Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Camille, es ist für mich schon ein Unterschied ob etwas zu kostspielig ist oder ob es nur mir als Mutter nicht gefällt. Wenn es mir nicht gefällt, aber irgendwie im Budget liegt, dann ist es doch ein realistischer Wunsch. Wieso dann nicht erfüllen? Ich habe immer alles bekommen was ich mir wünschte (Weihnachten und Geburtstag. Außer der Reihe gabs fast nie was.). Das und genau das und es war so schön.
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Nähen, Stricken, Werkeln: https://www.tragmal.de/blog/
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Lösche Benutzer 1828
Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Diesen Spruch finde ich unsäglich furchtbar.Camille1984 hat geschrieben:I Denn so wird das Leben nunmal später sein.
Also lasst uns unsere Kinder nach der Geburt ins eigene Bett legen - da müssen sie ja eh hin.
Mit drei in die Schule - da müssen sie ja bestehen könen, also früh anfangen.
Stillen - am besten gar nicht, nicht, dass sie verweichlichen.
Weinen - ja klar, Frust aushalten müssen sie ja lernen.
Strenge Lehrer - auf jeden Fall, denn sie müssen ja auf den Arbeitsalltag vorbereitet werden.
Im Leben bewirft man sich nun mal nicht mit rosa Wattebäuschen, also lasst uns unsere Kinder darauf vorbereiten.
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Camille1984
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Also nicht das hier ein falsches Bild von mir aufkommt. Ich mache hier vieles so, wie ihr es auch macht, obwohl das Leben später anders sein wird und finde das auch völlig richtig so.
Aber ein paar Beiträge vorher kam schon mal auf, ob ein 6-jähriges Kind ein Handy bekommt, nur weil es sein sooooo großer Wunsch ist und da sage ich eben nein, das gibt es nicht.
Für mich gibt es Dinge, die ich absolut nicht in meinem Haus haben möchte und da stehe ich dazu (z.B. Barbies, Spielzeugwaffen, später Fernseher im eigenen Zimmer usw.). Von mir aus kann mein Kind bei anderen Kindern damit spielen, da habe ich keine Probleme mit. Aber ich muss, will und kann nicht alle Wünsche erfüllen und dann muss unser Kind auch lernen mit Enttäuschungen klar zu kommen. Ich sehe mich selbst da auch ganz klar in der erzieherischen Verantwortung. Und ja, auch ich habe mit Barbies heute ein gewisses Problem.
@sandküste: Die Dinge, die du gerade genannt hast, sind für mich überwiegend menschliche Grundbedürfnisse, die ich auf die für mich und das Kind bestmögliche Art erfüllen möchte. Da trenne ganz klar materielle Wünsche ab, denn Wünsche sind keine Bedürfnisse. Und diesen Unterschied müssen Kinder MEINER Meinung nach lernen.
Ja im Leben gibt es keine rosa Wattebäusche und darauf bereite ich meinen Sohn vor, allerdings sehr langsam und sehr behutsam und daran finde ich insgesamt nichts schlechtes. Es ist immer eine Frage des Wie.
@Zierbanane: Du hast immer alles bekommen, was du dir gewünscht hast? Ich bin in einer recht wohlhabenden Familie aufgewachsen und hätte weitaus mehr bekommen können als ich bekommen habe. Ich habe aber eben nicht alles bekommen, was ich wollte, sondern häufig ausgewählte hochwertige Dinge, die meistens "pädagogisch wertvoll" waren, aber eben auch nicht immer. Es war ein guter Kompromiss. Viele "nicht pädagogische" Dinge musste ich mir selbst ersparen, dann war es ok, denn mit meinem Geld durfte ich machen was ich wollte. Es war also für mich nie aussichtslos
. Ich habe auch heute überhaupt nicht das Gefühl, dass ich als Kind mit dieser Art meiner Eltern ein großes Problem hatte. Ich war zwar manchmal beleidigt (Handy, Gameboy, Barbies...), aber ich ja in der Regel über Freunde Zugang zu diesen Dingen. Das war nach meiner Erinnerung ok für mich.
