Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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hajar
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von hajar »

klingt ja toll, was ihr alle so macht...
wir haben gerade das problemchen, dass unser sohn (jetzt gut 3), nicht mit der schwiegerfamilie auf marokkanisch telefonieren mag. wir finden das so schade. die würden sich schon freuen, wenn er einfach was auf deutsch sagt, auch wenn sie kein wort verstehen... aber er ist da so, hm - schüchtern trifft es nicht ganz.... als er anfing zu sprechen, hat er schon öfters mit ihnen am teleefon geredet. aber jetzt, wo er schon soviel könnte, mag er partout nicht. irgendwelche ideen? es könnte natürlich sein, dass er sich in der sprache nicht sicher genug fühlt. da könnte ihm evtl helfen, wenn wir alle zuhause mehr marokkanisch sprechen würden. oder öfter telefonieren, meist schaffen wirs nur so 1x/Woche maximal. was meint ihr, kennt ihr das?
Grüße von hajar mit unendlich geliebtem Sohn (03/09)

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christina
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von christina »

Ich denk eher es liegt am Alter. Ist bei uns momentan auch so. Und sie ist von Mai 09. ;) MMit den slowenischen Verwandten mag sie eher wenig/selten telefonieren. Bei den deutschen gehts.
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dashdot
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von dashdot »

Stimmt, natürlich kann ich für die Großeltern übersetzen, wenn sie fragen. Ich glaube ihr habt Recht und es ist wahrscheinlich besser, dass ich mit ihm immer Englisch rede, egal wer sonst dabei ist. Mir kommt es sowieso seltsam vor, wenn ich Deutsch mit ihm rede, und wenn es sich schon jetzt komisch anfühlt, wird es wohl immer unnatürlich für mich sein!
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greenie bird
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von greenie bird »

hajar hat geschrieben:klingt ja toll, was ihr alle so macht...
wir haben gerade das problemchen, dass unser sohn (jetzt gut 3), nicht mit der schwiegerfamilie auf marokkanisch telefonieren mag. wir finden das so schade. die würden sich schon freuen, wenn er einfach was auf deutsch sagt, auch wenn sie kein wort verstehen... aber er ist da so, hm - schüchtern trifft es nicht ganz.... als er anfing zu sprechen, hat er schon öfters mit ihnen am teleefon geredet. aber jetzt, wo er schon soviel könnte, mag er partout nicht. irgendwelche ideen? es könnte natürlich sein, dass er sich in der sprache nicht sicher genug fühlt. da könnte ihm evtl helfen, wenn wir alle zuhause mehr marokkanisch sprechen würden. oder öfter telefonieren, meist schaffen wirs nur so 1x/Woche maximal. was meint ihr, kennt ihr das?
Ich glaube, ich kann Euch Mut machen. Meine Tochter wollte in dem Alter auch nicht wirklich mit ihrer 'Teta' und ihrem 'Jiddo' reden, aber mittlerweile tut sie das auch- und wir telefonieren noch seltener. Ich denke, dass es am Telefon schwerer ist als 'in Natura', weil man Lippen, Gestik und Mimik hat. Wir haben angefangen mit einigen Wörtern oder Liedern- oder wir haben einfach angerufen und weiter mit ihr geredet ohne, dass sie es gemerkt hat und die Großeltern lauschen lassen ;)
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...

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youtee
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von youtee »

hajar hat geschrieben:klingt ja toll, was ihr alle so macht...
wir haben gerade das problemchen, dass unser sohn (jetzt gut 3), nicht mit der schwiegerfamilie auf marokkanisch telefonieren mag. wir finden das so schade. die würden sich schon freuen, wenn er einfach was auf deutsch sagt, auch wenn sie kein wort verstehen... aber er ist da so, hm - schüchtern trifft es nicht ganz.... als er anfing zu sprechen, hat er schon öfters mit ihnen am teleefon geredet. aber jetzt, wo er schon soviel könnte, mag er partout nicht. irgendwelche ideen? es könnte natürlich sein, dass er sich in der sprache nicht sicher genug fühlt. da könnte ihm evtl helfen, wenn wir alle zuhause mehr marokkanisch sprechen würden. oder öfter telefonieren, meist schaffen wirs nur so 1x/Woche maximal. was meint ihr, kennt ihr das?
Liegt es nur an der Sprache, oder am telefonieren nach so-weit-weg im Allgemeinen? Ich mußte nur gerade an mich denken: ich konnte wirklich sehr gut deutsch, also lag es nicht an der Sprache, aber ich wollte Jahrelang wirklich lieber nicht mit Oma (und wem-auch-immer) in Deutschland telefonieren. Irgendwie war mir komisch dabei. So als hätten sie (die von drüben) keinen Platz in unserer Küche wo das Telefon war. Das war einfach eine ganz andere Welt und nicht kombinierbar.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Nusserl »

