Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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palme56
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von palme56 »

Also, Papa bringt Kind zu Bett hatte ich hier schon mal erzählt. Inzwischen klappt das wirklich gut, ich stille ihn zum Einschlafen, bei seinem Papa schläft er problemlos auch ohne Stillen ein. Der Mittagsschlaf bei der TaMu war und ist kein Problem, sie legt ihn hin und singt etwas, dann schläft er dort.

Nachdem ich bis Anfang August noch recht gelassen mit der Sache umgegangen bin, ging es mir dann mit zunehmender Arbeit mit dem wenigen Schlaf nicht mehr so. Also habe ich ein Nachprotokoll gemacht und festgestellt, dass der Kleine 30 Min. - 1,5 Stunden aufgewacht ist, wenige Male genuckelt hat, und dann wieder eingeschlafen ist. Teils habe ich das nur im Dämmerschlaf mitbekommen, oft genung war ich dann aber wach und konnte dann nicht mehr einschlafen. Mit Trinken gestillt hat er abends, zwischen 1 und 2 und dann morgens zwischen 6 und 7 Uhr. Zuerst habe ich ihn nur während dieser Zeiten gestillt den Rest der Nacht mit Singen, Streicheln, Vorlesen beruhigt, wir waren dabei nach Möglichkeit immer im Bett und sind nur aufgestanden, wenn er sich so nicht gut beruhigen ließ. In der ersten Nacht hat ihm das nicht so gut gefallen, in der 4. Nacht ist er oft nur wach geworden, hat geschaut ob alle da sind und ist dann wieder eingeschlafen, max. muss ich ihm mal über den Rücken streicheln. Und so haben wir es ein paar Tage beibehalten. Dann habe ich das um 2 Uhr trinken "gestrichen" mit der Erwartung, dass er sich darüber furchtbar aufregt, aber nichts da. Er wurde wach, suchte, quakte kurz und schlief mit Streicheln und reden wieder ein. Ich werden im Moment 1x in der Nacht wach und das ist für mich vollkommen i.O.

Tagsüber stillen wir weiter nach Bedarf, die Häufigkeit ist dabei unterschiedlich; sind wir zu Hause sind, trinkt er zum Mittagsschlaf nochmal und am Vormittag und Nachmittag jeweils 1x und eben abends. Wenn er bei der TaMu ist, fordert er das Stillen beim Abholen ein bzw. wenn mein Mann ihn abholt und ins Bett bringt, wacht er gegen 22.30 Uhr kurz auf und trinkt dann. Damit können wir alle gut leben und es funktioniert.
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
Selda222
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von Selda222 »

Habt ihr eine Idee, was ich ihr als Trost/Alternative zur Brust anbieten kann? Sie mag es nachts überhaupt nicht, wenn man sie anfässt/streichelt, rumtragen mag sie auch nicht, auf singen/sprechen reagiert sie auch ungehalten :( Schnuller nimmt sie nicht, Wasser nicht... bin echt ein bisschen ratlos.
Ab welchem Alter haben eure Kleinen ein Kuscheltier/Schnuffeltuch o.ä. akzeptiert?
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schildkröte80
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von schildkröte80 »

Tomma hat geschrieben:... Daher habe ich mir Gordon auch nochmal durchgelesen ...
Wenn du dich zum Gordon-Programm entschließt, dann wäre ich über einen Erfahrungsbericht dankbar :wink:
Ich habe hier zum ersten mal von dem Gordon-Programm gelesen und habe mir das Programm jetzt auch mal durchgelesen. Hört sich interessant an.

Gibt es hier irgendwo einen Thread über Erfahrungsberichte darüber?
Zaubermaus 03/12 und kleines Schildkrötchen 03/15
nido56
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von nido56 »

Also, ich habe das ja so frei nach Gordon gemacht (inzwischen habe ich nochmal genauer nachgelesen, wie das Programm eigentlich funktioniert). Allerdings habe ich nur 2 Naechte lang das kurze Stillen und dann wach hinlegen betrieben. Ich hatte das Gefuehl, dass das den Kleinen eher verwirrt und gestresst hat, wenn er zwar stillen durfte aber nicht so lange, wie er wollte. Als ich ihm dann erklaert habe, dass er nachts nicht mehr stillen kann, weil die Brust schlafen muss, da hat er dass dann wirklich schnell akzeptiert. Seitdem rede ich leise mit ihm, wenn er aufwacht, und streichle ihm den Ruecken. Allerdings halte ich mich nicht streng daran, ihn jetzt nachts auch nicht mehr auf den Arm zu nehmen. Meist will er das gar nicht, aber wenn er sonst nicht wieder in den Schlaf findet, und sich im Bett hinsetzt, dann nehme ich ihn auch mal kurz hoch. Ausserdem biete ich ihm auch immer Wasser an, weil bei uns die Luft sehr trocken ist, und ich auch immer nachts etwas zu trinken brauche. Da gestehe ich ihm das natuerlich auch zu.

