Und dann gibt es die anderen Szenarien. Ich sehe, daß er muß. Also sage ich, komm wir gehen pinkeln. Er fängt gleich an vehement zu schreien, oder manchmal geht's bis wir tatsächlich im Bad sind, dann rennt er schreiend weg. Kurz darauf sind Hose und Boden naß.
Sollte ich ihn tatsächlich erfolgreich zum pinkeln überredet haben, kann er wirklich hervorragend loslassen. Auch wenn es nur ein vorbeugendes pinkeln, etwa bevor wir aus dem Haus gehen, ist. Und das freut mich schon sehr, denn als ich in der ersten Schwangerschaft von Windelfrei gelesen habe, war es gerade das "loslassen statt einhalten", was mich am meisten angesprochen hat. Also das Körpergefühl und Loslassenkönnen.
Aber diese Sträuberei! Manchmal macht es mich annähernd verrückt. Dazu kommt noch, daß der Herr Papa die Windelfreiheit nur gut findet, wenn es perfekt läuft. Wenn also eine Pfütze entsteht während er anwesend ist, bekomme auch ich geschimpft, und das wiederum verringert auch meine Freude an der Sache
Gestern hat sich Sohnemann sogar geweigert (und WIE!) zum Kacka auf's Klo zu gehen. Sonst macht er das immer! Und dann beim Bettfertigmachen aber wieder freudig ohne jegliches sträuben ins Klo gepinkelt. Ich erkenne da keinen Rhythmus, keine Gründe, keine Regel. Überkommt ihn da einfach manchmal sein "ich bin ich" und er meint, daß er mit in-die-Hose-machen mehr er selbst ist?!
Also KÖNNEN tut er's zweifellos, darum geht es nicht.
Ich wollte es einfach mal aufschreiben.
Ach ja, wir waren ja immer nur - und sind noch - teilzeit WF, und ich muß leider noch dazu berichten, daß es den jungen Mann in keinster Weise stört, eeeeeeeewig lange in nasser Windel (Stoffie) rumzulaufen. Wenn er die dann mal anhat, kriegt man ihn nämlich nicht so leicht wieder davon getrennt