beikostreif aber....

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Pelufer
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beikostreif aber....

Beitrag von Pelufer »

Hallo ihr Lieben,

falls ich trotz Suche einfach einen gleichen Thread übersehen habe, bitte verlinken und mich verschieben.

Aber mein Problem - eigentlich zwei Fragen...

Der kleine Räuber ist eher zufällig zur Beikost gekommen, als ich ihn in die Nähe von pürierter Banane hab kommen lassen, und er sich diese fröhlich in den Mund geschmiert hat. Die Sauerei war komplett und Kind glücklich. Seitdem ist er immer hellauf begeistert, wenn ich den Pürierstab zücke und schwer enttäuscht wenn nix für ihn abfällt.
Was mich allerdings verunsichert ist Folgendes: ich füttere ihn wahlweise mit Pürree oder Brei, was gerade in den Tagesablauf besser passt. Möhrchenbrei gekocht, Dinkelbrei gekauft, Banane püriert, und danach wird gestillt so lange mein Räuber möchte. Er futtert da locker mal ne ganze Banane weg, bzw auch mal 100 g Möhrchenbrei.
Bäuerchen macht er äußerst ungern, bzw nur wenn ich ihn auf den Bauch lege und er mir weiter zugucken kann was ich mache.
Jetzt kommt dabei nicht nur ein Schwall Milch mit raus (Milchspucken kenn ich seit seiner Geburt) sondern auch teilweise was vom Brei.
Nicht alles, aber teilweise schon so 3 - 4 Löffelchen (geschätzt).
Bedeutet das jetzt, er ist doch noch nocht so weit Beikost zu bekommen?

Oh, und was ist mit dieser Sache hochkalorische Sachen nur bei dünnen Babies. Ich hab nen Brocken zu Hause, 4,5 Monate, 66 cm 8,9 kg. Darf er jetzt keine Banane mehr weil er sonst doch noch zu viel zulegt? Ich darf mir diesbezüglich seit der U 3 von der Ärztin regelmäßig doofe Sprüche anhören, a la, weniger füttern, längere Pausen beim Stillen, der wird zu fett etc...
Ich weiß, Stillkinder können nicht zu dick werden, aber mit der Beikost, muss ich dann doch eher achten was er da bekommt?

Danke für Eure Hilfe...
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jusl
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von jusl »

Hallo Pelufer,
Bäuerchen macht er äußerst ungern, bzw nur wenn ich ihn auf den Bauch lege und er mir weiter zugucken kann was ich mache.
Jetzt kommt dabei nicht nur ein Schwall Milch mit raus (Milchspucken kenn ich seit seiner Geburt) sondern auch teilweise was vom Brei.
Nicht alles, aber teilweise schon so 3 - 4 Löffelchen (geschätzt).
Bedeutet das jetzt, er ist doch noch nocht so weit Beikost zu bekommen?
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Beikostreife ist üblicherweise daran erkennbar, dass ein Baby willentlich Nahrung zum Mund führt, kaut und schluckt, und mit Unterstützung sitzt.
Häufiges Spucken ist ein für junge Säuglinge normales, körperliches Unreifezeichen, das nicht unbedingt mit der Frage "beikostreif ja oder nein" verknüpft ist, weil es auch Babys gibt, die mit 1 Jahr noch viel spucken. Die sollten dann normalerweise aber trotzdem essen.
Oh, und was ist mit dieser Sache hochkalorische Sachen nur bei dünnen Babies. Ich hab nen Brocken zu Hause, 4,5 Monate, 66 cm 8,9 kg. Darf er jetzt keine Banane mehr weil er sonst doch noch zu viel zulegt?
Dein Baby hat derzeit "Übergewicht" (so nennt man ein Gewicht, das die 3 % schwersten Babys in dem Alter haben), aber bei nach Bedarf vollgestillten Babys ist Übergewicht NICHT mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für SPÄTERES Übgewicht verbunden. D.h., bei Stillbabys verwächst sich das später wahrscheinlich noch.
Wenn Dein Baby nachwievor nach Bedarf gestillt wird, plus KLEINE MENGEN Beikost (Beikost sollte bei jungen Säuglingen ausschließlich NACH dem Stillen angeboten werden, nicht vorher!..), dürfte das kaum Auswirkungen auf sein späteres Übergewicht-Risiko haben.
Banane und Getreide wären allerdings nicht unbedingt meine bevorzugten Lebensmittel ;-), sondern eher anderes Obst und Gemüse (und wenn, dann ebenfalls NACH dem Stillen).

