manno, auf meine frage "wie war das denn gemeint " wollte ich sicherich KEINE Mamabetreuung vs KiTabetreuung lostreten. Ich finde, dass muss jede Familie für sich selbst entscheiden welches Modell passt und welches nicht. Pauschalurteile KiTabetreuung ist schlecht ist genauso doof wie zu sagen "Nur bei Mama gehts dem Kind gut".
Wieso müssen wir Mütter uns bei diesen Themen denn immer die Köpfe einschlagen? Is doch vollkommen egal, welches Fam. Modell jemand wählt, solange es der ganzen (!!) Familie dabei gut geht.
Diskussion um frühe Kitaplätze von Jesper Juul
- Joyfullmom
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 926
- Registriert: 19.02.2010, 10:55
- Wohnort: Hannover
- Kontaktdaten:
Re: Diskussion um frühe Kitaplätze von Jesper Juul
fra, es endet immer so. und wenn es anfängt ums geld zu gehen ganz besonders. und solange die verschiedenen parteien, zumindest als lippenbekenntnis die eine oder die andere lösung bevorzugen.Fra hat geschrieben:manno, auf meine frage "wie war das denn gemeint " wollte ich sicherich KEINE Mamabetreuung vs KiTabetreuung lostreten. Ich finde, dass muss jede Familie für sich selbst entscheiden welches Modell passt und welches nicht. Pauschalurteile KiTabetreuung ist schlecht ist genauso doof wie zu sagen "Nur bei Mama gehts dem Kind gut".
Wieso müssen wir Mütter uns bei diesen Themen denn immer die Köpfe einschlagen? Is doch vollkommen egal, welches Fam. Modell jemand wählt, solange es der ganzen (!!) Familie dabei gut geht.
Großer Burder (98), Wintermädchen (2010), Junibaby (2012) und Lillebror(2014)
- Amber
- Power-SuTler
- Beiträge: 6425
- Registriert: 30.01.2010, 16:44
Re: Diskussion um frühe Kitaplätze von Jesper Juul
Naja, der Begriff "Wohlfühlen" ist nunmal nicht so leicht zu definierten. Üblicherweise erledige ich den Haushalt, wenn die Kinder in der Krippe sind. Sind einer oder beide unter der Woche mal zu hause, dann macht ihnen die Hausarbeit keinen Spaß mehr. Anfangs fanden sie ja Wäsche aufhängen oder beim Kochen helfen toll, als sie aber gemerkt haben, dass man das öfters machen muss und es zur Routine wird, da fing es an sie zu langweilen. Wobei meine beiden auch sehr aktive kleine Racker sind... Wenn sie die Wahl haben zwischen daheim bei Mama mit Hausarbeit und Spielen in der Krippe dann entscheiden sie sich für (die sehr gute private) Krippe.Fra hat geschrieben:Was genau willst du denn damit sagen ?Amber hat geschrieben:Meine Gedanken... Wie "wohl" fühlen sich denn die Kinder, wenn sie von Mama betreut werden, die zuerst die Wäsche macht, dann staubsaugt, kocht und abspült?
Ich kenne die Erzieherinnen meiner Kinder. Wenn von einem Fachmann allen Erziehern pauschal eine "kurze und eher dürftig Ausbildung" unterstellt wird, dann lässt mich das meine bisher gute Meinung von ihm überdenken. Sicher, in einigen Kinderbetreuungseinrichtungen läuft nicht alles toll, genauso wenig wie bei manchen Tagesmüttern oder auch in manchen Familien. Was aber meiner Meinung nach weniger an der langdauernden Erzieherausbildung liegt sondern eher an den klammen Kassen der öffentlichen Hand. Das wir da auch in Zukunft leider nicht viel erwarten können, zeigt die Aussage von Politikern, dass Schlecker-Frauen zu Erziehern (oder so was ähnlichem) umgeschult werden sollen. Scheinbar meinen viele, dass der Beruf in einer Kurzschulung vom Arbeitsamt erlernt werden kann...Fra hat geschrieben:Kennst du ErzieherInnen bzw hast du welche in deinem näheren Umfeld ? Hast du dich schon mal mehr mit den Inhalten einer ErzieherInnen Ausbildung befasst?
Zurück zum Artikel: je nachdem was man von Krippen hält, kann man die Zahlen auch umdrehen: Wow, fast 80 % der Jungs und fast 90 % der Mädchen fühlen sich in ihrer Einrichtung wohl! Super!
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
-
Potsdame
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1805
- Registriert: 14.07.2011, 18:07
Re: Diskussion um frühe Kitaplätze von Jesper Juul
Amber hat geschrieben: Zurück zum Artikel: je nachdem was man von Krippen hält, kann man die Zahlen auch umdrehen: Wow, fast 80 % der Jungs und fast 90 % der Mädchen fühlen sich in ihrer Einrichtung wohl! Super!
