extreme Verlustangst nur nachts?!

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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anirahtaK
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extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von anirahtaK »

ich hab ein ziemlich selbstständiges Kind hier - wenn wir uns zum Spieltreff am Spielplatz treffen, macht sie ihre eigenes Ding und krabbelt zur anderen Seite. Zuhause kann sie problemlos in anderen Räumen sein und da ne Weile spielen. Kommt ab und an für eine Kuscheleinheit und verschwindet wieder. Das geht gut wenn sie ausgeschlafen ist ;) Im nöligen Zustand klappt das nicht mehr, da wird sie deutlich anhänglicher, stört mich aber nicht.

Wir schlafen im Familienbett, sie schläft gut ein und wenn wir dazu kommen, schieb ich sie zur Seite und deck uns beide zu. Auch nachts wenn ich mich mal umdrehen will, hab ich sie n Stück weggeschoben, kein Thema. So wars früher.

Seit 2-3 Wochen ist es jetzt ganz extrem, dass sie sich gar nicht mehr zu Seite schieben läßt ohne sofort loszuweinen, und sich unmittelbar wieder zu mir zu rollen. Und zwar am liebsten bis in mich rein wenn das ginge - an Schlaf ist so für mich nicht zu denken. Wenn ich mal aufstehen muss, noch schlimmer, das artet dann in verzweifeltes Kreischen aus bis ich wieder da bin.
Heut Nacht hab ich sie nach mehrmaligem Wegschieben, dass in einen Kreischanfall gipfelte meinem Mann in den Arm gedrückt (natürlich noch mehr Kreischen) und bin ins Wohnzimmer um mich mal abzuregen - ich war soooo wütend, klar kann ich sie da nicht beruhigen.

so abgesehen davon, dass "alles nur ne Phase" ist, ich würde sie so gern verstehen WARUM sie das macht. Das würde es mir einfacher machen es zu ertragen. So werde ich nur schrecklich wütend weil ich mir sage, mensch Kind ich BIN doch DIREKT NEBEN dir, das MUSS doch an Nähe reichen. Tuts aber offensichtlich zur Zeit nicht...

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Carraluma
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Re: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von Carraluma »

Bei uns geht, ab Müdigkeit auch nur Mama. Ich denke, das ist einfach der Ausgleich zu den Autonomiebemühungen tagsüber. Es wird jetzt mehr erkundet und auch der eigene Wille entwickelt.
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Sabina
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Re: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von Sabina »

Ich kann grad nichts zum WARUM schreiben aber ich habe lange Zeit nachts meinen Sohn mit auf's Klo genommen, um hysterische Panikattacken zu vermeiden, habe kaum geschlafen weil er auf mir lag/in mich reinkriechen wollte und hoffte täglich, dass es nur EINE Nacht mal wieder anders wäre..
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Lösche Benutzer 13403

Re: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von Lösche Benutzer 13403 »

Zum Warum kann ich auch nichts schreiben, aber bei uns ist es so, dass nachts ganz großer Kuschelbedarf bei Mama besteht, wenn der Kleine dabei ist, etwas Neues zu lernen - bspw die Wochen bevor er anfing zu laufen, waren ganz extrem.



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anirahtaK
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Re: AW: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von anirahtaK »

Sabina wie lang hat das bei euch denn gedauert?

KatzeKami ok das wär ein Grund mit dem ich noch klar käme irgendwie...

Ich halte mich schon für ziemlich geduldig ;) aber ich hab halt gern n Grund warum ich das jetzt sein sollte...

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FuFu
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Re: AW: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von FuFu »

Anirahtak, das geht bei uns jetzt seit Wochen so. Unsere beiden sind fast gleich alt. Also mit dem Körperkontakt beim schlafen ist es nicht so ausgeprägt, dafür wacht sie ständig auf und will stillen. Papa geht dann nur selten. Dabei macht der gerade Elternzeit! Seit Monaten!!!!
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Re: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

Meine Tochter war tagsüber schon immer sehr selbständig - seit sie sich fortbewegen kann, tut sie das auch. Sie scheint damit zu rechnen, dass schon irgendjemand hinterher kommt, denn sie läuft wirklich einfach los, ohne sich umzudrehen. Ich habe im Park aus purem Interesse diverse Male versucht, mal zu ergründen, wie lang quasi ihre "innere Leine" ist. Ich weiß es bis heute nicht, denn: Sie ist definitiv länger als meine. Das Kletterkind könnte man quasi im Park aussetzen und drei Stunden später abholen, wenn`s nach ihr ginge.

