der vernachlässigte tragling
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Re: der vernachlässigte tragling
wahrscheinlich war da auch etwas neid WEIL du es dir so einfach machen kannst
du kannst dich um die anderen kümmern WÄHREND dein babybei dir ist
du musst nicht wegen jedem miff und meff hinrennen denn es ist ja schon bei dir...und wieviele miffs und meffs werden nur getan damit man endlich bei mama aufn arm kommt
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du musst nicht wegen jedem miff und meff hinrennen denn es ist ja schon bei dir...und wieviele miffs und meffs werden nur getan damit man endlich bei mama aufn arm kommt
P. (01/82) mit dem Tasmanischen Teufel in Gestalt eines Minchen (03/08) und der kleinen Kämpferin die schon so viel mitgemacht hat (12/11)
Mein Herz schlägt sächsisch, und Lachen hat keinen Dialekt.
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EhMiwm
Re: der vernachlässigte tragling
Es geht ja beim Rückentragen auch darum, dass das Kind ab circa Ende des dritten Monats die Perpektive braucht, um der Hirnentwicklung genüge zu tun und weiter zu fördern.
Das Tragen in "Fahrtrichtung" ist einfach wichtig für die Kleinen.
Zur Umgewöhnung und zum Übergang ist auch das Tragen auf der Hüfte toll.
Und, was man nicht vernachlässigen sollte, durch das vorne Tragen wird der Körper der tragenden Person sehr stark beansprucht. Rücken und Beckenboden nehme eine sehr ungesunde Haltung ein. Mit jedem Kilo des Kindes wird das schlimmer. Die Ausgleichshaltung, die man dadurch unweigerlich einnimmt, und deren Auswirkungen, sollte man nicht außer acht lassen.
Beim Rückentragen ist die Kommunikation mit dem Kind sogar viel inniger und intensiver!
Und das ist vor Allem bei kleinen Babys der Fall. Man glaubt gar nicht, wieviel man schon allein durch Muskelspannungen mitbekommt, Tragling, wie auch Träger.
Ich zum Beispiel spreche sehr viel mit meinem Sohn, wenn ich ihn auf dem Rücken habe. Wieso soll das, bzw. sollte das damals, auf dem Rücker weniger gut gehen als vorne?
Das nur zum Thema Rückentragen... Im Thread "12kg vorne tragen" wurde darüber ja gerade erst schon viel gesprochen.
Und noch zum eigentlichen Thema: Ich denke, du machst alles richtig. Das Fördern der Entwicklung des Kindes erfolgt doch am besten, indem man es einfach an allem teilhaben lässt, oder?
Das Tragen in "Fahrtrichtung" ist einfach wichtig für die Kleinen.
Zur Umgewöhnung und zum Übergang ist auch das Tragen auf der Hüfte toll.
Und, was man nicht vernachlässigen sollte, durch das vorne Tragen wird der Körper der tragenden Person sehr stark beansprucht. Rücken und Beckenboden nehme eine sehr ungesunde Haltung ein. Mit jedem Kilo des Kindes wird das schlimmer. Die Ausgleichshaltung, die man dadurch unweigerlich einnimmt, und deren Auswirkungen, sollte man nicht außer acht lassen.
Beim Rückentragen ist die Kommunikation mit dem Kind sogar viel inniger und intensiver!
Und das ist vor Allem bei kleinen Babys der Fall. Man glaubt gar nicht, wieviel man schon allein durch Muskelspannungen mitbekommt, Tragling, wie auch Träger.
Ich zum Beispiel spreche sehr viel mit meinem Sohn, wenn ich ihn auf dem Rücken habe. Wieso soll das, bzw. sollte das damals, auf dem Rücker weniger gut gehen als vorne?
Das nur zum Thema Rückentragen... Im Thread "12kg vorne tragen" wurde darüber ja gerade erst schon viel gesprochen.