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen 
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
-
EhMiws
Re: Diskussion um frühe Kitaplätze von Jesper Juul
Da bin ich ganz bei dir.Ich merke, dass bei meinem Kind auch, dass die Erledigung von Alltagsaufgaben einfach nicht mehr ausreichen um mein Kind "zufriedenzustellen". Mein Kind fordert andere Spielpartner ein und will sich anderen Dingen widmen. Besonders der Abguckeffekt bei anderen Kindern fehlt da einfach. Ich bin seine Mutter und nicht sein (Ganztags) Spielpartner.Naja, der Begriff "Wohlfühlen" ist nunmal nicht so leicht zu definierten. Üblicherweise erledige ich den Haushalt, wenn die Kinder in der Krippe sind. Sind einer oder beide unter der Woche mal zu hause, dann macht ihnen die Hausarbeit keinen Spaß mehr. Anfangs fanden sie ja Wäsche aufhängen oder beim Kochen helfen toll, als sie aber gemerkt haben, dass man das öfters machen muss und es zur Routine wird, da fing es an sie zu langweilen. Wobei meine beiden auch sehr aktive kleine Racker sind... Wenn sie die Wahl haben zwischen daheim bei Mama mit Hausarbeit und Spielen in der Krippe dann entscheiden sie sich für (die sehr gute private) Krippe.
Ich habe dich auch nur gefragt, weil ich nicht genau wusste , was du genau meintest...
Fra hat geschrieben:Kennst du ErzieherInnen bzw hast du welche in deinem näheren Umfeld ? Hast du dich schon mal mehr mit den Inhalten einer ErzieherInnen Ausbildung befasst?
So hatte ich das gar nicht aufgefasst. Allerdings denke ich, war das eher eine europäische Sicht auf die deutsche ErzieherInnen Ausbildung.Ich kenne die Erzieherinnen meiner Kinder. Wenn von einem Fachmann allen Erziehern pauschal eine "kurze und eher dürftig Ausbildung" unterstellt wird, dann lässt mich das meine bisher gute Meinung von ihm überdenken.
.Was aber meiner Meinung nach weniger an der langdauernden Erzieherausbildung liegt sondern eher an den klammen Kassen der öffentlichen Hand
Oder an dem Bild, was viele von dieser Arbeit halten: Kaffee trinken, Kind bespaßen. So sehen es doch wirklich viele. Das ErzieherInnen immer auch eine pädagogische Sicht einbringen, vergessen anchscheinend viele. Ich halte das echt für einen harten Job, der sicherlich auch viel Freude bringt aber auch auslaugt. UND mega schlecht bezahlt ist!!
Da ging es eher darum WIE das rübergebracht worden ist: " Ihr seid nun arbeitslos? Werdet doch einfach Erzieher!" Sooo geht das ja nun auch nicht. Allerdings sind auch viele sogenannte "Schlecker - Frauen " Mütter, die in Teilzeit arbeiten. Da liegt der Verdacht schon nahe, dass diesen Frauen ein Erzieherjob gefallen könnte. Ich finde, genauso gut, können diese Frauen auch noch andere Interessen und Qualifikationen für andere Jobs haben. Wenns passt und derjenigen Spass macht, okay, aber pauschal das allen vorzuschlagen ist echt ein Witz!Das wir da auch in Zukunft leider nicht viel erwarten können, zeigt die Aussage von Politikern, dass Schlecker-Frauen zu Erziehern (oder so was ähnlichem) umgeschult werden sollen. Scheinbar meinen viele, dass der Beruf in einer Kurzschulung vom Arbeitsamt erlernt werden kann...
Zurück zum Artikel: je nachdem was man von Krippen hält, kann man die Zahlen auch umdrehen: Wow, fast 80 % der Jungs und fast 90 % der Mädchen fühlen sich in ihrer Einrichtung wohl! Super!
Da hast du natürlich Recht!
-
Feuerkind
- Power-SuTler
- Beiträge: 6745
- Registriert: 26.01.2011, 11:24
- Wohnort: Ba-Wü
Re: Diskussion um frühe Kitaplätze von Jesper Juul
Da sagst du was...luna24 hat geschrieben: Ich habe den Artikel allerdings auch nicht als Kritik an der Krippenbetreuung verstanden (und noch weniger als Kritik an den Eltern, die diese in Anspruch nehmen), sondern als Aufruf an die Politik, die Frage der Betreuungsqualität stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Und das halte ich für DRINGEND nötig. Ich arbeite ja im Bereich der Krippenforschung, und ja, es gibt sehr gute Krippen - aber die sind doch eher selten - und neben viel Mittelmaß gibt es eben auch sehr schlechte Krippen, wo man wirklich von Kindeswohlgefährdung sprechen kann. Und so lange es keine flächendeckenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung gibt, solange finde ich eine generelle Empfehlung pro Krippe sehr schwierig. Klar ist der Betreuungsschlüssel da kein Allheilmittel, aber doch eine wesentliche Grundvoraussetzung. Die beste Erzieherin kann nicht gleichzeitig ein Kind wickeln, ein Kind füttern und ein drittes Kind trösten ohne dabei unter Stress zu geraten... Ausbildung/Bezahlung/Anerkennung finde ich ebenfalls sehr wichtige Punkte: es ist einfach demotivierend bei schlechter Bezahlung einen sehr anspruchsvollen Job unter oft schlechte Arbeitsbedingungen zu machen. Und ich finde, es ist eine wichtige Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, nicht nur ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen, sondern ausreichend gute Plätze zur Verfügung zu stellen.
