Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
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- Ajailana
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Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
Danke für die vielen lieben Antworten.
Ich werd mal schauen, was ich davon anwende. Am besten ist es wahrscheinlich sich erst mal ein dickes Fell zuzulegen. Viele Leute haben ja auch einfach nur Vorurteile (so wie ich früher) aber eingentlich gar keinen Ahnung, wovon sie sprechen. Wenn Jemand wirklich Interesse hat, kann ich ja das Forum empfehlen 
Liebe Grüße und Gottes Segen, Ajailana mit
Großer Schwester (März 2013),
großem Bruder(November 2015),
Sandwich-Schwester(März 2017),
kleiner Schwester (Oktober 2018)
und kleinem Bruder (Oktober 2019)
Großer Schwester (März 2013),
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- emm
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1357
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Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
Wir stillen zwar "erst" 11 Monate und ein paar zerquetschte, aber:
- Loewenkind isst wie ein Drescher und mit Genuss ("der wird ja nie essen!")
- wenn er nicht gerade zahnt oder todmuede ist, krabbelt er im Park oder sonstwo schnurstracks davon, ohne sich grossartig nach mir umzusehen, und ist aeusserst kontaktfreudig ("der wird Dir immer am Rockzipfel haengen!")
- er ist schon ganztags vom Papa betreut worden (und notfallmaessig neulich von dessen Exfreundin und Tochter, zu denen wir ein sehr gutes Verhaeltnis haben - herrje, Patchworkfamilien brauchen echt eine eigene Nomenklatur! tagsueber und nur vom Papa nachts, weil ich im KH war) und das hat super geklappf ("solang Du nicht abstillst, kannst nur Du Dich um ihn kuemmern, Du bindest ihn viel zu eng an Dich!")
Alles nur anekdotisch, aber eben unsere Erfahrungswerte.
...tap-a-talking...
- Loewenkind isst wie ein Drescher und mit Genuss ("der wird ja nie essen!")
- wenn er nicht gerade zahnt oder todmuede ist, krabbelt er im Park oder sonstwo schnurstracks davon, ohne sich grossartig nach mir umzusehen, und ist aeusserst kontaktfreudig ("der wird Dir immer am Rockzipfel haengen!")
- er ist schon ganztags vom Papa betreut worden (und notfallmaessig neulich von dessen Exfreundin und Tochter, zu denen wir ein sehr gutes Verhaeltnis haben - herrje, Patchworkfamilien brauchen echt eine eigene Nomenklatur! tagsueber und nur vom Papa nachts, weil ich im KH war) und das hat super geklappf ("solang Du nicht abstillst, kannst nur Du Dich um ihn kuemmern, Du bindest ihn viel zu eng an Dich!")
Alles nur anekdotisch, aber eben unsere Erfahrungswerte.
...tap-a-talking...
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
- emm
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
...wenn das Kind auf's smartphone patscht...
Die grosse Halbschwester wurde auch lange gestillt, und viel laenger voll als Loewenkind, weil sie kein Interesse am Essen hatte (hat sie heut noch wenig) und fuehlt sich in neuen Situationen ohne Mama als Rueckversicherung immer noch unwohl. So waren die beiden aber schon immer.
Ich denke also, dass das Stillen und dessen Dauer einen verschwindend geringen Einfluss hat und die jeweilige Persoenlichkeit da wesentlich mehr ausmacht.
...tap-a-talking...
Die grosse Halbschwester wurde auch lange gestillt, und viel laenger voll als Loewenkind, weil sie kein Interesse am Essen hatte (hat sie heut noch wenig) und fuehlt sich in neuen Situationen ohne Mama als Rueckversicherung immer noch unwohl. So waren die beiden aber schon immer.
Ich denke also, dass das Stillen und dessen Dauer einen verschwindend geringen Einfluss hat und die jeweilige Persoenlichkeit da wesentlich mehr ausmacht.
...tap-a-talking...
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- Campanula
- gehört zum Inventar
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Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
Dein Kind ist erst VIER Monate alt und Du bekommst schon solche Fragen gestellt?!
Das ist ja drollig!
Meist hilft ein Perspektivwechsel ganz gut:
Wir leben in einer Gesellschaft, in der aus vielen (historischen wie soziologischen) Gründen das Stillen in den letzten 50 Jahren teilweise fast ganz abgeschafft wurde.
Die Menschen, die Du nun in Deiner Umgebung findest und die Dir solche Fragen stellen, wissen es einfach nicht besser. Sie sind selbst in einem stillunfreundlichen Umfeld aufgewachsen und haben ähnliche Aussagen selbst mal gehört, bzw. kennen halt keine stillenden Mütter - v.a. nicht jenseits der Beikostreife
Diese eigenen Erfahrungen haben logischerweise ihr Wertesystem geprägt. Total verständlich.