Und noch zum eigentlichen Thema: Ich denke, du machst alles richtig. Das Fördern der Entwicklung des Kindes erfolgt doch am besten, indem man es einfach an allem teilhaben lässt, oder?
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Sibi
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Re: der vernachlässigte tragling
1. Heißt das, es schadet der Gehirnentwicklung, vorn zu tragen. Könntest Du noch sagen, wie der Schaden genau aussieht? Und am besten noch, wie ich den Schaden, den meine Tochter genommen hat, beheben kann?meisterlich hat geschrieben: 1. Es geht ja beim Rückentragen auch darum, dass das Kind ab circa Ende des dritten Monats die Perpektive braucht, um der Hirnentwicklung genüge zu tun und weiter zu fördern.
Das Tragen in "Fahrtrichtung" ist einfach wichtig für die Kleinen.![]()
2. Zur Umgewöhnung und zum Übergang ist auch das Tragen auf der Hüfte toll.
3. Und, was man nicht vernachlässigen sollte, durch das vorne Tragen wird der Körper der tragenden Person sehr stark beansprucht. Rücken und Beckenboden nehme eine sehr ungesunde Haltung ein. Mit jedem Kilo des Kindes wird das schlimmer. Die Ausgleichshaltung, die man dadurch unweigerlich einnimmt, und deren Auswirkungen, sollte man nicht außer acht lassen.
4. Beim Rückentragen ist die Kommunikation mit dem Kind sogar viel inniger und intensiver!
Und das ist vor Allem bei kleinen Babys der Fall. Man glaubt gar nicht, wieviel man schon allein durch Muskelspannungen mitbekommt, Tragling, wie auch Träger.
Ich zum Beispiel spreche sehr viel mit meinem Sohn, wenn ich ihn auf dem Rücken habe. Wieso soll das, bzw. sollte das damals, auf dem Rücker weniger gut gehen als vorne?
2. Hüfte ging bei mir gar nicht über längere Strecken - vorn hatte ich bis 9 kg keine Probleme.
3. Das sind diese in Blei gegossenen Sätze, die ich stören. Mag sein, dass eine 40kg Frau Probleme mit einem 12 kg Kind hat. Aber ich hatte nie im letzten Jahr Rückenschmerzen und wüsste nicht, dass mein Beckenboden irgendein Problem hat.
4. Wie schon gesagt - ich hatte mein Kind durchaus auf dem Rücken ab 6 Monaten. Aber ja, für mich war die mimische Kommunikation unterwegs wichtig. Reden war damals wesentlich weniger wichtig für mein Kind. Und Muskelspannung bekomme ich vorn auch mit - plus Gesichtsausdruck. Abgesehen dass ich unterwegs gern reagiere, bevor jemand an meint Kind stößt, fässt oder sonst was macht und hinten habe ich nun mal leider keine Augen im Kopf.
Mag ja sein, dass Rückentragen für Dich das Nonplusultra ist, aber mich stört diese Absolutheit, dass es für alle anderen das auch ist.
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Re: der vernachlässigte tragling
Als mein Sohn so alt war, wollte er nur gestillt werden und viel Körperkontakt haben. Wir haben zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Tuch getragen, dafür aber sehr viel auf dem Arm, geschlafen hat er auf meinem Bauch. Ich denke viel mehr braucht so ein Winzling nicht, Bücher kannst du mit ihm nicht lesen und Spielzeug ist ihm auch nicht wichtig. Kleine Babys schlafen eben sehr viel, und bei der Mama schlafen sie am besten.
Wir hatten Mal einen Freund zu Besuch, er hat die ganze Zeit zu dem Kleinen "uzi-duzi" gesagt, wir fanden es putzig, meinen Sohn hat es wenig beeindruckt...
Ich denke nicht, dass sich mit dem Baby beschäftigen gleich nichts anderes machen können bedeutet. Ich habe mit meinem Sohn viel geredet wenn ich ihn getragen habe, ihn viel geküsst und gestreichelt. Das macht man eher weniger wenn die Kleinen nur irgendwo liegen oder im KiWa durch die Wohnung geschoben werden.
