Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Moderator: Giraeffchen
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Nochwas: Nicht besser weiß? Sorry, aber wer stellt denn derart sein Gefühl ab??? Nur, weil man es nicht besser weiß ist man also berechtigt, sein Kind zu schlagen oder einen anderen Menschen Gewalt anzutun? Ich würde einen solchen Besuch bitten zu gehen. Wenn Mütter wie wir, die es besser wissen! nicht radikaler zeigen, was wirklich falsch ist, dann sehen wir doch genauso weg, wie Leute, die ihre Tür verschließen vor Nachbarn, die ihre Kinder schlagen....!!

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simone23
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Wir lassen und haben unsere Kinder bei schreien lassen wenn sie schreien dann haben sie auch was und brauchen ein
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Fliegenpilz
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Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Mein Kind schreit beim einschlafen. Vor den Bauch gebunden, auf den Rücken gebunden, im Arm und auch im Bett neben uns. Abgelegt schläft sie am besten. Also liege ich jeden Tag 4-5 mal mit einem schreienden Kind im Bett und hoffe, dass sie schnell einschläft.
Ist das schreien lassen?
Ist das schreien lassen?


- zierfisch
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
@Fliegenpilz: ich finde nicht, deinem Kind „hilft“ nichts. Außer, dass du da bist. Wenn es weinen würde, weil es stillen/auf den arm/sonst was wollte, du ignorierst das, wäre es DAS schreien lassen. Aber du bist bei deinem Baby und begleitest es.
Beim Mausi war es das gleiche, nur dass bei ihm auf dem arm am besten geholfen hat. Da hat er sich ausgeweint und konnte dann einschlafen.
Beim Mausi war es das gleiche, nur dass bei ihm auf dem arm am besten geholfen hat. Da hat er sich ausgeweint und konnte dann einschlafen.
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
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Fliegenpilz
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Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Sie weint sich auch aus und pennt dann ein. Nicht aus Erschöpfung sondern weil sie einfach irre müde ist. Das geht mal besser und sie schläft schnell und manchmal zieht es sich ewig. Nehme ich sie auf den Arm, dann hört sie auf zu weinen, schläft aber nicht. Das heißt, sie bleibt weiter wach auf meinem Arm, kuschelt, wird immer mauliger und kreischt irgendwann völlig verzweifelt weil man sie nicht schlafen "lässt". Hach, das Kind bringt mich zur Zeit an meine Grenzen 


