Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
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Tomma
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Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Hallo ihr Lieben,
mein Sohn ist ja jetzt gute 6 Monate alt, mit über 10kg sehr propper, aber auch gut beweglich, stillt sehr gerne, ist aber durchaus auch schon an Essen interessiert und zeigt alle anderen Merkmale der Beikostreife.
Vor Weihnachten hatten wir schonmal probiert, ihm Brei zu geben, davon hat er damals gewürgt, dann haben wir ein bisschen pausiert, seit ca. 3 Wochen bekommt er jetzt wieder immer mal was - mal ein Stück auf die Hand (Orange, Gurke, Apfel, Brot, Nudel), ein bisschen von unserem Essen oder auch teils Brei (Karotte hat er nicht vertragen, hat Pickelchen bekommen und immer wieder gebrochen; Pastinake mag er nicht; Apfel geht ganz gut); daneben trinkt er immer wieder mal Wasser aus einem kleinen Becher, das findet er lustig. Stillen tut er aber unverändert viel.
Das Essen scheint er ganz lustig zu finden, beim Brei reißt er sein Mündchen auf, er kaut auch gut auf den Sachen rum und schluckt auch immer wieder mal was runter. Allerdings ist diese Begeisterung immer eher von kurzer Dauer, v.a. wenn er Hunger hat, wird er schnell ungeduldig, stößt meine Hand weg, schmeißt die Sachen runter, fängt an sich zu überstrecken und zu weinen und dreht sich eindeutig nach der Brust, die er dann auch bekommt. So gibt es bei uns auch keine Mahlzeiten, sondern höchstens über den Tag verteilt einige Happen, wenn wir unterwegs oder im Stress sind, stillen wir auch wieder voll.
Jetzt mache ich mir so langsam Sorgen, ob ich da zu inkonsequent bin? Muss ich ihm öfter/ regelmäßiger/ mehr Essen anbieten? Wird er von dem vielen Stillen zu fett? Soll ich ihn "zwingen", zu essen, wenn er Hunger hat, aber zu ungeduldig zum Essen ist, anstatt ihm die Brust zu geben?
Ich wäre sehr dankbar für eure Einschätzungen,
vielen lieben Dank,
Tomma
mein Sohn ist ja jetzt gute 6 Monate alt, mit über 10kg sehr propper, aber auch gut beweglich, stillt sehr gerne, ist aber durchaus auch schon an Essen interessiert und zeigt alle anderen Merkmale der Beikostreife.
Vor Weihnachten hatten wir schonmal probiert, ihm Brei zu geben, davon hat er damals gewürgt, dann haben wir ein bisschen pausiert, seit ca. 3 Wochen bekommt er jetzt wieder immer mal was - mal ein Stück auf die Hand (Orange, Gurke, Apfel, Brot, Nudel), ein bisschen von unserem Essen oder auch teils Brei (Karotte hat er nicht vertragen, hat Pickelchen bekommen und immer wieder gebrochen; Pastinake mag er nicht; Apfel geht ganz gut); daneben trinkt er immer wieder mal Wasser aus einem kleinen Becher, das findet er lustig. Stillen tut er aber unverändert viel.
Das Essen scheint er ganz lustig zu finden, beim Brei reißt er sein Mündchen auf, er kaut auch gut auf den Sachen rum und schluckt auch immer wieder mal was runter. Allerdings ist diese Begeisterung immer eher von kurzer Dauer, v.a. wenn er Hunger hat, wird er schnell ungeduldig, stößt meine Hand weg, schmeißt die Sachen runter, fängt an sich zu überstrecken und zu weinen und dreht sich eindeutig nach der Brust, die er dann auch bekommt. So gibt es bei uns auch keine Mahlzeiten, sondern höchstens über den Tag verteilt einige Happen, wenn wir unterwegs oder im Stress sind, stillen wir auch wieder voll.
Jetzt mache ich mir so langsam Sorgen, ob ich da zu inkonsequent bin? Muss ich ihm öfter/ regelmäßiger/ mehr Essen anbieten? Wird er von dem vielen Stillen zu fett? Soll ich ihn "zwingen", zu essen, wenn er Hunger hat, aber zu ungeduldig zum Essen ist, anstatt ihm die Brust zu geben?
Ich wäre sehr dankbar für eure Einschätzungen,
vielen lieben Dank,
Tomma
LG
auch vom Kleinen Mann (07/2012)
und dem noch kleineren Mann (05/2014)
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- manie
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
hast du das hier schon gesehen?