Ich bin eine dieser Fachkräfte, nach denen so laut gerufen wird...Immerhin hört man überall "Fachkräftemangel, holt Fachkräfte in unsere KiTas!"
Ich gehe in die KiTa, ja, weil es schon immer mein Wunsch war und weil ich am Kind arbeiten will und mir das wichtiger ist, als Karriere und Verdienst.
Aber ich bin eine von in meinem Jahrgang 45. davon gehen höchstens 10% nun in die KiTa, der Rest nicht, da die Bezahlung und die Arbeitsumstände teilweise einfach zu schlecht sind.
Man kämpft als junge, studierte Kraft oft gegen Windmühlen und eingefahrene Regeln, die pädagogisch mehr als fragwürdig sind. Und hört sich dann oft an "Die jungen Dinger von der Uni, haben doch keine Ahnung, wir machen das schon immer so" usw usw Ihr glaubt nicht über was für absurde Regeln wir in Seminaren und Fallberatungen diskutiert haben, die alle aus echten KiTas aus dem Jahre 2012 stammten...
Ich sage nach meiner Erfahrung: die Fachkräfte sind da(nicht genug, bei weitem nicht, aber sie sind da), aber es gibt eben wenig Motivation auch direkt "ins feld" zu gehen, ich denke die Arbeit muss einfach besser anerkannt werden und das nicht nur finanziell.
Ich habe mich dazu entschlossen in einer Krippe zu arbeiten, eben weil ich denke dass in dem Bereich noch viel getan werden muss und teilweise noch in den Kinderschuhen steckt und ich mein mögliches dazu beitragen will die Betreuung zu verbessern.
Dafür müssen aber auch die rahmenbedingungen stimmen, damit ich nach meiner Auffassung "gut" arbeiten kann. dazu gehören ausreichende Räumlichkeiten, ein stimmiges pädagogisches Konzept, mit dem ich mich identifizieren kann und ja auch ein ausreichender Betreuungsschlüssel.
Den Blick mehr auf die Qualität als auf die Quantität zu richten finde ich dementsprechend einen wichtigen ansatz.
Denn wo werden die Fachkräfte gehen? wenn ich mein Umfeld ansehe, wir suchen uns natürlich die KiTas in denen für uns die Rahmenbedingungen stimmen, nicht nur die finanziellen, sondern die um eben pädagogisch arbeiten zu können. Das kann ich in einer Kita in der ständige unterbesetzung herrscht zB nicht, da ich dann nur dabei bin mir Müh und Not die Grundbedürfnisse der Kinder zu erfüllen...
es gibt so viele gute KiTas, so viele gute Ansätze, aber auch so viele weniger gute. Es bräuchte bessere kontrollen und qualitätsstandards...
Und bessere Ausbildungen. Ich maße mir an das zu beurteilen, weil ich eine solche Ausbildung durchlaufen habe. Mit mir haben auch einige Erzieherinnen studiert, also auch da habe ich somit einen Einblick erhalten, ebenso wie ich durch mein Studium die Studiengänge der Kindheitspädagogik kennen gelernt habe. Auch hier steckt noch vieles in den Kinderschuhen, aber es passiert einiges!
Allerdings muss man auch sagen, dass auf der einen Seite mehr studierte Fachkräfte gefordert und gesucht werden (der arbeitsmarkt ist riesig momentan), auf der anderen Seite wird es aber eben nicht anerkannt.
Man steigt als studierte Kraft mit dem selben oder sogar einem schlechteren Gehalt ein, als eine ausgebildete und dann wundern sich viele, warum die Fachkräfte nicht in die KiTas wollen?
Ich möchte damit auf keinen Fall sagen, dass Erzieher/innen schlecht sind oder schlecht ausgebildet sind und nun alle Kräfte studieren sollten. nein, aber ich denke, dass es Mischungen geben sollte, da die Ausbildungen in verschiedene Richtungen gehen und man im Austausch miteinander aus einem Erfahrungsaustausch sicher viel machen kann!
Ich habe mir während der Jobsuche einige KiTas angesehen und bei vielen geht der Trend dahin Sozialpädagogen, Kindheitspädagogen und Erzieher im Team zu mischen, was ich sehr gut und sinnvoll finde!
Allerdings ersetzt keine noch so gute Ausbildung eine gewisse persönliche Grundhaltung und Eignung.
Denn ich habe auch trotz vielen schönen und interessanten Diskussionen Sachen erlebt mit angehenden (nun fertigen) Pädagoginnen, da kann ich nur den Kopf schütteln und hoffen, dass manche einfach nie auf Kinder losgelassen werden...
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein... [ASP- Duett]
Feuerkind mit Nachtdämonin (11/14) und der Starken(6/19)
Feuerkind mit Nachtdämonin (11/14) und der Starken(6/19)