Bücher, die man selbst nicht mag

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Wortgewitter
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von Wortgewitter »

fragaria hat geschrieben:Hihi, Wortgewitter, ich hab gerade so ein Bild im Kopf, wie Mama abends da sitzt und Bücherkanten abnagt, damit es schneller geht :-D
8) 8) aber psssst, ich schiebs immer der Kleinen unter :mrgreen:
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein...
R.M. Rilke
ananina
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von ananina »

Bobo....buahhhh....den kann ich auch nicht leiden! Finde die Bilder schrecklich...sprechen mich überhaupt nicht an. Töchterchen hat es Eeeeewigkeiten geliebt. Jetzt mit 4 zum Glück nicht mehr ;-)
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.
(Dante Alighieri)


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Sakura
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von Sakura »

Mäusel hat ein Buch, das mich tierisch nervt. Anfangs habe ich es ihr lustlos vorgelesen, irgendwann war ich ehrlich und habe ihr gesagt, dass ich dieses Buch nicht mag. Sie hat es kommentarlos akzeptiert und lässt es sich seither von Papa vorlesen.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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mäusekind
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von mäusekind »

Ich mag z.B die Pettersson und Findus Bücher nicht.
Das sind Bücher, die liest der Papa vor. Es gibt Bücher die mag ich total gerne. Und dann gibt es Papa Bücher.
Die Kinder akzeptieren es.
Und dann gibt es noch Bücher die kann ich nicht vorlesen, weil ich dabei immer weinen muss. Die muß dann auch der Papa vorrlesen.
mit den 4 Mäusekindern (15, 14, 13, und 11 )
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Gretelchen
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von Gretelchen »

Oh, lustig dass der Bobo hier so wenig Freunde hat, wir mögen den gern :D. David geht total auf in so Familien-Geschichten, Papa, Mama, Kind.

Wir haben so ein Ravensburger vom Ritter soundso, hab ich ihm auch noch mitgebracht, ääätzend, aber total harmlos. Ich versteck es immer ganz hinten im Regal. Was gar nicht geht find ich ist "Struwwelpeter", er kennt es wohl aus dem Kiga und ist auf ängstliche Art fasziniert aber da weigere ich mich, das will ich nicht aml im Haus haben.
ANsonsten gehen wir zum Glück meist konform :)
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malandrinha
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von malandrinha »

Ja, interessant, dass Ihr Bobo nicht mögt! Den mag ich sogar :-). Kler, er nervt auch manchmal, aber irgendwie finde ich ihn lustig. Die Eltern gucken immer so schön bedröppelt, wenn Bobo schon wieder etwas möchte, obwohl sie doch gerade ihre Ruhe haben wollen (v.a. der Vater), und habt Ihr das Gesicht der Mutter beim Besuch bei der Oma bemerkt, als die Oma mit Bobo 'Babysprache' spricht (ist sicher der Mutter ihre Schwiegermutter, so meine These :D )? Na ja, vielleicht überinterpretiert...
Danke jedenfalls für Eure Einsichten!
Was ich nach wie vor schwierig finde: Klar, Bücher, die offensichtlich pädagogisch, politisch oder sonstwie daneben sind, die kommen weg - oder wir reden drüber. Schwieriger finde ich es einfach bei den gesellschaftlich anerkannten Büchern wie denen mit dem Kleinen Eisbär oder dem Glitzerfisch (wie heißt der?), die der Große auch im Kindergarten vorgelesen bekommt und dann zu Hause auch nochmal hören will - ich habe meine Gründe, warum ich die nicht so mag, und was ich darüber denke, ist mir auch wichtig, meinem Kind zu vermitteln, aber ich will auch nicht sein Interesse "bevormunden"... Vielleicht muss ich das ihm gegenüber einfach auch offen sagen, was ich daran nicht mag, oder ist das zu viel für einen Vierjährigen?!?
Ich glaube, ich mochte früher auch einige Bücher gern, die meine Eltern blöd fanden, und wahrscheinlich haben sie mich auch machen lassen - werde ich ja auch, nur wenn man's halt vorlesen muss...
Die Sachbücher lese ich übrigens auch nicht so gerne vor, aber die finde ich inhaltlich gut und nur zum Vorlesen blöd. Die lese ich dann aber schon vor.
Malandrinha mit Großem (05/09), Kleinem (11/11) und ganz Kleiner (04/15).
Lösche Benutzer 1828

Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Also, dass ich etwas doof finde (was ist am Glitzerfisch und dem Eisbären schlimm, außerdem Kitschfaktor? - ich find die Bücher grauslig, zum Glück wollte die hier nie einer wirklich lesen) und was mein Kind doof findet, sind zwei unterschiedliche Dinge.
Und um sich eine eigene Meinung zu bilden, muss auch ein Kind viele kennenlernen dürfen und nicht nur vermeintlich pädagogisch wertvolles und von den Eltern gefiltertes Material bekommen. Gelesen darf hier werden, was die Kinder mögen. Selber lesen eh - vorlesen, gut, da weigere ich mich manchmal oder greife zu Hörbüchern (Olchis z.B. da leider ich echt beim Vorlesen, sie haben nun ihren Spaß an den Hörbüchern).
AnneKaffeekanne
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von AnneKaffeekanne »

das kenne ich aber auch, den glitzerfisch haben wir auch gerade geschenkt bekommen und ich finde die geschichte auch irgendwie doof, warum muss der fisch denn alle glitzerschuppen verschenken nur weil die anderen neidisch sind?
ich werde aber jetzt bücher aussortieren, wir haben so so viel, was natürlcih toll ist und wenn mich dann manche beim vorlesen stören kommen sie halt weg.
natürlcih filtere ich, sie ist ja auch noch manchmal bei anderen menschen da kann sie dann anderes hören.
vorlesen soll ja auch uns beiden spaß machen. und es gibt so vieles das wir beide mögen da passt das auch
noch ist sie ja auch praktischerweise klein und leicht lenkbar ;)
liebe grüße
anne mit tochter mai 2010


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malandrinha
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von malandrinha »

So, jetzt wird's doch inhaltlich und ich muss mich erklären 8) : Ich finde der Glitzerfisch ist ziemlilch simpel-moralisch. Äh, ich meine natürlich den Regenbogenfisch. Kitschig finde ich ihn gar nicht. Ich mag die vermittelte Botschaft nicht: Ein Lebewesen hat etwas, das es nicht teilen möchte und wird dann gleich "der einsamste Fisch im Meer". Dann soll er JEDEM etwas von dem schenken, was ihm ganz wichtig ist und wird dann erst wieder in die Gemeinschaft aufgenommen, nachdem er dies getan hat. Ich habe nichts dagegen, dass mein Kind teilen lernt, aber das ist mir echt zu viel. Wenn eine Identifkation mit dem Fisch gewollt ist, dann finde ich das für ein Kind echt heftig. Ich finde, jeder sollte selbst entscheiden können, was er bei für ihn wichtigen Dingen teilt - jedenfalls nicht gleich die Moralkeule gespiegelt bekommen: dann bist du aber der einsamste weit und breit. Das ist doch schrecklich!
Beim Eisbären habe ich eher den Eindruck, dass die Charaktere nicht wirklich entwickelt sind, wichtige Fragen werden weggewischt (beim o.g. Buch etwa die o.g. Frage, dann auch: Warum bleiben die Tiere nicht einfach alle zusammen? Was wird aus ihnen? Wo gehen sie hin? Warum hat Lars anscheinend überhaupt keine Angst? usw. usf. Ist mir alles irgendwie nicht sonderlich einleuchtend). Das mag ich auch nicht. Die Geschichte ist zu voll für ein Buch und gleichzeitig zu leer.
Von dem her gehts bei diesen Büchern für mich schon um ein bisschen mehr als nur um pädagogische Korrektheit.
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren - vielleicht habt Ihr ja konstruktivere Interpretationen der besagten Bücher.
Oh, jetzt hat sich gerade eine Antwort überschnitten
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AnneKaffeekanne
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Re: Bücher, die man selbst nicht mag

Beitrag von AnneKaffeekanne »

sehr cool, dass du das auch so empfindest, ich dachte schon ich spinne wegen dem fisch
ich mag auch diese moralkeule nicht
kinderbücher können doch einfach nur lustig sein, hier mögen wir z.b. schnuddelbuddel baut ein haus
liebe grüße
anne mit tochter mai 2010


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