Abruptes Abstillen = Trauma?
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JanoschMama
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Abruptes Abstillen = Trauma?
Ich bin traurig. Ich habe heute Abend den Entschluss gefasst, meinen fast 2jährigen abzustillen.
Dafür habe ich diverse Gründe. Zum einen nervt es mich immer öfter. Er möchte wirklich oft stillen. Mindestens stündlich. Eher öfter. Abends gerne dauernuckeln. Wenn es einfach nur Langeweile ist oder der Wunsch Kontakt zu mir aufzunehmen, lässt er sich (meistens) gut ablenken indem wir etwas gemeinsam machen. Etwas spielen, raus gehen, kochen.... Aber oft genug ist er auch sehr unzufrieden bis verzweifelt, wenn ich das Stillen auf später verschieben möchte. Das tue ich im Moment recht häufig, da ich versuche die Stillabstände zu vergrössern. Unser Wunsch nach einem 2. Kind wird nämlich immer größer und bisher hat sich bei mir noch kein Zyklus eingestellt. Was offensichtlich am häufigen Stillen liegt.
Ich wollte das Abstillen eigentlich meinen Sohn überlassen. Aber es ist absolut kein Ende in Sicht und auch die Häufigkeit nimmt nicht ab. Es macht mich wirklich traurig, aber ich denke es ist an der Zeit aufzuhören.
Ich hatte zunächst an ein deutliches Reduzieren gedacht, aber es klappt noch nicht einmal richtig ihn auf mindestens 2 Stunden Abstände zu bekommen.
Deshalb habe ich überlegt ob ein deutlicher Schlussstrich nicht sinnvoller wäre. So bleibt das Thema nicht immer present und er wird nicht ständig daran erinnert.
Nun habe ich aber die Sorge, dass ein abruptes Abstillen für ihn ein Trauma bedeuten könnte. Ich fürchte, dass er dann vielleicht Verlustängste entwickeln könnte. Selbstverständlich werde ich ihm erklären was ich vorhabe und ihn mit viel Liebe begleiten. Ich bin mir im klaren darüber, dass es nicht leicht wird.
Aber es langsam auszuschleichen erscheint mir so eine lange und zähe Prozedur zu sein, in der über einen noch viel längeren Zeitraum Tränen fließen.... Aber so könnte er sich vllt besser damit abfinden und sich verabschieden....
Bitte klärt mich auf. Wer hat da Erfahrungen? Wie haben eure Kinder ein abruptes Abstillen verkraftet?
Danke fürs lesen, Gedanken sortieren war auch schonmal gut.
Dafür habe ich diverse Gründe. Zum einen nervt es mich immer öfter. Er möchte wirklich oft stillen. Mindestens stündlich. Eher öfter. Abends gerne dauernuckeln. Wenn es einfach nur Langeweile ist oder der Wunsch Kontakt zu mir aufzunehmen, lässt er sich (meistens) gut ablenken indem wir etwas gemeinsam machen. Etwas spielen, raus gehen, kochen.... Aber oft genug ist er auch sehr unzufrieden bis verzweifelt, wenn ich das Stillen auf später verschieben möchte. Das tue ich im Moment recht häufig, da ich versuche die Stillabstände zu vergrössern. Unser Wunsch nach einem 2. Kind wird nämlich immer größer und bisher hat sich bei mir noch kein Zyklus eingestellt. Was offensichtlich am häufigen Stillen liegt.
Ich wollte das Abstillen eigentlich meinen Sohn überlassen. Aber es ist absolut kein Ende in Sicht und auch die Häufigkeit nimmt nicht ab. Es macht mich wirklich traurig, aber ich denke es ist an der Zeit aufzuhören.
Ich hatte zunächst an ein deutliches Reduzieren gedacht, aber es klappt noch nicht einmal richtig ihn auf mindestens 2 Stunden Abstände zu bekommen.
Deshalb habe ich überlegt ob ein deutlicher Schlussstrich nicht sinnvoller wäre. So bleibt das Thema nicht immer present und er wird nicht ständig daran erinnert.