LG
Julia
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Pelufer
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von Pelufer »

Beikostreife ist üblicherweise daran erkennbar, dass ein Baby willentlich Nahrung zum Mund führt, kaut und schluckt, und mit Unterstützung sitzt.


Banane und Getreide wären allerdings nicht unbedingt meine bevorzugten Lebensmittel ;-), sondern eher anderes Obst und Gemüse (und wenn, dann ebenfalls NACH dem Stillen).

[/quote]

Hallo Julia,

er sitzt, wenn ich ihm die Hände reiche und er sich hochziehen kann, wenn ich nicht schnell genug bin, greift er selber zum Brei und schmiert ihn sich ins Gesicht aber mit erkennbarer Absicht es in den Mund zu bekommen. Also beikostreif.

Mit welchen Lebensmitteln würdest du anfangen, bei einem Moppel? Wobei er gar nicht so mopsig aussieht, er war halt ein Winzbaby bei Geburt und ist jetzt... wohlgenährt.

LG
Vera
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jusl
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von jusl »

Mit welchen Lebensmitteln würdest du anfangen, bei einem Moppel?
Hm, keine Ahnung - ganz normales Obst und Gemüse halt... Äpfel, Birne, Brokkoli, Kürbis, Erbsen... das was ich halt gerne esse für gewöhnlich :lol:
Und ich würde es NICHT als Brei anbieten, sondern ganz normal zum Nehmen und Selberessen. Also in Stücken.
er sitzt, wenn ich ihm die Hände reiche und er sich hochziehen kann,
"Mit Unterstützung sitzen können" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein Baby nur noch Unterstützung im UNTEREN Rücken braucht (die kann auch ein Hochstühlchen liefern). Im OBEREN Rücken hält sich ein beikostreifes Kind SELBST und braucht die Ärmchen NICHT zum Abstützen seines Oberkörpers.
In der Grundinfo Beikosteinführung steht dazu:
Grundinfo hat geschrieben:Zum Thema "Schon ins Hochstühlchen?":
Man kann gut "einfach sehen", ob ein Kind sich aus eigener Kraft den oberen Rücken aufrecht hält und so z.B. seine Arme FREI bewegen kann (anstatt sich stützend mit den Armen halten zu müssen), oder ob es zusammensackt, z.B. seitlich ins Stühlchen kippt und sich nicht mehr aufrichten kann, oder der Rücken immer runder wird und das Kind schlichtweg nicht mehr "hochkommt".
Wenn das Kind sich während der Mahlzeitdauer AUFRECHT HALTEN kann, und die Wände hindern es einfach am Herausfallen, dann ist das Baby definitiv alt genug, um dort sitzen und essen zu können.
LG
Julia
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Pelufer
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von Pelufer »

jusl hat geschrieben:

Und ich würde es NICHT als Brei anbieten, sondern ganz normal zum Nehmen und Selberessen. Also in Stücken.

"Mit Unterstützung sitzen können" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein Baby nur noch Unterstützung im UNTEREN Rücken braucht (die kann auch ein Hochstühlchen liefern). Im OBEREN Rücken hält sich ein beikostreifes Kind SELBST und braucht die Ärmchen NICHT zum Abstützen seines Oberkörpers.
In der Grundinfo Beikosteinführung steht dazu:

LG
Julia
Er sitzt frei, wenn ich ihm die Hilfestellung gebe sich hinzusetzen, also ohne festhalten, er kippt dann manchmal noch ein wenig, aber das sollte in dem Alter ja nicht das Problem sein.

