Liebe Margarete,
ich komme erst jetzt dazu, Deinen Bericht einmal von Anfang bis Ende und aufmerksam zu lesen und ich fühle mich so bestätigt in dem, was ich mache!!!
Auch ich hatte mit meiner Hebamme über die Einfrührung von Beikost gesprochen und hatte so eine angst davor, denn ich liebe unsere hart erkämpfte Stillbeziehung und wollte sie um nichts in der Welt aufgeben oder wieder hergeben. Ausserdem ist mein Baby doch noch soviel Baby und was, ausser Mamamilch, soll da in seinen Mund!? Und meine Hebamme (zwischenzeitlich eine liebe Bekannte) hat mir gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen und vor allen Dingen mich nicht verrückt, daß würde schon alles kommen, wie es kommen müsste.
Unser Homöopath hat mir das gleiche gesagt und dazu auch noch:
"Frau Verena, machen sie sich mal keine Gedanken. Ich habe eine Patientin, die still nun schon 18 Monate voll!!!!"
Meine Ma, meine Oma und Nils mein Mann haben mich die ganze Zeit bestärkt, es doch so zu machen, wie ICH, wie Lilith und ich es für Richtig halten und doch haben mich schlussendlich die Sprüche meiner Schwiegermutter

dazu verleitet einen Brei aus Kartoffeln zu kochen (sie sprach von Möhren, aber die fallen VÖLLIG weg, da Lilith eine Neurodermitis hat) und diesen Lilith zu füttern.
Alleine schon die Tatsache meinem Baby was anderes als den Busen zu geben hat mich traurig gemacht und sie hat erst mit Verweigerung reagiert, aber das sei ja normal hatte ich im Hinterkopf (klar ist das normal, wenn man etwas nicht will, verweigert man es)
Dennoch hat es mich eigentlich in meinem Tun, sie nicht zu füttern, bestätigt!
Das ganze Ding haben wir 5 Tage gemacht und dann habe ich gesagt: "Ende basta, ich will das nicht, ich mach das nicht, ich KANN das nicht!"
Der Spuk hat angefangen, als Lilith 7 Monate war und hat aufgehört, als Lilith 7 Monate und 5 Tage war.
Seitdem wird sie wieder vollgestillt und wir lieben es! Ausserdem spüre ich, daß es richtig ist, sie zeigt mir, daß es richtig ist!
Jedwede Versuche ihr doch einmal etwas zu geben (ein Stück Brot, 'ne Dinkelstange oder ein Stück Reiswaffel) sind schnell gescheitert, denn Lilith hat alsbald mit Erbrechen und/oder Fieber reagiert und jetzt lassen wir es ganz. Nichtmal mehr das "gönnen" wir ihr
Sie sitzt dabei wenn wir essen und spielt mit ihren Sachen, sie schaut mal,aber sie interessiert sich nicht dafür. Aber für den Busen interessiert sie sich immer
Es ist richtig so, wie wir es machen und es freut mich, hier auf Gleichgesinnte zu treffen, von denen ich vielleicht noch etwas lernen kann!!!
Danke und liebe Grüße
P.S. Der Schwiegermutter haben wir nienicht von dem Beikostversuch erzählt, geht sie nichts an und in der Zwischenzeit überhöre ich zumindest diese Sprüche von ihr, daß das Kind ja nun endlich mal etwas richtiges bräuchte und nehme mir mehr und mehr meine 89 jährige Großmutter zum Vorbild die dauernd sagt: "Kind, solange du stillen kannst, stille den kleinen Engel, denn es gibt nichts besseres für dein Kind. Ich wünschte ich hätte deinen Vater länger als 4 Monate stillen können. Es war so schön. Geniess es, solange du kannst!"