ich glaube auch, dass das nur eine phase ist. meine grosse wollte das in dem alter auch zeitweise nicht. wir haben versucht möglichst keinen druck auf sie auszuüben und jetzt mag sie wieder mit den "nonni" telefonieren. sie muss nur in der richtigen stimmung sein dafür. am besten direkt nach dem essen, denn so muss sie kein spiel unterbrechen.

und skypen findet sie fast immer toll. mit bild geht das einfach vieeeeeeel beseser.
gestern abend haben wir mit gg geskypt, weil er geschäftlich verreist war. sogar die kleine hat geschnallt,d ass wir da mit dem papa reden und hat ihn angegrinst.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

mein sohn ruft zur zeit nur die oma an, um sich märchen erzählen zu lassen. ist sie fertig, legt er einfach auf, ohne tschüß :lol:

das war auch schon deutlich anders und hat bei ihm denke ich nix mit der sprache zu tun (deutsch, die nichtumgebungssprache, ist zur zeit etwas stärker als italienisch).
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Franneke »

Na prima, weitere 50 Seiten gefunden, die gelesen werden müssen... :lol:

Wir sind auch eine zeisprachige Familie (ich deutsch, Papa und Umgebung schwedisch) und bisher ist Mausezahn wirklich zweisprachig. Versteht alles und spricht beide Sprachen, das heisst die meisten Wörter entweder auf deutsch oder auf schwedisch, einige auch schon in beiden Sprachen. Ich versuche, das Deutsche zu fördern indem wir viel singen, Fingerspiele machen, Reime erzählen und Bücher lesen. Mit Oma und Opa in Deutschland wird fast jede Woche geskypt, wenn Maus Lust hat, auch telefoniert. Ich bin gespannt, wie das sich so entwickelt...

Macht ihr irgendwas Bestimmtes, um die, sozusagen, schwächere Sprachen zu unterstützen?
Franziska mit Tochter, geboren im Februar 2010, ansässig in Schweden.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von hajar »

ich danke euch für die antworten zum telefonieren.
ja stimmt, skypen mit video geht leichter. ist nur so, dass sie dort oft sooo ein grottiges netz haben und dann das bild oder das ganze gespräch stoppt und dergleichen. das macht nicht immer spaß. und wir haben jetzt eine möglichkeit gefunden, sehr sehr günstig übers festnetz zu telefonieren. da ist auch die sprachqualität prima.
aber wir werden mal ein wenig ausprobieren: direkt nach dem essen anrufen, oder unbemerkt, oder vielleicht wenn der papa gerade eine geschichte erzählt... oder wenigstens mit foto am laptop, damit er sieht, mit wem wir reden...

hm, der gedanke mit so-weit-weg-telefonieren ist für mich neu. aber wäre natürlich auch möglich. ist ja auch eine komische erfindung... :wink:

ich würd mich sehr freuen, wenn er den großeltern/tanten/onkeln wieder mehr erzählt. er spricht auf deutsch so ausgereift, das ist echt manchmal erstaunlich. und vermutlich würde er sicherer in marokkanisch werden mit mehr übung und anderen gesprächspartnern...

zur zeit sagt er oft: "wenn ich 5 bin, fahr ich mit dem papa allein nach marokko." wär schön, wenns dann klappt. :wink:
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Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von greenie bird »

naja, "so weit weg" können die Kinder aber meist doch gar nicht erfassen. es sind doch mit dem Flugzeug weniger Stunden als vom Norden bis zum Süden Deutschlands mit dem Auto. Meine Nichte fragte mit vier Jahren warum wir so selten zu Besuch kommen...


ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
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