imaginäre Freunde
- Mirimama
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4544
- Registriert: 22.12.2011, 06:50
Re: AW: imaginäre Freunde
Hab gerade nicht alles gelesen, daher verzeiht, falls es jemand schon erwähnte: Kennt ihr die Geschichte "Willi Wiberg und sen heimlicher Freund"? Die ist sehr schön und wird hier gern gelesen. Kenne ich auch noch aus meiner eigenen Kindheit.
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)
- kÜRBISHEXE
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4950
- Registriert: 27.04.2008, 08:46
Re: imaginäre Freunde
ich weiß, dass im kiga probleme gibt, er immer noch oft weint, auch abends, weil er da nicht hin mag. seine mama meint selbst, dass sie das gefühl habe, er resigniere. der örtl. kiga hat einen sehr schlechten ruf (alte erzieherinnen, teils kurz vor der rente; ganz alter bau mit altem spielzeug,...) - seiner mama tuts schon leid, sie hätte die mgl. ihn in einen anderen kiga zu geben, aber das kommt für sie nicht in frage ("da muss er durch")...sie wollte mich ja anfangs auch überzeugen, dass ich l. hier in den kiga gebe, dass l. und m. zusammen wären; aber das kam für uns eben nicht in frage. sie meinte oft, dass der waldkiga für m. auch genau das richtige wäre, ABER...aramis hat geschrieben:
Bei dem Verhalten, das du beschreibst, finde ich, dass der kleine irgendwelche Probleme haben dürfte, das wäre sinnvoll herauszufinden. VOr allem, warum ist der der maus so "hörig"? Warum braucht er dieses vorschreiben?
Die Idee, Mäuse zu kaufen, finde ich, tut leid, total daneben, das bringt genau gar nix außer arbeit (und die stinken die viehcherl *G*)
Vielleicht kannst du seiner Mutter mal auf den Zahn fühlen, wo das her kommen könnte - warum der kleine diese Maus braucht? Gibts in der Familie Probleme? Warum hat der kleine kaum Freunde?
Was mir noch einfällt - darf er selbst entscheidungen treffen oder wird im alles vorgegeben?
ein anderes "problem"...puhhhhhhh...vielleicht sehe ich es auch nur als problem und es ist gar nicht so schlimm, aber sein papa trinkt schon öfters mal gerne einen über den durst - nett ausgedrückt.
wie es ist, wenn er zu hause ist, weiß ich nicht, aber auf div. festen und veranstaltungen, bei denen seine kumpels mit dabei sind, wird leider schon "ordentlich gebechert" und das bekommt m. natürlich auch mit...und seine mama, wenn sie mal weg ist (fasching z.b.) ist da auch nicht so, dass sie nichts trinken würde.
selbst entscheidungen treffen...schwierig. kann ich jetzt so gar nicht beantworten, denke aber eher nicht so wirklich.
es wird wohl auch oft bestraft. z.b. war es vorletztes weihnachten so, dass es kurz vor weihnachten ärger gab, sie dann seine ganzen playmobil-sachen vom "weihnachtsmann" hat abholen lassen und die dann für 1-2 wochen weg waren (
er hat dann zu weihnachten ne playmo ritterburg bekommen und den einen zusätzlichen turm gabs nur, weil er versprechen musste, seinen schnulli dem weihnachtsmann zu geben...das sind halt schon maßnahmen, die ich pers. total daneben finde.
sind noch ein paar andere sachen; z.B. dass sie "heimlich" raucht. heimlich in " " ,weil man das ja nicht wirklich verheimlichen kann. schnell die kippe hintern rücken,...außerdem riecht man den rauch ja auch...und die kinder merken das ja eh. das hatte ich ihr auch mal gesagt, dass ich das nicht gut finde. sie schämt sich wohl vor m. zu rauchen, findet es "asi"... hab ihr dann gesagt, dass ich dieses verheimlichen wollen, was gar nicht funktioniert, viel schlimmer finde; m. ja nicht dumm ist und das doch sowieso weiß...naja, geändert hat sie nichts daran.
und sie fährt halt z.T. auch ziemlich extrem die belohnungsschiene. die oma (ihre schwiegermutter, mit der sie nicht so gut auskommt) wohnt mit ihm haus und wenn sie am nächsten tag arbeiten muss (sie arbeitet recht unregelmäßig und ihr mann arbeitet schicht), dann muss m. halt bei seiner oma übernachten. weil er das eben nicht will (wollte) gabs für 3x übernachten, eine größere sache von playmobil - hernach wurde sich aber auch schon mal über die spielzeugflut beschwert.
