Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Was kommt nach dem Vollstillen?

Moderatoren: klecksauge, Mondenkind

sandra86
Profi-SuTler
Beiträge: 3457
Registriert: 19.05.2012, 00:20

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von sandra86 »

Ja das stimmt, aber je öfters ich (vorallem) mit kinderlosen Bekannten darüber gesprochen habe und jedes Mal eine Diskussion enstand (über Themen wie "Mit Flasche wär das nicht so!" "Wie der schläft bei euch im Bett?") habe ich darauf keine Lust mehr und sag einfach er würde durchschlafen und hab das Thema damit <1min durch und kann den Abend genießen! (Und denk mir immer "Lass die erstmal Kinder habeb!")
mit dem Großen 03/12, der Mittleren 11/13 und dem Mini 12/15

Don't waste your time or time will waste you
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von jusl »

warum steht dann auf Gläschen immer noch das "A" als Zeichen für "geeignet für allergiegefährdete Kinder"? Ich kann mir das nur so erklären, dass nur nichtstillende Mütter darauf achten müssen?
Das "A" gibt einfach nur an, dass nur wenige Einzelzutaten verarbeitet werden, und dass der Inhalt traditionell als weniger allergiegefährdend angesehen wird als andere Zutaten. Manche Mütter legen darauf "einfach so" Wert. Diese Kennzeichnung hat keinen wissenschaftlichen Hintergrund, sondern einen werbewirtschaftlichen.

LG
Julia
Athene79
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 628
Registriert: 10.04.2012, 13:55

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Athene79 »

Hallo,
Schlafen ist schon ein sehr großes Thema, es ist ja meistens das erste, nach dem man gefragt wird. Für mich ist es besser zu wissen, dass es normal ist, dass Babys oft aufwachen. Als ich mein 1.Kind bekommen habe, war ich gerade mit dem Studium fertig, hatte keine Freunde, die schon Kinder hatten, und erwartete ein Baby, wie ich es war. (mit 6 Wochen nur noch viermal (!) am Tag gegessen und 12h durchgeschlafen und immer glücklich und zufrieden, nie am Schreien,...)
Aber es ist auch verständlich, dass Du nicht die ganze Welt bekehren willst :wink:

Mit der "A"-Bezeichnung das finde ich sehr interessant. Ich war letztens in einem Restaurant, da standen die herum, und ich dachte: "Boah, warum haben die hier die uralten Gläschen stehen? Das ist ja total überholt." Und dann habe ich beim Einkaufen mal darauf geachtet und war ganz erstaunt, dass ganz viele Gläschen diese Bezeichnung haben.

LG
honigtopf2010
Profi-SuTler
Beiträge: 3921
Registriert: 22.11.2010, 21:29

Re: AW: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von honigtopf2010 »

Weil sich das dann besser verkauft :lol:
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
Athene79
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 628
Registriert: 10.04.2012, 13:55

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Athene79 »

Ja, hat Julia schon geschrieben.
Ist Pfirsich eigentlich allergen?
LG
Benutzeravatar
Vreni
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 934
Registriert: 27.01.2008, 00:33
Wohnort: östlich von München

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Vreni »

animaus hat geschrieben:Ich denke das alles bezieht sich auf die Studien zum Zöliakierisiko, dass wohl signifikant höher ist, wenn die Beikost (insbesondere in diesem Fall natürlich glutenhaltige Nahrungsmittel) vor dem 4ten oder nach dem 7ten Monat eingeführt wird. Dh soll laut der Studie nicht vor dem 4., aber auch nicht nach dem 6ten Monat unter Beibehaltung des Stillens Beikost eingeführt werden.
Das das ganze ua hier zu lesen ist, dürfte wohl kaum verwundern: Nestle Nutr Workshop Ser Pediatr Program. 2005;56:27-38; discussion 38-42.
Die Studie ist leider nicht frei zugänglich, und ich denke nicht, dass ich daher den Volltext hier reinkopieren darf.
Frei zugänglichen Abstract findet man hier
Es gibt noch zwei Studien von 2008.

Abstrakt 1: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18266825

Hier gehts darum, dass Beikosteinführung zwischen dem 4. und 6. Monat positiv zu bewerten ist im Hinblick auf die Vermeidung von Nahrungsmittelintoleranzen, Zölialkali und Inselzell-Autoimmunität, dabei haben auch noch andere Faktoren, z.B. Stillen einen positiven Einfluß.