Nun habe ich aber die Sorge, dass ein abruptes Abstillen für ihn ein Trauma bedeuten könnte. Ich fürchte, dass er dann vielleicht Verlustängste entwickeln könnte. Selbstverständlich werde ich ihm erklären was ich vorhabe und ihn mit viel Liebe begleiten. Ich bin mir im klaren darüber, dass es nicht leicht wird.
Aber es langsam auszuschleichen erscheint mir so eine lange und zähe Prozedur zu sein, in der über einen noch viel längeren Zeitraum Tränen fließen.... Aber so könnte er sich vllt besser damit abfinden und sich verabschieden....
Bitte klärt mich auf. Wer hat da Erfahrungen? Wie haben eure Kinder ein abruptes Abstillen verkraftet?
Danke fürs lesen, Gedanken sortieren war auch schonmal gut.
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
- Baobab
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Hallo
Wir haben keine Erfahrung mit abruptem Abstillen, aber vor einigen Monaten haette ich dein Posting fast 1:1 auch so schreiben koennen. Wir waren etwa zwei Monate vor dem 2. Geburtstag der Ruebe auch bei dieser Stillfrequenz, auch mit Kinderwunsch. Ich hatte zwar einen Zyklus aber zu kurze Hochlagen (gut, die hab ich auch immer noch). Und mich hat das haeufige Stillen auch genervt. Ein abruptes Abstillen hab ich mir aber nicht vorstellen koennen (u.a. auch, weil ich nicht abstillen wollte, sondern nur weniger stillen wollte) und so haben wir das Ganze langsamer gemacht. Auch mit dem Vergroessern der Stillabstaende. Mittlerweile, nach einem knappen halben Jahr sind wir bei 3x in 24h angekommen. Dafuer gibt es hier allerdings auch fast jeden Tag noch Traenen/Wut, wenn ich das Stillen ablehne (gut, bei 3x in 24h sind wir auch erst bei ein paar Tagen), das geht aber meistens ganz schnell auch wieder vorbei (ausser sie ist sehr muede). Ich finde das auch nicht ideal, aber ich glaube nicht, dass es anders besser gegangen waere...da waeren wahrscheinlich auch noch ueber einen langen Zeitraum Traenen geflossen nehme ich an
(davon abgesehen, dass abstillen auch nicht mein Ziel ist oder war)
Ich kann deine Trauer absolut nachfuehlen (( )), es fuehlt sich richtig bloed an sein Kind traurig zu machen und so deutlich gegen die Beduerfnisse zu gehen...
Wir haben keine Erfahrung mit abruptem Abstillen, aber vor einigen Monaten haette ich dein Posting fast 1:1 auch so schreiben koennen. Wir waren etwa zwei Monate vor dem 2. Geburtstag der Ruebe auch bei dieser Stillfrequenz, auch mit Kinderwunsch. Ich hatte zwar einen Zyklus aber zu kurze Hochlagen (gut, die hab ich auch immer noch). Und mich hat das haeufige Stillen auch genervt. Ein abruptes Abstillen hab ich mir aber nicht vorstellen koennen (u.a. auch, weil ich nicht abstillen wollte, sondern nur weniger stillen wollte) und so haben wir das Ganze langsamer gemacht. Auch mit dem Vergroessern der Stillabstaende. Mittlerweile, nach einem knappen halben Jahr sind wir bei 3x in 24h angekommen. Dafuer gibt es hier allerdings auch fast jeden Tag noch Traenen/Wut, wenn ich das Stillen ablehne (gut, bei 3x in 24h sind wir auch erst bei ein paar Tagen), das geht aber meistens ganz schnell auch wieder vorbei (ausser sie ist sehr muede). Ich finde das auch nicht ideal, aber ich glaube nicht, dass es anders besser gegangen waere...da waeren wahrscheinlich auch noch ueber einen langen Zeitraum Traenen geflossen nehme ich an
Ich kann deine Trauer absolut nachfuehlen (( )), es fuehlt sich richtig bloed an sein Kind traurig zu machen und so deutlich gegen die Beduerfnisse zu gehen...