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6&t=124805
bin grad am stillen, kann grad nicht mehr schreiben.
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manie mit großer Maus 8/12 und kleiner Maus 4/14
Ich bin fast immer einhändig mit dem Handy hier, darum bitte nicht böse sein, wenn alles klein geschrieben ist.
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- Mohnblume
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
auch nur ganz kurz da vom handy:
alles vollkommen normal, bloß nicht zum Essen zwingen! einfach zwanglos anbieten, vom stillen wird er NICHT fett. lies mal in ruhe die Verlinkten Infos. Rule Nr 1 bei Beikost: bloss nicht stressen lassen, Tempo dem Kind überlassen
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alles vollkommen normal, bloß nicht zum Essen zwingen! einfach zwanglos anbieten, vom stillen wird er NICHT fett. lies mal in ruhe die Verlinkten Infos. Rule Nr 1 bei Beikost: bloss nicht stressen lassen, Tempo dem Kind überlassen
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✿ mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
ClauWi-Trageberaterin GK 03/11
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- Prisemuth
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Und Essen anbieten nur, wenn er nicht zu hungrig ist. Sonst ist der Hunger zu groß, um in Ruhe und mit Interesse essen zu können - unsere Erfahrung 
Liebe Grüße von Anke mit dem kleinen Mann (11/11)
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Tomma
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Vielen Dank, die Infos im Link kenne ich und habe ich schon mehrfach gelesen. Aber was sich in der Theorie so schön liest, sieht eben in der Praxis doch nochmal anders aus, da scheine ich noch nicht entspannt genug zu sein bzw. mich zu sehr von anderen verunsichern zu lassen.
Gibt es denn sowas, dass ein Kind essen lernen MUSS zu einem wie auch immer gearteten Zeitraum?
Kann es sein, dass einschießende Zähne zu vorübergehender Essensverweigerung führen?
Oh, Kind meckert...
Gibt es denn sowas, dass ein Kind essen lernen MUSS zu einem wie auch immer gearteten Zeitraum?
Kann es sein, dass einschießende Zähne zu vorübergehender Essensverweigerung führen?
Oh, Kind meckert...
LG
auch vom Kleinen Mann (07/2012)
und dem noch kleineren Mann (05/2014)
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- Isa_Belotti
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Liebe Tomma,
zu deinen letzten beiden Fragen:
1. Kein gesundes Kind MUSS in einem bestimmten Zeitraum essen lernen. Im Gegenteil: die Kleinen haben ihr ganz eigenes Tempo (und zwar die GESAMTE Entwicklung betreffend!) und man tut unbedingt gut daran, diesem Tempo zu folgen und es nicht zu manipulieren (egal in welche Richtung
). Du kannst also schön entspannt bleiben, dein Kind und du ihr macht das ganz toll!
2. Ja, das kann gut sein. Ich habe das bei meinem immer beobachtet, dass wenn ein Zahn kam er nicht nur insgesamt sehr unleidlich wurde, sondern teilweise sogar wieder voll gestillt hat (nach Phasen, in denen er nur 2-3 Mal am Tag stillte). Das empfand ich als sehr anstrengend und war froh, als es wieder vorbei war und ich die Stillmahlzeiten ein wenig drosseln konnte.
Alles Gute für euch und viele Grüße,
Isabel
zu deinen letzten beiden Fragen:
1. Kein gesundes Kind MUSS in einem bestimmten Zeitraum essen lernen. Im Gegenteil: die Kleinen haben ihr ganz eigenes Tempo (und zwar die GESAMTE Entwicklung betreffend!) und man tut unbedingt gut daran, diesem Tempo zu folgen und es nicht zu manipulieren (egal in welche Richtung
2. Ja, das kann gut sein. Ich habe das bei meinem immer beobachtet, dass wenn ein Zahn kam er nicht nur insgesamt sehr unleidlich wurde, sondern teilweise sogar wieder voll gestillt hat (nach Phasen, in denen er nur 2-3 Mal am Tag stillte). Das empfand ich als sehr anstrengend und war froh, als es wieder vorbei war und ich die Stillmahlzeiten ein wenig drosseln konnte.
Alles Gute für euch und viele Grüße,
Isabel
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Tomma
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Noch eine aktuelle Frage:
Offenbar ist ihm stückiges Essen lieber, er hat eben eine viertel Kartoffel verputzt. Allerdings kam 10 Minuten später alles wieder hoch, bei Karotte war das letztens genauso. Ist das normal oder heißt das, dass er noch gar nicht beikostreif ist?
