Fingerfood in der Praxis??
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
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Tomma
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Fingerfood in der Praxis??
Hallo,
zwar steht bei uns die Beikost noch nicht an, aber ich habe immer gern das Gefühl, "vorbereitet" zu sein.
Nachdem ich hier u.a. die Grundinfos gelesen habe, finde ich die Vorstellung des Fingerfood bzw. BLW sehr spannend und v.a. den Gedanken, um das Breikochen herum zu kommen, ansprechend. Aber vielleicht fehlt mir dazu ein bisschen die Phantasie - ich meine, man kennt ja ganz typisch das Bild vom Baby im Hochstühlchen, das seinen Brei in den Mund gelöffelt bekommt (oder auch neben den Mund...).
Wie funktioniert das bei euch mit dem Essen ganz praktisch? Am Anfang lutschen die Kinder doch eher am Essen herum, oder? D.h. der Kleine würde ein Stück Essbares in die Hand bekommen, das kann ich mir noch vorstellen. Aber wie geht es dann weiter? Es dauert dann doch bestimmt lange, bis ein Kind ganze Portionen isst, oder? Interessieren sie sich von allein für Löffel/Gabel o.ä. oder muss man das richtig üben, mit Werkzeug zu essen? Habt ihr euren Kleinen dann gleich einen eigenen Teller mit "eigenem Essen" hingestellt oder von eurem Teller etwas abgegeben?
Ich weiß nicht, vielleicht sind das doofe Fragen und das passiert dann einfach ganz natürlich und ich mache mir zu sehr einen Kopf. Aber vielleicht kann ja jemand von euch mal erzählen, wie es bei euch so ablief in der Praxis?
Danke schonmal und viele liebe Grüße!
zwar steht bei uns die Beikost noch nicht an, aber ich habe immer gern das Gefühl, "vorbereitet" zu sein.
Nachdem ich hier u.a. die Grundinfos gelesen habe, finde ich die Vorstellung des Fingerfood bzw. BLW sehr spannend und v.a. den Gedanken, um das Breikochen herum zu kommen, ansprechend. Aber vielleicht fehlt mir dazu ein bisschen die Phantasie - ich meine, man kennt ja ganz typisch das Bild vom Baby im Hochstühlchen, das seinen Brei in den Mund gelöffelt bekommt (oder auch neben den Mund...).
Wie funktioniert das bei euch mit dem Essen ganz praktisch? Am Anfang lutschen die Kinder doch eher am Essen herum, oder? D.h. der Kleine würde ein Stück Essbares in die Hand bekommen, das kann ich mir noch vorstellen. Aber wie geht es dann weiter? Es dauert dann doch bestimmt lange, bis ein Kind ganze Portionen isst, oder? Interessieren sie sich von allein für Löffel/Gabel o.ä. oder muss man das richtig üben, mit Werkzeug zu essen? Habt ihr euren Kleinen dann gleich einen eigenen Teller mit "eigenem Essen" hingestellt oder von eurem Teller etwas abgegeben?
Ich weiß nicht, vielleicht sind das doofe Fragen und das passiert dann einfach ganz natürlich und ich mache mir zu sehr einen Kopf. Aber vielleicht kann ja jemand von euch mal erzählen, wie es bei euch so ablief in der Praxis?
Danke schonmal und viele liebe Grüße!
LG
auch vom Kleinen Mann (07/2012)
und dem noch kleineren Mann (05/2014)
auch vom Kleinen Mann (07/2012)
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- klimaforscherin
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- Wohnort: bei der Pyramide
Re: Fingerfood in der Praxis??
Am besten: Ausprobieren!
Banane habe ich ihm hingehalten, oder versucht, einen Teil abzuschälen, sonst war es zu glitschig. Ansonsten hatte er einen eigenen Teller und hat sich selbst bedient. Das meiste war eben in Pommesform geschnitten.
Gelutscht? Neee, eher abgebissen. Kauen konnte ich nicht wirklich feststellen. Er hat es dann geschluckt.
Anders hätte er nicht gegessen, oder zumindest hätte es Nerven gekostet. (Beginn ab 5,5 Monaten)
Die Portionen haben sehr variiert. Manchmal war ich erstaunt, dass er nachher noch Stillen wollte, einmal hat er danach 4 Stunden ausgehalten, dann gab es Phasen, wo er wieder nix gegessen hat. Sehr variabel das ganze.
Löffel nimmt er nur, wenn das Essen nicht mit den Fingern zu essen ist, also z.B. Joghurt. Beim Besteck bin ich selbst noch ratlos.
Banane habe ich ihm hingehalten, oder versucht, einen Teil abzuschälen, sonst war es zu glitschig. Ansonsten hatte er einen eigenen Teller und hat sich selbst bedient. Das meiste war eben in Pommesform geschnitten.
