Weiter stillen oder aufgeben?
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Florecita
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Weiter stillen oder aufgeben?
Hallo Zusammen,
Mein Sonnenschein ist am 30.04.2013 auf die Welt gekommen, ist jetzt also knapp 4 Monate alt. Bei der Geburt wog er 3110g. Heute hat er 6440 g. Ich möchte so sehr voll Stillen, allerdings gibt es da einige Komplikationen. Ich hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
Zur Vorgeschichte:
Ich hatte vor 12 Jahren fälschlicherweise wegen eines diagnostizierten Knotens eine Brust-OP an meiner rechten Brust, bei der ein angeblicher Knoten entfernt wurde. Wie sich herausstellte, wäre diese OP gar nicht notwendig gewesen, da ich unter Fibromatose leide und das gesamte Bindegewebe meiner Brüste knotig ist.
Nach der Geburt:
Wir haben bereits im Krankenhaus Probleme beim Stillen gehabt. Er hat von Anfang an sehr schlecht gesaugt (Diagnose: Trinkfaul). Wir haben es im KH zwei Tage probiert und dann haben uns die Hebammen gesagt, dass ich abpumpen solle und dass er die Flasche bekommt. Also habe ich alle 3 bis 3 ½ Stunden abgepumpt. Leider kam kaum etwas und so mussten wir hauptsächlich Pulver geben.
Zuhause habe ich dann immer wieder versucht ihn anzulegen. Die Hebamme hat uns dabei geholfen. Er hat aber immer viel dabei geschrien, weil nicht viel Milch kam. Ich habe zuhause also 45 Min. gestillt - wobei er ständig eingeschlafen ist und effektiv nur ein paar Minuten getrunken hat. Beim Stillen haben wir ihn immer wieder geweckt bzw. versucht ihn wach zu halten. Danach hat er noch eine Flasche mit Pulver bekommen und ich habe noch abgepumpt, da er ja auch meine Brüste nicht leer getrunken hat. Die ganze Prozedur hat immer so etwa 1½ Stunden gedauert und nach einer weiteren Stunde kam er schon wieder. Das war sehr anstrengend und auch frustrierend für mich, da es mein größter Wunsch war, ihn zu stillen. Die ganze Geschichte (Stillen-Flasche- Abpumpen) haben wir 2 ½ Monate durchgehalten, bis ich keine Kraft mehr hatte und mir dachte, dass das alles nichts bringt. Ich hörte auf „direkt“ zu stillen, was mir sehr schwer fiel, habe aber weiterhin abgepumpt, was wir dann verfütterten. Da die abgepumpte Milch allerdings nicht ausreichte, mussten wir immer noch Pulver zufüttern (Aptamil HA Pre).
Ganz am Anfang habe ich so um die 40ml abgepumpt (beide Seiten zusammen) links ca. 30ml, rechts etwa 10ml. Mit der Zeit hat sich die Menge langsam gesteigert und zuletzt (vor zwei Wochen) sind nach 3 Stunden 80-90ml gekommen. Ca. 60-70 von der linken Brust und 20ml von der rechten Brust. Nachts habe ich auch manchmal erst nach 6 Stunden abgepumpt und es kamen zwischen 120 und 140ml (links 100-110; rechts 30 bis maximal 40 ml). Über den Tag verteilt (24h) haben 7 Mal abpumpen immer so zwischen 460 und 540 ml ergeben. Mein Kleiner trinkt aber zwischen 650-880 am Tag, weswegen wir ihm trotzdem weiterhin Pulver geben mussten.
Da wir unseren Kleinen mal durchchecken lassen wollten (wegen Reflux, Köpfchen drehen etc.), waren wir am 15.08.2013 bei einer Osteopathin. Sie riet mir, ihn auch mal wieder anzulegen, vielleicht auch in der Badewanne. Das praktizierte ich dann am selben Abend noch und siehe da – es funktionierte. Er trank direkt von meiner Brust. Ich war überglücklich, da ich auch vorher bereits ein paar Mal probiert hatte ihn anzulegen, er jedoch nicht wusste, was er mit der Brustwarze anfangen soll. Auch in den folgenden Tagen habe ich ihn immer wieder angelegt und das Abpumpen zurückgefahren. Beim Anlegen hatte ich jedoch stets starke Schmerzen an der Brustwarze und auch in den Brüsten (er öffnet seinen Mund nicht richtig, weil er die Flasche gewohnt ist – auch wenn wir das Kinn nach unten ziehen, schließt er den Mund kurz danach wieder). Meine Brustwarzen wiesen schon offene Stellen auf (insbesondere an der linken Brust). Ich war deswegen bei einer Hebamme (Stillberaterin) die mir Mut machte und mir folgende Empfehlung gab: Ich solle stündlich anlegen und alle drei Stunden dann noch ein Fläschchen anbieten (damit er auch definitiv genügend bekommt). Zusätzlich solle ich Schüßler Salz Nr. 11 (5 Tabletten / 24h) nehmen (zur Festigung des Brustgewebes) und täglich einen Esslöffel Leinöl (zur Steigerung der Milchmenge). Die Schmerzen kämen daher, dass der kleine Mann jetzt schon eine erhebliche Saugkraft entwickelt hätte. Die Brustwarzen könne man mit schwarzem Tee behandeln.
Letzten Dienstag habe ich ihn auch wieder unter Schmerzen (wie immer) angelegt. Kurze Zeit später spuckte er und es kam Blut mit. Ich rief nochmals meine Hebamme an und fragte nach, was das sein könne. Sie beruhigte mich und meinte, da meine Brüste eh schon so in Mitleidenschaft gezogen seien, wäre wahrscheinlich ein Blutgefäß geplatzt und der Kleine hätte mein Blut getrunken und wieder gespuckt.
Aktuell lege ich ihn etwa 11 mal am Tag an (tagsüber ca. all 1 ½ Stunden für etwa 15min. pro Brust). Zusätzlich trinkt er noch etwa 150 ml Pulver, 4 Flaschen am Tag zwischen 30 und 70ml. Stuhlgang hat er ca. alle fünf Tage, wobei der letzte Stuhlgang dunkelbraun war.
Heute Abend hat er kurz (2-3 min.) getrunken und wollte dann nicht mehr bzw. hat er nur noch gespielt: losgelassen, noch einmal genommen, kurz gesaugt, genuckelt, den Kopf hin und her bewegt. Das ging so etwa 5 min. Also habe ich abgepumpt - es kamen nur 40ml insgesamt. Sehr wenig, wie ich finde. Kurz nach dem Abpumpen hat er angefangen zu weinen. Er hatte also doch Hunger. Wir haben dann ein Fläschchen gemacht und er hat 45ml getrunken.
Gegenüber letzten Dienstag (Wiege beim Kinderarzt) hat er sein Gewicht bis heute (geliehene Babywaage aus der Apotheke) gehalten, leider aber auch nicht zugenommen. Er ist unruhig, schläft beim Trinken ein, ist tagsüber schläfrig und die Windel ist nicht mehr so voll, wie früher (beim Abpumpen). Auch riecht der Urin sehr stark.