Es ist jetzt nicht so, als ob er immer durchschlafen wuerde. Vielleicht koennte ich das mit mehr Konsequenz erreichen, aber fuer mich fuehlt es sich, so wie es jetzt ist, stimmig an, und ich bin normalerweise ausgeruht genug. Er wacht meist einmal richtig auf und will dann oft Wasser trinken und eben manchmal auch kurz auf den Arm. Dann noch meist so 1-2 Mal, wo er nur rumwuehlt und jammert, um dann nach kurzem Rueckenstreicheln wieder einzuschlafen. Fuer mich ist das OK. Das Hauptproblem war vorher, dass ich, wenn man mich 2-3 Mal hintereinander im Abstand von 30-60 Minuten aus dem Schlaf reisst und dann durch langes Stillen und Nuckeln jeweils mindestens 15 Minuten wachhaelt, dann kann ich meist ueber Stunden oder auch gar nicht wieder einschlafen. Das Problem ist jetzt geloest, weil ich auch im Halbschlaf prima Ruecken streicheln und Wasser anreichen kann, und weil auch das Wiedereinschlafen deutlich schneller geht (ich schau nicht auf die Uhr, aber es sind maximal ein paar Minuten).
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Lisusa
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von Lisusa »

ich habe vor zwei Monaten nachts nach Gordon abgestillt, bzw. stillfreie Zeiten eingefuehrt.
Mein Sohn ist jetzt knapp 23 Monate alt und kam bis dato etwa 10-20x pro Nacht, seit er etwa 4 Monate alt war.
Die ersten zwei Naechte waren heftig, danach gab es erst mal eine deutliche Verbesserung.
Wir hatten dann ploetzlich auch mal Schlafphasen, die 3-5 Stunden lang waren ( immer nur die erste Schlafphase, danach kam er öfter). Zwischendurch gab es auch zwei Naechte, in denen er 7 Stunden am Stueck geschlafen hat.

Ich hatte es nach ca. einem Monat dann so gehandhabt, ihn einschlafzustillen und dann durfte er ab 5 Uhr morgens wieder so viel er wollte. Daraus hat sich dann aber entwickelt, dass er quasi ab 4 Uhr jeden Morgen wach war und darauf gewartet hat, endlich wieder stillen zu duerfen und dann quasi von 5 bis zum Aufstehen um 8:30 durchzustillen.

Daraufhin habe ich vor gut zwei Wochen angefangen, ihn um 5 nur kurz zu stillen, ihn dann abzudocken, ihn zum schlafen zu bringen und wenn er aufwacht wieder das gleiche Spiel.
Das war leider alles andere als produktiv, denn jetzt wacht er nachts wieder ständig auf, waelzt sich dann bis zu 40 Minuten durchs Bett und schlaeft nur mit Muehe wieder ein. Letzte Nacht war er insgesamt bestimmt 3 Stunden insgesamt wach und hat sich durchs Bett gerollt.

Ich bin nun wirklich auch mit meinem Latein am Ende. Fast zwei Jahre mit 10-20x pro Nacht aufwachen, dann ein guter Monat und jetzt fangen wir quasi wieder von vorne an. Ich werde nun dieses Wochenende vermutlich zum ersten Mal nachts nach dem Einschlafstillen auswandern und im Gaestezimmer uebernachten und meinen Mann uebernehmen lassen.
Bei zwei meiner Freundinnen hat das sehr gut funktioniert und die Kinder schlafen nun nahezu durch. Allerdings war es da nicht mit einem Wochenende auswandern getan, sondern eine von ihnen hat fast drei Wochen im Gaestezimmer verbracht. Da waren zwar nur die ersten beiden Naechte wohl sehr anstrengend fuer den Papa und das Kind, und danach hat die Kleine super geschlafen, aber sobald meine Freundin versucht hat, mit im Zimmer zu sein, wurde die Kleine wieder alle Naselang wach.
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von Selda222 »