Gelutscht? Neee, eher abgebissen. Kauen konnte ich nicht wirklich feststellen. Er hat es dann geschluckt.
Anders hätte er nicht gegessen, oder zumindest hätte es Nerven gekostet. (Beginn ab 5,5 Monaten)
Die Portionen haben sehr variiert. Manchmal war ich erstaunt, dass er nachher noch Stillen wollte, einmal hat er danach 4 Stunden ausgehalten, dann gab es Phasen, wo er wieder nix gegessen hat. Sehr variabel das ganze.
Löffel nimmt er nur, wenn das Essen nicht mit den Fingern zu essen ist, also z.B. Joghurt. Beim Besteck bin ich selbst noch ratlos.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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Sibi
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Re: Fingerfood in der Praxis??
Ja, es dauert lange - zumindest hier wurden erst mit einem Jahr Mahlzeiten ersetzt.Tomma hat geschrieben: Wie funktioniert das bei euch mit dem Essen ganz praktisch? Am Anfang lutschen die Kinder doch eher am Essen herum, oder? D.h. der Kleine würde ein Stück Essbares in die Hand bekommen, das kann ich mir noch vorstellen. Aber wie geht es dann weiter? Es dauert dann doch bestimmt lange, bis ein Kind ganze Portionen isst, oder?
Da würde ich wirklich einfach abwarten. Wir haben ab 5-6 Monate immer mal einen Löffel vor den Mund gehalten - irgendwann wollte sie dann den Löffel in den Mund nehmen. Und sie hat dann auch schnell deutlich gemacht, was und ob sie von unserem Teller will. Sobald sie im Hochstuhl sitzen konnte, hat sie da fingerfood auf ihren kleinen Tisch bekommen und so ab 10-12 Monate auch Teller und Löffel. Ich kann im Nachhinein gar nicht so viel dazu sagen, außer, dass Kind halt immer dabei war beim Essen und dann hat sich das irgendwie ergeben. Es gab auch immer wieder Phasen, wo sie gar nichts gegessen hat oder sehr wenig, aber irgendwie habe ich mir da nie einen Kopf gemacht.Interessieren sie sich von allein für Löffel/Gabel o.ä. oder muss man das richtig üben, mit Werkzeug zu essen? Habt ihr euren Kleinen dann gleich einen eigenen Teller mit "eigenem Essen" hingestellt oder von eurem Teller etwas abgegeben?
Ich weiß nicht, vielleicht sind das doofe Fragen und das passiert dann einfach ganz natürlich und ich mache mir zu sehr einen Kopf. Aber vielleicht kann ja jemand von euch mal erzählen, wie es bei euch so ablief in der Praxis?
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Mondenkind
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- Registriert: 25.09.2008, 17:33
Re: Fingerfood in der Praxis??
Wir haben es von Anfang an so gemacht, dass sie bei den Mahlzeiten bei einem von uns auf dem Schoß saß, einen eigenen Teller hatte und da etwas Brauchbares für sie drauflag. Meist etwas von unserem Essen, anfangs noch ohne Soße und so. Also wenn wir Auflauf gegessen haben, hatte sie Kartoffeln und Blumenkohl, bei Nudeln mit Soße hatte sie Soße etc...Mal hat sie gegessen, oft auch nur gemantscht oder geworfen. Ziemlich bald als sie alleine im Stühlchen sitzen konnte, bekam sie auch Besteck hingelegt. Damit hat sie geworfen, aber auch mal mit der Hand Sachen drauf gepiekt und gegessen, jetzt isst sie meist ganz normal mit Besteck. Das gleiche mit Trinken, sie hat immer ein eigenes Becherchen, quasi von Anfang an.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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- klimaforscherin
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Re: Fingerfood in der Praxis??
Hm, ich lege immer Besteck zum Mittagessen hin, aber nicht der Hauch eines Interesses. Und er wird bald 2,5...
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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Mondenkind
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Re: Fingerfood in der Praxis??
Das ist sicherlich von Kind zu Kind unterschiedlich. Wird schon werden 
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
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EhMiKS
Re: Fingerfood in der Praxis??
krass wie unterschiedlich die kinder sind! hier ist besteck gerade besser/interessanter als das essen....klimaforscherin hat geschrieben:Hm, ich lege immer Besteck zum Mittagessen hin, aber nicht der Hauch eines Interesses. Und er wird bald 2,5...
- klimaforscherin
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Re: Fingerfood in der Praxis??
Naja, die Löffel waren auch zum "Topfschlagen" im Krabbelalter gut. Oder zum Verstecken. 