Mit der Großen (05/11), dem Mittleren (07/14), dem Ministernchen (11/15) und der Kleinen (6/18)
- marykate
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Ich war auch schon mal in einer ähnlichen Lage. Mir ging es genau so wie Baobab. Ich wollte so nicht weitermachen, aber abstillen wollte ich auch nicht.
Ich bin so vorgegangen, dass ich eine zeitlang sehr konsequent nur noch dann gestillt habe, wenn ICH wollte und meine Tochter begleitet habe, wenn sie wollte, ich aber nicht. Ich habe es ihr erklärt und sie getröstet, so gut es ging. Natürlich war sie dann wütend. Das ist aber auch ok. Meine Sichtweise ist, dass Kinder in dem Alter es durchaus „lernen müssen“ (klingt immer so blöd
), dass ihre Bedürfnisse nicht ständig erfüllt werden können und sie einen Weg finden müssen mit der Frustration umzugehen.
Das hat viel viel besser geklappt, als ich vorher dachte. Nach 3 Tagen war das Thema eigentlich gegessen. Das wichtigste ist denke ich, dass Du Dir im Klaren darüber bist, was Du willst und das auch mit ganzem Herzen vertreten kannst. Ob das dann ganz Abstillen ist oder 3x am Tag ist eigentlich relativ egal, nach meiner Meinung. Hauptsache, Du stehst voll dahinter. Deine Bedürfnisse sind auch wichtig und es ist wichtig, dass Du dazu stehst. Auch gegenüber Deinem Kind
Ich bin so vorgegangen, dass ich eine zeitlang sehr konsequent nur noch dann gestillt habe, wenn ICH wollte und meine Tochter begleitet habe, wenn sie wollte, ich aber nicht. Ich habe es ihr erklärt und sie getröstet, so gut es ging. Natürlich war sie dann wütend. Das ist aber auch ok. Meine Sichtweise ist, dass Kinder in dem Alter es durchaus „lernen müssen“ (klingt immer so blöd
Das hat viel viel besser geklappt, als ich vorher dachte. Nach 3 Tagen war das Thema eigentlich gegessen. Das wichtigste ist denke ich, dass Du Dir im Klaren darüber bist, was Du willst und das auch mit ganzem Herzen vertreten kannst. Ob das dann ganz Abstillen ist oder 3x am Tag ist eigentlich relativ egal, nach meiner Meinung. Hauptsache, Du stehst voll dahinter. Deine Bedürfnisse sind auch wichtig und es ist wichtig, dass Du dazu stehst. Auch gegenüber Deinem Kind
Marykate mit Maienkind *11 und Augustbaby *14
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
Evelyn Beatrice Hall
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Glucke85
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Nur kurz, da einhändig und stillend: ich konnte selbst die Erfahrung machen und habe es auch schon oft hier gelesen, dass die Kleinen so um den zweiten Geburtstag rum nochmal extrem viel stillen wollen. Ich habe in der Situation den guten Rat bekommen, dass Stillen nach Bedarf auch ab einem gewissen Alter deinen Bedarf mit berücksichtigt. Ich habe dann Stillregeln eingeführt. Das hört sich vielleicht krass an, aber es hat wirklich geholfen. Haben dann nur noch im Bett gestillt und auch in der Dauer reduziert....
Alles Güte!!
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Alles Liebe von C. mit dem kleinen Bären (02/11), der kleinen Möhre (06/13), dem wilden Chaoszwerg (5/21) und der Winterüberraschung (02/24)
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JanoschMama
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Vielen Dank für eure Erfahrungsberichte.
Ich denke ich werde es doch so handhaben, wie ihr es beschreibt.
Gerade das nächtliche stillen erleichtert uns das leben doch sehr und stört mich nur in unruhigen Nächten. Das werde ich also beibehalten.
Tagsüber werde ich aber deutlich reduzieren. Mein Mann und meine Eltern haben momentan frei und da wird sich schon ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen lassen.
Nun sind wir gerade beim ersten Weinkrampf des Tages und ich Stille schon nach weniger als 2 Stunden wieder.
