Alkohol und Familienbett

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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EmiliasGini
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Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von EmiliasGini »

Tja, Alkohol ist eine Droge, ein Nervengift. Dass man sich danach eben nicht mehr normal verhält, ist für mich negative Auswirkung genug. Man kann sich dann eben nicht mehr normal benehmen.
Und was heißt "versagen" - wieso versagt man sich ohne Alkohol etwas? Dann ist das doch schon so, dass man es braucht, dass man es vermisst. Finde ich bedenklich.
Niemand, der betrunken ist, kommt in die Nähe meiner Kinder. Mein Mann dürfte dann im Wohnzimmer schlafen bzw. seinen Rausch jede Woche beim Kumpel ausschlafen.
Was ist schon normal? Klar, man benimmt sich ausgelassener. Vielleicht bist du aber schon vom Typ ausgelassener als ich und benimmst dich so, wie ich mich benehme, wenn ich betrunken bin? Oder andersrum? Ist deswegen einer unnormal?

Klar versagt man sich ohne Alkohol etwas. Das hat doch mit Abhängigkeit nichts zu tun. Ich trinke so gut wie gar nicht. Vertrage es leider mittlerweile schlecht und habe nächsten Tag Bauchkrämpfe. Trinke vielleicht 2x im Jahr und dann nicht viel. Bin vermutlich nicht süchtig. Finde das aber total doof. Ich hab immer gerne Alkohol getrunken und versage es mir nun, weil ich die Bauchschmerzen am nächsten Tag nicht möchte. Das ist natürlich Verzicht und warum sollte man verzichten, wenn es keinen Grund gibt?
Wenn mein Mann betrunken nach hause kommt, schlafen die Kinder schon. Sie sehen ihn nie betrunken.

Ich finde das - wie wohl die anderen Frauen seiner Freunde auch - wirklich völlig in Ordnung. Wenn wir mal zusammen feiern gehen, bin ich meist nüchtern und er nicht. Ich weiß, wie er sich betrunken verhält. Im schlimmsten Fall fängt er an zu singen. Zum Glück kann er das gut.

Ist wohl sehr individuell, was man in Beziehungen in Ordnung findet und was nicht. Bei mir wäre zum Beispiel sofort die Scheidung im Briefkasten, wenn er unpünktlich würde, nicht mehr im Haushalt helfen würde, mich einmal anschreien würde oder seinen Job vernachlässigen. Andere stört das dann wiederum weniger.
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EmiliasGini
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Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von EmiliasGini »

Sandküste, warum so zickig?

In der Tat finde ich meinen Mann super und perfekt. Sonst hätte ich ihn ja nicht geheiratet. Das liegt also in der Natur der Sache.

Wie betrunken mein Freund ist kann ich nun in Promille nicht angeben. :mrgreen: Ich messe das selten. Er kommt nach hause, läuft durchaus etwas schief. Dann erzählt er mir meistens, dass er mich liebt, geht sich die Zähne putzen, klettert recht unkoordiniert aus seiner Kleidung. Zieht sich gerne falsch rum Schlafsachen an und schläft binnen Sekunden wie ein Stein. Manchmal singt er auch etwas oder tanzt durchs Zimmer um dann einzuschlafen.
Völlig betrunken - jemand, der nicht mehr richtig sprechen kann, sich evtl. noch übergibt, nicht richtig laufen kann, kein Entscheidung mehr fällen kann.
Was soll völlig betrunken sonst sein?
Sprechen geht schon noch. Gekotzt hat er noch nie. Entscheidungen kann man sehr wohl fällen. Jeder der mal in einer kritischen Situation im betrunkenen Zustand war weiß - sobald man gebraucht wird ist man völlig klar im Kopf.

Ich kotze übrigens schon gern nach 2 Glas Wein, wenn ich einen schlechten Tag habe.
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Giraeffchen
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Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von Giraeffchen »

EmiliasGini hat geschrieben: Klar versagt man sich ohne Alkohol etwas.

Ja? Was denn?
Mal abgesehen von Extremen wie Erbrechen, Kopfweh und üblem Kater, auf die sicher jeder verzichten könnte und die oft ja trotzdem in Kauf genommen werden.
Was versagt man sich, was man ohne Alkohol nicht haben könnte?

Da fängt für mich der Unterschied an. Mal ein Gläschen zu trinken aus Genuß ist das eine, gekoppelt an den Gedanken, sich etwas zu versagen, wenn nicht getrunken wird, geht das für mich dann Richtung 'mir fehlt was ohne' oder 'mit könnte ich es besser haben'.
Liebe Grüße, GiraeffchenBild mit dem großen Knopf und dem Herbstwichtel


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"Es ist gefährlich,
zu lange zu schweigen.
Die Zunge verwelkt,
wenn man sie nicht gebraucht."