Nachts war sie aber immer schon sehr anhänglich. Da passt im Regelfall kein Blatt zwischen sie und mich. Sie war auch über ein Jahr alt, ehe es mal möglich war, dass sie alleine im Bett schlief und ich erst später dazu kam. Und tatsächlich hat man mich auch schon nachts mit halbschlafendem Kind auf`s Klo gehen sehen - die Alternative war: Kind brüllt - Kind ist wach - Kind braucht eine Stunde (Minimum), um wieder einzuschlafen - eh schon kurze Nacht hat noch eine Stunde weniger. Fand ich indiskutabel. Inzwischen kann ich das Kletterkind manchmal unter ihre eigene Decke legen und sie bleibt da für eine Stunde oder so OBWOHL ich neben ihr liege. Und ich kann nachts auch alleine auf Toilette. Ich erkläre dann, dass ich nur kurz Pipi mache und gleich wieder da bin - das hat sie inzwischen verstanden. Die Kunst ist bloß, zum Sprachverstehenszentrum im Gehirn des halbschlafenden Kletterkinds durchzudringen, wenn man mal muss und sie mitbekommt, dass man geht. ("Ich gehe nur kurz Pipi machen, Kletterkind. ICH BIN GLEICH WIEDER DA! PIPI!!! GLEICH WIEDER DA!!!" Die Nachbarn freuen sich bestimmt, die haben ihr Schlafzimmer unter unserem.)

Also, wie auch immer: Es wird besser, Phase und so, und ja, hier war es auch immer noch extremer, wenn etwas Neues gelernt wurde. Und: Ich habe mir die tolle Theorie zurecht gelegt, dass Kinder, die tagsüber quasi nur explorieren, dann eben nachts die sichere Basis tanken müssen. Andere Kinder machen vielleicht beides tagsüber, meins teilt das eben auf. Sehr effizient. Deckt sich halt leider einfach nicht so 100%ig mit meinem EsmussdochauchalsMutterEINMALmöglichseineinfachinRuheaufsKlozugehenBedürfnis. Aber, wie gesagt: Es wird besser!
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PaleFire
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Re: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von PaleFire »

Ich hab ja hier auch ein extremes Nacht-Kuschelkind, das gerne mal die halbe Nacht auf mir drauf liegt und das hat bei ihr nichts mit tagsüber selbständig sein zu tun. Ihre "innere" Leine ist nämlich scheinbar operativ mit meiner verbunden und daher quasi nicht existent. :wink: Mama geht tagsüber aus dem Zimmer? Gebrüll! Mama setzt mich kurz auf den Boden ab, um mal im Topf umzurühren? Gebrüll! Mama geht nachts allein aufs Klo? Siehe unten...

Mit halbschlafendem Kind aufs Klo, kenn ich. Neulich ist bei so einer Aktion der heiß geliebte "Bärli" (--> muss beim Schlafen ebenfalls immer Körperkontakt zum Kind halten) in der Schüssel verschwunden...natürlich, nachdem ich gegangen war aber vorm Spülen... :roll: Ich habe in Sekundenschnelle danach gegriffen und ihn aus dem Klo gerissen, natürlich MUSSTE die Wuseline ihn auch sofort wieder in den Arm nehmen. Ich hab kurz innerlich geflucht, ebenso kurz versucht, ihn unauffällig "verschwinden" zu lassen - was natürlich GAR KEINE OPTION war - und mir dann irgendwas von "ist gut für die Abwehrkräfte" gedacht und beide wieder mit ins Bett genommen. 8)
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anirahtaK
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Re: AW: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von anirahtaK »

Miffi das mit der inneren Leine ist schön beschrieben, meine ist auch kürzer als ihre. Ich hoffe ich werde sie altersangepasst verlängern können.

