Geht es auch ohne Kindergarten?
- Iggelchen
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Re: Geht es auch ohne Kindergarten?
Achso ja, wie unser Tag so ist. Erstmal haben wir morgens natürlich Zeit alles nach unserem Tempo zu machen, sehr entspannt. Einen Tag verbrauchen wir für die Wocheneinkäufe, die mache ich immer mit allen Kindern und die helfen dabei. Einen Tag machen wir mit befreundeten Familien (deren Kinder auch zu Hause sind) Ausflüge. Ansonsten wird gemacht worauf wir Lust haben. Basteln, malen, spielen, vorlesen, CD hören, Filme schauen, Konsole spielen, Kuchen backen etc. Bei Sachen die ich machen will (Wäsche, Essen kochen, Papierkram) helfen die Kinder entweder oder ich mache es wenn sie anderweitig beschäftigt sind. Wir machen Ausflüge in Zoo, Park oder ähnliches und gehen raus auf den Spielplatz oder in den Wald wenn wir wollen.
- Flädi
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Re: Geht es auch ohne Kindergarten?
In der Schweiz gehen die Kinder generell erst ab dem 5. Lebensjahr in den kiga. Das ist dann wie eine Vorschule. Für meine Kinder war und ist das gut so. Ich mag den Alltag mit meinen Kindern. Klar ist das oft auch anstrengend, aber ich finde es positiv, dass ich so den Einfluss von aussen noch besser steuern kann.
Tochter 2005, Sohn 2007 und Tochter 2010
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Wortgewitter
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Re: Geht es auch ohne Kindergarten?
Zu unserem Alltag: Wir gehen nach dem Frühstück immer in den Garten (so wie jetzt, die Kinder spielen draußen und ich lümmele am PC
), dann einkaufen, kochen, Haushalt, Mittag essen. Nachmittags sind wir viel verabredet, gehen raus. Oder die Kinder spielen im und um das Haus und ich mach meinen Kram.
Hier ist das echt ganz entspannt, finde ich.
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Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein... R.M. Rilke
und zwei **
ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)
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- Adira
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Re: Geht es auch ohne Kindergarten?
Das geht mir auch so - Marla ist zudem auch noch ein Einzelkind.... Ich finde, dass das in unserem Kindergarten echt gut läuft, die Kinder in ihrem Sozialverhalten zu begleiten und zu stärken.... Konflikte austragen, nicht immer im Vordergrund stehen wollen, mit verschiedenen Menschen umzugehen, so dass alle zu ihrem Recht kommen, wie geht man damit um, wenn einer immer bestimmen will? Was ist, wenn jemand aus Versehen - absichtlich etwas kaputt gemacht hat? Wen kann man trösten? Mit wem Spaß haben? Was ist, wenn der "Spaß" die Grenze des anderen verletzt? Warum schaut die so traurig?Reed hat geschrieben:Die gegenseitige sozialisierung von Kindern untereinander finde ich persönlich unheimlich wichtig.
Die anderen mögen sie nicht - aber ich - warum können wir nicht alle miteinander spielen? Wenn wir über etwas streiten, droht sie mir etwas an, was mit dem Streit gar nichts zu tun hat - wie klären wir das?
Das sind so Konflikte und Erfahrungen, an denen die Kinder unheimlich wachsen, wenn sie merken, dass sie damit konstruktiv umgehen können. Und da finde ich unseren Kindergarten wirklich gut, für ein soziales Klima zu sorgen, in dem solche Lernerfahrungen stattfinden können.
(\(\
( -.-)
o_(")(") Marla *2007*
- eve
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Re: AW: Geht es auch ohne Kindergarten?
Aber um so etwas zu lernen, braucht es doch keinen Kindergarten, sondern einfach nur Menschen 
Novemberkind (2010) und Septemberbaby (2014)
"Ich bin Vegetarier aus gesundheitlichen Gründen, wegen der Gesundheit der Hühner." Isaac Bashevis Singer
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Re: AW: Geht es auch ohne Kindergarten?
