Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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isar12
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Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von isar12 »

Unser Sohn (20 Monate) schläft seit er 7 Monate alt ist abends mit Einschlafstillen, später mit Flasche in seinem Gitterbett in seinem Zimmer ein. Wir saßen immer daneben auf einem Stuhl. Früher haben wir ihn oft nach der Flasche noch rumgetragen wenn er noch nicht schlief oder wenn er sich ganz hart getan hat, ist er bei mir im TT eingeschlafen und ich hab ihn dann reingelegt. Die letzten Monate hat er ein paarmal auch im Bettchen durchgeschlafen. Oft wurde er zwischen drei und fünf wach dann holen wir ihn zu uns ins Bett und er schlief dort sofort weiter. Im Urlaub schlief er auch bei uns im Doppelbett mit ein, als wir wieder Zuhause waren schlief er abends wieder in seinem Zimmer mit Einschlafbegleitung ein. An schlechten Tagen konnte das auch mal bis zu einer Stunde gehen, es lief aber i. d. R ruhig ab bis er in den Schlaf fand.

Jetzt trinkt er die Flasche und wenn er dann nicht sofort in den Schlaf findet steht er auf und fängt zu Schreien an, will Licht, raus aus dem Zimmer usw. Wenn man ihn anfasst oder herumtragen will schreit er sich erst richtig weg. Das finde ich fast das Schlimmste weil ich neben ihm stehen oder sitzen muss während er sich wegschreit... Seit ca. 10 Tagen lassen wir ihn auch jetzt von Anfang an wieder bei uns im Bett schlafen, aber mir kommt vor es wird eher noch schlimmer. In die Trage kann ich ihn nicht mehr nehmen, da kratzt er mich und drückt sich so ab, dass ich Angst hab das er rausfällt.

Für uns ist die Situation schrecklich, da der Kleine nie viel geschrien hat und wir solche Schreianfälle über eine Stunde nicht kennen.

Zum Schlafen kriegen wir ihn derzeit nur mit einer zweiten Flasche, mein Mann brauchte gestern sogar drei!!! Das kann doch nicht die Lösung sein!

Mir tuts auch so weh weil er dann überhaupt keinen Körperkontakt möchte und ich das Gefühl habe wir sind in einer Spirale und finden da nicht mehr raus.

Ich bin gespannt auf Eure Sichtweisen und Anregungen!
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Sabina
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von Sabina »

Schreib doch mal noch ein bisschen wie lange er so schläft tagsüber und nachts, wann er zu Bett geht/soll, ob ihr ausser der Flasche sonst noch ein Ritual habt etc.

Ich hatte so ungefähr ab 20 Monaten bei meinem Sohn immer guten Erfolg wenn ich mit ihm im Vorfeld ganz ruhig über Probleme/Wünsche/Vorstellungen gesprochen habe. Also zum Beispiel vielleicht schon am Nachmittag angesprochen, dass es doch schön wäre wenn er am Abend statt brüllen mit mir kuscheln würde. Am Abend habe ich dann virlleicht beim Pyjama Anziehen, Flasche trinken o.Ä. nochmals erwähnt, was wir am Nachmittag 'vereinbart' hatten. Er hat aber in diesem Alter auch schon sehr viel an Stimmungen wahrnehmen können und vor allem schon viel verstanden und auch selbst gesprochen.

Und wenn bei uns etwas ganz verfahren war, habe ich die nächst beste Gelegenheit genutzt um eine 'Ausnahme' zu machen und so den Alltagstrott zu durchbrechen. Vielleicht mal wenn wir den Mittagsschlaf auslassen mussten am Abend dafür etwas früher schlafen gehen, er krank war bei mir auf dem Sofa einschlafen lassen, wenn wir bei Oma waren mal ohne Flasche einschlafen, wenn Papa weg war irgendwas Besonderes tun, an einem Feiertag, Geburtstag oder so ein Lied singen etc. Oft half uns das danach das Einschlafritual abzuändern und schwierige Situationen wieder zu vermeiden...

Zudem schlief mein Kleiner in diesem Alter oft schneller und problemloser ein, wenn wir ihn früher und dementsprechend weniger müde zu Bett brachten.

Zwischen dem 15. und 19. Monat klappte das Einschlafen mit Flasche nicht mehr und wir haben ihn gleich nach dem Zähneputzen in die TH gepackt und sind mit ihm raus. Dann habe ich mich für einige Monate Abends mit ihm hingelegt und seit dem 26. Monat schläft er meist ohne Probleme wieder alleine ein.

Viel Glück
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isar12
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von isar12 »

Danke schonmal Sabina für Deine Anregungen.

Er steht morgens zwischen sieben und halb acht auf und schläft von eins bis drei bei der Tagesmutter (da kann ich auch nichts dran ändern). Abends visieren wir so halb acht an zum Bett gehen. Am Wochenende schläft er mittags oft kürzer, gerade wenn wir unterwegs sind, da geht's abends schon leichter mitm Einschlafen.