Man muss doch nicht gestresst sein und nichts auf die Reihe bekommen um gute Mutter zu sein. Du kümmerst dich in der Zeit um die ältere Geschwister, kannst deine Sachen erledigen, das macht dich gelassener und zufriedener, und davon hat die ganze Familie was.
Ich finde es blöd wenn man nur kritisiert und keine Vorschläge dabei macht. Oder hat sie/ er dir gesagt, wie du es besser machen könntest?
Zum Tragen auf dem Rücken: ich habe recht lange vorne getragen, momentan mache ich es nur wenn ich in der Stadt bin und viele Menschen da sind (Einkaufsstraße etc.), da habe ich einfach Angst, dass die mein Baby übersehen, dass einer mit seiner Zigarette rumfuchtelt, dagegen rennt uÄ. Ansonsten findet mein Kleiner auf dem Rücken besser, heute waren wir im Park und er war müde, ich habe ihn zuerst vorne gebunden, da wollte er nicht schlafen, hat geweint, sich durchgestreckt. Dann habe ich ihn auf den Rücken gebunden, sofort schlief er ein. Und sonst finde ich es vorne aufgrund seiner und meiner Körpergröße (bin eher klein) im Alltag nicht mehr so sicher, er versperrt mir die Sicht und wir haben viele Treppen im Haus, keine gute Kombi.
Aber ich würde beim zweiten Kind auch die erste Zeit nur vorne tragen. Ist kuscheliger
Wir hatten Mal einen Freund zu Besuch, er hat die ganze Zeit zu dem Kleinen "uzi-duzi" gesagt, wir fanden es putzig, meinen Sohn hat es wenig beeindruckt...
Ich denke nicht, dass sich mit dem Baby beschäftigen gleich nichts anderes machen können bedeutet. Ich habe mit meinem Sohn viel geredet wenn ich ihn getragen habe, ihn viel geküsst und gestreichelt. Das macht man eher weniger wenn die Kleinen nur irgendwo liegen oder im KiWa durch die Wohnung geschoben werden.
Man muss doch nicht gestresst sein und nichts auf die Reihe bekommen um gute Mutter zu sein. Du kümmerst dich in der Zeit um die ältere Geschwister, kannst deine Sachen erledigen, das macht dich gelassener und zufriedener, und davon hat die ganze Familie was.
Ich finde es blöd wenn man nur kritisiert und keine Vorschläge dabei macht. Oder hat sie/ er dir gesagt, wie du es besser machen könntest?
Zum Tragen auf dem Rücken: ich habe recht lange vorne getragen, momentan mache ich es nur wenn ich in der Stadt bin und viele Menschen da sind (Einkaufsstraße etc.), da habe ich einfach Angst, dass die mein Baby übersehen, dass einer mit seiner Zigarette rumfuchtelt, dagegen rennt uÄ. Ansonsten findet mein Kleiner auf dem Rücken besser, heute waren wir im Park und er war müde, ich habe ihn zuerst vorne gebunden, da wollte er nicht schlafen, hat geweint, sich durchgestreckt. Dann habe ich ihn auf den Rücken gebunden, sofort schlief er ein. Und sonst finde ich es vorne aufgrund seiner und meiner Körpergröße (bin eher klein) im Alltag nicht mehr so sicher, er versperrt mir die Sicht und wir haben viele Treppen im Haus, keine gute Kombi.
Aber ich würde beim zweiten Kind auch die erste Zeit nur vorne tragen. Ist kuscheliger
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Fliegenpilz
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der vernachlässigte tragling
Punkt 1 - ab wann brauchen sie das? Wo findet man diese Info? Denn dann kann ich nicht mehr tragen, auf dem Rücken fühlt es sich grundlegend falsch an, auf der Hüfte kann ich sie (trotz niedrigem Gewicht) nicht lange tragen aber dass sie dumm wird will ich ja auch nicht. Also Adieu, Tragezeit?meisterlich hat geschrieben:Es geht ja beim Rückentragen auch darum, dass das Kind ab circa Ende des dritten Monats die Perpektive braucht, um der Hirnentwicklung genüge zu tun und weiter zu fördern.
