nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
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Kimi
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nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Hallo zusammen,
vor 3 Wochen, nach dem Stillstreik meiner Tochter für ganze 2 Tage, habe ich sofort meine Periode bekommen. Seit dem habe ich sehr wenig Milch. Auch wenn ich sie den ganzen Tag nicht stille, kann ich auch nur ca. 30-40 ml pro Seite abpumpen. Ich muss ihr jetzt zusätzlich die Flasche geben.
Kann mir bitte jemand sagen warum das so ist? wegen der Periode, dem Streik? wie kann ich die Milchmenge wieder steigern? Ich trinke immer noch mind. 2 Lt am Tag, vorwiegend Stilltee. Ich danke euch!
vor 3 Wochen, nach dem Stillstreik meiner Tochter für ganze 2 Tage, habe ich sofort meine Periode bekommen. Seit dem habe ich sehr wenig Milch. Auch wenn ich sie den ganzen Tag nicht stille, kann ich auch nur ca. 30-40 ml pro Seite abpumpen. Ich muss ihr jetzt zusätzlich die Flasche geben.
Kann mir bitte jemand sagen warum das so ist? wegen der Periode, dem Streik? wie kann ich die Milchmenge wieder steigern? Ich trinke immer noch mind. 2 Lt am Tag, vorwiegend Stilltee. Ich danke euch!
Liebe Grüße von Kimi (Drachenmädchen 12/12)
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Seit du auf der Welt bist, begreife ich erst, was bedingungslose Liebe ist.
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Novalia
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Ich bin keine Stillberaterin, aber einiges hab ich hier schon gelernt 
Zunächst: die Pumpmenge sagt wenig über das aus, was das Kind beim Stillen bekommt. Ich hab hier zB einen kleinen Mops, der fast 11 Monate vollgestillt hat und bekomm beim Pumpen entweder überhaupt nichts oder so viel, dass grade mal dee Boden der Flasche bedeckt ist. Ich schaff es einfach nicht, den Milchspendereflex auszulösen.
Das andere, was ich hier immer lese ist: wenn man die Milchmenge steigern möchte, soll man möglichst oft anlegen. Also nicht warten, bis die Brust prall ist. Sondern so oft Baby will. Denn die Nachfrage regelt das Angebot, dh wenn nur „zweimal am Tag” nachgefragt wird ist das Angebot dafür ausgelegt. Wird ganz oft nachgefragt, steigt die Menge.
Das ist das, was ich hier schon oft gelesen habe, die Stillberaterinnen werden dir aber bestimmt noch eine konkretere Antwort geben!
Ich wünsch dir einen schönen Kuschel-Regenwetter-Tag im Bett mit deinem Baby, das regt nämlich auch die Milchbildung an
Zunächst: die Pumpmenge sagt wenig über das aus, was das Kind beim Stillen bekommt. Ich hab hier zB einen kleinen Mops, der fast 11 Monate vollgestillt hat und bekomm beim Pumpen entweder überhaupt nichts oder so viel, dass grade mal dee Boden der Flasche bedeckt ist. Ich schaff es einfach nicht, den Milchspendereflex auszulösen.
Das andere, was ich hier immer lese ist: wenn man die Milchmenge steigern möchte, soll man möglichst oft anlegen. Also nicht warten, bis die Brust prall ist. Sondern so oft Baby will. Denn die Nachfrage regelt das Angebot, dh wenn nur „zweimal am Tag” nachgefragt wird ist das Angebot dafür ausgelegt. Wird ganz oft nachgefragt, steigt die Menge.
Das ist das, was ich hier schon oft gelesen habe, die Stillberaterinnen werden dir aber bestimmt noch eine konkretere Antwort geben!
Ich wünsch dir einen schönen Kuschel-Regenwetter-Tag im Bett mit deinem Baby, das regt nämlich auch die Milchbildung an
mit großem Knups an der Hand 07|12, kleinem Knups auf dem Rücken 02|15 und meinen Sternchen Luca *13.01.17 und *03|14 für immer im Herzen
Weder Bilder, noch Klänge, noch Wort´
könnten beschreiben, was an jenem Ort
mit mir geschehn, als ich dich gesehn
in jener Nacht den Schein hast entfacht.