Ich fühle mich ziemlich verzweifelt und weiß nicht genau, was sinnvoll ist. Weiter zu machen oder doch aufzugeben!! Ich möchte sehr, sehr gerne stillen und dafür nehme ich die ganzen Schmerzen in Kauf aber wenn ich daran denke, dass mein Kind nicht genug trinkt, mache ich mir große Sorgen.
Von daher meine Fragen:
Wie schätzt Ihr die Situation ein?
Wie kriegen wir hin, dass er effektiv trinkt?
Wie lange halten die Schmerzen beim Stillen an? Was kann ich zur Linderung der Schmerzen bzw. zur Heilung außer Tee und Muttermilch noch machen?
Soll ich durchhalten und wenn ja wie lange?
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
LG
Florecita
Mein Sonnenschein ist am 30.04.2013 auf die Welt gekommen, ist jetzt also knapp 4 Monate alt. Bei der Geburt wog er 3110g. Heute hat er 6440 g. Ich möchte so sehr voll Stillen, allerdings gibt es da einige Komplikationen. Ich hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
Zur Vorgeschichte:
Ich hatte vor 12 Jahren fälschlicherweise wegen eines diagnostizierten Knotens eine Brust-OP an meiner rechten Brust, bei der ein angeblicher Knoten entfernt wurde. Wie sich herausstellte, wäre diese OP gar nicht notwendig gewesen, da ich unter Fibromatose leide und das gesamte Bindegewebe meiner Brüste knotig ist.
Nach der Geburt:
Wir haben bereits im Krankenhaus Probleme beim Stillen gehabt. Er hat von Anfang an sehr schlecht gesaugt (Diagnose: Trinkfaul). Wir haben es im KH zwei Tage probiert und dann haben uns die Hebammen gesagt, dass ich abpumpen solle und dass er die Flasche bekommt. Also habe ich alle 3 bis 3 ½ Stunden abgepumpt. Leider kam kaum etwas und so mussten wir hauptsächlich Pulver geben.
Zuhause habe ich dann immer wieder versucht ihn anzulegen. Die Hebamme hat uns dabei geholfen. Er hat aber immer viel dabei geschrien, weil nicht viel Milch kam. Ich habe zuhause also 45 Min. gestillt - wobei er ständig eingeschlafen ist und effektiv nur ein paar Minuten getrunken hat. Beim Stillen haben wir ihn immer wieder geweckt bzw. versucht ihn wach zu halten. Danach hat er noch eine Flasche mit Pulver bekommen und ich habe noch abgepumpt, da er ja auch meine Brüste nicht leer getrunken hat. Die ganze Prozedur hat immer so etwa 1½ Stunden gedauert und nach einer weiteren Stunde kam er schon wieder. Das war sehr anstrengend und auch frustrierend für mich, da es mein größter Wunsch war, ihn zu stillen. Die ganze Geschichte (Stillen-Flasche- Abpumpen) haben wir 2 ½ Monate durchgehalten, bis ich keine Kraft mehr hatte und mir dachte, dass das alles nichts bringt. Ich hörte auf „direkt“ zu stillen, was mir sehr schwer fiel, habe aber weiterhin abgepumpt, was wir dann verfütterten. Da die abgepumpte Milch allerdings nicht ausreichte, mussten wir immer noch Pulver zufüttern (Aptamil HA Pre).
Ganz am Anfang habe ich so um die 40ml abgepumpt (beide Seiten zusammen) links ca. 30ml, rechts etwa 10ml. Mit der Zeit hat sich die Menge langsam gesteigert und zuletzt (vor zwei Wochen) sind nach 3 Stunden 80-90ml gekommen. Ca. 60-70 von der linken Brust und 20ml von der rechten Brust. Nachts habe ich auch manchmal erst nach 6 Stunden abgepumpt und es kamen zwischen 120 und 140ml (links 100-110; rechts 30 bis maximal 40 ml). Über den Tag verteilt (24h) haben 7 Mal abpumpen immer so zwischen 460 und 540 ml ergeben. Mein Kleiner trinkt aber zwischen 650-880 am Tag, weswegen wir ihm trotzdem weiterhin Pulver geben mussten.
Da wir unseren Kleinen mal durchchecken lassen wollten (wegen Reflux, Köpfchen drehen etc.), waren wir am 15.08.2013 bei einer Osteopathin. Sie riet mir, ihn auch mal wieder anzulegen, vielleicht auch in der Badewanne. Das praktizierte ich dann am selben Abend noch und siehe da – es funktionierte. Er trank direkt von meiner Brust. Ich war überglücklich, da ich auch vorher bereits ein paar Mal probiert hatte ihn anzulegen, er jedoch nicht wusste, was er mit der Brustwarze anfangen soll. Auch in den folgenden Tagen habe ich ihn immer wieder angelegt und das Abpumpen zurückgefahren. Beim Anlegen hatte ich jedoch stets starke Schmerzen an der Brustwarze und auch in den Brüsten (er öffnet seinen Mund nicht richtig, weil er die Flasche gewohnt ist – auch wenn wir das Kinn nach unten ziehen, schließt er den Mund kurz danach wieder). Meine Brustwarzen wiesen schon offene Stellen auf (insbesondere an der linken Brust). Ich war deswegen bei einer Hebamme (Stillberaterin) die mir Mut machte und mir folgende Empfehlung gab: Ich solle stündlich anlegen und alle drei Stunden dann noch ein Fläschchen anbieten (damit er auch definitiv genügend bekommt). Zusätzlich solle ich Schüßler Salz Nr. 11 (5 Tabletten / 24h) nehmen (zur Festigung des Brustgewebes) und täglich einen Esslöffel Leinöl (zur Steigerung der Milchmenge). Die Schmerzen kämen daher, dass der kleine Mann jetzt schon eine erhebliche Saugkraft entwickelt hätte. Die Brustwarzen könne man mit schwarzem Tee behandeln.
Letzten Dienstag habe ich ihn auch wieder unter Schmerzen (wie immer) angelegt. Kurze Zeit später spuckte er und es kam Blut mit. Ich rief nochmals meine Hebamme an und fragte nach, was das sein könne. Sie beruhigte mich und meinte, da meine Brüste eh schon so in Mitleidenschaft gezogen seien, wäre wahrscheinlich ein Blutgefäß geplatzt und der Kleine hätte mein Blut getrunken und wieder gespuckt.
Aktuell lege ich ihn etwa 11 mal am Tag an (tagsüber ca. all 1 ½ Stunden für etwa 15min. pro Brust). Zusätzlich trinkt er noch etwa 150 ml Pulver, 4 Flaschen am Tag zwischen 30 und 70ml. Stuhlgang hat er ca. alle fünf Tage, wobei der letzte Stuhlgang dunkelbraun war.
Heute Abend hat er kurz (2-3 min.) getrunken und wollte dann nicht mehr bzw. hat er nur noch gespielt: losgelassen, noch einmal genommen, kurz gesaugt, genuckelt, den Kopf hin und her bewegt. Das ging so etwa 5 min. Also habe ich abgepumpt - es kamen nur 40ml insgesamt. Sehr wenig, wie ich finde. Kurz nach dem Abpumpen hat er angefangen zu weinen. Er hatte also doch Hunger. Wir haben dann ein Fläschchen gemacht und er hat 45ml getrunken.