Dafür habe ich aber vor meinem Musikstudium ohne wenn und aber eine Klarinette im Wert eines kleinen Gebrauchtwagens bekommen und dieses Geschenk weiß ich heute noch sehr zu schätzen und hüte es wie meinen Augapfel.
Aber ein paar Beiträge vorher kam schon mal auf, ob ein 6-jähriges Kind ein Handy bekommt, nur weil es sein sooooo großer Wunsch ist und da sage ich eben nein, das gibt es nicht.
Für mich gibt es Dinge, die ich absolut nicht in meinem Haus haben möchte und da stehe ich dazu (z.B. Barbies, Spielzeugwaffen, später Fernseher im eigenen Zimmer usw.). Von mir aus kann mein Kind bei anderen Kindern damit spielen, da habe ich keine Probleme mit. Aber ich muss, will und kann nicht alle Wünsche erfüllen und dann muss unser Kind auch lernen mit Enttäuschungen klar zu kommen. Ich sehe mich selbst da auch ganz klar in der erzieherischen Verantwortung. Und ja, auch ich habe mit Barbies heute ein gewisses Problem.
@sandküste: Die Dinge, die du gerade genannt hast, sind für mich überwiegend menschliche Grundbedürfnisse, die ich auf die für mich und das Kind bestmögliche Art erfüllen möchte. Da trenne ganz klar materielle Wünsche ab, denn Wünsche sind keine Bedürfnisse. Und diesen Unterschied müssen Kinder MEINER Meinung nach lernen.
Ja im Leben gibt es keine rosa Wattebäusche und darauf bereite ich meinen Sohn vor, allerdings sehr langsam und sehr behutsam und daran finde ich insgesamt nichts schlechtes. Es ist immer eine Frage des Wie.
@Zierbanane: Du hast immer alles bekommen, was du dir gewünscht hast? Ich bin in einer recht wohlhabenden Familie aufgewachsen und hätte weitaus mehr bekommen können als ich bekommen habe. Ich habe aber eben nicht alles bekommen, was ich wollte, sondern häufig ausgewählte hochwertige Dinge, die meistens "pädagogisch wertvoll" waren, aber eben auch nicht immer. Es war ein guter Kompromiss. Viele "nicht pädagogische" Dinge musste ich mir selbst ersparen, dann war es ok, denn mit meinem Geld durfte ich machen was ich wollte. Es war also für mich nie aussichtslos
Dafür habe ich aber vor meinem Musikstudium ohne wenn und aber eine Klarinette im Wert eines kleinen Gebrauchtwagens bekommen und dieses Geschenk weiß ich heute noch sehr zu schätzen und hüte es wie meinen Augapfel.
Mama mit Papa und kleinem Pirschelbär (08/2012)
gestillt - getragen - gerne im Kinderwagen - und irgendwo zwischen Beistell- und Familienbett pendelnd
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Lösche Benutzer 1828
Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Und Wünsche sind keine elementaren Bedürfnisse? Klar, der Gegenstand nicht, aber das Wissen, dass meine Wünsche ernstgenommen werden, dass ich ernstgenommen und somit respektiert werde. Das schon.Camille1984 hat geschrieben:
Für mich gibt es Dinge, die ich absolut nicht in meinem Haus haben möchte und da stehe ich dazu (z.B. Barbies, Spielzeugwaffen, später Fernseher im eigenen Zimmer usw.). Von mir aus kann mein Kind bei anderen Kindern damit spielen, da habe ich keine Probleme mit. Aber ich muss, will und kann nicht alle Wünsche erfüllen und dann muss unser Kind auch lernen mit Enttäuschungen klar zu kommen. Ich sehe mich selbst da auch ganz klar in der erzieherischen Verantwortung. Und ja, auch ich habe mit Barbies heute ein gewisses Problem.
Hmmm, das Heim von mir ist aber auch gleichzeitig das Heim meines Kindes.
