Gemüseabneigung - Anerzogen?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Neckto
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Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Neckto »

Tach zusammen!!

Ich sehe meinem Knuffel zu, wie sie an jedem Lebensmittel, mit Vorliebe auch Obst und Gemüse, dass sie erwischt rumlutscht und fleißig lernt, wie man das alles so in sich rein bekommt. :D

Und dann frage ich mich oft wie es denn sein kann, das manche KInder grundsätzlich kein Gemüse essen wollen?!

Hat es was mit der Konsistenz zu tun? Kerne drin? KOmisches Aussehen? Feigen zB fand ich als Kind auch eklig, schon vom Aussehen her. :?
Ich weiß von mir, dass ich keine Zucchini möchte, jetzt lieb ich Zucchini!

Oder ist es einfach Erziehungssache? Wenn das Kind die Nase rümpft gibts halt NUtellabrot oder wie?! Nudeln ohne Soße?! :roll:

Müssen eure Kinder alles probieren, bevor sie "verweigern dürfen"?
Mögen eure Zwerge gerne Gemüse?
es grüßt Jessica
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AnnaH
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von AnnaH »

ich denke schon das es mit erziehung zu tun hat. etwas das ich selbst nicht gerne esse, werden meine kinder auch nicht zu essen bekommen, weil ich es nicht koche. Dafür gibt es dinge die sie bei der oma essen die es hier nicht gibt, aus besagtem grund.

bei uns gilt die devise, es wird alles probiert. wenn man es nicht mag, dann lässt man es eben weg. nach ein paar wochen kann man nochmal probieren ob es schmeckt oder nicht. aber nach dem 3.x anbieten wird darauf erstmal eine zeitlang verzichtet( 1 jahr oder 2 und dann nochmal probiert)
dinge die es bei meinem mann und mir nicht gibt, weil wir sie nicht mögen bekommt sie dann bei der oma. und auch da gab/gibt es seltenst probleme mit dem essen :)

sowas wie naserümpfen mit nutellabrot belohnen gibt es hier nicht. Wenn sie die soße nicht mag, dann gibt es eben nudeln oder kartoffeln ohne etwas. ich sehe es nicht ein Ein oder mehrere gerichte zu kochen, nur um meinem kind dann ein nutellabrot vor die nase zu setzen, weils nichts anderes isst :)
Lieben Gruß

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und dem Frechdachs(04)ganz weit weg und doch immer bei mir.
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von JanoschMama »

Zum Glück liebt mein Kleiner Gemüse und Obst.
Ich glaube es ist aber normal, dass sie irgendwann in ein Alter kommen, in dem sie die angebotene Nahrung kritischer betrachten.
Zwingen etwas zu probieren halte ich für keine gute Idee. Ich finde es wichtig, das Nein meines Gegenübers so weit es geht zu akzeptieren. Wenn er nicht möchte, muss er auch nicht.
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Neckto
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Neckto »

Das KInder nur trockene Nudeln essen hört man ja oft, was ist wenn die Nudeln immer nur schon mit Soße gemischt auf dem Tisch stehen?
Entsteht dann überhaupt die Frage, ob man sie weglassen kann?
es grüßt Jessica
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Angora

Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Angora »

Nicht nur die elterliche Erziehung beeinflusst das Essverhalten, auch andere Kinder. Bestes Beispiel bin ich selbst, ich liebte Spinat, bis mir meine Kindergartenfreundin mittags beim Essen bei uns zuhause sagte, sie äße aber keinen Spinat. Seit dem Tag hab ich auch keinen mehr angerührt. Und genau das konnte ich jetzt bei meinem Kind beobachten. Er aß so gerne Karotten, sein bester Freund aber nicht, also findet er die im Moment auch ganz furchtbar. Tomaten sind genauso, die mag ein anderer Freund nicht (Tomatensauce isst er aber noch, hehe)
hier wird angeboten, er probiert auch(nur ein kleines Stück, kein zwang, er wills meist sogar. Probieren von sich aus), aber gegen das kindliche Umfeld hat man dann manchmal schlechte Chancen..... ich baue einfach drauf, dass er früher oder später wieder einige Lebensmittel auf seinen Speiseplan setzt, so wie ich auch. Man konnte mich lange mit brokkoli jagen, heute mag ich den ja noch lieber als Blumenkohl :-)
und grad Gemüseessverweigerungsphasen sind glaub ich ganz normal.
Neckto
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Neckto »

Ich möchte früher auch keinen Spinat - bis mein Vater gesagt hat, dass weiße Schokolade drin ist :shock:
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Leyket
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Leyket »

Also hier "muss" keiner probieren, bevor er verweigern darf.
Unser Kind bekommt das, was wir auch essen. Wenn er es isst, dann gut. Wenn nicht, dann lässt er es halt stehen.
Ausserdem äussert er schon recht deutlich was er gern essen möchte, obwohl er noch nicht sprechen kann. Wenn er das Essen verweigert, dann biete ich jedoch stattdessen keine Süßigkeiten oder so an. Wenn er Hunger hat wird er sich melden und da hat er dann eine Auswahl Obst, Gurke, Tomaten...
Momentan steht er eher nicht mehr so auf Gemüse, isst aber beispielsweise Blattspinat als Nudelsoße oder Paprika in Soßen zu Kartoffeln ect.