Gegenüber letzten Dienstag (Wiege beim Kinderarzt) hat er sein Gewicht bis heute (geliehene Babywaage aus der Apotheke) gehalten, leider aber auch nicht zugenommen. Er ist unruhig, schläft beim Trinken ein, ist tagsüber schläfrig und die Windel ist nicht mehr so voll, wie früher (beim Abpumpen). Auch riecht der Urin sehr stark.
Ich fühle mich ziemlich verzweifelt und weiß nicht genau, was sinnvoll ist. Weiter zu machen oder doch aufzugeben!! Ich möchte sehr, sehr gerne stillen und dafür nehme ich die ganzen Schmerzen in Kauf aber wenn ich daran denke, dass mein Kind nicht genug trinkt, mache ich mir große Sorgen.
Von daher meine Fragen:
Wie schätzt Ihr die Situation ein?
Wie kriegen wir hin, dass er effektiv trinkt?
Wie lange halten die Schmerzen beim Stillen an? Was kann ich zur Linderung der Schmerzen bzw. zur Heilung außer Tee und Muttermilch noch machen?
Soll ich durchhalten und wenn ja wie lange?
Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!
LG
Florecita
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Wortgewitter
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2965
- Registriert: 03.07.2011, 21:40
Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Ich bin keine Expertin und nur die können Deine Situation differenziert betrachten. Aber - Das werden sie! Und die Damen hier sind spitze
Und ich kann Dir Hallo sagen: Hallo und Willkommen
Und ich kann Dir Hallo sagen: Hallo und Willkommen
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein... R.M. Rilke
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
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jusl
- Jusl Almighty
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- Registriert: 19.03.2007, 10:54
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Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Hallo und herzlich willkommen hier,
ich habe noch einige kleine Verständnisfragen.
Saugverwirrung ist behandelbar. Wenn Dein Baby eine korrekte Stilltechnik lernen soll, braucht es dabei Hilfe - und es wird am besten lernen, wenn es zwischendrin KEINE künstlichen Sauger mehr bekommt (denn dann wird ja wieder und wieder die Flaschentechnik gefestigt), sondern wenn Dein Baby ab sofort stillfreundlich zugefüttert wird.
Oberste Priorität hat also, dass Dein Baby genug trinkt. Wenn es das Stillen lernen soll, sollte das Zufüttern stillfreundlich geschehen.
Ich begleite Dich gerne dabei. Notwendig während dieser Zeit ist, dass das gute Gedeihen Deines Babys jederzeit sichergestellt ist über die Beobachtung und Dokumentation aller Kriterien guten Gedeihens. Bitte führe dazu eine Liste wie in der Grundinfo "Wie funkioniert Stillberatung hier im SuT?" (ganz unten in rosa) angegeben.
Zu Deinen konkreten Fragen:
Als erstes schätze ich anhand besagter Daten eine aktuell sinnvoll erscheinende Zufüttermenge ab. Dann suchen wir gemeinsam nach einer stillfreundlichen Zufüttermethode, die für Euch passen könnte. Erstes Ziel ist, mit dieser Methode den kompletten Zufütterbedarf zu decken, bei zumindest erträglichen Schmerzen für Dich. Währenddessen schauen wir genauer, WARUM Du Schmerzen hast bzw. wo genau Dein Baby Unterstützungsbedarf hat. Daran arbeiten wir dann. Als zweites Ziel können wir schauen, ob eine weitere Steigerung Deiner Milchproduktion bzw. Reduktion der Zufüttermenge möglich ist.
Ein realistischer Zeitrahmen fürs erste Ziel wäre "ein paar Tage", ein realistischer Rahmen fürs zweite Ziel "ein paar Wochen".
Kannst Du mit diesen ersten Hinweisen etwas anfangen?
Rückfragen immer gerne und LG
Julia
ich habe noch einige kleine Verständnisfragen.
Wann war das? Also wie lange ist dieser Stand ungefähr her? Denn im Vergleich hierzu:Über den Tag verteilt (24h) haben 7 Mal abpumpen immer so zwischen 460 und 540 ml ergeben. Mein Kleiner trinkt aber zwischen 650-880 am Tag, weswegen wir ihm trotzdem weiterhin Pulver geben mussten.
würde das ja bedeuten, dass Dein Baby momentan, anstatt einen halben Liter abgepumpte Milch zu trinken, den halben Liter an der Brust direkt an der Brust trinkt, was bereits eine wesentliche Verbesserung darstellt, oder?Aktuell lege ich ihn etwa 11 mal am Tag an (tagsüber ca. all 1 ½ Stunden für etwa 15min. pro Brust). Zusätzlich trinkt er noch etwa 150 ml Pulver,
Also hier liegt auf jeden Fall am nächsten, dass Dein Baby nicht mit korrekter Stilltechnik stillt, sondern mit Flaschentechnik. Das hat praktisch immer wunde Brustwarzen und Schmerzen zur Folge. Das Trinken an Flasche und Brust unterscheidet sich technisch erheblich voneinander; dies betrifft insb. die Zungen- und Kieferstellung, den Saug-Schluck-Rhythmus und das Mundgefühl. Babys kommen mit dem Wechsel zwischen dem Trinken an der Brust und dem Trinken an der Flasche oft nicht einfach so von selbst zurecht, sondern die Fähigkeit, an der Brust zu trinken, wird durchs Flaschetrinken häufig mehr oder weniger stark beeinträchtigt ("weniger"= Mutter hat Schmerzen, Baby dockt nicht gleich gut an usw., "mehr"= Stillen ist überhaupt nicht möglich). Der Fachbegriff dazu ist Saugverwirrung.Ich war deswegen bei einer Hebamme (Stillberaterin) die mir Mut machte und mir folgende Empfehlung gab: Ich solle stündlich anlegen und alle drei Stunden dann noch ein Fläschchen anbieten (damit er auch definitiv genügend bekommt). Zusätzlich solle ich Schüßler Salz Nr. 11 (5 Tabletten / 24h) nehmen (zur Festigung des Brustgewebes) und täglich einen Esslöffel Leinöl (zur Steigerung der Milchmenge). Die Schmerzen kämen daher, dass der kleine Mann jetzt schon eine erhebliche Saugkraft entwickelt hätte. Die Brustwarzen könne man mit schwarzem Tee behandeln.
Letzten Dienstag habe ich ihn auch wieder unter Schmerzen (wie immer) angelegt. Kurze Zeit später spuckte er und es kam Blut mit. Ich rief nochmals meine Hebamme an und fragte nach, was das sein könne. Sie beruhigte mich und meinte, da meine Brüste eh schon so in Mitleidenschaft gezogen seien, wäre wahrscheinlich ein Blutgefäß geplatzt und der Kleine hätte mein Blut getrunken und wieder gespuckt.
Saugverwirrung ist behandelbar. Wenn Dein Baby eine korrekte Stilltechnik lernen soll, braucht es dabei Hilfe - und es wird am besten lernen, wenn es zwischendrin KEINE künstlichen Sauger mehr bekommt (denn dann wird ja wieder und wieder die Flaschentechnik gefestigt), sondern wenn Dein Baby ab sofort stillfreundlich zugefüttert wird.