Puuh das klingt ja wirklich extrem anstrengend bei dir! Du Arme... Dann berichte mal, wie es mit dem Auswandern läuft!
Ich werde nächste Woche mit Gordon anfangen, wobei ich es, glaube ich, etwas abwandele und das mit dem kurz Stillen lassen weglasse, da sie sowieso immer nur 2-3 Minuten stillt/nuckelt und sich dann selbst wegdreht - also gar nicht an der Brust einschläft. Da wüsste ich gar nicht richtig, was ich da noch verkürzen sollte. Vielleicht werde ihc die Zeitspanne nachts erstmal verkürzen, also dass es zunächst zwischen 2 und 4 keine Brust mehr gibt und diese Zeitspanne dann mit der Zeit ausdehne?! Naja, ich werde berichten. Drückt die Daumen...
LG
Selda
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nido56
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von nido56 »

Lisusa hat geschrieben: Ich hatte es nach ca. einem Monat dann so gehandhabt, ihn einschlafzustillen und dann durfte er ab 5 Uhr morgens wieder so viel er wollte. Daraus hat sich dann aber entwickelt, dass er quasi ab 4 Uhr jeden Morgen wach war und darauf gewartet hat, endlich wieder stillen zu duerfen und dann quasi von 5 bis zum Aufstehen um 8:30 durchzustillen.
Argh! Mach mir keine Angst! Der Pirat ist naemlich nach den anfaenglichen Supernaechten gestern und heute jeweils gegen 5h aufgewacht und hat ziemlich Theater gemacht (unsere Stillbeginnzeit ist 6h). Ich habe bisher durchgehalten und er ist dann auch jeweils nach einigen Minuten wieder in meinem Arm eingeschlafen und hat sich ablegen lassen, allerdings hat es heute schon laenger gedauert als gestern. Ich hoffe ja wirklich, dass es nur an den gerade durchbrechenden Eckzaehnchen liegt und sich bald wieder erledigt!!!

Ich hatte mir auch schon ueberlegt, ob es vielleicht ein besseres Signal gibt als einfach die Uhrzeit, die die Kleinen ja noch nicht verstehen koennen. Jetzt wacht er halt auf und jammert, und ich sage ihm dann, dass es noch ganz, ganz frueh ist und die Brust noch schlaeft, aber fuer ihn ist wahrscheinlich unklar, warum die Brust manchmal noch schlaeft und manchmal schon wach ist, ohne dass sich sonst etwas sichtbar veraendert hat. "Wenn es draussen hell ist" macht ja auch nicht viel Sinn, denn bald ist Winter und dann funktioniert das ja nicht mehr. Wenn es dann draussen hell ist, bin ich laengst aufgestanden. Ich dachte schon an ein Nachtlicht mit Zeitschalter: "Wenn das Licht brennt, dann ist Morgen und dann darfst Du stillen"

Naja, ich warte erstmal die Zaehnchen ab, hoffe das Beste und schaue mal, wie es sich in den naechsten Wochen so entwickelt...
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Lisusa
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von Lisusa »

Ich werde das Auswandern wohl verschieben muessen, der Zwerg ist seit gestern ziemlich erkaeltet. War wieder um die 10x wach, hat sich aber recht schnell wieder beruhigen lassen und ist immer schnell wieder eingeschlafen. Wenigstens was.
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
nido56
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Re: Hilfe, es MUSS sich was ändern...

Beitrag von nido56 »

Wir hatten heute von 5 bis 6h fast durchgehend Spass. Er ist gefuehlt alle 10 Minuten aufgewacht und hat gejammert. Danach habe ich ihm dann, beim ersten Aufwachen nach 6h, die Brust angeboten, er hat gestillt und dann nochmal friedlich geschlafen, bis um 8:30h der Wecker klingelte. Hm, nicht so ganz optimal. Fuer mich ist es allerdings noch immer eine riesige Verbesserung, denn ich bin lieber von 5-6 eine Stunde lang wach, nachdem ich vorher gut 6 Stunden praktisch am Stueck geschlafen habe (irgendwann zwischendurch habe ich, glaube ich, mal im Halbschlaf die Wasserflasche angereicht und einmal den Ruecken gestreichelt) als wenn ich die ganze Nacht alle 1-2 Stunden zum Stillen geweckt werde.

Ich frage mich nur, ob man das noch verbessern koennte. Vielleicht hat er ja um diese Zeit auch wirklich schon Hunger, dann waere es fuer mich ja auch kein Problem, das Morgenstillen um 1 Stunde vorzuverlegen. Ich befuerchte nur, dass er dann in 3 Tagen eben um 4h auf der Matte steht, denn anfangs hat er ja gut bis 6:30 durchgehalten. Ich beobachte das ganze jetzt nochmal einige Tage. Jetzt stehen sowieso einige Veraenderungen an. Die Oma reist ab und die Krippe faengt wieder an. Dann muessen wir auch etwas frueher aufstehen und er geht (hoffentlich) entsprechend etwas frueher ins Bett. Mal schaun, wie sich der Rhytmus dann veraendert.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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