milchstau zu weihnachten...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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hebammenschülerin

Re: milchstau zu weihnachten...

Beitrag von hebammenschülerin »

Hallo Mondenkind!
Ich kann deinen Wunsch nach einer seriösen Quelle verstehen, habe aber leider auch keine parat.
Falls du eine Hebamme kennst, könntest du sie bitten, im Hebrech-Forum nach dem Stichwort "Kartoffelwickel" zu suchen, da wird sie viele positive Erfahrungsberichte finden. Leider ist das Forum Passwort-geschützt, weshalb ich die Threads hier nicht verlinken kann.
Hier bei euch im Forum wurde das Thema auch schonmal angerissen, wie meine Google-Suche ergeben hat. ;-) http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&start=10
Vorher zu wärmen und nachher zu kühlen, habe ich zu Beginn meiner Ausbildung auch noch gelernt. Wie so oft, brauchen neue Ansätze im medizinischen Bereich extrem lange, bis sie sich durchsetzen.
Alle Hebammen, die ich kenne, die Kartoffelwickel ausprobiert haben, schwärmen davon. Die Mehrheit der Hebammen, die ich kenne, hat allerdings noch nie etwas davon gehört.
Ich selber habe einen 15 Monate alten Sohn. Bei meinem ersten Milchstau habe ich noch die alte Methode angewandt und war zunächst begeistert davon, wie schnell der Quark die Rötung genommen hat. Eine Verhärtung hatte ich aber noch eine ganze Woche lang.
Seitdem ich Kartoffelwickel anwende, dauern Milchstaus nicht länger als einen Tag und sind danach spurlos verschwunden.
Und wenn man überlegt, was Wärme und Kälte bewirken, macht es ja auch durchaus Sinn.
Einzige Ausnahme: bakterielle Infektionen, die sollte man nicht bebrüten.
Warum es ausgerechnet Kartoffeln sein müssen, ist natürlich auch nicht erforscht. Ich hatte auch schon mit einem warmen Traubenkernkissen Erfolg, als ich am Feiertag keine Kartoffeln da hatte. ;-)
LG, Hebammenschülerin
Mondenkind
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Re: milchstau zu weihnachten...

Beitrag von Mondenkind »

hebammenschülerin hat geschrieben:Wie so oft, brauchen neue Ansätze im medizinischen Bereich extrem lange, bis sie sich durchsetzen.
Naja, wenn es tatsächlich ein neuer Ansatz wäre, dann gäbe es da sicher seriöse Quellen zu :wink: . Ich bin Frauenärztin und IBCLC, da liegt es in der Natur der Sache, dass ich regelmäßig aktuelle Fachliteratur zur Gynäkologie, Geburtshilfe und dem Stillen lese. Und bisher ist mir da zu dem Thema nichts Neues begegnet.
hebammenschülerin hat geschrieben:Und wenn man überlegt, was Wärme und Kälte bewirken, macht es ja auch durchaus Sinn.
Genau, dann macht nämlich Wärme vor dem Stillen Sinn und Kälte danach. Denn beim MIlchstau hab ich ja das Problem, dass vor allem der MSR behindert ist (oft durch Stress, es ist so typisch mit dem Milchstau zu Weihnachten) und Wärme ist sehr förderlich für die Ausschüttung von Oxytocin. Wer sich da belesen mag, dem empfehle ich die Arbeiten von Uvnas-Moberg. Das Kühlen danach vermindert die Durchblutung und unterbindet so zügig die weitere Milchbildung. Auch die Wirkung von andauernder Kühlung auf Milchbildung ist hinreichend erforscht.
Langer Rede kurzer SInn: ich will mich hier gar nicht über Kleinigkeiten streiten- :wink: aber das Kühlen NACH dem Stillen ist mitnichten "out", vor allem nicht bei Milchstau oder ÜBervölle.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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