Wer bin ich, dass so über andere Menschen entscheiden kann? Ein Kind ist nicht mein Eigentum. Für mich fühlt sich das eben falsch an.
@sandküste: Die Dinge, die du gerade genannt hast, sind für mich überwiegend menschliche Grundbedürfnisse, die ich auf die für mich und das Kind bestmögliche Art erfüllen möchte. Da trenne ganz klar materielle Wünsche ab, denn Wünsche sind keine Bedürfnisse. Und diesen Unterschied müssen Kinder MEINER Meinung nach lernen.
Ja im Leben gibt es keine rosa Wattebäusche und darauf bereite ich meinen Sohn vor, allerdings sehr langsam und sehr behutsam und daran finde ich insgesamt nichts schlechtes. Es ist immer eine Frage des Wie.
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Camille1984
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Da ich ja offensichtlich eine etwas andere Sichtweise habe, muss ich euch jetzt mal eine sehr provokative Frage stellen.
Was macht ihr, wenn sich eure Kinder die folgenden Gegenstände uuuuunbedingt von euch wünschen (immer in der Annahme, dass ihr es euch leisten könntet):
- Fernseher im eigenen Zimmer im Grundschulalter
- eigenes Handy, aber bitte ein tolles Smartphone, nicht so ein olles normales Handy
- Computerspiele, die aber erst ab 18 freigegeben sind, obwohl sie noch zu jung sind
- Haustier, obwohl keiner Zeit dafür hat
- neue Möbel / neuer Ranzen /..., weil es nicht mehr gefällt, obwohl die Sachen noch gut sind???
Das waren nur Beispiele, die mir gerade eingefallen sind.
Ich werde die Wünsche meines Kindes respektieren, genauso wie ich die Wünsche meines Mannes respektiere. Trotzdem sprechen wir darüber, ob wir uns gegenseitig gewisse Wünsche erfüllen oder auch nicht (nicht immer aus finanziellem Grund). Es geht ja auch nicht darum, den Wunsch eines Kindes einfach so abzubügeln. Natürlich gehört eine Erklärung dazu, warum das Kind etwas nicht bekommen kann.
Und das Heim meines Kindes ist eben auch mein Heim. Für mich ist das Leben ein Miteinander aller Seiten.
Ich habe übrigens heute, mit fast 30 Jahren, nicht das Gefühl, dass meine Wünsche als Kind nicht respektiert worden wären.
Was macht ihr, wenn sich eure Kinder die folgenden Gegenstände uuuuunbedingt von euch wünschen (immer in der Annahme, dass ihr es euch leisten könntet):
- Fernseher im eigenen Zimmer im Grundschulalter
- eigenes Handy, aber bitte ein tolles Smartphone, nicht so ein olles normales Handy
- Computerspiele, die aber erst ab 18 freigegeben sind, obwohl sie noch zu jung sind
- Haustier, obwohl keiner Zeit dafür hat
- neue Möbel / neuer Ranzen /..., weil es nicht mehr gefällt, obwohl die Sachen noch gut sind???
Das waren nur Beispiele, die mir gerade eingefallen sind.
Ich werde die Wünsche meines Kindes respektieren, genauso wie ich die Wünsche meines Mannes respektiere. Trotzdem sprechen wir darüber, ob wir uns gegenseitig gewisse Wünsche erfüllen oder auch nicht (nicht immer aus finanziellem Grund). Es geht ja auch nicht darum, den Wunsch eines Kindes einfach so abzubügeln. Natürlich gehört eine Erklärung dazu, warum das Kind etwas nicht bekommen kann.
Und das Heim meines Kindes ist eben auch mein Heim. Für mich ist das Leben ein Miteinander aller Seiten.
Ich habe übrigens heute, mit fast 30 Jahren, nicht das Gefühl, dass meine Wünsche als Kind nicht respektiert worden wären.