Derzeit ist nicht gesichert, dass Dein Baby an der Brust an genug Milch herankommt, siehe oben die Ausführungen zur Trinktechnik.Gegenüber letzten Dienstag (Wiege beim Kinderarzt) hat er sein Gewicht bis heute (geliehene Babywaage aus der Apotheke) gehalten, leider aber auch nicht zugenommen. Er ist unruhig, schläft beim Trinken ein, ist tagsüber schläfrig und die Windel ist nicht mehr so voll, wie früher (beim Abpumpen). Auch riecht der Urin sehr stark.
Oberste Priorität hat also, dass Dein Baby genug trinkt. Wenn es das Stillen lernen soll, sollte das Zufüttern stillfreundlich geschehen.
Ich begleite Dich gerne dabei. Notwendig während dieser Zeit ist, dass das gute Gedeihen Deines Babys jederzeit sichergestellt ist über die Beobachtung und Dokumentation aller Kriterien guten Gedeihens. Bitte führe dazu eine Liste wie in der Grundinfo "Wie funkioniert Stillberatung hier im SuT?" (ganz unten in rosa) angegeben.
Zu Deinen konkreten Fragen:
Für eine abschließende Einschätzung brauche ich noch alle vorhandenen bisherigen Gewichts- und Zufütterdaten, übersichtlich geordnet wie in der rosa Liste.Wie schätzt Ihr die Situation ein?
Über das konsequente Weglassen aller künstlichen Sauger (insb. Flasche und Schnuller), über stetiges Üben korrekten Andockens und Trinkens, und über ggf. stillfreundliches(!) Zufüttern, solange dies notwendig sein sollte.Wie kriegen wir hin, dass er effektiv trinkt?
Technisch korrektes Stillen ist NICHT schmerzhaft. Sobald Dein Baby besser trinkt, werden sich auch die Schmerzen verringern. Bis die wunden BW geheilt sind, kann es noch etwas wehtun, aber technisch korrektes Stillen funktioniert normalerweise auch mit wunden BW auf einem akzeptabel niedrigen Schmerzlevel.Wie lange halten die Schmerzen beim Stillen an?
Das A und O ist, dass Dein Baby korrekt saugt und Du genug Milch produzierst. Wenn dies nicht gegeben ist, nützen auch alle Unterstützungsmaßnahmen nichts. Wenn Du jetzt aber die Saugtechnik Deines Babys angehst, gibt es zahlreiche Linderungs- und Unterstützungmaßnahmen, die den Heilungsprozess fördern. Du findest sie in unserer Linksammlung Stillwissen, Stichwort "Wunde Brustwarzen".Was kann ich zur Linderung der Schmerzen bzw. zur Heilung außer Tee und Muttermilch noch machen?
Erfahrungsgemäß lassen sich bei jungen Säuglingen recht schnell Verbesserungen erzielen. Um das genauer abschätzen zu können, brauche ich wie gesagt noch die fehlenden Daten. Mein Vorschlag ist, etappenweise vorzugehen:Soll ich durchhalten und wenn ja wie lange?
Als erstes schätze ich anhand besagter Daten eine aktuell sinnvoll erscheinende Zufüttermenge ab. Dann suchen wir gemeinsam nach einer stillfreundlichen Zufüttermethode, die für Euch passen könnte. Erstes Ziel ist, mit dieser Methode den kompletten Zufütterbedarf zu decken, bei zumindest erträglichen Schmerzen für Dich. Währenddessen schauen wir genauer, WARUM Du Schmerzen hast bzw. wo genau Dein Baby Unterstützungsbedarf hat. Daran arbeiten wir dann. Als zweites Ziel können wir schauen, ob eine weitere Steigerung Deiner Milchproduktion bzw. Reduktion der Zufüttermenge möglich ist.
Ein realistischer Zeitrahmen fürs erste Ziel wäre "ein paar Tage", ein realistischer Rahmen fürs zweite Ziel "ein paar Wochen".
Kannst Du mit diesen ersten Hinweisen etwas anfangen?
Rückfragen immer gerne und LG
Julia
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Florecita
- ist gern hier dabei
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- Registriert: 25.08.2013, 21:37
Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Die Hinweise haben mir schon mal weitergeholfen.
Zu den näheren Erläuterungen:
Am 14.08. habe ich angefangen ihn anzulegen, aber noch nicht so oft, wie ich es momentan tue. In dieser Zeit (also vom 14. bis 18.08.) hat er weiterhin abgepumpte Milch und Pulver gekriegt. Die genaue Menge habe ich leider nicht mehr in Kopf, da ich in dieser Zeit kein Buch geführt habe. Aber wie gesagt: er hat zwischen 650 - 880 ml täglich getrunken. Erst ab den 19. 08., nach der Stillberatung (ca. 14 Uhr) habe ich immer angelegt
19.08. 6400 g, 5x gestillt, 70 ml abgepumpte Muttermilch 1x Stuhl, 4x Pipi (gewogen bei der Stillberaterin)
20.08. 6440g, 10x gestillt, 150 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi (gewogen beim Kinderarzt)
21.08. - 11x gestillt, 130 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
22.08. - 11x gestillt, 150 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
23.08. - 12x gestillt, 140 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
24.08. 6440 g, 11x gestillt, 130 ml PRE HA, 1x Stuhl dunkelbraun, 3x Pipi (Waage von der Apotheke)
25.08 6440 g, 11x gestillt, 150 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi (Waage von der Apotheke)
26.08 6440 g, 10xbisjetzt, 120 ml PRE HA + 40 ml abgepumpte Muttermilch 0x Stuhl, 3x Pipi (Waage von der Apotheke)
Da wir die Waage erst seit Samstag haben, haben wir in den Tagen vom 21. bis 23. 08. keine Gewichtsangaben. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass er das Gewicht gehalten hat.
Wir haben heute mal versucht mit einem Löffel bzw. mit einem Becher zuzufüttern. Der Kleine war jedoch alles andere als begeistert und hat ziemlich geschrien. Etwas zu sich nehmen wollte er so überhaupt nicht. Erst über die Flasche wollte er wieder was trinken.
Ich hoffe, dass das alle Infos sind, die du brauchst. Es ist alles so viel und ich habe hoffentlich nichts vergessen. Vielen, vielen Dank auf jeden Fall noch mal für die Hilfe und Unterstützung. Für weitere Tipps, Anweisungen und Hilfestelllungen wäre ich weiterhin sehr dankbar.