Schandmaul
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Schandmaul
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Kimi
- gut eingelebt
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Danke dir. Ja, das mit dem Anlegen kenne ich auch. Da meine Tochter jetzt 3 mal am Tag Brei bekommt, stille ich sie meisten nur noch abends/nachts ca. 3-4 mal und nicht mehr so oft wie vorher. Bei mir hat es mit dem Abpumpen aber immer gut geklappt bzw. mit dem Milchspendereflex. Vor dem Streik/ meiner Periode konnte ich immer noch gut 80-100 ml pro Seite abpumpen, und nicht nur 1 mal am Tag, deshalb kann ich es gut vergleichen.
Meinst du wenn ich sie jetzt öfter anlege, steigt die Milchmenge wieder? Ich möchte aber auch nicht mehr vollstillen, eben nur ca. 4 mal am Tag, aber dennoch reichlich Milch für diese 4 Male habe. Wie schaffe ich das?
Meinst du wenn ich sie jetzt öfter anlege, steigt die Milchmenge wieder? Ich möchte aber auch nicht mehr vollstillen, eben nur ca. 4 mal am Tag, aber dennoch reichlich Milch für diese 4 Male habe. Wie schaffe ich das?
Liebe Grüße von Kimi (Drachenmädchen 12/12)
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Seit du auf der Welt bist, begreife ich erst, was bedingungslose Liebe ist.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
So funktioniert das nicht.Ich möchte aber auch nicht mehr vollstillen, eben nur ca. 4 mal am Tag, aber dennoch reichlich Milch für diese 4 Male habe. Wie schaffe ich das?
Meine Vorgängerin hat völlig Recht - die Nachfrage bestimmt das Angebot. Durch den Streik ging die Milchproduktion erheblich zurück (die Rückkehr der Fruchtbarkeit ist eine FOLGE davon, nicht die Ursache). Wenn Du wieder mehr Milch produzieren möchtest, geht das nur, wenn Du wieder DEUTLICH ÖFTER stillst (oder pumpst). Zum erfolgreichen Wiederanregen würde ich sagen, ist mind. 8-10 mal Stillen/Pumpen in 24 Stunden nötig.
4 mal in 24 Stunden ist so selten, dass bei vielen Frauen diese Mahlzeitenanzahl nicht ausreicht, die Milchproduktion dauerhaft auf diesem Niveau zu halten, denn "4 mal" ist eigentliche eine normale Häufigkeit für Kleinkinder, die gerade auf dem Weg sind, sich selbst abzustillen.
Im ersten Lebensjahr hingegen ist Muttermilch als HAUPTnahrungsmittel vorgesehen (also unverändert hohe Stillfrequenz wie zu Vollstillzeiten), die lediglich ergänzt wird im zweiten Lebenshalbjahr mit fester Nahrung.
Bei Euch ist es so, dass Du das Stillen nicht mit fester Nahrung ERGÄNZT hast, sondern ERSETZT. In Kombination mit dem Stillstreik liegt darin die Ursache Eures jetzigen Problems.
Dementsprechend sehe ich zwei Lösungsansätze:
* Durch deutlich häufigeres Stillen/Pumpen die Milchproduktion wieder hochfahren, dabei die Breikost nur noch als ERGÄNZUNG der Muttermilch sehen, nicht als ERSATZ, oder
* Akzeptieren, dass ohne Maßnahmen die Milchproduktion vermutlich weiter sinken wird und es in Richtung vorzeitiges Abstillen geht.
Helfen Dir diese ersten Hinweise weiter?
LG
Julia
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Kimi
- gut eingelebt
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Oh ja, es hilft mir total weiter, Danke Julia. Jetzt verstehe ich es.So früh will ich natürlich nicht abstillen. Ab jetzt stille ich meine Tochter wieder voll und gibt ihr Brei nur wenn sie noch Hunger hat.
Ich dachte nur, die Milchproduktion läuft problemlos weiter, solange ich noch (wenn auch weniger) stille. Damals bei der Beikost-Einführung hatte mir meine Hebamme gesagt, ich soll vor und nach der Breimahlzeit nicht stillen, damit die Kleine sich an Brei gewöhnen kann. Ohne dieses Forum hätte ich vieles falsch gemacht, euch vielen vielen Dank.
Nach dem Streik verlangt meine Tochter aber nicht mehr nach der Brust wie früher. Wenn ich sie stille, trinkt sie, wenn nicht, ist auch ok. Und wenn sie trinkt, dann auch nur noch 5-10 Min. und nicht mehr 20-30 Min. wie vorher. Ist das normal für ihr Alter oder mag sie die Brut nicht mehr?