aktuell gibts noch das problem mit seiner brille. da gab es wohl auch schon öfters streit, weil sie die brille gesucht hat, die m. irgendwohin gelegt hat und sie nicht mehr auffindbar war.
anscheindend hat er da die volle verantwortung drüber.
zu den mäusen: ob sie die gekauft hat, wegen "seiner" maus, weiß ich nicht wirklich. sie wollte eigentlich gerne noch ein geschwisterchen, hat aber nicht geklappt. vielleicht auch ein ersatz dafür. vielleicht auch, weil m. die mäuse im tierpark immer so gut gefallen haben; sie vielleicht auch gerne selbst welche hätte...wird so alles ein wenig reinspielen...
ach, ich weiß auch nicht...imaginäre freunde sind ja echt ne tolle sache
vielleicht hast du, sweet-cherry, auch recht und es ist normal...hab aber irgendwie kein so gutes gefühl dabei, v.a. weil es immer schlimmer zu werden scheint.
weiß auch nicht...mir fällts auch sehr schwer, mit m. darüber zu sprechen, zumal sind ja auch so gut wie immer die kinder dabei und wenn nicht, dann halt andere mamas (wenn wir uns abends mal treffen)...schwierig...
Liebe Grüße von H. mit den beiden wilden Kerlen
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
-
aramis
- gut eingelebt
- Beiträge: 26
- Registriert: 25.09.2012, 20:22
- Wohnort: Mühlviertel zwischen Linz und Freistadt
Re: imaginäre Freunde
sweet-cherry-13 hat geschrieben:Nachdem was ich jetzt gelesen habe, glaube ich das eher nicht, dass es krankhaft ist.kÜRBISHEXE hat geschrieben: weiß jetzt nicht, was ich hören mag, ist das noch "normal" in dem ausmaß?
wie geht man am besten damit um?
ich hab so das gefühl, dass er wirklich an die maus glaubt...das vielleicht schon ein wenig "krankhaft" ist?
Meine Meinung aus der Ferne: M. weiss schon ganz genau, was er möchte und was nicht. Er setzt seinen Willen und seine Interessen mit Hilfe der Maus durch, das gibt ihm mehr Sicherheit und er kann seine "Verantwortung" an die Maus abgeben. Es ist einfacher zu sagen, die Maus will das nicht, als zu sagen: ich will das nicht. Vor allem seinem Freund gegenüber.
Ich halte das eigentlich für ziemlich clever, an Strategiedenken und Fantasie scheint es M. jedenfalls nicht zu mangeln.![]()
Achja, ich hoffe nicht, dass M.s Mutter ihm deshalb Mäuse kauft.Die armen Dinger, es sei denn, die Familie wollte sich schon immer mal Mäuse zulegen.
Wie geht man am besten damit um? Es auf keinen Fall persönlich nehmen, das gilt auch für die Erwachsenen! Und versuchen M. zu bestärken, auch mal seine eigene Meinung zu vertreten, diese auch zu hören und nicht abzutun.
das finde ich einen total guten Ansatz - und auch gut nachvollziehbar!!
von Herzen alles Liebe
Manu
Frechdachs 10/2007
Düse 08/2010
Sternchen im Himmel 02/2012
Schlaufmaus 11/2012
Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst!
Moshé Feldenkrais
Manu
Frechdachs 10/2007
Düse 08/2010
Sternchen im Himmel 02/2012
Schlaufmaus 11/2012
Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst!
Moshé Feldenkrais
- Mirimama
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4544
- Registriert: 22.12.2011, 06:50
Re: AW: imaginäre Freunde
Das seh ich auch so!
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)
-
Ginevere
- SuT-Legende
- Beiträge: 8767
- Registriert: 14.07.2009, 08:50
- Kontaktdaten:
Re: imaginäre Freunde
Das würde hier passen.aramis hat geschrieben:schwieriges Thema, ich hab vort kurzem gelesen, dass diese imaginären Freunde meist aus einer "Problemsituation" heraus entstehen - wobei man da aufpassen muss, für Kinder ist schnell mal eine Situation problematisch, die wir erwachsenen nicht als solches erkennen. Da reicht es wohl, wenn das Kind mal, weiß ich,mal keinen Lolly haben darf, etc.
Der Prinz erschien hier nach der Geburt der kleinen Schwester und hat viel Quatsch gemacht und fand die Schwester doof.
Jetzt war er aber schon lange nicht mehr hier.
LG Gini
… mit A
3/09 und E
3/12
… mit A