Eltern mit Vornamen ansprechen

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Mayotte
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Re: Eltern mit Vornamen ansprechen

Beitrag von Mayotte »

Meine Mutter hat mir kürzlich auuch angeboten, sie nun als Omi mit Vornamen anzusprechen, aber ich komme irgendwie gar nicht damit klar und habe erst einmal abgelehnt. Irgendwie ist es so, als ob sie nicht mehr meine Mama/Mutter sein will (gefühlt).
Mich überrascht es echt, dass viele das so pragmatisch sehen. Ich finde das Mama sein und so genannt werden was echt tolles. Ich fühle mich da gra nicht auf die Funktion reduziert. Ich verbiete es meinen Kindern allerdings auch nicht, wenn sie mich mal so nennen, aber wenn sie es ausschlißlich machen würden, hätte ich ein Problem damit.

Und das manche onmis sich nicht Omi nennen lassen wollen, leuchtet mir auch gar nicht ein. Ist doch eigentlich eine Ehre und keine Altersbezeichnung. Ich kenne eigentlich keine Oma die nicht begeistert ist Oma zu sein. Ich kann mir das nur in ganz besonderen Konstellationen vorstellen. Deswegen wundert mich das, wenn ich höre, dass manche Omis nicht als Oma/Omi bezeichnet werden wollen.

Mein Mann nennt seine Mutter übrigens "Mutter". Das wiederum finde ich total furchtbar und ich hoffe sehr, dass meine Kinder das nie nie sagen werden. Da wäre mir dann der Vorname doch viel lieber.

@Lauretta
Mutti kann ich auch gar nicht hören. :roll:
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mäusekind
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Re: Eltern mit Vornamen ansprechen

Beitrag von mäusekind »

Mein eines Kind fing an mich mit "Schatz" anzureden. Woher das wohl kam...
Pauline2010
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Re: Eltern mit Vornamen ansprechen

Beitrag von Pauline2010 »

mäusekind hat geschrieben:Mein eines Kind fing an mich mit "Schatz" anzureden. Woher das wohl kam...
Hihi das hat meiner letztens auch gemacht "Schatz kooomm" :mrgreen:
Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Fluge, doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.
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hennnamae
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Re: Eltern mit Vornamen ansprechen

Beitrag von hennnamae »

Ich fände es für mich ganz schlimm, würden die Kinder zum Vornamen wechseln. Und ich würde es wahrscheinlich liebevoll unterbinden. Denn, auch wenn es für manche "nur" ein Titel ist, für mich ist es der Titel schlechthin. Ich genieße nichts so sehr auf der Welt, wie die Mama meiner Kinder zu sein. Das ist für mich das großartigste überhaupt, weshalb dieses Mama für mich etwas ganz besonderes und wertvolles ist. Mit diesem Titel angesprochen zu werden, ist jedes mal, egal ob ein "Maaaamaaaa, bin fertig!" oder "Mama, noch einen xten Nachtkuss bitte!", eine Ehre und ein Herzenswärmer. Ja, genauso würde ich es meinen Kindern erklären. IHRE Mama zu sein, ist einfach das größte, weshalb ich so so liebend gerne so angesprochen werde. Wenn sie sich komplett weigern würden..... Nein, ich glaube, dazu haben wir schlicht eine zu gute Beziehung :wink:
Übrigens sprechen wir die Kinder auch liebkosend öfters mit ihrer "Funktion" an. Mein allerliebstes Tochterkind. Der Sohnemann. Es ist so etwas wundervolles, in dieser Beziehung zu diesen kleinen tollen Menschen zu stehen, das kann auch ruhig Einzug in den Sprachgebrauch haben. Ich glaube, mittlerweile haben sie mitbekommen, wie sehr wir es lieben, ihnen wortwörtlich Mama und Papa zu sein.

Und ja, ganz ehrlich. Wir haben bei aller Gleichwertigkeit eine "hierarchische" Konstellation mit unseren Kindern. Wir definieren unsere Eltern-Kinder-Beziehung expliziet nicht partnerschaftlich. Denn als Mama und Papa sind wir da, um unsere Kinder zu schützen, ihnen ihr Kind-sein zu ermöglichen und bewahren. Das geht für uns nicht, wenn wir sie in die gleiche Entscheidungspflicht nehmen, in der wir uns befinden. Ist hier nicht das Thema, wurde aber als Argument gebracht. Deshalb habe ich da kein Problem, wenn darin, dass Eltern mit ihrem "Titel" angesprochen und Kinder mit ihrem Namen, eine hierarichische Struktur empfunden wird.
Mädel 12/2006
Bub 05/2010
Angora

Re: Eltern mit Vornamen ansprechen

Beitrag von Angora »

Wir haben hier noch ein anderes "Problem", einige Kinder rufen ihre Mütter ja "Mami". Mein Sohn ist dann jedesmal irritiert, denn bei ihm ist die Mamie seine französische Oma... Und er muss jedesmal nachfragen ,ob das Kind nun seine Mutter oder Großmutter meint ;-)
er hat übrigens auch immer genau hinterfragt, warum ich zu seiner Oma denn Mama sage. Ich fand, es war hilfreich, dass ich zu meiner Mutter noch Mama sage, denn so hat er die Verwandschaftsverhältnisse gut gelernt :-)
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