Ich habe von Anfang an bei jedem Anlegen immer nur 1 Seite trinken lassen. Meinst du wenn ich sie jetzt bei jeder Stillmahlzeit von beiden Brüsten stille, steigt die Milchmenge schneller? oder kann ich wie früher machen?
Ich dachte nur, die Milchproduktion läuft problemlos weiter, solange ich noch (wenn auch weniger) stille. Damals bei der Beikost-Einführung hatte mir meine Hebamme gesagt, ich soll vor und nach der Breimahlzeit nicht stillen, damit die Kleine sich an Brei gewöhnen kann. Ohne dieses Forum hätte ich vieles falsch gemacht, euch vielen vielen Dank.
Nach dem Streik verlangt meine Tochter aber nicht mehr nach der Brust wie früher. Wenn ich sie stille, trinkt sie, wenn nicht, ist auch ok. Und wenn sie trinkt, dann auch nur noch 5-10 Min. und nicht mehr 20-30 Min. wie vorher. Ist das normal für ihr Alter oder mag sie die Brut nicht mehr?
Ich habe von Anfang an bei jedem Anlegen immer nur 1 Seite trinken lassen. Meinst du wenn ich sie jetzt bei jeder Stillmahlzeit von beiden Brüsten stille, steigt die Milchmenge schneller? oder kann ich wie früher machen?
Liebe Grüße von Kimi (Drachenmädchen 12/12)
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Seit du auf der Welt bist, begreife ich erst, was bedingungslose Liebe ist.
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jusl
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Laut Deiner Sig ist Dein Baby ungefähr 9 Monate alt. "Vollstillen" (= "aussschließlich stillen") ist da nicht das Ziel, sondern: 8-12 mal pro Tag stilllen, so wie früher auch, und zusätzlich dazu - man könnte auch sagen: unabhängig davon - gibt's noch Festes vom Tisch. Das kann Brei sein, muss aber nicht. Mit 9 Monaten kann sie sicher auch problemlos von Deinem Essen probieren.Ab jetzt stille ich meine Tochter wieder voll und gibt ihr Brei nur wenn sie noch Hunger hat.
Kürzere Stillzeiten sind ganz normal mit zunehmendem Alter.Nach dem Streik verlangt meine Tochter aber nicht mehr nach der Brust wie früher. Wenn ich sie stille, trinkt sie, wenn nicht, ist auch ok. Und wenn sie trinkt, dann auch nur noch 5-10 Min. und nicht mehr 20-30 Min. wie vorher. Ist das normal für ihr Alter oder mag sie die Brut nicht mehr?
Ja, es ist auf jeden Fall besser, immer beide Seiten anzubieten, wenn die Milchproduktion gesteigert werden soll.Ich habe von Anfang an bei jedem Anlegen immer nur 1 Seite trinken lassen. Meinst du wenn ich sie jetzt bei jeder Stillmahlzeit von beiden Brüsten stille, steigt die Milchmenge schneller?
Vielleicht magst Du in ein paar Tagen berichten, ob Du schon Veränderungen feststellen konntest?
LG
Julia
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Kimi
- gut eingelebt
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
seit gestern nacht habe ich in 2 Stundenabstand gestillt/gepumpst. Beim Pumpen kamen jedes mal nur einpaar Tropfen raus. Es war wirklich mühsam. Werde bestimmt in einpaar Tagen wieder berichten. Danke dir!
Liebe Grüße von Kimi (Drachenmädchen 12/12)
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Kimi
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Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Hallo, wie versprochen hier mein Zwischenbericht.
Also nach einer Woche hat sich bei mir die abgepumpte Menge verdoppelt. Es ist zwar noch ganz wenig aber immerhin tut sich da etwas. Es werden bestimmt noch mehrere Wochen dauern aber ich bin ganz guter Dinge dass ich wieder so viel Milch wie vorher habe.
Grüße,
Kimi.
Also nach einer Woche hat sich bei mir die abgepumpte Menge verdoppelt. Es ist zwar noch ganz wenig aber immerhin tut sich da etwas. Es werden bestimmt noch mehrere Wochen dauern aber ich bin ganz guter Dinge dass ich wieder so viel Milch wie vorher habe.
Grüße,
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jusl
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- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: nach Stillstreik, jetzt zu wenig milch
Wie schön, vielen Dank für Deinen erfreulichen Zwischenbericht.
Alles Gute weiterhin und LG
Julia
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Julia