Solche Phasen gibt es, glaub ich, immer wieder mal. Eine Weile hat er (fast) nur Obst gegessen. Fleisch und Wurst waren noch nie der Renner, kommt aber vermutlich auch noch. Obst geht halt immer zum Glück und wenn er das Essen komplett verweigert am Tage, dann bin ich recht zuversichtlich, dass er seinen Hunger über Stillen und Obst stillen kann.

Hier kommt es vor, dass zeitweise nur bestimmte Lebensmittel gehen, die dann aber irgendwann gar nicht mehr gehen, dafür aber wieder alles andere.
Find ich ganz normal, als Kind war ich auch so. Heute esse ich auch so ziemlich alles, vor allem Gemüse gern :mrgreen:
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Neckto
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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Neckto »

ich denke auch, dass Kinder sich eigentlich holen, was sie brauchen. Aber bei trockenen Nudeln zweifel ich etwas an der Ausgewogenheit.
Gut solange es immer nur phasenweise so ist.

Meine Große Tochter ist schwer behindert und ist quasi alles was man ihr gibt und solange man ihr etwas gibt, ist also ein sehr guter Esser.
Da wird sie immerhin was das Thema angeht ein gutes Vorbild sein :)
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Tigerlein
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Re: AW: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Tigerlein »

Ich bin immer sehr dankbar für meine Kinder. Ich esse eigentlich alles, meine Kinder auch. Probieren muss hier niemand, es gibt aber auch kein Extra-Essen. Was nicht gegessen werden will lässt man halt liegen. Was der Kleine probiert probiert aber auch der Große und andersrum. Auch im Kindergarten wird alles gegessen, da gibt es auch Vollwertkost und viel Gemüse und Obst. Was nicht gegessen wurde kommt trotzdem immer wieder auf den Tisch. Vieles wird phasenweise mal nicht gegessen und dann doch wieder. Ich hab ja auch nicht jeden Tag auf das Gleiche Lust. Mein Mann isst kein Gemüse. Wir haben uns beide schon gefragt woher das kommt, denn bei ihm zu Hause gibt es eigentlich viel. Auch sein Bruder isst es nicht? Trotzdem wird es hier gekocht. Genauso wie ich ab und zu für ihn Fleisch koche, was es unter der Woche hier nicht gibt. Mittlerweile hat er sich aber mit vegetarischem Essen angefreundet. Ging früher gar nicht. Also auch er isst irgendwann was man ihm vorsetzt. :D Aber ich denke nicht, dass das nur Erziehung ist. Aber ich denke auch, dass man Kinder bis zu einem gewissen Punkt an Gemüse heran führen kann. Aber das dauert sicher und geht nicht von heute auf morgen. Ich bin wie gesagt sehr dankbar, dass meine Kinder fast alles essen. Besuchskinder finde ich beim Essen teilweise sehr anstrengend. Das Nachbarskind würde hier wohl verhungern. :D

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Re: Gemüseabneigung - Anerzogen?

Beitrag von Dellyo »

Ich glaube, sowas hat immer individuelle Gründe.

Also ich weiß von mir selber, dass ich auch Essphasen hatte als Kind. Fisolen (grüne Bohnen) habe ich jahrelang nicht gemocht, plötzlich hab ich sie wieder gegessen. Ich kann mich erinnern, dass ich eines Tages einfach total Lust drauf hatte. :)

Von einer Ernährungsberaterin weiß ich, dass es wohl 25% der Bevölkerung sind, die "Superschmecker" sind - für die schmecken viele Gemüse (zB Brokkoli) absolut bitter.
Sie meinte auch, immer wieder anbieten, aber nicht zwingen (eh klar). Es könne durchaus bis zu 25 mal oder mehr dauern, bis ein neues Nahrungsmittel akzeptiert wird. Da denke ich, viele Eltern geben vorher auf und sagen, mein Kind mag das nicht - ist ja auch irgendwie logisch.

Und zu guter letzt ist es ja auch eine Entwicklungsphase, wo nur ganz wenige Sachen gegessen werden. Überbleibsel aus der Steinzeit, wenn sich der Aktionsradius der Kinder erhöht hat und die Steinzeitmami nicht mehr 100% der Nahrungsaufnahme kontrolliert hat, damit die Kinder sich nicht gleich am nächsten Beerenstrauch vergiften oder so.
Schneckenkind 02/11
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