langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

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Latika
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langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von Latika »

Hallo,

ich habe schon viel Positives von diesem Forum gehört und möchte nun auch eine Frage stellen.

Aber zunächst die denke ich wichtigsten Angaben:

Meine Tochte ist Ende November 5 Monate alt. Bislang habe ich sie voll und nach Bedarf gestillt.
Sie nimmt keinen Schnuller und schläft selbstverständlich nicht ohne Mamas Zitze im Mund ein. Sie schläft mehr oder weniger in ihrem eigenen "Beistellbettchen" (direkt ohne Gitter an unserem Bett), meist aber bei uns im Bett.

Das Stillen klappt im Großen und Ganzen eigentlich gut. Ich stille noch immer bis zu 12 x innerhalb 24 Stunden. Schlafen tut die junge Dame nicht all zu viel.
Tagsüber reichen ihr anscheinend kleine Nickerchen hier und da an der Brust oder im Tragetuch (wird rein getragen, kein Kinderwagen). Lege ich sie ab, ist sie sehr sehr schnell wach, dauert keine 10 Minuten.
Und Nachts ist es selbstverständlich auch so, dass sie nicht durchschläft, sondern ca. alle 2 Stunden aufwacht und nur mit meiner Brust wieder einschlafen kann. Nicht dass sie unbedingt Hunger hat, nein, einfach ein bisschen nuckeln und schmusen und dabei ein paar Schlückchen zufällig nehmen.

Momentan beschäftige ich mich mit dem Abstillen. Bin da aber sehr hin und hergerissen. Habe auch keine Ahnung wie das langsam und behutsam für die Kleine aber auch für mich funktionieren soll.
Ich bin einfach auch teilweise aufgrund des extremen Schlafmangels ziemlich fertig. Und hätte allgemein auch gerne hin und wieder mal ein kleines bisschen Zeit für mich, was durch die goße Abhängigkeit der Kleinen an mich durch das ständige Stillen und Beruhigungsnuckeln so gut wie nicht möglich ist. Mein Mann unterstützt mich so gut er kann, aber er hat nun mal keine Brüste. :)

Habe seit einer Woche mit Brei geben angefangen = also Probe-Löfel Brei, den sie soweit gut nimmt.
Eigentlich hatte ich gedacht nun Anfang Dezember langsam mit einer Flasche Pre Abends anzufangen, ihr zu geben. Macht das Sinn?

Was meint ihr wie kann ich am sinnvollsten vorgehen?

Bin da sehr verunsichert und würde mich um professionelle Hilfe, Tipps und Anregungen freuen.

Viele Grüße
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Morgaine47
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Re: langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von Morgaine47 »

Nur ein Gedanke: Denkst Du wirklich es ist stressfreier und Deinem Schlaf fördernder wenn Du Nachts statt nur die Brust auszupacken (ich gehe davon aus Du stillst im Liegen) eine Flasche machen musst?

Mit der Flasche schlafen Kinder nicht automatisch länger als mit Stillen. Meine Tochter hat mit 2 nachts nicht mehr gestillt, zuverlässig durchgeschlafen hat sie mit 3,5 Jahren. Mein Sohn wurde bis 3 Jahre und 3 Monate gestillt (ich habe gerade vor 2 Wochen wegen SwS-Problemen abgestillt), die letzten ca. 4 bis 6 Wochen der Stillzeit hat er von ganz alleine durchgeschlafen, davor hat er nachts zwischen 1 und 3 mal gestillt (auch mehr genuckelt). Bei meiner Großen habe ich immer mal wieder Experimente gemacht und versucht das Stillen einzuschränken oder nachts weitestgehend abzustillen. Am Ende waren wir aber nur beide gestresst und funktioniert hat es auch nur bis zum nächsten Infekt, dann war eh Vollstillen angesagt. Bei meinem Sohn habe ich die Situation angenommen und obwohl es nicht mehr Schlaf gab war ich viel ausgeruhter und entspannter. Mal sehen wies beim Dritten wird, ich werde leider nicht jünger.

Und wenn Du jetzt anfängst Beikost zu geben wird sie ja automatisch auch mal etwas weniger Stillen zumindest tagsüber. Und da kann Dein Mann sich dann mal um sie kümmern und Du kannst eine Runde pennen. Oder er packt sie mal ins Tragetuch und geht 2 Stundne mit ihr spazieren udn Du schläfst in der Zeit. Wenn Mama nicht in der Nähe ist schaffen die Papas das mit dem beruhigen meist auch, sie müssen nur eine eigene Methode finden. Viele trauen sich aber nicht richtig (meiner z.B.).
LG
Morgaine

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Re: langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von sandywa »

Huhu!