Stückiges Essen hatte ich mir verkniffen, weil ich ernsthaft Sorge hatte er könte sich daran verschlucken. Aber wenn ich das richtig verstehe, kann er ruhig am Familientisch mitessen und muss alles nur etwas kleiner gedrückt, bzw geschnitten bekommen? Aber dann mit Löffel oder kann er schon mit Gabel versuchen zu essen?

Ich hatte mir schon Gedanken gemacht, dass ich eben untypisch mit Banane angefangen habe und durfte mir familienintern anhören, dass das nicht gut für den Darm des Kleinen ist.
Gibt es irgendwelche klugen Argumente dafür, dass der Kleine von Anfang an sein Essen selber in den Mund schieben darf und nicht auf Brei angewiesen sein muss?
Was das Thema betrifft, bin ich hier ein wenig auf mich allein gestellt und darf mir von meinem Mann schon anhören, dass das mit der Beikost zu früh ist (sagt meine Mutter) und wenn müsse ich mit Möhrchen und Milchbrei anfangen (sagt seine Mutter). Getreide gibt ja Allergien, und wir sind beide Allergiegeplagt, also müssen wir bis minimum zum 6. Monat ausschließlich stillen oder HA- Nahrung geben (wieder meine Mutter). Und mein Mann hört auf beide. Das führt dazu, dass wir schon übers stillen in der Nacht, stillen bzw. abstillen ab 6 Monate, zu dünne Milch, schlecht schmeckende Milch bzw. sauer gewordene Milch aus der Brust diskutieren mussten. Fakt ist dabei immer nur eins... ich bin Schuld wenn der Kleine spuckt, schreit, wunden Po hat etc. Ist also alles total entspannend *grmpf*

Zu schwer höre ich seit der U3 von der Ärztin, wobei ich das immer versuche zu ignorieren. Sie sagt aber immer nur zu schwer, und immer erst nach Blick auf die Waage, vorher ist er meist ein gut genährtes süßes Baby. Er ist halt zu klein und zu leicht zur Welt gekommen und hat nur aufgeholt (mein Mantra).

Sorry wenn ich zu viel frage, ist mein erstes Kind, und das mit der hysterischen Mutter hatten wir ja schonmal ;-)

LG
Vera
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von Kleeblattmama »

Ich kann dir zum Spucken nur sagen, dass das bei meiner Großen bis nach dem 1. Geburtstag so war. Beikost (damals auch Brei) bekam sie ab 6 Monaten. Besonders schlimm (und eklig) wurde die Spuckerei, als sie anfing zu robben. Und sie ist sehr viel gerobbt. Vielleicht durch den Druck auf den Bauch? Jedenfalls hat sie immer eine K**spur gezogen, gespuckt und durchgerobbt..........
(Die Shirts aus der Zeit musste ich alle entsorgen. Sie hatten einen Dreckschleier am Bauch, der nicht mehr rausging).
Mit dem Krabbeln wurde es besser, und als sie dann lief hörte es ganz auf.

Liebe Grüße
die Kleeblattmama
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Pelufer
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von Pelufer »

So, wir haben jetzt folgenden Stand: Nachdem einzeln angebotene Erbsen zu verschlucken mit Hustenanfall geführt haben, gibt es jetzt doch wieder alles püriert. Mein Mann hat sich da nach wilden Diskussionen durchgesetzt. Mag sein, dass es Kinder gibt, die von Anfang an mit fester Nahrung klar kommen, meiner kann es jedenfalls nicht.
Es gibt jetzt selbstgekochten Apfelmus und Möhre, manchmal eine pürierte Kartoffel, und Räuber darf entscheiden wie viel er denn möchte, bzw wie viel er sich selber in den Mund schieben kann. Ich mache den Löffel voll, halte ihn hin und entweder wird danach gegriffen, oder eben nicht.