(Astrid Lindgren)
Lösche Benutzer 14500

Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von Lösche Benutzer 14500 »

Giraeffchen hat geschrieben:
Da fängt für mich der Unterschied an. Mal ein Gläschen zu trinken aus Genuß ist das eine, gekoppelt an den Gedanken, sich etwas zu versagen, wenn nicht getrunken wird, geht das für mich dann Richtung 'mir fehlt was ohne' oder 'mit könnte ich es besser haben'.
Hier mag ich unterschreiben. Letzteres geht für mich langsam in die Richtung, Alkohol zu brauchen und Alkohol brauchen, um xy (lockerer sein, feiern könne, entspannen können, nicht ängstlich sein etc. pp.) ist der erste Schritt in Richtung Missbrauch.
Unproblematisch finde ich: Ich gehe gerne mit meinen Freunden feiern und wenn ich Lust habe, trinke ich zwei oder drei Bier und bin auch mal angeschwipst und wenn ich gerade keine Lust habe, trinke ich eben nichts - mir geht es ja um´s feiern, nichts um`s trinken. Die feste Gleichung feiern=trinken geht mir persönlich zu sehr in eine Richtung, die ich bedenklich finde.
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Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von moonlight79 »

Wie definiert ihr "völlig betrunken sein"?

Wenn man sich jedes Wochenende bis zum Vollrausch besäuft, ist das sehr wohl bedenklich.

Aber von nüchtern über angeschickert bis zum Vollrausch gibt es viele Stadien.

Ich habe hier gerade den Eindruck, dass einige nur "nüchtern" und "völlig betrunken" sehen.
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MaareMum
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Re: AW: Alkohol und Familienbett

Beitrag von MaareMum »

Na so wie das hier beschrieben wird, scheint der Mann aber wirklich volltrunken nach Hause zu kommen.
Ich seh das wie Miffi.

________________
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Lösche Benutzer 1828

Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Genau das.

Ich trinke abends auch gerne mal 1-2 Glas Rotwein. Aber nicht zum Zwecke "jetzt werde ich lustig". Das finde ich bedenklich. Feiern und Alkohol gehören für mich nun mal nicht zusammen. Das tut man doch wg.d er Freunde. Besaufen kann ich mich auch mit irgendwem, wird schon lustig werden.
Irgendwie erinnert mich das an meine Phase mit 17/18 - da fand ich das auch lustig. Und klar, man denkt, man hat noch alles unter Kontrolle. Hat man aber nicht.

In Gegenwart von Kindern finde ich es jedenfalls höchst bedenklich und auch gefährlich.

Wie wird das definiert? Also, wenn man nicht mehr gerade laufen kann, hat man schon einiges intus. Und wenn man das regelmäßig macht, dann wohl umso mehr (Gewöhnungseffekt).
moonlight79
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Re: AW: Alkohol und Familienbett

Beitrag von moonlight79 »

MaareMum hat geschrieben:Na so wie das hier beschrieben wird, scheint der Mann aber wirklich volltrunken nach Hause zu kommen.
Ich seh das wie Miffi.

________________
vom Handy aus

Nur wenn er singt .. :D

Wer in der Lage ist, sich umzuziehen und sogar die Zähne zu putzen ist nicht volltrunken.
Umgangssprachlich versteht man unter einem Vollrausch einen fortgeschrittenen Rauschzustand, in dem der Berauschte so weit die Kontrolle über sich selbst verliert, dass er sich später nicht mehr an die Erlebnisse während des Rausches erinnern kann („Filmriss“).


(Quelle: Wikipedia )
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Re: AW: Alkohol und Familienbett

Beitrag von xiongmao »

Regelmäßig besoffen sein ist okay, aber einmaliges Anschreien würde zur Scheidung führen... irgendwie hab ich ein komisches Gefühl hier. :?
Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.
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Mondenkind
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Re: Alkohol und Familienbett

Beitrag von Mondenkind »

EmiliasGini hat geschrieben: Entscheidungen kann man sehr wohl fällen. Jeder der mal in einer kritischen Situation im betrunkenen Zustand war weiß - sobald man gebraucht wird ist man völlig klar im Kopf.
Diese Aussage ist schlichtweg falsch und dass sie falsch ist, ist medizinisch felsenfest untermauert. Ich sehs im übrigen wie Miffi. Wenn es ok für Dich ist, dass Dein Mann regelmäßig trinkt, bitte. Aber nicht solche Falschaussagen hier, bitte.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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