Ich denke, Kindergarten ist für Eltern, weil diese - aus welchen Gründen auch immer - Zeit ohne ihr Kind brauchen. (Das mein ich wertneutral.) Wenn alles gut läuft, kommt das Kind mit der Betreuungssituation zurecht. Für seine artgerechte Entwicklung oder Sozialisation braucht es den Kiga aber definitiv nicht.
Wie bereits geschrieben, es braucht Menschen. Am liebsten welche, die gerne Zeit mit ihm verbringen.
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- Reed
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Re: Geht es auch ohne Kindergarten?
Wenn es eine ausreichend große Gemeinschaft gibt mag das stimmen. Aber nur Erwachsene können einem Kind doch gar nicht so viele unterschiedliche Erfahrungen bieten. Was ist mit : 'ich mag dich nicht' ? oder auch der Erfahrung, dass es nach der KiGa Zeit auch schön sein kann mal etwas Zeit allein zu sein.
Ich genieße die (meiste) Zeit mit meinen Kindern und freue mich immer die Große ab zu holen. Wenn sie mal Pause haben möchte und nicht hin will geht das. Aber dauerhaft würde ich ihr dieses Erfahrungsfeld nicht vorenthalten. Gerade WEIL dort vieles anders gehandhabt wird als bei uns.
Ich genieße die (meiste) Zeit mit meinen Kindern und freue mich immer die Große ab zu holen. Wenn sie mal Pause haben möchte und nicht hin will geht das. Aber dauerhaft würde ich ihr dieses Erfahrungsfeld nicht vorenthalten. Gerade WEIL dort vieles anders gehandhabt wird als bei uns.
Großes Trüffelchen: Januar 08
Kleines Fröschchen: Oktober 11
Mini JuniBär: Juni 13
Liebe Grüße,
Christiane!
"To be the place where the falling angel meets the rising ape." Terry Pratchett
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- eve
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Re: AW: Geht es auch ohne Kindergarten?
Hier konmt der link zu einem langen thread zum Thema und auch im unerzogen-Faden wurde vor kurzem viel darüber geschrieben. Vielleicht habt ihr ja Lust, da ein bisschen zu schmökern 
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... p?t=164904
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Novemberkind (2010) und Septemberbaby (2014)
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Glucke85
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Re: Geht es auch ohne Kindergarten?
Ich lasse meinen Sohn auch zuhause. Er geht drei mal die Woche für drei Stunden in eine Spielgruppe. Er geht wirklich gerne dorthin, aber ich denke das liegt auch daran, dass die Zeit überschaubar ist. Ich habe mich für die Spielgruppe entschieden, weil ich gemerkt habe wie dünn die Kontakte zu den anderen Familien wurden, die leider ihre Kinder allesamt bis nachmittags im KiGa haben. Das war sehr schade und ich wollte meinem Sohn Kontakt zu Gleichaltrigen geben aber keine 35 oder 45 Stumden in der Woche fremdbetreuen lassen. Einmal die Woche geht er zusätzlich mit Elternbegleitung zum Kinderturnen.
ich bin sehr kritisch dem ganztagsausbau in KiGa und Grundvhule gegenüber und am meisten nervt mich die Alternativlosigkeit aber das ist ein anderes Thema.
Klar, ist es auch anstrengend mit Kleinkindern zuhause und wahrscheinlich kennt jeder die Situation, in der man sich nach Ruhe sehnt, aber dein Kind erlebt so auch die ganze Bandbreite deiner Emotionen. Stress und streiten und genervt sein gehört eben dazu und der Umgang mit diesen Gefühlen eben auch.
*vom Handy
ich bin sehr kritisch dem ganztagsausbau in KiGa und Grundvhule gegenüber und am meisten nervt mich die Alternativlosigkeit aber das ist ein anderes Thema.
Klar, ist es auch anstrengend mit Kleinkindern zuhause und wahrscheinlich kennt jeder die Situation, in der man sich nach Ruhe sehnt, aber dein Kind erlebt so auch die ganze Bandbreite deiner Emotionen. Stress und streiten und genervt sein gehört eben dazu und der Umgang mit diesen Gefühlen eben auch.
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Alles Liebe von C. mit dem kleinen Bären (02/11), der kleinen Möhre (06/13), dem wilden Chaoszwerg (5/21) und der Winterüberraschung (02/24)