Aber ihr habt wohl recht, dass man wissen muss, was genau man als Mutter will.
Wie habt ihr es denn gemacht, wenn eure kleinen einen Wutanfall haben, aber eigentlich gerade kein stillen vorgesehen ist? Diese Gefühlsausbrüche häufen sich hier momentan, da er unbedingt selbstständig werden möchte, vieles aber auch einfach noch nicht alleine kann. Mit ein Grund für meine dünnen Nerven momentan...
Habt ihr nach Gefühl reduziert? Oder auf die Uhr geschaut und euch Mindestabstände vorgenommen?
Ich denke ich werde es doch so handhaben, wie ihr es beschreibt.
Gerade das nächtliche stillen erleichtert uns das leben doch sehr und stört mich nur in unruhigen Nächten. Das werde ich also beibehalten.
Tagsüber werde ich aber deutlich reduzieren. Mein Mann und meine Eltern haben momentan frei und da wird sich schon ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen lassen.
Nun sind wir gerade beim ersten Weinkrampf des Tages und ich Stille schon nach weniger als 2 Stunden wieder.
Aber ihr habt wohl recht, dass man wissen muss, was genau man als Mutter will.
Wie habt ihr es denn gemacht, wenn eure kleinen einen Wutanfall haben, aber eigentlich gerade kein stillen vorgesehen ist? Diese Gefühlsausbrüche häufen sich hier momentan, da er unbedingt selbstständig werden möchte, vieles aber auch einfach noch nicht alleine kann. Mit ein Grund für meine dünnen Nerven momentan...
Habt ihr nach Gefühl reduziert? Oder auf die Uhr geschaut und euch Mindestabstände vorgenommen?
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
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JanoschMama
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Das ist meine Befürchtung, dass es sich ewig hinzieht, und immer mit negativen Gefühlen in Verbindung steht... Obwohl die enormen Vorteile des stillens und positiven Gefühle nicht zu verachten sind.Baobab hat geschrieben:Mittlerweile, nach einem knappen halben Jahr sind wir bei 3x in 24h angekommen. Dafuer gibt es hier allerdings auch fast jeden Tag noch Traenen/Wut, wenn ich das Stillen ablehne (gut, bei 3x in 24h sind wir auch erst bei ein paar Tagen), das geht aber meistens ganz schnell auch wieder vorbei (ausser sie ist sehr muede).
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
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JanoschMama
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
@marykate: Ja, ich denke ich sollte auch meine Bedürfnisse klarer vertreten. Da ist der Wunsch nach einem zweiten Kind. Es scheint in so weite gerne gerückt.
Und die ständigen Übergriffe, zerren an meinem Shirt, schlagen auf die Brust... Das unterbinde ich natürlich aber es ist doch nervend.
@Glucke85: Die Idee das Stillen an einen Ort zu binden gefällt mir. Ich denke, das wird unser Bett sein. Dann kuscheln wir uns schön ein und machen ein gemütliches Ritual daraus.
Ja, es mag etwas hart klingen, dass sie es "lernen müssen", aber was lernt er denn sonst? Dass es ok ist, dass andere die eigenen grenzen übertreten dürfen? Lieber möchte ich ihm zeigen, dass die eigenen Bedürfnisse auch verteidigt werden dürfen. Ich bin ja trotzdem für ihn da.
Und die ständigen Übergriffe, zerren an meinem Shirt, schlagen auf die Brust... Das unterbinde ich natürlich aber es ist doch nervend.
@Glucke85: Die Idee das Stillen an einen Ort zu binden gefällt mir. Ich denke, das wird unser Bett sein. Dann kuscheln wir uns schön ein und machen ein gemütliches Ritual daraus.
Ja, es mag etwas hart klingen, dass sie es "lernen müssen", aber was lernt er denn sonst? Dass es ok ist, dass andere die eigenen grenzen übertreten dürfen? Lieber möchte ich ihm zeigen, dass die eigenen Bedürfnisse auch verteidigt werden dürfen. Ich bin ja trotzdem für ihn da.