Mama mit Papa und kleinem Pirschelbär (08/2012)
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Lösche Benutzer 1828
Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Camille1984 hat geschrieben:
Was macht ihr, wenn sich eure Kinder die folgenden Gegenstände uuuuunbedingt von euch wünschen (immer in der Annahme, dass ihr es euch leisten könntet):
- Fernseher im eigenen Zimmer im Grundschulalter
der Große hat einen - bzw. kann TV über den PC schauen
- eigenes Handy, aber bitte ein tolles Smartphone, nicht so ein olles normales Handy
hat er auch - mein abgelegtes - er spart gerade auf eine neues, wir geben was dazu
- Computerspiele, die aber erst ab 18 freigegeben sind, obwohl sie noch zu jung sind
das eher nicht - wobei er schon auch Spiele spielt, die nicht für ihn freigegeben sind, ich schaue mir das aber vorher an.....wir sprechen halt darüber
- Haustier, obwohl keiner Zeit dafür hat
Definitiv nicht - denn da leidet ein Lebewesen
- neue Möbel / neuer Ranzen /..., weil es nicht mehr gefällt, obwohl die Sachen noch gut sind???
Nach Absprache - ja. Neuer Ranzen gibt es jetzt für die neue Schule. Neue Möbel wurden noch niht gewünscht.
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Gaby
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Bei uns gibt es auch Barbies, Filly, Spielzeugwaffen, ich versuche schon, wie auch Zierbanane schrieb, Wünsche zu erfüllen, sofern dies im Budget ist. Wenn sich meine Tochter also eine Glitzerbarbie zum Geburtstag wünscht, bekommt sie die auch. Ich muss die Sachen ja nicht toll finden. Natürlich muss man vorher schauen, ob es wirklich ein großer Wunsch ist oder ob das Kind vielleicht nur einmal quer durch den Spielzeugkatalog geschaut hat und ihm die Barbie dabei zufällig ins Auge gesprungen ist.
Wenn die Kinder noch recht klein sind, kann man ja ihre Wünsche noch recht leicht beeinflussen, dem zweijährigen Kind ist es vielleicht egal, ob es die Plastikpuppe oder die Stoffpuppe bekommt, je älter sie werden, umso genauer werden ihre Vorstellungen und Wünsche, und das ist ja auch gut so.
Ich bin übrigens auch erst mit der Zeit gelassener geworden, ich kann mich noch an eine Kirmes vor vielen Jahren erinnern, auf der mein Sohn unbedingt eine (überteuerte) Spielzeugpistole haben wollte (und dafür sogar aufs Karussellfahren verzichten wollte), da habe ich genau mit der Begründung, dass ich keine Spielzeugwaffen kaufe, seinen Wunsch abgelehnt. Mittlerweile hat er einige Schwerter, Pistolen usw., das fing mal an, als er zu Karneval Cowboy werden wollte, und ich habe gemerkt, dass er damit tatsächlich nur SPIELT und nicht irgendwie verroht, aggressiv wird o.ä.Camille1984 hat geschrieben:Was macht ihr, wenn sich eure Kinder die folgenden Gegenstände uuuuunbedingt von euch wünschen (immer in der Annahme, dass ihr es euch leisten könntet):
- Fernseher im eigenen Zimmer im Grundschulalter
Den gibt es nicht, und zwar aus dem einfachen Grund, dass Fernsehen dem Kind schaden kann. Über einen Fernseher nur zum DVDs schauen würde ich evtl. mit mir reden lassen.
- eigenes Handy, aber bitte ein tolles Smartphone, nicht so ein olles normales Handy
Ein Handy hat meine Große, ein Smartphone ist zu teuer, nicht einmal ich hab eins.
- Computerspiele, die aber erst ab 18 freigegeben sind, obwohl sie noch zu jung sind
Nein, da gibt es eindeutig Gründe, dass diese Spiele schädlich sein können, das würde ich meinem Kind auch so erklären.
- Haustier, obwohl keiner Zeit dafür hat
Nein, da geht es um ein Lebewesen, für das Verantwortung getragen werden muss, das kann das Kind allein noch nicht, also müsste ich die Verantwortung dafür übernehmen, was ich nicht möchte. Hier ständiges Thema, aber ich erkläre es, warum es nicht geht.