LG
Florecita
Zu den näheren Erläuterungen:
Das letzte Mal, dass ich 7x abgepumpt habe war am 14.08.13. Da habe ich, wie gesagt, etwa 540ml in 24 Stunden abgepumpt. Danach habe ich angefangen ihn anzulegen und weniger abzupumpen. Seit dem 19.08., d.h. nach der Stillberatung, pumpe ich gar nicht mehr ab (gestern Abend war das erste Mal nach dem 19.08., dass ich überhaupt wieder abgepumpt habe). Er kriegt also (hoffentlich!) diese Menge jetzt direkt von mir! Was mir aber zu denken gibt, ist die Tatsache, dass er nicht zunimmt!!„Wann war das [mit dem Abpumpen]? Also wie lange ist dieser Stand ungefähr her?“
Am 14.08. habe ich angefangen ihn anzulegen, aber noch nicht so oft, wie ich es momentan tue. In dieser Zeit (also vom 14. bis 18.08.) hat er weiterhin abgepumpte Milch und Pulver gekriegt. Die genaue Menge habe ich leider nicht mehr in Kopf, da ich in dieser Zeit kein Buch geführt habe. Aber wie gesagt: er hat zwischen 650 - 880 ml täglich getrunken. Erst ab den 19. 08., nach der Stillberatung (ca. 14 Uhr) habe ich immer angelegt
19.08. 6400 g, 5x gestillt, 70 ml abgepumpte Muttermilch 1x Stuhl, 4x Pipi (gewogen bei der Stillberaterin)
20.08. 6440g, 10x gestillt, 150 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi (gewogen beim Kinderarzt)
21.08. - 11x gestillt, 130 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
22.08. - 11x gestillt, 150 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
23.08. - 12x gestillt, 140 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
24.08. 6440 g, 11x gestillt, 130 ml PRE HA, 1x Stuhl dunkelbraun, 3x Pipi (Waage von der Apotheke)
25.08 6440 g, 11x gestillt, 150 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi (Waage von der Apotheke)
26.08 6440 g, 10xbisjetzt, 120 ml PRE HA + 40 ml abgepumpte Muttermilch 0x Stuhl, 3x Pipi (Waage von der Apotheke)
Da wir die Waage erst seit Samstag haben, haben wir in den Tagen vom 21. bis 23. 08. keine Gewichtsangaben. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass er das Gewicht gehalten hat.
Wir haben heute mal versucht mit einem Löffel bzw. mit einem Becher zuzufüttern. Der Kleine war jedoch alles andere als begeistert und hat ziemlich geschrien. Etwas zu sich nehmen wollte er so überhaupt nicht. Erst über die Flasche wollte er wieder was trinken.
Ich hoffe, dass das alle Infos sind, die du brauchst. Es ist alles so viel und ich habe hoffentlich nichts vergessen. Vielen, vielen Dank auf jeden Fall noch mal für die Hilfe und Unterstützung. Für weitere Tipps, Anweisungen und Hilfestelllungen wäre ich weiterhin sehr dankbar.
LG
Florecita
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Florecita
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Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Vielen Dank für das herzliche Willkommen! Ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe und gleich so kompetente Hilfe erfahre!Wortgewitter hat geschrieben:Ich bin keine Expertin und nur die können Deine Situation differenziert betrachten. Aber - Das werden sie! Und die Damen hier sind spitze![]()
Und ich kann Dir Hallo sagen: Hallo und Willkommen
LG
Florecita
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AnnaKatharina
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 8296
- Registriert: 17.05.2012, 21:26
Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Ich kann fachlich auch überhaupt nichts beitragen und wollte dir nur einen Gruß dalassen.
Bei jusl bist du auf jeden Fall in allerbesten Händen!
Mach einfach, was sie sagt, und alles wird gut
Grüße,
Anna-Katharina
Bei jusl bist du auf jeden Fall in allerbesten Händen!
Mach einfach, was sie sagt, und alles wird gut
Grüße,
Anna-Katharina
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Danke für Deine Antwort, das war hilfreich. Ich geh mal der Reihe nach:
Also: Wachsamkeit ist bei Eurer Vorgeschichte auf jeden Fall richtig - wir können nicht automatisch davon ausgehen, dass das schon alles superrund läuft mit dem Stillen - aber genauso wenig ist der Schluss zulässig, dass Dein Baby derzeit zu wenig Milch bekommt und deshalb nicht zunimmt. Hier muss weiter beobachtet und dokumentiert werden.
Eine Frage noch zu den Pipi-Windeln: Zählst Du JEDE Windel, in der was drin (und sei es nur ein bisschen), oder nur die "vollen"? Wie oft pro Tag wechselst Du die Windeln für gewöhnlich?
Und dann noch mal zum Stillen selbst - das ist sowohl in Hinblick auf Deine Beschwerden wichtig als auch in Hinblick auf die Milchversorgung:
1. Klappt das Andocken auf Anhieb (also Mund auf, Baby ranziehen, Baby saugt los), oder ist das oft schwierig (Baby sucht oder weint, dockt ständig an und ab, verliert die BW...)?
2. Wie ist Dein Baby angedockt? (Korrekt: Ohr, Schulter und Hüfte bilden eine Linie, egal welche Stillpostion. Mund ist weit auf, Lippen sind nach außen gestülpt. Über der Unterlippe liegt sichtbar die Zunge. Die BW liegt weit hinten im Rachen)
3. Siehst/hörst Du Dein Baby rhythmisch schlucken? (Ohren wackeln, Kiefer bewegt sich, kräftiger Zug)
4. Wann genau hast Du Schmerzen? (die ganze Zeit über, besonders zu Anfang, besonders zum Ende,...)
5. Wo genau hast Du Schmerzen? Hast Du explizit WUNDE Stellen an den BW? Wenn ja, wo? (an der Spitze, im Übergang BW-Warzenhof, seitlich...)
Ohne Deinen Antworten vorgreifen zu wollen, schlage ich Folgendes vor:
* Ab jetzt mind. 10-12 Mal in 24 Stunden stillen, dabei auf ganz korrektes Anlegen achten, immer beide Seiten anbieten.
* Ab jetzt täglich wie in der rosa Liste dokumentieren. Das Gewicht darf weiter stagnieren, das ist wie gesagt in dem Alter normal und für sich genommen nicht bedenklich. Worauf es in der Liste aber ankommt, ist v.a.: Stillhäufigkeit und Ausscheidungen (bitte JEDE Pipiwindel zählen).
* Weitersuchen nach einer geeigneten stillfreundlichen Zufüttermethode, denn von weiterer Fläschchenverwendung kann ich nur abraten, wenn Dein Baby richtig stillen lernen soll. Ist Deine Stillberaterin vor Ort ERFAHREN mit stillfreundlichen Zufüttermethoden? Falls ja, soll sie Dir bitte noch mal korrektes Bechern/Softcup-Nutzung zeigen. Falls nein (frag sie!..), gib bitte direkt Bescheid, dann machen wir das hier übers Forum.
* Täglich zunächst 200 ml stillfreundlich zufüttern (Pre oder Pre/Muttermilch in beliebigem Verhältnis).
Geht das für Dich so in Ordnung?
LG
Julia
Dein Baby ist schon fast 4 Monate alt. In diesem Alter findet die Gewichtszunahme sehr oft nicht mehr kontinuierlich statt, sondern in Sprüngen, zwischen denen es immer wieder mal Phasen der Stagnation gibt, also ohne erkennbare Gewichtszunahme - auch bei bestens versorgten, völlig problemlos vollstillenden Babys. Um beurteilen zu können, ob Dein Baby derzeit nicht genug Milch bekommt und deshalb nicht zunimmt, oder ob es bestens versorgt ist und nur zufällig gerade nicht zunimmt, ist der Zeitraum, für den engmaschige Daten vorliegen, definitiv zu kurz.Das letzte Mal, dass ich 7x abgepumpt habe war am 14.08.13. Da habe ich, wie gesagt, etwa 540ml in 24 Stunden abgepumpt. Danach habe ich angefangen ihn anzulegen und weniger abzupumpen. Seit dem 19.08., d.h. nach der Stillberatung, pumpe ich gar nicht mehr ab (gestern Abend war das erste Mal nach dem 19.08., dass ich überhaupt wieder abgepumpt habe). Er kriegt also (hoffentlich!) diese Menge jetzt direkt von mir! Was mir aber zu denken gibt, ist die Tatsache, dass er nicht zunimmt!!