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
- marykate
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Wie gesagt, ich bin gar nicht zeitlich vorgegangen. Das hätte für mich nicht gepasst, plötzlich nach der Uhr zu stillen. Ich hab einfach nur in mich reingehorcht und geschaut, ob stillen für mich ok ist, wenn sie wollte. Wenn nicht, gab es das eben nicht, und dann hab ich zu ihr gesagt: „Tut mir leid, ich möchte Dich jetzt nicht stillen, mir ist das zu viel gerade.“ Wenn sie dann geweint hat und wütend war, habe ich ihr gesagt, dass ich nachvollziehen kann, dass sie enttäuscht ist deswegen, aber dass ich sie nicht immer stillen kann, wenn sie möchte, weil mir das an die Substanz geht. Irgendwas in der Art, was für mich halt in dem Moment gepasst hat. Wenn sie wollte, hab ich sie natürlich in den Arm genommen, aber wenn sie alleine schmollen wollte (was eher vorkam), habe ich mich natürlich nicht aufgedrängt.JanoschMama hat geschrieben:@marykate: Ja, ich denke ich sollte auch meine Bedürfnisse klarer vertreten. Da ist der Wunsch nach einem zweiten Kind. Es scheint in so weite gerne gerückt.
Und die ständigen Übergriffe, zerren an meinem Shirt, schlagen auf die Brust... Das unterbinde ich natürlich aber es ist doch nervend.
Und wenn ich sie gestillt habe und mir hat es gereicht, habe ich genauso gesagt: „Tut mir leid, mir reicht es jetzt, Du kannst später weiterstillen, wenn ich wieder mag.“
Dass Dein Kind an Dir herzumzerrt und schlägt kann auch unabhängig vom Stillen noch bestehen bleiben. Da würde ich auch ganz klar meine Bedürnisse vertreten. Klar ist es nervig, aber nur in dem sie die Grenzen übertreten lernen die Kinder, wo die Grenzen liegen. Je klarer Du Deine Bedürfnisse vertrittst, desto schneller hören die Grenzübertritte erfahrungsgemäß auf
Meine Schwester macht das auch so, dass sie ihre Tochter nur noch im Bett stillt. Ich stille auch manchmal im Zug oder so, wenn sie müde ist, weil es mir das einfacher macht. Gestern erst hat sie im Zug wieder im Tuch auf meinem Bauch geschlafen. Wie früher, als sie noch Baby war. So süß!
Das mit dem deutlich Selbständiger werden war bei uns übrigens auch der Auslöser für quasi ununterbrochenes Stillen
Das wird bestimmt bald wieder, aber in dem Moment ist es wirklich extrem anstrengend, ich weiß
Marykate mit Maienkind *11 und Augustbaby *14
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“
Evelyn Beatrice Hall
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JanoschMama
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Re: Abruptes Abstillen = Trauma?
Ja, das nach der Uhr schauen passt auch nicht so richtig zu uns. Beispielsweise bin ich froh ihn im Falle eines Wutausbruchs mit dem stillen beruhigen zu können. Aber dieser richtet sich ja auch nicht nach der Uhr.marykate hat geschrieben:
Wie gesagt, ich bin gar nicht zeitlich vorgegangen. Das hätte für mich nicht gepasst, plötzlich nach der Uhr zu stillen. Ich hab einfach nur in mich reingehorcht und geschaut, ob stillen für mich ok ist, wenn sie wollte. Wenn nicht, gab es das eben nicht, und dann hab ich zu ihr gesagt: „Tut mir leid, ich möchte Dich jetzt nicht stillen, mir ist das zu viel gerade.“
Ich werde wohl auch Ausnahmen machen, was den Ort angeht. Aber generell erstmal das Bett als stillort einführen. Mal sehen wie das klappt.
Im Moment geht es ganz gut, meine Eltern sind da, wir arbeiten im Garten, meine Mutter ist mit A. zum Spielplatz.
Dann werde ich mir wohl doch noch mal jusls Tipps zum allmählichen reduzieren ansehen. Wenn ich sie noch finde...
M. mit A. 08/11 und Gummibärchen 08/14
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jusl
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