Das Tragen in "Fahrtrichtung" ist einfach wichtig für die Kleinen.![]()
Zur Umgewöhnung und zum Übergang ist auch das Tragen auf der Hüfte toll.
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Und das ist vor Allem bei kleinen Babys der Fall. Man glaubt gar nicht, wieviel man schon allein durch Muskelspannungen mitbekommt, Tragling, wie auch Träger.
Ich zum Beispiel spreche sehr viel mit meinem Sohn, wenn ich ihn auf dem Rücken habe. Wieso soll das, bzw. sollte das damals, auf dem Rücker weniger gut gehen als vorne?
Zu Punkt 2 - Also, äh, nein. Natürlich merkt man wann wann sie einschlafen aber weder kann ich sie mal angucken noch richtig anfassen. Sprechen ist einfach unnatürlich (steinigt mich!) weil ich entweder stehen bleiben muss oder mit der Luft vor mir spreche. Und mein 5 Monate altes Kind versteht auch nicht so richtig was sie da hinten verloren hat.


- Kirschquark
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Re: der vernachlässigte tragling
ich finde es ist eine sehr individuelle Entscheidung, wei sich Mutter und Kind wohlfühlen müssen (und Dein Kind verblödet nicht vor dem Bauch
) Wobei ja nichts dagegen spricht, das Tragen auf dem Rücken immer mal wieder auszuprobieren. Aber es ist keine Grundvoraussetzung für ein zeitgerecht entwickeltes Kind.
Ich habe mein Kind im Rucksack dann statt am Rücken viel an den Beinen gestreichelt oder mal über die Schulter gegriffen um den Kopf zu streicheln oder den Sitz der Mütze zu überprüfen usw. Es ist anders, es hat sich für mich am Anfang auch verkehrt angefühlt ("mein Baby ist so weit weg") aber mit der Routine kam auch das Gefühl fürs Kind auf dem Rücken.
Ich habe mein Kind im Rucksack dann statt am Rücken viel an den Beinen gestreichelt oder mal über die Schulter gegriffen um den Kopf zu streicheln oder den Sitz der Mütze zu überprüfen usw. Es ist anders, es hat sich für mich am Anfang auch verkehrt angefühlt ("mein Baby ist so weit weg") aber mit der Routine kam auch das Gefühl fürs Kind auf dem Rücken.
LG
Hannah
mit Mukolinchen *31.08.06 und Schlüpfling *03.01.13 und Sterngucker *03.09.16
Hannah
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EUaVBl
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Re: der vernachlässigte tragling
dieses " du machst es dir zu leicht" ist ein argument, mit dem man in unserer gesellschaft gut für ein schlechtes gewissen sorgen kann. die deutsche mutter hat es bitteschön schwer und ertrage es stoisch. dann kann sie ihr geschlepptes kreuz hinterher ihren kindern mitgeben, die dann gesenkten hauptes und zutiefst dankbar, dass ihre mutter so vieles auf sich genommen hat, durchs leben gehen.
dein kind ist es zufrieden, es bekommt, was es braucht, dann ist es doch gut. wenn es deinem tragling nicht genug wäre, auf deinem rücken durch den tag geschaukelt zu werden, dann würde der das melden. es bekommt doch so vieles beim tragen: nähe, bewegung, geruch, wärme, geborgenheit, stimmen, licht, je nachdem, was euer alltag grad so zu bieten hat. das ist deutlich mehr als es in seinem bettchen im abgedunkelten schlafzimmer mit babyphone mitbekäme.
