Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

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tania
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von tania »

mein sohn kennt uebrigens fast ausschliesslich kinder, die nicht in den kiga gehen (geht auch selber nicht) und die kennen wiederum nur kinder ohne kiga, keiner der kinder (inkl mein sohn) hat einen fernseher zu hause, wir kommen auch sonst kaum mit werbung in kontakt (leben auf dem land) und er hat sehr ausgepraegte wuensche, zum beispiel schusswaffen jeder form und groesse. und was er nicht direkt benennen kann, weil er nicht weiss, dass es das gibt (saugnapf-pistolen 8) ), das schenke ich ihm unverlangt. und er liebt es. seine liebe zu schiesseisen kam auf als er noch ausschliesslich shaun das schaf guckte. da wird nicht geschossen. das wuerde mich echt interessieren, wo da seine begeisterung herkommt *schulterzuck*
tania mit sohn *09 und sohn *12
Lösche Benutzer 1828

Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Ach - zum Thema, worüber freuen sich die Kinder heute:

meine sehr über die ersten Kirschen im Jahr :-) - gestern Büffet mit Chips, Schokokuchen, Pizza usw. - und sie wollten nur die Kirschen.
Und die ersten Erdbeeren.
Honigmelonen sind auch sehr beliebt und lösen große Freude aus.
Der erste Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.
Das Adventskranzbasteln.
Ostereiersuchen.

Dinge, die eben wirklich "knapp" und daher kostbar sind und nicht künstlich verknappt (was sie ja auch wissen).

tania: das finde ich ja sehr interessant - wo ja all dieses "Übel" immer auf den bösen Fernseher oder andere "böse Kinder" geschoben wird - der größte Schatz meines kleinen Räubers ist zur Zeit eine Pistole, die leuchtet UND Krach macht 8)
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Jägerin
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Jägerin »

kinder nehmen doch auch ganz viel von anderen kindern auf. ich könnte mir vorstellen, dass das mit den waffen von einem freund kommt.
mein sohn kann auch ganz viele star wars charaktere benennen, ohne einen film o.ä. je gesehen zu haben.

meine kinder erfreuen sich im moment an bergen von erdbeeren. und da freuen die sich schon seit monaten drauf. importerdbeeren im winter boykottiere ich nämlich zu 95%....

das barbiehaus steht übrigens im keller und wartet auf seinen einsatz :!: :mrgreen:
LG
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tania
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von tania »

mein kind isst oft eis und er liebt es. jedes mal. es ist was besonderes, was tolles. genau wie bratkartoffeln.

bei solchen gedanken ("es gibt dann nix besonderes mehr") formuliere ich das manchmal fuer mich um, ala: ich hoere ihm jetzt nicht mehr immer zu, sonst weiss er es gar nicht zu schaetzen, wenn ich ihm zuhoere. oder aehnliches. das relativiert solche gedanken ;-)

(hier gibt es auch eine pistole mit licht und AAAAAAHHH sound..)
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Nachtblau
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Nachtblau »

Ich buddel diesen Thread mal wieder aus, weil bei uns gerne mal so ähnliche Diskussionen mit der Krabbe stattfinden. Besonders häufig ausgelöst durch Spielzeugtage und, wie gestern, Spielbesuch bei einer Freundin. Wobei: Letzted Weihnachten war es ein Besuch in der Spielwarenabteilung...

Weihnachten wurde ein Einhorn gewünscht, das Musik macht und redet und blinkt und läuft. Nun, das geschenkte konnte immerhin drei von vier. Kam auch gut an. Nur dass sie ja dich gerne noch eins hätte, was läuft. Ähm ja. Gibt es nicht. *hust*

Zum Geburtstag sollte es eine Elsa sein. Die Musik macht und leuchtet. Hatte ein Mädchen im Kindergarten mit. Wir haben dann aufgrund der Bauweise und Beurteilungen beschlossen, dass es keine Blinkelsa gibt. Dafür eine mit langen Haaren zum Frisieren in Art einer richtigen Puppe, die man auch umziehen kann. (Die anderen war quasi unten nur ein Block, wo die Musik rauskam.) Die Puppe wird viel bespielt, ABER sie macht halt keine Musik und leuchtet nicht. Bitte noch so eine haben!

Jetzt hat sie bei einer Freundin so Furreal Tiere gesehen. Ich weiß, dass sie die toll findet. Wir hatten vor dem Einhorn mal eins bestellt und festgestellt, dass die furchtbar fusseln. Das war uns zu bedenklich mit drei Jahren. Nun wünscht sie sich wieder eins. Mein Argument mit den Fusseln wurde mit heißen Beteuerungen, dass sie auch ganz doll aufpasst, gekontert. Ich habe trotzdem kein gutes Gefühl dabei. Über laut und blinkt und hässlich würde ich ja noch hinwegsehen, aber Plastikfussel überall? Zumal sie so ein Tier unter Garantie mit ins Bett nehmen wollen würde.

Ich überlege ernsthaft, ob ich ihr nicht lieber ne Barbie schenke. Puppenhaus war auch mal im Gespräch. Jetzt hat meine Mutter gerade meine alten "mein kleines Pony" geschickt. 5 Stück auf einmal. Heiß geliebt, aber noch mehr Puppen mit Kleinkram?