Also: Wachsamkeit ist bei Eurer Vorgeschichte auf jeden Fall richtig - wir können nicht automatisch davon ausgehen, dass das schon alles superrund läuft mit dem Stillen - aber genauso wenig ist der Schluss zulässig, dass Dein Baby derzeit zu wenig Milch bekommt und deshalb nicht zunimmt. Hier muss weiter beobachtet und dokumentiert werden.
In Ordnung. Darf ich nachfragen, warum Du Dich hier ans SuT wendest? Warst Du mit der Stillberatung nicht zufrieden?Am 14.08. habe ich angefangen ihn anzulegen, aber noch nicht so oft, wie ich es momentan tue. In dieser Zeit (also vom 14. bis 18.08.) hat er weiterhin abgepumpte Milch und Pulver gekriegt. Die genaue Menge habe ich leider nicht mehr in Kopf, da ich in dieser Zeit kein Buch geführt habe. Aber wie gesagt: er hat zwischen 650 - 880 ml täglich getrunken. Erst ab den 19. 08., nach der Stillberatung (ca. 14 Uhr) habe ich immer angelegt
Hier können mehrere Sachen ursächlich für den Misserfolg sein. Zunächst: Dein Baby ist die Flasche gewöhnt - umgewöhnen an andere Füttermethoden ist da nicht ganz leicht, zumal Dein Baby auch "schon" 4 Monate alt ist und bereits Vorlieben und Routinen entwickelt hat. Bechern und Löffeln sollte gezeigt und muss geübt werden. Hat Deine Stillberaterin Dich vor Ort angeleitet, wie das geht? Mit allzu hungrigen Babys klappt das nicht (wegen Aufregung und Ungeduld), und mit satten Babys auch nicht (wegen Desinteresse)... hier wäre Anleitung vor Ort sicher sinnvoll, falls Du Dich fürs Bechern und/oder Löffeln entscheidest. Komfortabler ginge es mit dem Softcup (eine Flasche mit löffel-artigem Mundstück plus Ventil, so dass kaum etwas daneben geht). Kennst Du den? Kann Dir evtl. Deine Stillberaterin vor Ort zeigen, wie der funktioniert?Wir haben heute mal versucht mit einem Löffel bzw. mit einem Becher zuzufüttern. Der Kleine war jedoch alles andere als begeistert und hat ziemlich geschrien. Etwas zu sich nehmen wollte er so überhaupt nicht. Erst über die Flasche wollte er wieder was trinken.
Eine Frage noch zu den Pipi-Windeln: Zählst Du JEDE Windel, in der was drin (und sei es nur ein bisschen), oder nur die "vollen"? Wie oft pro Tag wechselst Du die Windeln für gewöhnlich?
Und dann noch mal zum Stillen selbst - das ist sowohl in Hinblick auf Deine Beschwerden wichtig als auch in Hinblick auf die Milchversorgung:
1. Klappt das Andocken auf Anhieb (also Mund auf, Baby ranziehen, Baby saugt los), oder ist das oft schwierig (Baby sucht oder weint, dockt ständig an und ab, verliert die BW...)?
2. Wie ist Dein Baby angedockt? (Korrekt: Ohr, Schulter und Hüfte bilden eine Linie, egal welche Stillpostion. Mund ist weit auf, Lippen sind nach außen gestülpt. Über der Unterlippe liegt sichtbar die Zunge. Die BW liegt weit hinten im Rachen)
3. Siehst/hörst Du Dein Baby rhythmisch schlucken? (Ohren wackeln, Kiefer bewegt sich, kräftiger Zug)
4. Wann genau hast Du Schmerzen? (die ganze Zeit über, besonders zu Anfang, besonders zum Ende,...)
5. Wo genau hast Du Schmerzen? Hast Du explizit WUNDE Stellen an den BW? Wenn ja, wo? (an der Spitze, im Übergang BW-Warzenhof, seitlich...)
Ohne Deinen Antworten vorgreifen zu wollen, schlage ich Folgendes vor:
* Ab jetzt mind. 10-12 Mal in 24 Stunden stillen, dabei auf ganz korrektes Anlegen achten, immer beide Seiten anbieten.
* Ab jetzt täglich wie in der rosa Liste dokumentieren. Das Gewicht darf weiter stagnieren, das ist wie gesagt in dem Alter normal und für sich genommen nicht bedenklich. Worauf es in der Liste aber ankommt, ist v.a.: Stillhäufigkeit und Ausscheidungen (bitte JEDE Pipiwindel zählen).
* Weitersuchen nach einer geeigneten stillfreundlichen Zufüttermethode, denn von weiterer Fläschchenverwendung kann ich nur abraten, wenn Dein Baby richtig stillen lernen soll. Ist Deine Stillberaterin vor Ort ERFAHREN mit stillfreundlichen Zufüttermethoden? Falls ja, soll sie Dir bitte noch mal korrektes Bechern/Softcup-Nutzung zeigen. Falls nein (frag sie!..), gib bitte direkt Bescheid, dann machen wir das hier übers Forum.
* Täglich zunächst 200 ml stillfreundlich zufüttern (Pre oder Pre/Muttermilch in beliebigem Verhältnis).
Geht das für Dich so in Ordnung?
LG
Julia
-
Florecita
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- Registriert: 25.08.2013, 21:37
Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Hallo Julia,
vielen, vielen Dank für die ausführliche Antwort und die praktischen Anweisungen. Das geht absolut in Ordnung für mich. Lediglich die Sache mit dem stillfreundlichen Zufüttern weiß ich nicht, ob ich das so schnell (also morgen schon) umsetzen kann.
Kriegt man diesen SoftCup bei der Apotheke?
Kurze Frage noch: Die 200ml sollen über den Tag verteilt zugefüttert werden, oder?
Nun zu den weiteren Details/Antworten:
Nochmals vielen Dank für die Hilfe! Falls meine Ausführungen noch andere Tipps / oder Änderungen ergeben --> ich bin offen für alles!
LG
Florecita
vielen, vielen Dank für die ausführliche Antwort und die praktischen Anweisungen. Das geht absolut in Ordnung für mich. Lediglich die Sache mit dem stillfreundlichen Zufüttern weiß ich nicht, ob ich das so schnell (also morgen schon) umsetzen kann.
Kriegt man diesen SoftCup bei der Apotheke?
Kurze Frage noch: Die 200ml sollen über den Tag verteilt zugefüttert werden, oder?
Nun zu den weiteren Details/Antworten:
Doch, doch. Ich bin schon zufrieden und sie ist eine sehr erfahrene Hebamme. Allerdings wollte ich noch mehr Informationen und Tipps, damit auch alles richtig klappt. Ich habe auch erst am 05.09. wieder einen Termin bei der Stillberaterin vor Ort. So lange konnte ich einfach nicht warten. Aber von „stillfreundlichem Zufüttern“ hat sie jetzt nichts erwähnt.In Ordnung. Darf ich nachfragen, warum Du Dich hier ans SuT wendest? Warst Du mit der Stillberatung nicht zufrieden?
