Ich mag dich auch mal gerne drücken, ich verstehe dich total gut! (((Lavendelfeld)))
Bei mir ist es jetzt das dritte Kind und ich erlebe Ähnliches wie du, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Ich finde es schon anstrengend MIT helfendem Partner, aber der Punkt ist hier, daß sich mein Kleiner eben fast nur durch mich beruhigen lässt. Ich würde gerne mal wieder duschen oder baden...
Hier ist es abends ähnlich, ich brauche manchmal mehrere Stunden, bis der Zwerg tief schläft, aber er schläft irgendwann wenigstens.
Deine Maus klammert sehr an dir, sie hat ein unglaubliches Nähe- und Saugbedürfnis!

Du machst nichts falsch, wenn du ihr Nähe gibst, lass dir nix einreden! Mir wurde damals beim ersten Kind auch dauernd gesagt, sie hätte uns "im Griff", wir würden sie jetzt schon "verwöhnen" (durchs tragen) und wir müssten sie halt auch mal schreien lassen.
Du erfüllst ihre elementaren Bedürfnisse, du hörst auf dein Herz und das ist gut so. Daß du inzwischen auf dem Zahnfleisch gehst, kann ich mir vorstellen! Es ist keineswegs egoistisch, wenn du auch an dich denkst! Das mache ich auch und bin froh, wenn ich abends mal Zeit für mich habe (und wenn es nur 30 Minuten sind). Nachts wird hier auch noch viel genuckelt und morgens kann ich meinen Arm kaum bewegen, weil ich immer so liege, daß der Kleine meine Brust gut erreichen kann und ich ihn aber nicht mit dem Ellbogen erschlage.
Hast du mal versucht, ob sie deinen kleinen Finger nimmt? Dann müsstest du nicht mehr dauernd so krumm liegen. (Bei uns geht das seit kurzem, aber der Zwerg nimmt dann gleichzeitig noch einen anderen Finger in sein Händchen, er klammert auch stark).
Mein eReader wohnt übrigens an meinem Bett, damit ich jederzeit beim Stillen lesen kann
Mir kam halt beim Lesen in den Sinn, daß deine Kleine sich wohl gegen deinen Versuch der Abnabelung (des Ablegens) instinktiv mit vermehrtem Klammern wehrt. Du schreibst zwar, daß es nicht zusammenhängt aber das glaube ich nicht so ganz. Dafür passt es zeitlich und verhaltensmässig genau zusammen. Es fühlt sich nach starker Verlassensangst an, wie du es beschreibst. Ich weiß nicht, ob es durchführbar ist, aber mein Gefühl sagt mir, daß du dich vielleicht noch eine Weile in dein Schicksal ergeben musst (dem Baby nachgeben, ohne Widerstände und ohne inneren Druck), damit dein Kind sich deiner wieder sicher sein wird. (((())))