Zimtstern, keine Sorge, die lernen das.
Wir machen das eigentlich auch so, dass wir unsere Wohnung so gut wie möglich kindersicher haben und fahren gut damit. Bei uns ist/war die Klobürste einfach nicht zugänglich (stand im hintersten Eck, verbarrikadiert hinter Putz- und Windeleimer) und z. B. auch der Herd ist gut gesichert (Kochfeld Induktion und Backofen hochgestellt). Da gab's auch hier im Forum schon Stimmen, dass das ganz unnötig oder sogar falsch sei, weil die Kinder ja lernen müssten, dass der Herd gefährlich ist. Okay, wir sind hier eingezogen als A. 11 Monate alt war und haben dann die Küche dementsprechend geplant. Extra umbauen wegen Krabbelkind würde ich auch nicht. Aber: ich kann Dir versichern: wir hatten hier ein sehr entspanntes Leben (bei uns läuft der Backofen halt auch öfter mal unbeaufsichtigt, weil Mann sich am Samstag ne Pizza bäckt und ich gerne mal Kuchen backe oder so) und unsere Kinder wissen trotzdem seit langem, dass man einen Herd besser nicht anfasst. Das ist einfach nur für kurze Zeit wirklich interessant, danach hatte sich das von selbst erledigt. Da viel Energie in Erziehung zu stecken lohnt sich nicht

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Also bei Sachen, die für die Kinder nicht gut/gefährlich sind, sehe ich da weniger ein Problem. So gut wie möglich sichern und sonst eben tatsächlich ganz deutlich 'Nein-Sagen' (bei uns vor allem im Straßenverkehr). Schwieriger finde ich fast die eigenen Bedürfnisse und Empfindlichkeiten. Da merke ich zum Teil schon, dass ich da dazu neige, zu viel laufen zu lassen und zu wenig auf mich selbst zu achten. Da arbeite ich noch an mir, hier gleichzeitig authentisch und trotzdem freundlich zu bleiben.
Mirimama hat geschrieben:
Und ganz grundsätzlich finde ich es interessant, dass Kinder “ Nein“ angeblich am besten lernen, wenn mam es möglichst oft und mit ernstem Gesicht und Tonfall sagt und Konsequenzen folgen lässt. Das widerspricht der allgemeinen Theorie vom Lernen. Ich glaube, ein Kind weiß im Ernstfall am Besten, was “Nein “ bedeutet, wenn auch sein eigenes “Nein “ stets akzeptiert wird. Dies ist aber seltenst der Fall. Meist dürfen die Kinder ja nicht einmal über ihren eigenen Körper entscheiden und ihr “Nein “wird einfach übergangen. DAS ist meiner Meinung nach das größte Problem beim “Nein-Lernen“.
Das stimmt. Ich ertappe mich da auch selbst dabei. Z. B.: Samstagmorgen, schönes Wetter und ich denke mir: wie schön, heute gehen wir in den Zoo, das gefällt allen. Meine Zwerge sind aber noch müde, hungrig und wollen sowieso nie losgehen. Trotzdem empfange ich sie gleich mit: Wollen wir heute in den Zoo? Bin enttäuscht, wenn sie antworten: Nein und setze es trotzdem durch

Vielleicht besser, in so einem Fall nur zu fragen, wenn die Sache wirklich in Frage steht und sonst einfach von mir zu reden: Es ist schönes Wetter heute, ich habe keine Lust, den ganzen Tag zu Hause zu sitzen. Ich möchte in den Zoo!
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)