Ich benutze die Baby dry-Windel. Die halten ja „bis zu 12 Stunden“. Ich wechsele sie je nach Bedarf, wenn sie voll sind, also etwa 4 - 5 x am Tag. Natürlich wird bei Stuhlgang sofort gewickelt. Soll ich öfter die Windeln wechseln um eine bessere Kontrolle zu haben? Bei meiner Angabe habe ich jetzt nur die vollen Windeln gezählt.Eine Frage noch zu den Pipi-Windeln: Zählst Du JEDE Windel, in der was drin (und sei es nur ein bisschen), oder nur die "vollen"? Wie oft pro Tag wechselst Du die Windeln für gewöhnlich?
Meistens klappt es sehr schnellUnd dann noch mal zum Stillen selbst - das ist sowohl in Hinblick auf Deine Beschwerden wichtig als auch in Hinblick auf die Milchversorgung:
1. Klappt das Andocken auf Anhieb (also Mund auf, Baby ranziehen, Baby saugt los)
ja2. Wie ist Dein Baby angedockt? (Korrekt: Ohr, Schulter und Hüfte bilden eine Linie, egal welche Stillpostion
Nein, die Unterlippe ist nicht nach außen gestülpt. Wir versuchen zwar immer mit dem Finger das Kinn nach unten zu ziehen, er schließt den Mund aber nach kurzer Zeit von selbst wieder. Es klappt jetzt allerdings schon etwas besser als am Anfang und die Unterlippe bleibt auch zeitweise nach außen gestülpt.Mund ist weit auf, Lippen sind nach außen gestülpt.
Hier bin ich mir nicht sicher. Das muss ich noch mal genauer beobachten.Über der Unterlippe liegt sichtbar die Zunge. Die BW liegt weit hinten im Rachen)
Ja, aber nur maximal 2-3 Minuten. Dann nuckelt er, schläft ein, ….. Ab und zu kommt nach etwas Zeit noch ein Milchspendereflex und er saugt und schluckt nochmals heftig.3. Siehst/hörst Du Dein Baby rhythmisch schlucken? (Ohren wackeln, Kiefer bewegt sich, kräftiger Zug)
Insbesondere am Anfang beim Andocken und wenn der Milchspendereflex ausgelöst wird, der Kleine also heftig saugt.4. Wann genau hast Du Schmerzen? (die ganze Zeit über, besonders zu Anfang, besonders zum Ende,...)
Während des Stillens tut die Brustwarze weh, aber auch in der Brust habe ich Schmerzen. An der linken Brustwarze habe ich so gelbliche Verhärtungen, die unmittelbar nach dem Stillen weiß sind. Ist das Vasospasmus? An der rechten Brust habe ich auch Schmerzen, aber es ist besser als an der Linken. Auch habe ich eine offene Stelle an der rechten Brust.5. Wo genau hast Du Schmerzen? Hast Du explizit WUNDE Stellen an den BW? Wenn ja, wo? (an der Spitze, im Übergang BW-Warzenhof, seitlich...)
Ich werde sie morgen mal anrufen und fragen.Ist Deine Stillberaterin vor Ort ERFAHREN mit stillfreundlichen Zufüttermethoden? Falls ja, soll sie Dir bitte noch mal korrektes Bechern/Softcup-Nutzung zeigen. Falls nein (frag sie!..),
Nochmals vielen Dank für die Hilfe! Falls meine Ausführungen noch andere Tipps / oder Änderungen ergeben --> ich bin offen für alles!
LG
Florecita
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jusl
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Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Richtig.Kurze Frage noch: Die 200ml sollen über den Tag verteilt zugefüttert werden, oder?
Ja, aber Du solltest ihn keineswegs gleich KAUFEN. Erstmal bei einer Stillberaterin ausprobieren. Und wenn Du damit gut zurechtkommst, lohnt die eigene Anschaffung. Je nach dem, wie viel /wie oft in nächster Zeit zugefüttert, kann der Softcup sinnvoll sein, aber vielleicht ist auch eine andere Zufüttermethode für Euch besser, z.B. das Zufüttern WÄHREND des Stillen mit Hilfe des Brusternährungssets.Lediglich die Sache mit dem stillfreundlichen Zufüttern weiß ich nicht, ob ich das so schnell (also morgen schon) umsetzen kann.
Kriegt man diesen SoftCup bei der Apotheke?
Exakt DAZU (also welche stillfreundliche Zufüttermethode für EUCH am besten ist) sollte eine Stillberaterin vor Ort beraten, wenn Zufütterbedarf besteht.
Das ist aber merkwürdig, siehe oben. Am besten fragst Du sie noch mal konkret, wie Dein Baby die korrekte STILLTECHNIK lernen soll, wenn es ständig wieder Flaschen bekommt, aus denen es mit FLASCHENTECHNIK trinken muss. Dass Dein Baby mit dem Wechsel Schwierigkeiten hat, belegt allein schon die Tatsache, dass Du beim Stillen Schmerzen hast.Doch, doch. Ich bin schon zufrieden und sie ist eine sehr erfahrene Hebamme. Allerdings wollte ich noch mehr Informationen und Tipps, damit auch alles richtig klappt. Ich habe auch erst am 05.09. wieder einen Termin bei der Stillberaterin vor Ort. So lange konnte ich einfach nicht warten. Aber von „stillfreundlichem Zufüttern“ hat sie jetzt nichts erwähnt.
Nee, ist in Ordnung so. Die meisten Eltern wechseln öfter (jedenfalls meiner Wahrnehmung nachIch benutze die Baby dry-Windel. Die halten ja „bis zu 12 Stunden“. Ich wechsele sie je nach Bedarf, wenn sie voll sind, also etwa 4 - 5 x am Tag. Natürlich wird bei Stuhlgang sofort gewickelt. Soll ich öfter die Windeln wechseln um eine bessere Kontrolle zu haben? Bei meiner Angabe habe ich jetzt nur die vollen Windeln gezählt.
Prima, dass das Andocken gut klappt und dass Ihr bei der Unterlippe schon Verbesserungen merkt. "Mund weit auf" = "möglichst viel Brustgewebe im Mund (viel mehr als nur die BW)" = "Unterlippe nach außen und Zunge unten sichtbar" - das sind die wesentlichen Kennzeichen.Nein, die Unterlippe ist nicht nach außen gestülpt. Wir versuchen zwar immer mit dem Finger das Kinn nach unten zu ziehen, er schließt den Mund aber nach kurzer Zeit von selbst wieder. Es klappt jetzt allerdings schon etwas besser als am Anfang und die Unterlippe bleibt auch zeitweise nach außen gestülpt.
Manchmal ist die Lage der Zunge schwer zu erkennen (unten im Mundwinkel schauen!), da hilft es ebenfalls, die Unterlippe etwas herunterzuzupfen.