- neue Möbel / neuer Ranzen /..., weil es nicht mehr gefällt, obwohl die Sachen noch gut sind???
Das sind für mich größere Anschaffungen, die wir Eltern zu tragen haben, und zwar sind das Notwendigkeiten, die angeschafft werden müssen unabhängig von Geburtstag oder Weihnachten oder so. Den Zeitpunkt bestimmen wir als Eltern (dafür sind die Kosten einfach zu hoch), aussuchen dürfen die Kinder (innerhalb eines gewissen finanziellen Rahmens).
Wenn die Kinder noch recht klein sind, kann man ja ihre Wünsche noch recht leicht beeinflussen, dem zweijährigen Kind ist es vielleicht egal, ob es die Plastikpuppe oder die Stoffpuppe bekommt, je älter sie werden, umso genauer werden ihre Vorstellungen und Wünsche, und das ist ja auch gut so.
mit 07/02, 05/04, 03/06 und 10/08
Häng dein Herz an eine wackelnde Welt und dann wunderst du dich dass es runterfällt (Judith Holofernes).
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Camille1984
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Meine Eltern haben mir irgendwann mal erklärt, dass sie mir gewisse Dinge nicht kaufen möchten, weil sie es aus einem dann genannten Grund nicht gut finden und dafür nicht ihr Geld ausgeben möchten. Schließlich müssen sie dafür jeden Tag arbeiten gehen.
Wenn ich etwas jedoch unbedingt haben möchte, dann kann ich dafür mein Weihnachts-, Geburtstags- und Taschengeld gerne sparen und es mir dann kaufen. So geschehen mit einer Balettbarbie und einem Gameboy.
Das selbst Kaufen haben sie mir nie verboten. Wenn es mir mein Geld wert war, war das für sie ok, aber "ihr" Geld wollten sie dafür nicht ausgeben. Ich weiß aber, dass sie bei meinem Gameboy dann etwas dazugegeben haben, weil ich ihn sonst ja nie hätte haben können.
Ich wei, dass dieser Ansatz ein ganz anderer ist, als die meisten von euch hier haben. Ich wollte einfach nur mal meine Sichtweise dazu schreiben, weil ja am Anfang gefragt wurde, was andere machen würden und im Moment würde ich es so machen. Gerne melde ich mich aber auch nochmal in 6 Jahren zu dem Thema und erzähle euch dann, wie es bei uns läuft
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Wenn ich etwas jedoch unbedingt haben möchte, dann kann ich dafür mein Weihnachts-, Geburtstags- und Taschengeld gerne sparen und es mir dann kaufen. So geschehen mit einer Balettbarbie und einem Gameboy.
Das selbst Kaufen haben sie mir nie verboten. Wenn es mir mein Geld wert war, war das für sie ok, aber "ihr" Geld wollten sie dafür nicht ausgeben. Ich weiß aber, dass sie bei meinem Gameboy dann etwas dazugegeben haben, weil ich ihn sonst ja nie hätte haben können.
Ich wei, dass dieser Ansatz ein ganz anderer ist, als die meisten von euch hier haben. Ich wollte einfach nur mal meine Sichtweise dazu schreiben, weil ja am Anfang gefragt wurde, was andere machen würden und im Moment würde ich es so machen. Gerne melde ich mich aber auch nochmal in 6 Jahren zu dem Thema und erzähle euch dann, wie es bei uns läuft
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Das wäre in der Tat interessant - denn vor 10 Jahren habe ich darüber noch TOTAL anders gedachtCamille1984 hat geschrieben: Gerne melde ich mich aber auch nochmal in 6 Jahren zu dem Thema und erzähle euch dann, wie es bei uns läuft.
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feuerdrache
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Re: Kinder- vs. Elternwünsche, Geburtstag
Genauso war es bei mir und meinen Geschwistern.Camille1984 hat geschrieben:Meine Eltern haben mir irgendwann mal erklärt, dass sie mir gewisse Dinge nicht kaufen möchten, weil sie es aus einem dann genannten Grund nicht gut finden und dafür nicht ihr Geld ausgeben möchten. Schließlich müssen sie dafür jeden Tag arbeiten gehen.
