ich hab ja hier schon öfter mein Leid wegen der Problemen unserer Süßen geklagt und ich hoffe, dass ich hier niemandem auf den Wecker gehe...
Es ging ja los mit Blähungen noch und nöcher, stündliches Aufwachen nachts mit vielen Pupsen im Bauch, usw. Gewichtsmäßig gedeiht sie allerdings gut und auch die Haut ist nicht betroffen (wobei die Ärztin meinte, bei unserer „Mischung“ (mein Mann ist schwarz) gäbe es keine Erfahrungswerte, wie die Haut auf Unverträglichkeiten reagiert.) Darm-Ultraschall war unauffällig.
Wir sind inzwischen in der Gastro-Abteilung der örtlichen Kinderklinik in Behandlung und dort wurde verstecktes Blut im Stuhl nachgewiesen. Das hat mich schon erschreckt, weil ich mich gefragt habe, wie lang sie nun wohl schon Blut im Stuhl hat, ohne dass dies bemerkt wurde.
Die Vermutung war (mal wieder) Kuhmilchunverträglichkeit und ich bin grad mitten in der 4-wöchigen Auslassdiät. Dies hatte ich schonmal zwei Wochen gemacht, aber, da in diesem Zeitraum keine Besserung eintrat, wieder seingelassen. Die Ärztin meinte aber, in manchen Fällen bessert sich der Zustand erst nach 4 Wochen.
Nun hatten wir vor zwei Tagen (nach fast drei Wochen Kuhmilchdiät) deutlich sichtbares Blut im Stuhl, was vorher nie aufgetreten war. Und die Blähungen sind auch noch nicht merklich besser. Der Stuhl ist meistens noch unverändert wässrig und hat in letzter Zeit hin und wieder eher eine glibberige Wackelpudding-Konsistenz.
Die Ärztin meinte beim letzten Mal, wenn sich nach 4 Wochen nichts bessert, soll ich übers Abstillen nachdenken. Meine nicht sehr stillfreundliche Mutter nervt auch schon und kürzlich meinte sogar mein eigentlich pro-Stillen-Mann sinngemäß, wenn unsere Kleine wüsste, dass es meine Milch ist, die sie so quält, würde sie vielleicht auch lieber die Flasche vorziehen. Genau das ist es, was mich so verletzt, der Gedanke, dass es MEINE Milch ist (auch wenn es nur irgendwelche Spuren in der Milch und nicht die Milch an sich ist), die ihr diese Probleme bereitet.
Ich werde todtraurig bei dem Gedanken, abzustillen und die Kleine liebt ihre Brust auch über alles. Und ich sehe ja auch die vielen positiven Effekte des Stillens. Verstehe aber auch irgendwie, dass die Leute sagen, ein dauerhaft gereizter Darm (kann mir vorstellen, dass so eine Entündung auch irgendwann chronisch wird) und ständiges Blut im Stuhl (wird doch irgendwann auch gefährlich, auch zwecks Eisenwert, oder?) hebt diese Vorteile irgendwann auf.
Welche Argumente kann ich - auch gegenüber der Ärztin - bringen, um weiterzustillen, auch wenn die Ursache erstmal nicht gefunden wird? Welches Vorgehen könnte ich ihr als Alternative vorschlagen? (Weitere Auslassdiäten können sich ja ewig hinziehen, von Bioresonanz bin ich irgendwie nicht überzeugt, auch wenn ich weiß, dass es bei manchen geholfen hat) Oder wann würdet ihr sagen, ist der Punkt erreicht, an dem man zumindest mal Versuchsweise eine Spezialnahrung gibt und die Muttermilch in der Zwischenzeit abpumpt? (wobei ich denke, dass das eine grausame Zeit für alle Beteiligten wird) Raten Stillexperten irgendwann definitiv zum Abstillen?
Danke und schöne und gesegnete Ostern!