Die Abhängigkeit wird auch so weniger werden, auch wenn Du weiter stillst. Ich kann auch mal abends weg gehen oder untertags in die Stadt oder was auch immer. ;-) Die Babys brauchen ja nicht ewig nur stillen und die Mama, wenn sie älter werden, essen sie auch mal was und dann reicht auch der Papa oder die Oma. Man muss sich dann einfach trauen und mal weg gehen. Dann kommen die Kleinen auch mit dem Papa zurecht, auch wenn es zuvor nicht geklappt hat, solange man selbst anwesend ist.

Was das schlafen angeht: Meine Maus schläft immer noch nicht durch. Ich weiß nicht, ob sie besser schlafen würde, wenn ich nicht mehr stillen würde. Aber irgendwie wurde es mit der Zeit besser und ich bin nicht mehr so müde. Und es ist ja auch schon besser geworden. Zur Zeit kommt sie noch 3-4 Mal die Nacht, wenn gerade keine Zähne im Spiel sind. ;-)
Aber ich darf auch am Wochenende oft ausschlafen und mein Mann steht mit der Kleinen auf. Einen Mittagsschlaf bekomme ich auch nicht hin.

LG Sandra
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Fchen
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Re: langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von Fchen »

Das hört sich anstrengend an :( .

Ev. helfen Dir meine Erfahrungen für Deine Überlegungen?
Ich habe Twins. Meine Tochter wurde und wird gestillt, mein Sohn hingegen aufgrund eines medizinischen Sonderfalles pumpgestillt, d.h. er trank zwar MuMi, aber eben aus der Flasche.
Trotz guter Vorbereitung (bereitgestellte Flaschen, etc) war es deutlich anstrengender, meinen Sohn zu versorgen.
Aufstehen, Milch wärmen, Flasche halten... meine Tochter stillte ich im Liegen, ich legte sie nur an und schlief fast direkt wieder an.
Auf das Schlafverhalten hatte es wenig Einfluss... beide wurden trotzdem wach :wink: . Es war nur einfacher und weniger anstrengender, meine Tochter zu beruhigen.
Aber es wurde auch bei beiden deutlich besser, als sie etwas älter wurden!
Liebe Grüße,

Euer Fchen

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Fchen
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Re: langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von Fchen »

Ich unterschreibe auch ganz klar, dem Papa mehr zuzutrauen :P .
Ich war nach den ersten Wochen auch regelmäßig mal alleine mit meinen Hundeschätzen unterwegs und habe es sehr genossen... trotz Still- und Pumpstillkind :P . Und er war immer sehr stolz, dass er es auch "alleine" kann :wink: .
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
Captainsparrow

Re: langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von Captainsparrow »

Du musst nicht ganz abstillen, Du kannst auch nur nachts abstillen.Ich habe meinen Sohn nachts mit 10 Monaten abgestillt, weil er alle 45-90 Minuten kam und stillen wollte. Das Abstillen ging problemlos, nur dass er weiterhin in diesen Abständen wach wurde und dann nachts die Brust verweigert hat, was zum Drama wurde. Wenn Dein Mann aber dazu bereit ist das Kind nachts alle anderthalb Stunden durch die Wohnung zu tragen....
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Urania
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Re: langsam und behutsam abstillen ab dem 6 Monat

Beitrag von Urania »

Hallo Latika,ich glaube nicht das sie besser schläft wenn du abstillst.Du shreibst ja selber sie trinkt nachts weniger,es geht mehr um schmusen.So war es bei uns,nachdem ich abgestillt habe(da war mein Sohn knapp 3Jahre alt) schlief er nicht besser,zwar stillte er nicht mehr aber schmuste um so mehr :lol: Also hatte ich trotz abstillen keine Ruh. Abstillen um durchzushlafen hilft nur dann wenn Kinder tatsächlich shr viel stillen weil sie Huger haben,alles andre macht keinen Sinn
Deine Tochter ist gerade 6 Monate alt,entspanne dich,würdest du sie jetzt abstillen um mehr "frei" zu sein,kann es das Gegenteil bewirken,Kinder spüren sowas unheimlich.
^SternenSohn 24ssw
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