Ich hoffe, ich bekomme es einigermaßen strukturiert hier geschrieben, aber ich bin so aufgewühlt und nur am weinen
Meine Mitbewohnerin hat ein sechs Monate altes Baby, dass schon immer schlecht geschlafen hat (oft wach geworden, viel geweint).
Sie wurde oft wach (zuletzt jede 45 Minuten oder stündlich) wollte stillen und schrie oft. Ich habe ihr mehrfach meine Hilfe angeboten, dass ich sie nehmen kann, tragen kann, ins Wohnzimmer gehe, das sie schlafen kann, aber das wollte sie nicht annehmen, denn sie fühlte sich so als Versagerin ( was Quatsch ist und das habe ich ihr auch gesagt, sie wollte nicht hören).
Nachts habe ich oft gehört, dass sie die Kleine angeschrien hat, sie solle ruhig sein und schlafen, es sei Schlafenszeit
Kurz vor Weihnachten (ich war nicht da), war sie so am Ende, dass sie sich von ihrer Schwester abholen ließ und dort 2 Wochen blieb (beide ihrer Schwestern haben die Wahlgren Methode schon bei ihren Kindern angewendet und sie hat ja funktioniert
Als wir uns zu Hause wiedertrafen im neuen Jahr, hat sie mir dann berichtet das sie das jetzt macht und so entschieden hat und die Kleine zwar kurz meckert, aber dann schläft ggf. auch mal 15 Minuten, aber dann leiert man seinen Satz runter geht rein, legt die Hände auf, schickt Gedanken und dann weiß sie dass das Bett ein sicherer Ort ist
An dem Tag habe ich aufgepasst, weil sie zum Zahnarzt musste und sie hat mich gebeten die Kleine Punkt vier hinzulegen und mir die Griffe gezeigt. Ich meinte nur jaja, gemacht habe ich das nicht, sondern sie zu mir ins Tuch geholt. Abends, nachts, am nächsten morgen, nachmittag ging es dann los. Geweine ohne Ende, richtiges heulen kein meckern, was man sich bei einem Säugling sicher vorstellen kann.
Sie ist der Meinung, das Baby kann schlafen lernen und lernen, dass das Bett ein sicherer Ort ist. Sie stillt nur noch nach dem aufwachen ggf. tagsüber, wenn sie merkt, sie hat Hunger oder Durst. Nachts nicht mehr, denn da schläft sie ja wieder ein, rausgenommen wird sie auch nicht aus dem Kettchen, dann lernt sie ja, dass es kein sicherer Ort ist
Heute ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe geweint und gezittert, bin raus, weil die Kleine schrie wie am Spieß und sie sich seelenruhig schminkte und die Haare föhnte. Ich habe sie gefragt, ob sie es nicht hört, dass das Baby da weint und das ich nicht verstehen kann, dass sie die Kleine schreien lässt und glaubt Babys können schlafen lernen und lernen das Bett sei sicher. Alles was sie damit erreicht sind Bindungsstörungen, Schlafstörungen und Hirnschädigungen. Das ich verstehen kann, dass es ihr schlecht geht, das aber nicht der richtige Weg ist auf Kosten des Babys.Während ich das Schreibe weint sie immer noch...
Sie will mit mir nicht diskutieren, ich mache ja soviel falsch mit meinem Kind. Ich habe eingeräumt, dass auch ich nicht perfekt bin, aber wer ist das schon und das nur, weil er mit 2,5 keine feste Schlafenszeiten hat und ich ihm Entscheidungen überlasse anstatt zu bestimmen
Es war so schlimm das alles. Keine Chance in Ruhe zu reden. Gerade ein Telefonat mit ihrer Ma belauscht, von der sie sich Bestätigung geholt hat mit der Äußerung, sie wüsste das die Stimmung zu Hause hier jetzt so bleiben würde (womit sie recht hat, ich kann ihr nicht ins Gesicht schauen).
Wie soll ich mich nur verhalten. Sie hatte eine Hausgeburt, hat nach Bedarf gestillt, trägt und dann sowas?
Ich bin so traurig