- zierfisch
- Miss SuTiversum
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
PS: der erste Satz soll heißen, ich finde nicht, dass du dein Kind schreien lässt... Tschuldigung, war missverständlich...
Bärchen (09/08) & Mäuserich (04/11)
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Lösche Benutzer 11664
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Meine beste Freundin hat jetzt ihre Tochter (mein Patenkind) geferbert und ist absolut überzeugt davon. Es hat auch ganz schnell geklappt und die kleine Maus schläft jetzt auf die Minute genau um die gleiche Zeit ein. Miittags und abends.
Naja, wir haben in der Kindererziehung sowieso nie die gleiche Meinung. Hätten wir uns erst mit Kindern kennen gelernt, wären wir wohl nie Freunde geworden, denn Stillen ist heutzutage ja nicht mehr nötig, bei der guten Säuglingsnahrung, die es gibt...
Egal es geht ja hier um Schlaftraining und das hat bei ihr natürlich ganz toll geklappt, bei meinem Sohn würde ich wahrscheinlich einen unglaublichen Schaden anrichten, der braucht mich wirklich sehr und muss nie schreien (wirklich noch nie), aber er schreit auch nur ganz selten.
Ich kann dieser Freundin einfach nicht begreiflich machen, warum ich von Ferbern nichts halte und mein Sohn weiter an meiner Brust/im Tuch/auf dem Arm einschlafen darf.
Wir reden uns normalerweise nicht rein (auch nicht, wenn sie den BB benutzt), aber dass sie das nicht versteht, nagt wirklich an der Freundschaft.
Wie kann man das erklären, wenn sie ihrer Meinung nach einen so tollen Erfolg hatte?
Naja, wir haben in der Kindererziehung sowieso nie die gleiche Meinung. Hätten wir uns erst mit Kindern kennen gelernt, wären wir wohl nie Freunde geworden, denn Stillen ist heutzutage ja nicht mehr nötig, bei der guten Säuglingsnahrung, die es gibt...
Egal es geht ja hier um Schlaftraining und das hat bei ihr natürlich ganz toll geklappt, bei meinem Sohn würde ich wahrscheinlich einen unglaublichen Schaden anrichten, der braucht mich wirklich sehr und muss nie schreien (wirklich noch nie), aber er schreit auch nur ganz selten.
Ich kann dieser Freundin einfach nicht begreiflich machen, warum ich von Ferbern nichts halte und mein Sohn weiter an meiner Brust/im Tuch/auf dem Arm einschlafen darf.
Wir reden uns normalerweise nicht rein (auch nicht, wenn sie den BB benutzt), aber dass sie das nicht versteht, nagt wirklich an der Freundschaft.
Wie kann man das erklären, wenn sie ihrer Meinung nach einen so tollen Erfolg hatte?
- Giraeffchen
- Moderatoren-Team
- Beiträge: 5639
- Registriert: 10.01.2011, 15:31
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Ich glaube, dass das etwas ist, was von vielen Menschen einfach nicht zugelassen wird. Sie wollen (können?) den Schmerz nicht sehen, den Kinder leiden, die geferbert werden, sie begeben sich nicht auf deren Augenhöhe und in ihre Gefühlswelt, sie erinnern sich nicht daran, wie es ihnen erging als (kleines) Kind.
Oft Ferbern die Menschen, die selber geferbert wurden (ohne, dass es den Begriff damals schon gegeben hätte).
Sie haben innerlich den Schmerz darum abgespalten und vermeintlich vergessen, wie schlimm das war, ganz oft kommt ja auch der Satz vom 'hat mir ja auch nicht geschadet'.
Da kannst du nichts tun, um zu überzeugen.
Und sie HAT ja einen tollen Erfolg, keinerlei Schlafprobleme mehr, punktgenaues Einschlafen, freie, ruhige Abende.
Um von dem Punkt aus dorthin zu gelangen, wo du stehst, müssen viele verschiedene Schritte gegangen werden.
Und die Erkenntnis, das Ferbern dem Kind (sehr!) schadet, die schmerzt dann ja auch wiederum, weil man es dem eigenen Kind zugemutet hat.Das auszuhalten und zuzulassen ist ja alleine schon eine Wahnsinnsleistung.
Ich merke, dass ich mich innerlich von den Menschen entferne, die in wesentlichen Dingen (zu denen ich z.B. Gewalt zähle - wobei meine Definition von Gewalt sich schon wieder erheblich von der anderer unterschiedet - , ob jemand stillt oder nicht oder im BB trägt, ist für mich gar kein Thema) ganz anders eingestellt sind. Weil ich für mich auch ausstrahle, dass ich 'anders' bin.
Und ich denke, dass sind Prozesse, die ersts schleichend beginnen, aber dann irgendwann doch soweit fortgeschritten sind, dass ein zwangloses Miteinander immer schwieriger wird.
Oft Ferbern die Menschen, die selber geferbert wurden (ohne, dass es den Begriff damals schon gegeben hätte).
Sie haben innerlich den Schmerz darum abgespalten und vermeintlich vergessen, wie schlimm das war, ganz oft kommt ja auch der Satz vom 'hat mir ja auch nicht geschadet'.
Da kannst du nichts tun, um zu überzeugen.
Und sie HAT ja einen tollen Erfolg, keinerlei Schlafprobleme mehr, punktgenaues Einschlafen, freie, ruhige Abende.
Um von dem Punkt aus dorthin zu gelangen, wo du stehst, müssen viele verschiedene Schritte gegangen werden.
Und die Erkenntnis, das Ferbern dem Kind (sehr!) schadet, die schmerzt dann ja auch wiederum, weil man es dem eigenen Kind zugemutet hat.Das auszuhalten und zuzulassen ist ja alleine schon eine Wahnsinnsleistung.
Ich merke, dass ich mich innerlich von den Menschen entferne, die in wesentlichen Dingen (zu denen ich z.B. Gewalt zähle - wobei meine Definition von Gewalt sich schon wieder erheblich von der anderer unterschiedet - , ob jemand stillt oder nicht oder im BB trägt, ist für mich gar kein Thema) ganz anders eingestellt sind. Weil ich für mich auch ausstrahle, dass ich 'anders' bin.
Und ich denke, dass sind Prozesse, die ersts schleichend beginnen, aber dann irgendwann doch soweit fortgeschritten sind, dass ein zwangloses Miteinander immer schwieriger wird.
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Simsam
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Also mein Kleiner(20 Monate) schläft -bis auf wenige Ausnahmen - auch sehr regelmäßig.Was vermutlich daran liegt, dass er einen großen Bruder hat der schon zur Schule geht, was einen entsprechenden Schlaf-Wach-Rhytmus für die GANZE Familie mit sich bringt. In den Ferien verschiebt sich alles etwas nach hinten, aber wir packen den Wechsel immer ganz gut. Und schreien lassen gibt es bei uns nicht, er schläft mittlerweile zumindest einen Teil der Nacht im eigenen Bett, dass aber gleich neben unserem steht. Beim Großen hab ich das leider gemacht, ich war damals noch sehr jung, allein, und hatte als Ratgeber nur Leute der älteren Generation und außerdem die Elternsprechstunde gelesen, wo das auch empfohlen wird. Im nachhinein tut es mir tierisch leid, dass ich nicht kapiert habe dass es auch anders geht. Zumal es beim ersten Kind auch leichter zu verkraften ist, wenn die Nächte etwas kürzer sind, da keine Geschwister drunter leiden. Ich versuche es heute noch gut zu machen, indem er immer bei uns schlafen kann wenn er das möchte. (Er ist jetzt 9, genießt das aber immer noch. Manchmal soll es auch nur die Mama oder der (neue) Papa sein, die mit ihm in einem Zimmer schlafen, manchmal soll die ganze Familie in denselben Raum, je nach Laune, und manchmal will er auch einfach in Ruhe in seinem Bett lesen und allein schlafen.)
Traurig dass sowas den Müttern immer noch empfohlen wird...
Traurig dass sowas den Müttern immer noch empfohlen wird...
-
sinira
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 87
- Registriert: 21.09.2012, 19:52
- Wohnort: zu Hause
Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen
Ich denke es ist doch ein so sicherres Zeichen, dieses Gefühl, wenn das Kind im Nachbarzimmer schreit und man möchte mitheulen oder hat wenigstens ein flaues Gefühl. Und auf dieses Gefühl sollte man dann auch hören. Klar kann es nerven wenn die Kleine nach 2 dreimal trösten und wiederhinlegen immer noch nicht in den Schlaf findet. Aber - einfach "ausbrüllen" lassen - find ich total unmenschlich. Wer kann so was ratSchlagen in der heutigen ach so aufgeklärten Zeit.
Gruß von Sinira mit Salome (11/06) und Samira ( 2/09)


