"Erdbeeren darfst du im ersten Jahr nicht geben, die lösen Allergien aus"
- so heute von meiner Tante gehört. Das ist doch Unsinn, oder? Unsere Maus darf hier alles probieren und essen (ausgenommen Honig, sehr gesalzene Sachen und Zuckerzeug usw.) und liebt gerade Erdbeeren besonders.
Hat man das früher so gesagt? Und wie argumentiert man da heute? Helft mir doch mal
Eine Freundin hat mir zwei kopierte Seiten von ner Art Ernährungsberatung zur Beikost mitgegeben. Und dort steht eben auch genau das drin, dass man sämtliches Beerenobst im ersten Jahr nicht geben soll. Ich hab mich aus Unsicherheit lieber dran gehalten. Im Winter gabs eh keine zu kaufen, und jetzt wo es welche gibt,warte ich noch ab, wir haben das erste Lebensjahr eh bald rum. Ich bin mal gespannt ob uns hier jemand aufklären kann, ob es wirklich nen Grund hat, warum man die im ersten Jahr net geben soll?
Früher war wohl die Empfehlung, Lebensmittel, die häufig Allergien auslösen, nicht im ersten Lebensjahr zu geben. Allerdings hat sich wohl kein positiver Effekt auf die Allergieprävention gezeigt. Im Gegenteil - die heutige Empfehlung mit Beikosteinführung ab 4 Monaten basiert auf der Erfahrung, dass bei Beikosteinführung noch gestillt werden sollte und die Mengen erst mal nur langsam gesteigert werden sollten. (Was natürlich mit 6 und 8 Monaten ebenso der Fall sein kann - das unterschlagen leider viele KiA.)
Unser Kind hat außer Honig und Nüssen alles im ersten Lebensjahr bekommen, was wir auch essen. Wir Eltern sind hochgradige Allergiker, unser Kind hatte bisher Null Reaktionen auf irgendwas. Es hat allerdings wirklich immer nur kleine mengen zu sich genommen. Also nicht 200 g Brei zum Mittag, sondern mal ein Stück Gurke, dann ein bisschen Tomate, Mango, Kartoffel, Brot, Fisch, Fleisch, Brot... Also nie größere Mengen von einer Sache auf einmal. Das war aber automatisch, weil Essen lange wirklich nur zum Kosten und nicht zum Satt werden da war - das mussten wir nicht regulieren.
P. S. Erdbeeren gab es erst mit über einem Jahr, weil letzte Saison noch Vollstillzeit war. Die ersten Erdbeeren mochte unser Kind überhaupt nicht - zu sauer. Inzwischen isst sie mal eine, aber nie mehr. Ich denke ja, Kinder die wirklich nach Bedarf essen können, meiden instinktiv Dinge, die ihnen nicht bekommen. Allergien auf Obst z. B. äußern sich ja häufig schon durch Kribbeln auf der Mundschleimhaut, lange bevor es eine für Eltern sichtbare Reaktion gibt.
Erdbeeren sind in der Tat allergen. Soweit ich weiß, widersprechen sich die Studien und Wissenschaftler, ob frühe oder späte Einführung tatsächlich eine positiven oder negativen Effekt hat. Wir haben hier ab Beikoststart alles angeboten. Am Anfang waren das Orangen, weil Winter. Sind ja auch eher allergen. Erdbeeren kamen erst später, und wurden begeistert verspeist, bis jetzt keine Reaktion auf nichts. Und wir haben sogar Erdbeerallergiker in der Familie. Solange die Mäuse instinktiv essen dürfen, habe ich kein Problem damit, Dinge anzubieten. Wenn das jeweilige Lebensmittel verschmäht wird, wird es schon einen Grund geben.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
Wir haben auch nix im ersten Lebensjahr gegeben, weil der Große eh von Anfang an arge Hautprobleme hatte bzw. immer noch hat.
Er liebt mittlerweile Erdbeeren über alles, allerdings kratzt er sich auch vermehrt.
Wir enthalten sie ihm natürlich nicht vor, schauen aber wieviel er davon ist und teilen bissl ein. Bis jetzt ist er sehr verständnisvoll (ist aber auch schon 5,5 Jahre)
Erdbeeren gehören wohl auch zu den Nüssen, soviel wie ich weiß, oder?
Liebe Grüße
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
Ja, Erdbeeren sind Nüsse.
Ich geb aber keine Nüsse wegen Gefahr von Verschlucken.
Ich hab mit Erdbeeren auch erst gezögert, aber die aktuellen Empfehlungen sind eigentlich genau das mit dem Früh-Geben. Genau wie Gluten, was man während dem Stillen einführen soll. Und warum soll es für Gluten gelten, aber nicht für Erdbeeren.
Ich hab die Erdbeeren dann gedämpft, damit die Säure nicht so heftig ist, und der Zwerg liebt sie. Und bis jetzt verträgt er sie hervorragend.
Ich handhabe das jetzt einfach mit allem so, auch mit Kuhmilch.
Ein bissl von allem während weiter gestillt wird. Genau wie Dreck und Haustiere. Bei Dreck weiss man ja auch, dass Vermeiden/Desn zu Allergien führt. Nuja, ich hoffe, der Weg ist der Richtige...
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Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
stimmt, erdbeeren gehören botanisch zu den nüssen. da fällt mir ein, dass ich im ersten jahr bewusst kein sesam angeboten habe.
soja und sesam, das waren die zwei dinge, die ich erst nach dem ersten geburtstag gegeben habe. irrational. tja.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
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Ich habe beim ersten Kind total darauf geachtet. Gluten, Eier, Fisch, Südfrüchte, Erdbeeren usw. usw. - alles stand auf der roten Liste......
Beim zweiten Kind war ich schon viel lockerer - da sie auch meist Fingerfood vom Tisch gegessen hat, ging es eh nicht anders.
Beim dritten Kind habe ich ihn essen lassen, was er wollte. Da er eh erst mit 10/11 Monaten anfing, überhaupt zu essen, hatte er vollen Zugriff auf alles.
Seine erste Beikost: Erdbeeren, pfundweise. Die liebt er noch heute.
Die Haut vom ersten Kind ist problematisch, trocken, rissig, er juckt sich immer, sieht eher schlimm aus.
Der Kleinste hat die beste Haut.
Alles sind eher Kinder mit trockener Haut, atopische Ekzem stand beim Großen schon oft als Diagnose. Jetzt zur Zeit ist es echt schlimm.
Also: bei uns hat es nicht gestimmt, so im Miniumfeld Familie