Offenbar ist ihm stückiges Essen lieber, er hat eben eine viertel Kartoffel verputzt. Allerdings kam 10 Minuten später alles wieder hoch, bei Karotte war das letztens genauso. Ist das normal oder heißt das, dass er noch gar nicht beikostreif ist?
LG
auch vom Kleinen Mann (07/2012)
und dem noch kleineren Mann (05/2014)
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Misurina
- Profi-SuTler
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Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Tomma hat geschrieben:Noch eine aktuelle Frage:
Offenbar ist ihm stückiges Essen lieber, er hat eben eine viertel Kartoffel verputzt. Allerdings kam 10 Minuten später alles wieder hoch, bei Karotte war das letztens genauso. Ist das normal oder heißt das, dass er noch gar nicht beikostreif ist?
Also ich persönlich würde es einfach dann ganz sein lassen. meine hat sich mit 6 Monaten fast nicht interessiert 'also
haben wir weiter gestillt.
Nun ist sie fast 11 Monate.' Brei will sie so gut wie gar nicht. Sie will nur selbst essen, füttern mag sie null. Sie isst Nudeln, Kartoffeln, Gemüse und Obststückchen und wird noch sehr viel gestillt.
Irgendwann wird das Interesse größer am Essen, man muss nur abwarten können.
Misurina mit Winterkind 2009 und Frühlingsmädchen 2012
- Mohnblume
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Wohnort: Berlin
Re: Beikosteinführung - bin ich da zu "lasch"?
Ich glaube, es gibt bei Babies auch nicht den EINEN Zeitpunkt, an dem sich sozusagen ein Schalter umlegt und Zack, sind sie beikostreif.
Es ist ein Prozeß, der mehrere verschiedene wahrnehmbare Aspekte hat (sitzenkönnen, kein Zungenstoßreflex mehr, Interesse am Essen etc., steht ja alles in der Grundinfo). Ein Baby kann schon wahnsinniges Interesse am Essen zeigen, aber physiologisch noch nicht beikostreif sein.
Ich denke, ob das Baby die Beikost auch wirklich verträgt (= verdauen kann), gehört auch dazu. Am Anfang kommt das Essen ja auch quasi unverändert in der Windel an
- ein Zeichen, dass es eben noch nicht richtig komplett verdaut wird (was aber normal ist am Anfang). Wenn das Kind die Beikost allerdings immer wieder erbricht, hört sich das für mich schon eher danach an, dass es eben noch ein wenig zu früh ist und der Magen deines Kleinen noch nicht so ganz damit zurechtkommt.
Ich würde es eventuell mit kleineren Mengen, auch eher spielerisch, versuchen. Wenn er weiterhin erbricht, einfach erstmal sein lassen und in Ruhe weiterstillen und dann in ein paar Wochen wieder versuchen. Es gibt KEINEN obligatorischen Zeitplan (also schmeiß die Beikostanleitungen à la "Im soundsovielten Monat müssen die und die Mahlzeiten ersetzt sein" in den Müll). Manchmal geht es ja auch von jetzt auf gleich, dass die Kleinen plötzlich ordentlich reinhauen
Ihr macht das auf jeden Fall super, nicht reinreden lassen von außerhalb!
Alles Gute!
Es ist ein Prozeß, der mehrere verschiedene wahrnehmbare Aspekte hat (sitzenkönnen, kein Zungenstoßreflex mehr, Interesse am Essen etc., steht ja alles in der Grundinfo). Ein Baby kann schon wahnsinniges Interesse am Essen zeigen, aber physiologisch noch nicht beikostreif sein.
Ich denke, ob das Baby die Beikost auch wirklich verträgt (= verdauen kann), gehört auch dazu. Am Anfang kommt das Essen ja auch quasi unverändert in der Windel an
Ich würde es eventuell mit kleineren Mengen, auch eher spielerisch, versuchen. Wenn er weiterhin erbricht, einfach erstmal sein lassen und in Ruhe weiterstillen und dann in ein paar Wochen wieder versuchen. Es gibt KEINEN obligatorischen Zeitplan (also schmeiß die Beikostanleitungen à la "Im soundsovielten Monat müssen die und die Mahlzeiten ersetzt sein" in den Müll). Manchmal geht es ja auch von jetzt auf gleich, dass die Kleinen plötzlich ordentlich reinhauen
Ihr macht das auf jeden Fall super, nicht reinreden lassen von außerhalb!
Alles Gute!
✿ mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
ClauWi-Trageberaterin GK 03/11
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