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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- Sakura
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Re: Fingerfood in der Praxis??
Es hängt alles von Deinem Kind ab. Hier gab es schnell einen eigenen Teller (Kunststoff), da Sachen wie Kartoffelpüree ja sonst über den ganzen Tisch verschmiert werden. Und da am Anfang, sobald sie satt war, der ganze Teller vom Tisch geworfen wurde. Wir haben ihr dann wieder und wieder erklärt, wenn sie etwas nicht mehr möchte oder satt ist, soll sie den Teller/das Lebensmittel einfach zu uns auf den Tisch stellen. Das funktioniert mittlerweile auch super.
Eigener Teller oder Mamas Teller war hier lange ein Thema. Kind hatte einen eigenen Teller, wollte aber lieber von Mamas Teller essen. Das habe ich am Anfang mitgemacht, aber ich hatte schnell keine Lust mehr, dass mein Essen in der hand zermatscht wird, in den Mund genommen, wieder ausgespuckt, draufgeniest.... Daher habe ich das dann bald nicht mehr erlaubt, und sagte, nein, das ist mein Essen, und das ist Dein Essen. Bis heute will das Mäusel lieber das, was auf unseren Tellern ist, auch wenn es exakt identisch ist. Ich sage bis heute hein, mein Mann gibt dann öfter mal nach, und tauscht die Teller mit ihr.
Anfangs wurde natürlich nur mit den Händen gegessen, aber Löffel und Gabel wurden dann schnell eingefordert, da Mama und Papa ja auch damit essen. Üben musst Du das mit Deinem Kind nicht, das übt es von alleine. Es beobachtet euch, und macht dann alles nach.
Portionsgröße war hier sehr schwankend. Es ging los mit einem Paukenschlag, dann wurde sehr lange nur gekostet und homöopathisch gegessen, dann wurden die Portionen wieder größer.... Das finde ich einen der Vorteile des BLW, Baby isst einfach soviel es mag vom Essen der großen, und Mama muss nicht ständig Brei wegschmeißen. Abgesehen davon hätte ich übrigens sehr gern Brei für mein Mäusel gekocht, aber sie wollte halt partout nicht
Eigener Teller oder Mamas Teller war hier lange ein Thema. Kind hatte einen eigenen Teller, wollte aber lieber von Mamas Teller essen. Das habe ich am Anfang mitgemacht, aber ich hatte schnell keine Lust mehr, dass mein Essen in der hand zermatscht wird, in den Mund genommen, wieder ausgespuckt, draufgeniest.... Daher habe ich das dann bald nicht mehr erlaubt, und sagte, nein, das ist mein Essen, und das ist Dein Essen. Bis heute will das Mäusel lieber das, was auf unseren Tellern ist, auch wenn es exakt identisch ist. Ich sage bis heute hein, mein Mann gibt dann öfter mal nach, und tauscht die Teller mit ihr.
Anfangs wurde natürlich nur mit den Händen gegessen, aber Löffel und Gabel wurden dann schnell eingefordert, da Mama und Papa ja auch damit essen. Üben musst Du das mit Deinem Kind nicht, das übt es von alleine. Es beobachtet euch, und macht dann alles nach.
Portionsgröße war hier sehr schwankend. Es ging los mit einem Paukenschlag, dann wurde sehr lange nur gekostet und homöopathisch gegessen, dann wurden die Portionen wieder größer.... Das finde ich einen der Vorteile des BLW, Baby isst einfach soviel es mag vom Essen der großen, und Mama muss nicht ständig Brei wegschmeißen. Abgesehen davon hätte ich übrigens sehr gern Brei für mein Mäusel gekocht, aber sie wollte halt partout nicht
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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Mondenkind
- Forumsleitung
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- Registriert: 25.09.2008, 17:33
Re: Fingerfood in der Praxis??
Anfangs hatten wir für sie auch Plastikteller/Tupperschalen zum essen, da Geschirr auch gern mal flog, wenn sie fertig war (das war auch bei der Großen damals schon so). ABer das hat sich jetzt gegeben und sie hat das gleiche Geschirr wie alle. Eben beim Frühstück hat sie sich zum ersten Mal ein Ei komplett selbst gepellt und dann gegessen. Das war total süß. Ich finde es so schön, den Kindern beim Entdecken zuzusehen. Das macht mir unglaublich Spaß.
GEmanscht/verteilt/Unerwünschtes runtergeschmissen wurde hier auch von beiden Kindern eine Zeit lang. Das gab sich aber bald wieder.
GEmanscht/verteilt/Unerwünschtes runtergeschmissen wurde hier auch von beiden Kindern eine Zeit lang. Das gab sich aber bald wieder.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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