und du nimmst dein baby ja auch aus dem tuch heraus, wenn es andere bedürfnisse anmeldet und es muss nicht vor sich hinmeckern, damit es wahrgenommen wird, oder?
gerade die älteren leute sagen mir immer wieder gern, dass die zweiten, dritten, vierten.... kinder viel freier aufwachsen können, weil mutter nicht mehr so auf sie fixiert ist und sie nicht ununterbrochen bespaßt. ich glaube, dass es in ordnung ist, wenn man nicht kindzentriert lebt sondern die knirpse machen lässt.
wichtig finde ich, dass man achtsam mit ihnen umgeht. wenn man merkt, dass es ihnen nicht gut geht, oder dass sie etwas brauchen, das sie nicht bekommen, lenkt.
und ob man dabei nun vor dem bauch oder auf dem rücken tragen mag, kann doch jeder für sich am besten entscheiden. es ist eignetlich wirklich schade, wenn hier daraus eine grundsatzentscheidung gemacht wird.
wenn es sich nicht gut anfühlt, auf dem rücken zu tragen, weil man das gefühl hat, das baby braucht den blickkontakt und die direkte ansprache oder eben weil es sich vorn anders anfühlt als auf dem rücken, dann ist das so.
und wenn eine mutter findet, dass das baby auf dem rücken gut aufgehoben ist, weil es in fahrtrichtung stimuliert wird und was sehen kann und es so leichter geht, zu tragen, dann ist das auch so. und wenn man bisher fand, das baby wäre auf dem bauch am besten aufgehoben, und merkt plötzlich, dass sich das ändert, dann soll sie, wenn sie will, doch auch auf dem rücken tragen..
kind beobachten. nicht festlegen, dass dieses oder jenes "das beste" wäre und das dann durchziehen.
btw. hab ich mir das auch schon oft anhören müssen, dass ich es mir zu einfach mache.. das hat so einen beigeschmack von fernsehen, fastfood, abgammeln..
dass baby nachts so gut schläft, ist ja auch keine leistung, die man honorieren könnte, wenn ich dafür nicht kämpfen musste, weil ich es mir so einfach mache und das baby einfach bei mir schläft und stillt, wenns mag.
und dass das baby so zufrieden mit sich ist, ist auch keine leistung, weil ich es mir ja so einfach mache, ihm einfach immer das zu geben, was es braucht (was ja nichtmal bedeutet, dass ich ihm alles abnehme)
und dass er so genügsam und aufmerksam und zufrieden umherschaut ist ja auch, weil ich es mir so einfach mache, ihn einfach immer umherzutragen.
er bekomme ja gar keine "richtige" aufmerksamkeit..
(ich finde, dass er einfach ein zufriedener kerl ist, der gut kommuniziert, was er möchte und ich versuche, das wahrzunehmen ^^)
dein kind ist es zufrieden, es bekommt, was es braucht, dann ist es doch gut. wenn es deinem tragling nicht genug wäre, auf deinem rücken durch den tag geschaukelt zu werden, dann würde der das melden. es bekommt doch so vieles beim tragen: nähe, bewegung, geruch, wärme, geborgenheit, stimmen, licht, je nachdem, was euer alltag grad so zu bieten hat. das ist deutlich mehr als es in seinem bettchen im abgedunkelten schlafzimmer mit babyphone mitbekäme.
und du nimmst dein baby ja auch aus dem tuch heraus, wenn es andere bedürfnisse anmeldet und es muss nicht vor sich hinmeckern, damit es wahrgenommen wird, oder?
gerade die älteren leute sagen mir immer wieder gern, dass die zweiten, dritten, vierten.... kinder viel freier aufwachsen können, weil mutter nicht mehr so auf sie fixiert ist und sie nicht ununterbrochen bespaßt. ich glaube, dass es in ordnung ist, wenn man nicht kindzentriert lebt sondern die knirpse machen lässt.