Danke Kleeblatt, es ist beruhigend zu wissen, dass ich nicht alleine mit dem Spuckproblem bin.
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von nido56 »

Der Pirat war ueberhaupt kein Spuckkind, aber mit Beikostbeginn kam auch hin und wieder mal ein Schwups farbige Milch hoch (besonders huebsch nach dem Verzehr von Moehre oder Kuerbis...). Ich hatte aber das Gefuehl, dass es weniger an der Beikost als an seiner zunehmenden Mobilitaet lag. Wenn man auf so einem vollen Baeuchlein rumrollt und robbt, dann schwappt da wohl schneller mal was ueber, als wenn man friedlich nach dem Stillen in Mamas Arm einschlaeft...

Zum Verschlucken: Wenn Du es nochmal mit fester Kost versuchen willst, dann ist es vielleicht einfacher mit etwas groesseren Stuecken, von denen er selbst abbeissen bzw. ablutschen kann, also Brokkolieroeschen, Moehrensticks, Apfelschnitze und so. An so winzige Dinger wie Erbsen und Maiskoerner habe ich mich anfangs nicht rangetraut. Im Uebrigen ist es ja auch nicht schlimm, wenn die Kleinen sich mal verschlucken. Normalerweise kriegen die das ja ganz gut selber geregelt. Und so lernen sie es. Wir haben auch beides gemacht, Brei und feste Kost. Anfangs mehr Brei (aber vor allem, weil ich wieder anfing zu arbeiten, der Kleine in die Krippe ging und kein grosser Freund von Milchflaeschchen war. Da war Brei die bessere Alternative). So mit 10-11 Monaten wollte er dann den Brei nicht mehr und ist ganz auf Familientisch umgestiegen.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von Pelufer »

Hallo Nido,

ich bin momentan schon froh, dass der Kleine überhaupt essen darf. Mein Mann lässt sich von unseren Müttern momentan so massiv beeinflussen, dass es schwierig ist sich gegen ihn durchzusetzten. Punkt ist halt, der Kleine WILL essen. Wenn es nach meinem Mann bzw. unserne Müttern geht, bekäme er erst nach dem 6. Monat den ersten Brei.
Schön sättigender Milchbrei zum Abend, damit das Kind durchschläft. Womit wir den nächsten Punkt angeschnitten haben der derzeit hier für Theater sorgt.
Seit ein paar Wochen herrscht hier Ausnahmezustand, und ich kämpfe an allen Fronten. Erst hab ich ums Stillen und Familienbett bzw. Baby in meinem Bett gekämpft, jetzt gehts halt zusätzlich um Beikost, Möhrchen und nicht schreien lassen...

Die Erbse war halt nur der willkommene Anlass das mit dem Brei und Beikost in Frage zu stellen.
Lustig an der ganzen Sache ist halt nur, dass ab dem 6. Monat dann der Brei kommen muss, "weil er ja dann auch ganz schnell Fleisch haben muss, zwecks Eisenzufuhr und dann muss ja schnell abgestillt werden, die Milch wir dann ja zu dünn"... (O- Ton meine Mutter)
Da ist der Breikompromiss schon sowas wie ein kleiner Sieg.
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Re: beikostreif aber....

Beitrag von anirahtaK »

ohweih Du tust mir leid!
Und dass Dein Mann auf Eure Mütter hört, anstelle auf Dich und aufs Kind zu gucken, das ist natürlich echt blöd.

Ist Dein Mann arbeiten? Dann kannst Du ja mittags wenn Du allein bist mit Kind noch mal ganz ihn Ruhe ihm ein paar Stücke anbieten. Zwergin hat mit Apfelschnitzen angefangen und Erdbeeren ;)
Erbsen haben halt genau die "falsche" Größe für den ersten Versuch, ist halt blöd gelaufen.

Lass Dich bitte nicht unterkriegen, es ist DEIN (Euer) Kind und nicht das Kind Eurer Eltern. ((()))

Moppetüte *12.12
- eines Tages fällt dir auf, dass du 99% gar nicht brauchst -
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