Das heißt aber NICHT, dass sie deswegen in irgendeiner Weise recht haben!
Wie gesagt: sie wissen es halt nicht besser, das muss man sich einfach vor Augen halten ... und sie in gewisser Weise dafür bemitleiden. Ist doch schade, dass sie selbst so uninformiert sind, obwohl die Faktenlage ganz anders aussieht.
Denn: über Jahrhunderte hinweg haben Mütter ihre Kinder LANGE gestillt. Aus guten Gründen, und an diesen Gründen hat sich nichts geändert.
Biologisch wie auch psychologisch ist es von der Natur vorgesehen, Kinder lange zu stillen - in jedem Fall weit über die Einführung von Beikost hinaus.
Dies ist nicht nur eine alte, lieb gewonnene Tradition, sondern der Nutzen und die Sinnhaftigkeit (für Mutter und Kind!) sind längst wissenschaftlich genau untersucht und mit Fakten belegt.
Dies wiederum spiegelt sich in der bereits erwähnten Empfehlung der Weltgesund(!!!)heitsorgansiation wider, die ausdrüclich eine Stillzeit von MINDESTENS zwei Jahren empfiehlt.
Dies ist keine neue wissenschaftliche Erfindung, sondern schließt wie gesagt nahtlos an das an, was Mütter weltweit aus vielen guten Gründen schon IMMER auf natürliche Weise praktiziert haben, wenn man man sie ließ.
Der Bruch in unserer Kultur fand dem gegenüber erst vor ganz kurzer Zeit statt und ging einher mit vielen andeem Unfug (Trennung von Mutter und Kind direkt nach der Geburt, Belassen des gesunden Neugeborenen für teils sogar mehrere Wochen auf einer separaten Säuglingsstation, wo es die Mutter nur einmal am Tag sehen und anfassen durfte ... bis hin dazu, dass man in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit vor gerade mal 40-50 Jahren sogar Operationen an Neugeborenen OHNE Betäubung vornahm, da man davon ausging, dass sie ohnehin noch kein Empfinden hätten *grusel*.).
Aus genau DIESER Zeit stammt die "Vorschrift", man würde dem Kind durch das Stillen schaden (und man dürfe es nur alle xy Stunden anlegen, seinem Schreien nicht nachgeben etc.).
Die meisten Vorgehensweisen aus dieser Zeit kommen uns heute total gaga und teils sogar grausam vor. Nur der Mythos bzgl. des bösen, bösen Stillens hält sich noch hartnäckig ... weil es die Menschen eben leider selbst nicht mehr anders erfahren haben und keine korrekten Informationen dazu erhalten.
Wenn man sich dies vor Augen hält und noch dazu auf das eigene Gefühl als Mutter hört: kann man da nicht einfach nur Mitleid mit denjenigen haben, die es leider nicht besser wissen und selbst nicht anders kennen gelernt haben?
Da wird aus einem "Grabenkampf" mit "Gegnern" ganz schnell ein umgekehrtes Verhältnis (auch wenn die Sprüche und Fragen natürlich trotzdem nerven
).
Mein Tipp: betrachte Deine Begegnungen mit solchen Menschen weniger als Auseinandersetzung und Verteidigung von Deiner Seite, sondern mehr als Aufklärungsarbeit an Menschen, die vielleich auch gerne anders wollte, wenn sie den könnten/wüssten ... und denen sooooo viel schöne Erfahrungen mit dem eigenen Kind im Bezug auf das Stillen verwehrt bleiben.
Meist hilft ein Perspektivwechsel ganz gut:
Wir leben in einer Gesellschaft, in der aus vielen (historischen wie soziologischen) Gründen das Stillen in den letzten 50 Jahren teilweise fast ganz abgeschafft wurde.
Die Menschen, die Du nun in Deiner Umgebung findest und die Dir solche Fragen stellen, wissen es einfach nicht besser. Sie sind selbst in einem stillunfreundlichen Umfeld aufgewachsen und haben ähnliche Aussagen selbst mal gehört, bzw. kennen halt keine stillenden Mütter - v.a. nicht jenseits der Beikostreife
Diese eigenen Erfahrungen haben logischerweise ihr Wertesystem geprägt. Total verständlich.
Das heißt aber NICHT, dass sie deswegen in irgendeiner Weise recht haben!
Denn: über Jahrhunderte hinweg haben Mütter ihre Kinder LANGE gestillt. Aus guten Gründen, und an diesen Gründen hat sich nichts geändert.