Wenn ich etwas jedoch unbedingt haben möchte, dann kann ich dafür mein Weihnachts-, Geburtstags- und Taschengeld gerne sparen und es mir dann kaufen. So geschehen mit einer Balettbarbie und einem Gameboy.
Das selbst Kaufen haben sie mir nie verboten. Wenn es mir mein Geld wert war, war das für sie ok, aber "ihr" Geld wollten sie dafür nicht ausgeben. Ich weiß aber, dass sie bei meinem Gameboy dann etwas dazugegeben haben, weil ich ihn sonst ja nie hätte haben können.
Ich wei, dass dieser Ansatz ein ganz anderer ist, als die meisten von euch hier haben. Ich wollte einfach nur mal meine Sichtweise dazu schreiben, weil ja am Anfang gefragt wurde, was andere machen würden und im Moment würde ich es so machen. Gerne melde ich mich aber auch nochmal in 6 Jahren zu dem Thema und erzähle euch dann, wie es bei uns läuft.
Meine Kinder mussten sich das Geld für den nintendo selbst verdienen. Was mit 6-7 'Jahren nicht so einfach ist. Aber es war nach einigem Nachdenken für die Rasselbande lösbar (ich stelle nur lösbare Aufgaben, auch wenn sie schwierig sind und anfangs unlösbar erscheinen): die beiden Großen spielen ein Instrument. Recht gut sogar. Sie haben toll geübt und sind bei sämtlichen Familienfeiern dann aufgetreten. Anschliesend eine Runde mit dem Hut- tatata nintendo gesichert.
Auch jetzt sind viele Wünsche meiner Kinder nicht erfüllbar. Oder nur unter sehr großen Auflagen und Entbeerungen machbar. Der Große hätte gerne ein Schlagzeug. So ein richtiges Großes. Nachdem sich die Kinder ein Zimmer teilen müssen ist der Platz sehr begrenzt. Es geht nicht. Würde nur gehen wenn wir Eltern dann auf unser Schlafzimmer verzichten und im Wohnzimmer auf der Couch schlafen. Das ist natürlich für uns keine Lösung und die Kinder verstehen das.
Jetzt wollen die Kinder ein Gartenhäuschen- Neu kaufen wäre nur dann möglich wenn wir die nächsten Monate nur von Kartoffeln und Sauerkraut leben. Lösbar ist das Problem aber, mittlerweilen planen sie mit dem Opa das selbstbauen. als Notlösung gibts ein Igluzelt.
Was ich hier vor Ort leider sehen muss: eine Familie die der Tochter alle Wünsche erfüllt, eigener TV mit 7, eigener PC mit 8 Jahren ect. Kind fordert nur mehr, ist mit nichts zufrieden. Andere Kinder mögen schon nicht mehr mit ihr spielen weil die eigenen Dinge nichts wert sind für sie. (Kind wird demnächst 10 Jahre alt). Wertschätzung der Leistung anderer ist nicht vorhanden. Nein, so soll es bei uns nicht sein. Die Kinder bekommen nicht alles. Denn wo ist die Grenze des Machbaren? Ist sie erreicht wenn die Eltern ihr Schlafzimmer aufgeben müssen? Oder nur mehr Kartoffeln auf den Tisch kommen damit wieder so ein Klump gekauft werden kann? Oder ist sie erreicht wenn die Mutter und der Vater Vollzeit arbeiten gehen müssen und Überstunden schieben müssen noch und nöcher damit alle Wünsche erfüllt werden können? Dabei aber die Eltern auf der Strecke bleiben und auspowern und keine Kraft mehr haben?
Ich finde dass nicht alle Wünsche erfüllt werden müssen. Man kann mit Kindern reden, sagen warum es nicht geht. Versuchen andere Lösungen zu finden. (Und ich kauf meinem 3jährigen echt kein Gewehr, auch wenn er es sich noch so sehr wünscht.)