meldet sich dafür dann vielleicht schon mal eine halbe Stunde/Stunde später wieder oder so. Gerade wenn viel Spannendes los ist, und nur schnell mal der gröbste Hunger gestillt werden muss (meine Interpretation). Das ist ungefähr seitdem er 3 Monate alt ist so. Längere Nuckelsessions haben wir hier eigentlich nur wenn er dabei einschläft, zu den Mittagsschläfchen oder abends/nachts. Und auch da schluckt er eigentlich nur ein paar Minuten schnell.
mit zwei Jungs (8/2013 und 6/2020)
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