Biologisch wie auch psychologisch ist es von der Natur vorgesehen, Kinder lange zu stillen - in jedem Fall weit über die Einführung von Beikost hinaus.
Dies ist nicht nur eine alte, lieb gewonnene Tradition, sondern der Nutzen und die Sinnhaftigkeit (für Mutter und Kind!) sind längst wissenschaftlich genau untersucht und mit Fakten belegt.
Dies wiederum spiegelt sich in der bereits erwähnten Empfehlung der Weltgesund(!!!)heitsorgansiation wider, die ausdrüclich eine Stillzeit von MINDESTENS zwei Jahren empfiehlt.
Dies ist keine neue wissenschaftliche Erfindung, sondern schließt wie gesagt nahtlos an das an, was Mütter weltweit aus vielen guten Gründen schon IMMER auf natürliche Weise praktiziert haben, wenn man man sie ließ.
Der Bruch in unserer Kultur fand dem gegenüber erst vor ganz kurzer Zeit statt und ging einher mit vielen andeem Unfug (Trennung von Mutter und Kind direkt nach der Geburt, Belassen des gesunden Neugeborenen für teils sogar mehrere Wochen auf einer separaten Säuglingsstation, wo es die Mutter nur einmal am Tag sehen und anfassen durfte ... bis hin dazu, dass man in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit vor gerade mal 40-50 Jahren sogar Operationen an Neugeborenen OHNE Betäubung vornahm, da man davon ausging, dass sie ohnehin noch kein Empfinden hätten *grusel*.).
Aus genau DIESER Zeit stammt die "Vorschrift", man würde dem Kind durch das Stillen schaden (und man dürfe es nur alle xy Stunden anlegen, seinem Schreien nicht nachgeben etc.).
Die meisten Vorgehensweisen aus dieser Zeit kommen uns heute total gaga und teils sogar grausam vor. Nur der Mythos bzgl. des bösen, bösen Stillens hält sich noch hartnäckig ... weil es die Menschen eben leider selbst nicht mehr anders erfahren haben und keine korrekten Informationen dazu erhalten.
Wenn man sich dies vor Augen hält und noch dazu auf das eigene Gefühl als Mutter hört: kann man da nicht einfach nur Mitleid mit denjenigen haben, die es leider nicht besser wissen und selbst nicht anders kennen gelernt haben?
Da wird aus einem "Grabenkampf" mit "Gegnern" ganz schnell ein umgekehrtes Verhältnis (auch wenn die Sprüche und Fragen natürlich trotzdem nerven
Mein Tipp: betrachte Deine Begegnungen mit solchen Menschen weniger als Auseinandersetzung und Verteidigung von Deiner Seite, sondern mehr als Aufklärungsarbeit an Menschen, die vielleich auch gerne anders wollte, wenn sie den könnten/wüssten ... und denen sooooo viel schöne Erfahrungen mit dem eigenen Kind im Bezug auf das Stillen verwehrt bleiben.
Wiebke mit dem kleinen bunten Schaf (w, *27.12.2010) - auch weiterhin im Tragetuch 
- Ajailana
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 213
- Registriert: 30.04.2013, 17:31
Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
Vielen dank für die vielen Antworten, da ist einiges dabei, das mir sicherlich hilft
(War ziemlich beschäftigt, deswegen kann ich erst jetzt antworten)
(War ziemlich beschäftigt, deswegen kann ich erst jetzt antworten)
Liebe Grüße und Gottes Segen, Ajailana mit
Großer Schwester (März 2013),
großem Bruder(November 2015),
Sandwich-Schwester(März 2017),
kleiner Schwester (Oktober 2018)
und kleinem Bruder (Oktober 2019)
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-
katjuscha1210
- hat viel zu erzählen
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- Registriert: 07.04.2013, 15:10
Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
@Campanula: das hast du echt schön geschrieben.
Wenn wir von Leuten gefragt werden, mit denen sich erfahrungsgemäß diskutieren nicht lohnt, antworten sowohl ich, als auch mein Mann mittlerweile "Naja wenn er zur Schule geht passen wir das Stillen natürlich an die Pausenzeiten an.
" darauf erwiderte bislang keiner was.
Wenn wir von Leuten gefragt werden, mit denen sich erfahrungsgemäß diskutieren nicht lohnt, antworten sowohl ich, als auch mein Mann mittlerweile "Naja wenn er zur Schule geht passen wir das Stillen natürlich an die Pausenzeiten an.
- Ajailana
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 213
- Registriert: 30.04.2013, 17:31
Re: Kommentare fürs Langzeitstillen - schadet der Psyche?!?
Hihi, das ist lustig, da gucken bestimmt alle ganz doof 
Liebe Grüße und Gottes Segen, Ajailana mit
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