Studie 2: http://pediatrics.aappublications.org/c ... 4.full.pdf

Hier gehts einfach darum, dass es keinen positiven Einfluß auf das Allergierisiko hat, wenn länger als 4 bzw. 6 Monate mit Beikosteinführung gewartet wird. Eventuell gibt es einen positiven Einfluß auf die Vermeidung von Ekzemen, wenn Beikost später eingeführt wird.
Schöne Grüße
von der Vreni (11/1983) mit Löwensohn (12/2007), Löwentochter (08/2009) und Erdbeerbaby (31.05.2014)

Pflanzenkost Blog
jusl
Jusl Almighty
Beiträge: 16020
Registriert: 19.03.2007, 10:54
Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von jusl »

Athene79 hat geschrieben:Ja, hat Julia schon geschrieben.
Ist Pfirsich eigentlich allergen?
LG
Nur für Pfirsich-Allergiker. ;-)

(Man kann Nahrungmittel nicht in "allergen" und "nicht-allergen" aufteilen. Letztlich kann man auf ALLES mit Allergien reagieren. Es gibt aber Nahrungsmittel, die HÄUFGIER Allergie auslösen als andere. Eher häufig: Milch, Weizen, Ei... beispielsweise. Eher selten: Reis, Rindfleisch, Bananen...)
Athene79
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 628
Registriert: 10.04.2012, 13:55

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Athene79 »

OK. Ich war mir da unsicher, weil ich einige mit Pfirsichallergie kenne und letztes Mal selber darauf reagiert habe. Also ist es nur so "mittelschlimm", wenn man eine Rangliste erstellen würde? Ich weiß, ich habe zu viele Fragen... :roll:

Und jetzt keine Frage, sondern vielleicht eine Anmerkung für die Beikostinformation. Ich habe heute mal wieder gelesen, dass gesteigertes Stillbedürfnis auch ein Zeichen für Beikostreife sei, welches aber laut meiner Ex-Stillberaterin eigentlich für vier Monate normal sei.
LG
Athene79
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 628
Registriert: 10.04.2012, 13:55

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Athene79 »

Die Pfirsichfrage hat sich erledigt, die Pfirsiche bekommen sogar ein "A" bei H*IPP.
Fchen
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1364
Registriert: 13.07.2012, 16:30

Re: Studie Beikosteinführung ab 4 Monate

Beitrag von Fchen »

Vreni hat geschrieben:
animaus hat geschrieben:Ich denke das alles bezieht sich auf die Studien zum Zöliakierisiko, dass wohl signifikant höher ist, wenn die Beikost (insbesondere in diesem Fall natürlich glutenhaltige Nahrungsmittel) vor dem 4ten oder nach dem 7ten Monat eingeführt wird. Dh soll laut der Studie nicht vor dem 4., aber auch nicht nach dem 6ten Monat unter Beibehaltung des Stillens Beikost eingeführt werden.
Das das ganze ua hier zu lesen ist, dürfte wohl kaum verwundern: Nestle Nutr Workshop Ser Pediatr Program. 2005;56:27-38; discussion 38-42.
Die Studie ist leider nicht frei zugänglich, und ich denke nicht, dass ich daher den Volltext hier reinkopieren darf.
Frei zugänglichen Abstract findet man hier
Es gibt noch zwei Studien von 2008.

Abstrakt 1: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18266825

Hier gehts darum, dass Beikosteinführung zwischen dem 4. und 6. Monat positiv zu bewerten ist im Hinblick auf die Vermeidung von Nahrungsmittelintoleranzen, Zölialkali und Inselzell-Autoimmunität, dabei haben auch noch andere Faktoren, z.B. Stillen einen positiven Einfluß.

Studie 2: http://pediatrics.aappublications.org/c ... 4.full.pdf

Hier gehts einfach darum, dass es keinen positiven Einfluß auf das Allergierisiko hat, wenn länger als 4 bzw. 6 Monate mit Beikosteinführung gewartet wird. Eventuell gibt es einen positiven Einfluß auf die Vermeidung von Ekzemen, wenn Beikost später eingeführt wird.
Danke für das tolle Post!
Liebe Grüße,

Euer Fchen

ClauWi GK (02/13) und MK (08/13) und FoBi (09/14)
Antworten

Zurück zu „Beikost und Familientisch“