Prima - zusammen mit der Tatsache, dass er zumeist problemlos andockt, gibt es eine effektive Maßnahme, die Ihr definitiv ab sofort ausprobieren solltet: Wechselstillen. Beim Wechselstillen wird das Baby wacher gehalten, es gibt mehr Milchspendereflexe (kurz: "MSR"), und es ist damit eine effektive Maßnahme zu Steigerung der Milchproduktion.Ja, aber nur maximal 2-3 Minuten. Dann nuckelt er, schläft ein, ….. Ab und zu kommt nach etwas Zeit noch ein Milchspendereflex und er saugt und schluckt nochmals heftig.
Also: Ab jetzt loslegen mit konsequentem Wechselstillen (immer tagsüber, nachts ist es OK, wenn "einfach so" ohne häufigen Wechsel gestillt wird).
Das klingt für mich eher nach leicht abgehobenem Epithelgewebe, also Haut, die etwas schuppig ist sozusagen.An der linken Brustwarze habe ich so gelbliche Verhärtungen, die unmittelbar nach dem Stillen weiß sind. Ist das Vasospasmus?
Wo genau?Auch habe ich eine offene Stelle an der rechten Brust.
Dies ist eine Indikation fürs Zufüttern mit dem Brusternährungsset (kurz: "BES"). Das ist eine Stillhilfe, mit der WÄHREND des Stillens zugefüttert werden kann. Starkes Saugen, während die Milchproduktion aber noch nicht so ganz hinterherkommt, kann schmerzen, denn reichlicher Milchfluss löst ja jedes Mal das Vakuum ein wenig und schont damit die BW.Insbesondere am Anfang beim Andocken und wenn der Milchspendereflex ausgelöst wird, der Kleine also heftig saugt.
[...]
Während des Stillens tut die Brustwarze weh, aber auch in der Brust habe ich Schmerzen.
Übers BES sollten wir also nochmal genauer nachdenken.
Kannst Du Dir die Nutzung des BES vorstellen? Hier im Forum gibt es zahlreiche Mütter, die BES-Erfahrung haben; vielleicht magst Du ein wenig stöbern (Boardsuche nutzen).
Magst Du mit Wechselstillen loslegen?
LG
Julia
-
Florecita
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 61
- Registriert: 25.08.2013, 21:37
Re: Weiter stillen oder aufgeben?
Hallo Julia
Danke für deine Einschätzungen und Ratschläge
Hier die Daten von gestern und heute:
26.08. 6440 g, 11x gestillt, 220 ml PRE HA + 40 ml abgepumpte Muttermilch 0x Stuhl, 4x Pipi
27.08. 6540 g, 10x (bis jetzt) gestillt, 170 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
Soll ich eigentlich die Daten immer täglich posten?
Ich war heute bei der Stillberaterin
Sie hat nach dem Baby geschaut. Sie meinte, ihm geht’s soweit gut, dennoch merkt man an den Augen (Augenringe), dass er zurzeit nicht genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Also sei es wichtig, weiter zuzufüttern.
Auch hat sie sich noch mal die Anlegetechnik angekuckt und hat einige Verbesserung vorgeschlagen. Aber im Grunde genommen meinte sie, dass er korrekt andockt. Auch in Bezug auf die Trinktechnik des Babys war sie zufrieden und ich muss sagen, dass die Schmerzen langsam nachlassen. Auch hat sie nach meinen Brüsten geschaut und hat, so wie du auch, gemeint
Ich habe sie auch nach dem Softcup gefragt, sie kennt das zwar, hat aber keine Erfahrungen damit. Sie meinte, es geht auch mit der Flasche, ich sollte die Avent Einlochsauger nehmen. Ich könnte so weitermachen wie bisher, da ich eigentlich schon in 8 Wochen mit der Beikost anfangen kann und ab diesem Zeitpunkt könnte ich die Flasche dann ganz weglassen. Was meinst du dazu?
Vor Ort hätte ich also niemand, der mir zeigt, wie das mit dem Softcup funktioniert. Wobei, wenn du sagst:
er war nicht so begeistert davon
, wobei dazu auch die Stillberaterin gemeint hat, dass er zwar nicht kontinuierlich trinkt, dennoch aber immer wieder saugt und schluckt auch wenn er schlummert - und das stimmt ja auch.
Es geht Bergauf! ich bin jetzt sehr positiv eingestellt und hoffe, das es bald alles viel besser klappt!
Wie geht's jetzt weiter
LG
Florecita
Danke für deine Einschätzungen und Ratschläge
Hier die Daten von gestern und heute:
26.08. 6440 g, 11x gestillt, 220 ml PRE HA + 40 ml abgepumpte Muttermilch 0x Stuhl, 4x Pipi
27.08. 6540 g, 10x (bis jetzt) gestillt, 170 ml PRE HA, 0x Stuhl, 4x Pipi
Soll ich eigentlich die Daten immer täglich posten?
Ich war heute bei der Stillberaterin
Sie hat nach dem Baby geschaut. Sie meinte, ihm geht’s soweit gut, dennoch merkt man an den Augen (Augenringe), dass er zurzeit nicht genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Also sei es wichtig, weiter zuzufüttern.
Auch hat sie sich noch mal die Anlegetechnik angekuckt und hat einige Verbesserung vorgeschlagen. Aber im Grunde genommen meinte sie, dass er korrekt andockt. Auch in Bezug auf die Trinktechnik des Babys war sie zufrieden und ich muss sagen, dass die Schmerzen langsam nachlassen. Auch hat sie nach meinen Brüsten geschaut und hat, so wie du auch, gemeint
Sie hat mir ein Silberhütchen für die linke Brust ausgeliehen. Es soll bei der Heilung helfen. Meiner rechten Brustwarze geht es viel besser. Ich hatte eine kleine offene Stelle an der Brustwarze, die ist aber heute schon fast wieder gut.leicht abgehobenem Epithelgewebe, also Haut, die etwas schuppig ist sozusagen.
Ich habe sie auch nach dem Softcup gefragt, sie kennt das zwar, hat aber keine Erfahrungen damit. Sie meinte, es geht auch mit der Flasche, ich sollte die Avent Einlochsauger nehmen. Ich könnte so weitermachen wie bisher, da ich eigentlich schon in 8 Wochen mit der Beikost anfangen kann und ab diesem Zeitpunkt könnte ich die Flasche dann ganz weglassen. Was meinst du dazu?
Vor Ort hätte ich also niemand, der mir zeigt, wie das mit dem Softcup funktioniert. Wobei, wenn du sagst:
Dann hätte sich das ja erledigt. Ich denke, dass ich das mit dem BES versuchen kann/möchte. Meinst du, dass ich so das Vollstillen erreichen könnte? Wie lange würde es ungefähr dauern? Kannst du eine grobe Einschätzung geben?Mit dem BES könntest Du praktisch alle Baustellen gleichzeitig bearbeiten (keine künstlichen Sauger mehr, Prägung auf die Brust, Unterstützung des Milchflusses, kein Bechern/Löffeln nötig...). Auch Wechselstillen ist bei BES-Nutzung problemlos möglich.
Habe ich schonMagst Du mit Wechselstillen loslegen?
Es geht Bergauf! ich bin jetzt sehr positiv eingestellt und hoffe, das es bald alles viel besser klappt!
Wie geht's jetzt weiter
LG
Florecita