Mit aufs Klo nehmen ist keine Option, irgendwo ist da für mich Schluss, muss sie halt etwas weinen. Der Papa liegt ja daneben, allein ist sie also nicht dabei. Ausserdem würde sie im Moment schon heulen wenn ich sie im Schlaf störe und hochhebe.
Ich vermute auch dass im Moment extrem Zähne schieben, und die Nase ist auch nicht ganz frei.
Eventuell spielt auch der Urlaub mit rein, obwohl sie in der Woche nie irgendwo allein war. Ich hab auch schon gegoogelt, scheint in dem Alter häufig grad bei bisher eher pflegeleichten Kindern aufzutreten.
Und Mann fing schon wieder an, wann wir sie denn in ihr Zimmer ausquartieren... pff das wird erst mal nix.

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Sabina
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Re: extreme Verlustangst nur nachts?!

Beitrag von Sabina »

Miffi hat geschrieben:Meine Tochter war tagsüber schon immer sehr selbständig - seit sie sich fortbewegen kann, tut sie das auch. Sie scheint damit zu rechnen, dass schon irgendjemand hinterher kommt, denn sie läuft wirklich einfach los, ohne sich umzudrehen. Ich habe im Park aus purem Interesse diverse Male versucht, mal zu ergründen, wie lang quasi ihre "innere Leine" ist. Ich weiß es bis heute nicht, denn: Sie ist definitiv länger als meine. Das Kletterkind könnte man quasi im Park aussetzen und drei Stunden später abholen, wenn`s nach ihr ginge.

Nachts war sie aber immer schon sehr anhänglich. Da passt im Regelfall kein Blatt zwischen sie und mich. Sie war auch über ein Jahr alt, ehe es mal möglich war, dass sie alleine im Bett schlief und ich erst später dazu kam. Und tatsächlich hat man mich auch schon nachts mit halbschlafendem Kind auf`s Klo gehen sehen - die Alternative war: Kind brüllt - Kind ist wach - Kind braucht eine Stunde (Minimum), um wieder einzuschlafen - eh schon kurze Nacht hat noch eine Stunde weniger. Fand ich indiskutabel. Inzwischen kann ich das Kletterkind manchmal unter ihre eigene Decke legen und sie bleibt da für eine Stunde oder so OBWOHL ich neben ihr liege. Und ich kann nachts auch alleine auf Toilette. Ich erkläre dann, dass ich nur kurz Pipi mache und gleich wieder da bin - das hat sie inzwischen verstanden. Die Kunst ist bloß, zum Sprachverstehenszentrum im Gehirn des halbschlafenden Kletterkinds durchzudringen, wenn man mal muss und sie mitbekommt, dass man geht. ("Ich gehe nur kurz Pipi machen, Kletterkind. ICH BIN GLEICH WIEDER DA! PIPI!!! GLEICH WIEDER DA!!!" Die Nachbarn freuen sich bestimmt, die haben ihr Schlafzimmer unter unserem.)

Also, wie auch immer: Es wird besser, Phase und so, und ja, hier war es auch immer noch extremer, wenn etwas Neues gelernt wurde. Und: Ich habe mir die tolle Theorie zurecht gelegt, dass Kinder, die tagsüber quasi nur explorieren, dann eben nachts die sichere Basis tanken müssen. Andere Kinder machen vielleicht beides tagsüber, meins teilt das eben auf. Sehr effizient. Deckt sich halt leider einfach nicht so 100%ig mit meinem EsmussdochauchalsMutterEINMALmöglichseineinfachinRuheaufsKlozugehenBedürfnis. Aber, wie gesagt: Es wird besser!
Da unterschreib ich mal komplett! Ich weiss nicht, wann es aufgehört hat, würde aber meinen es war während des zweiten Lebensjahres für ungefähr ein halbes Jahr wirklich heftig (hmm...von 15-21 Monaten vielleicht???) und jetzt nur noch wenn viel los war etc.
Signaturen sind halt doch praktisch für die Mitleser:innen…

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