Wie findet man da eine Lösung? Wann darf man Wünsche ablehnen? Wie kriegt man sich ansammelnden Schrott (zum Beispiel Billigpüppchen aus dem Urlaub) unter Kontrolle? Ich finde das sehr schwierig.
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
Lösche Benutzer 8492

Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Ich finde, Wünsche darf man ablehnen, wenn die Eltern ernsthafte Bedenken haben. Allerdings muss ich gestehen, ich diskutiere da nicht viel :oops: . Ich erkläre meinen Standpunkt, warum es das nicht gibt, entkräfte das Argument, was dann meist folgt und biete eine Alternative/Lösung an.
Elena
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Elena »

wildmotzi hat geschrieben: 08.10.2019, 17:47 Ich finde, Wünsche darf man ablehnen, wenn die Eltern ernsthafte Bedenken haben. Allerdings muss ich gestehen, ich diskutiere da nicht viel :oops: . Ich erkläre meinen Standpunkt, warum es das nicht gibt, entkräfte das Argument, was dann meist folgt und biete eine Alternative/Lösung an.
Ich auch, und bei meinen Kinder klappt das bisher. Ich weiß aber nicht, was ich machen würde, wenn das nicht klappen würde. :?

Meine Eltern waren früher total gegen Barbie und ich war offenbar auch ein leicht zu beeinflussendes Kind und habe mir deshalb keine gewünscht. Bei Freundinnen fand ich sie natürlich phasenweise toll. Als eins meiner Kinder mit Barbiewunsch ankam, habe ich überlegt... Letztendlich waren dann gebrauchte von einer Bekannten eine Lösung. Sie wurden 1-2 Wochen bespielt, lagen dann rum - und irgendwann beschloss das Kind, sie verkauft die auf dem Flohmarkt. Und dann hat sie ihren Kram an ihren Kindergarten verkauft und war total froh. :lol: Da war ich ganz froh, dass ich nicht auf meiner keine-Barbie-Meinung bestanden habe.

Bei teuren Geschenken habe ich auch mehr Hemmungen, Schrott zu nehmen, als wenn sich die Kinder mit ihrem Taschengeld etwas auf dem Flohmarkt kaufen. Da haben sie schon den einen oder anderen Schrott angeschafft (z.B. so ein Hündchen, das laufen und bellen kann, FALLS die Batterie nicht leer ist), der aber lustigerweise auch tatsächlich bespielt wird.

Viele Wünsche haben wir auch ein bisschen ausgesessen. Ich denke, das würde ich bei dem Fusseltier auch versuchen. Erklären, warum man das doof findet , dass man glaubt, dass man damit gar nicht richtig spielen kann, und vorschlagen, dass man damit nochmal wartet.
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von TrioMom »

Vorab: Ich denke nicht,dass ein Kind Schaden davonträgt wenn es nicht immer genau das bekommt,was es sich wünscht.
Aber: Ich weiss noch sehr genau wie das als Kind war.So wie ich das einschätze sind wir im Vergleich zu anderen Kindern nicht mit Geschenken überhäuft worden und dann haben meine Eltern öfter mal ein Veto eingelegt wenn sie die Sachen nicht sinnvoll fanden.Z.b.wurde ich mal von einer ganz anderen Art Puppe überzeugt ,die ich dann bekam .Mein Wunsch war eine Leuchtpuppe und die Puppe eine Art Waldorfpuppe.
Also ich war dann zwar so kooperativ da mitzumachen ,aber mein Wunsch war nicht erfüllt.
Bei unseren Kindern versuche ich diese Gratwanderung zwischen meinen Ideen ( meistens lehne ich auch Spielzeug aus ökologischen Gründen ab,wenn klar ist das ist für den Müll produziert)und Vorstellungen
und ihren Herzenswünschen immer wieder neu zu bestreiten.
Denn dann 3 Einhörner zu kaufen weil es immer das Falsche war,ist auch nicht ökologisch korrekter.
Ganz oft versuche ich dann das Gewünschte gebraucht zu kaufen,aber da muss ich mittlerweile auch schon aufpassen,dass sich das Kind das es grade betrifft nicht herabgesetzt fühlt.
Das ist relativ neu bei uns,dass zwischen gebrauchten Sachen und neuen Sachen unterschieden wird.
Damit möchte ich sagen,dass es mir wichtig ist Herzenswünsche herauszufinden.
Und das ist manchmal nicht so einfach.
Junge 2011
Mädchen 2014
Junge 2016
Kleinster Junge geschenkt im Dezember 2019
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Nachtblau
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Nachtblau »

Ja das mit dem "nicht kriegen ud kooperieren aber eigentlich unglücklich sein" schwebt mir halt auch noch so aus meiner eigenen Kindheit nach. Ich kann mir heute noch schlecht was "sinnloses" gönnen, weil ich immer das Gefühl habe, ich müsste es verdienen oder so. Das ist ganz blöd, vor allem, wenn man innen drin damit dann nicht zufrieden ist.

Die oben erwähnten Pferde habe ich mir übrigens selbst gekauft bzw. zum Geburtstag gewünscht von meinen Freunden. Meine Mutter war dagegen, aber ich wollte die unbedingt. Mitt 12 oder so fand sie mich wohl zu alt dazu. Nun spielt meine Tochter damit. Das nenne ich mal ökologisch und ökonomisch sinnvoll. ;)
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
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Nachtblau
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag

Beitrag von Nachtblau »

Nich so ein Beispiel ist, dass ich mal ein Instrument lernen sollte, weil meine Mutter meinte, dass mein langes Flöte spielen nicht umsonst gewesen sein sollte. Ich wollte Saxophon lernen. Dafür hätte sie aber die Musikschule bezahlen und mich hinfahren müssen. So wurde ich kurzerhand im Musikchor im Dorf angemeldet. Die brauchten noch jemand für die Posaune. Ich habe brav ja gesagt und mich vor der ersten Stunde im Wald versteckt. Meine Mutter hat dann angerufen und abgesagt. Saxophon kann ich bis heute nicht spielen...
Sprotterich (09/12), Krabbe (03/15)
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