Ritual ist bei uns Abendessen. Exklusivspielzeit mit Papa, dann hoch ins Bad Zähneputzen, meistens Baden, seltener nur waschen. Danach Buch anschauen, meist mit Papa während Mama die Flasche zubereitet. Bis es so extrem wurde haben mein Mann und ich uns beim Einschlafbegleiten abgewechselt. Es lief bei uns beiden gleich gut.
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Sakura
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von Sakura »

Kann es sein, dass er abends noch nicht müde ist? Das sind 14 stunden Schlaf, das ist nicht wenig....


Mein iPhone leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...
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aida1903
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von aida1903 »

Du weisst ja, wir kämpfen da auch viel.

Was ganz klar ist beim Zwockel und beim Purzel auch so war ab eindreviertel:

das wäre hier zu viel Mittagsschlaf!

Hier war und ist es aufstehen gegen 7, schlafen gegen halb acht.

Beim Zwockel suchen wir noch den richtigen Weg, aber 1-¹,5h Mittagsschlaf bis gegen 2 scheinen ganz gut zu sein, 30 min reichen auch.
Beim Purzel mussten wir der Tamu vorgeben: nicht länger als 1h 15min, nicht später als bis 14.30.
Freitag bis Sonntag, an den daheimtagen, hat er dann bald keinen Mittagsschlaf mehr gemacht.

Bei beiden war/ist länger aufbleiben keine Option: so halb acht/acht sind sie müde. Egal ob mittagsschlaf
Beste Grüße
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von aida1903 »

Sorry, vom Handy... darum auch die Vertipper...

...oder nicht. Aber bei zu viel Mittagsschlaf fehlt/e die
Bettschwere.

Wieso kannst du am Mittagsschlaf bei der Tamu nix ändern?
Beste Grüße
Aida
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Sabina
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von Sabina »

Wir hatten (ganz selten immer noch) immer 2 h Mittagsschlaf. Diese Auszeit habe ich für mich nutzen können. Dafür ging (und teilweise immer noch) unser Sohn erst zwischen halb neun und neun zu Bett und steht morgens zwischen sechs und sieben auf. Vielleicht ist er mit 14 h Schlaf auch einfach nicht müde?
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Mijoco
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von Mijoco »

isar12 hat geschrieben:Er steht morgens zwischen sieben und halb acht auf und schläft von eins bis drei bei der Tagesmutter (da kann ich auch nichts dran ändern). Abends visieren wir so halb acht an zum Bett gehen. Am Wochenende schläft er mittags oft kürzer, gerade wenn wir unterwegs sind, da geht's abends schon leichter mitm Einschlafen.
Bei uns wäre in dem Alter bei so einem langen Mittagsschlaf abends um halb acht noch lange nicht an Schlafen zu denken gewesen. Du sagst ja selber auch, dass es am Wochenende, wenn er mittags kürzer schläft, abends besser klappt.
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von sapphire »

Ich würde auch auf den langen/späten Mittagsschlaf tippen. Ich lass meine Tocher sehr ungern länger als bis 14h schlafen, sonst wird es spät.

Kannst du mit der Tagesmutter nicht ausmachen, dass sie ihn früher wecken soll?
Liebe Grüße von
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Re: Einschlafterror, ich kanns kaum mitanschauen...

Beitrag von isar12 »

Leider geht das nicht, da meine Tagesmutter auch Pflegekinder hat die mittags um 13 Uhr aus der Schule kommen und während des Mittagsschlaf der Kleinen werden die versorgt. Ich muss aber gleich dazu sagen aus Fairnessgründen dass mir die Tagesmutter vom ersten Gespräch an sofort gesagt hat, dass der Mittagsschlaf aus diesen Gründen bei ihr so geregelt sei und nicht verschoben werden kann.

Aber vielen Dank für die Anregungen hier. Es hat sich einiges gelöst und es ist was aufgekommen...

Hatte ja auch den Verdacht das er was ausbrütet und letzten Donnerstag brach dann die Hand-Mund-Fuß-Krankheit aus (kann ja eine relativ lange Inkubationszeit haben)
Es war gsd nicht so schlimm und seit Sonntag ist er fit. Aber wir haben jetzt doch etwas umgestellt. Unter der Woche wenn der lange Mittagsschlaf bei der Tamu ist stehen wir vor sieben Uhr morgens auf. Abends geht er jetzt erst zwischen halb acht/acht ins Bett. Einer von uns legt sich mit ihm ins Ehebett, dort schläft er mit der Flasche ein.
Später betten wir ihn ins Gitterbett um, das jetzt bei uns im Schlafzimmer steht. Das klappt jetzt recht gut und ich bin wieder entspannt....
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