wichtig finde ich, dass man achtsam mit ihnen umgeht. wenn man merkt, dass es ihnen nicht gut geht, oder dass sie etwas brauchen, das sie nicht bekommen, lenkt.
und ob man dabei nun vor dem bauch oder auf dem rücken tragen mag, kann doch jeder für sich am besten entscheiden. es ist eignetlich wirklich schade, wenn hier daraus eine grundsatzentscheidung gemacht wird.
kind beobachten. nicht festlegen, dass dieses oder jenes "das beste" wäre und das dann durchziehen.
btw. hab ich mir das auch schon oft anhören müssen, dass ich es mir zu einfach mache.. das hat so einen beigeschmack von fernsehen, fastfood, abgammeln..
dass baby nachts so gut schläft, ist ja auch keine leistung, die man honorieren könnte, wenn ich dafür nicht kämpfen musste, weil ich es mir so einfach mache und das baby einfach bei mir schläft und stillt, wenns mag.
und dass das baby so zufrieden mit sich ist, ist auch keine leistung, weil ich es mir ja so einfach mache, ihm einfach immer das zu geben, was es braucht (was ja nichtmal bedeutet, dass ich ihm alles abnehme)
und dass er so genügsam und aufmerksam und zufrieden umherschaut ist ja auch, weil ich es mir so einfach mache, ihn einfach immer umherzutragen.
er bekomme ja gar keine "richtige" aufmerksamkeit..
(ich finde, dass er einfach ein zufriedener kerl ist, der gut kommuniziert, was er möchte und ich versuche, das wahrzunehmen ^^)
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LeMiss
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Re: der vernachlässigte tragling
die rückentrage-diskussion gefällt mir, wenn ich auch nicht direkt davon betroffen bin. ich trage den großen mit 20 monaten am rücken, das baby ist zu 99 prozent vor dem bauch gebunden. ich habe da ein besseres gefühl noch und will ihn eben streicheln, riechen und sehen können.
vorschläge was ich anders machen kann gabs keine. die "vorwürfe" waren aber auch nicht nur spezifisch auf mich sondern generell an vieltragende mütter gerichtet. und es war auch kein angriff, zumindest hab ich es nicht so empfunden.
tragen wäre ein transportmittel und kein beruhigungsgrund. dafür solle man dem kind durch ansprache, blickkontakt und bewusste berührungen wie eben schaukeln, streicheln, etc. entgegenkommen.
all das passiert ja beim tragen: er wird geschaukelt, gestreichelt, ich spreche mit ihm. wenn er bauchschmerzen hat beispielsweise und nicht im tuch sein mag sondern lieber den bauch massiert haben möchte, wird er rausgenommen. er muss nicht im tuch sein, ich wiederrum kann deutlich feststellen, dass es jetzt aber ein problem gibt. eben weil er weint.
gibt es aber tatsächlich ein "zuviel" beim tragen? oder ist der jungentypus tragling so stark ausgesprägt, dass ein viel getragenes kind tatsächlich bedürfnisorientiert und natürlich versorgt wird?
vorschläge was ich anders machen kann gabs keine. die "vorwürfe" waren aber auch nicht nur spezifisch auf mich sondern generell an vieltragende mütter gerichtet. und es war auch kein angriff, zumindest hab ich es nicht so empfunden.
tragen wäre ein transportmittel und kein beruhigungsgrund. dafür solle man dem kind durch ansprache, blickkontakt und bewusste berührungen wie eben schaukeln, streicheln, etc. entgegenkommen.
all das passiert ja beim tragen: er wird geschaukelt, gestreichelt, ich spreche mit ihm. wenn er bauchschmerzen hat beispielsweise und nicht im tuch sein mag sondern lieber den bauch massiert haben möchte, wird er rausgenommen. er muss nicht im tuch sein, ich wiederrum kann deutlich feststellen, dass es jetzt aber ein problem gibt. eben weil er weint.
gibt es aber tatsächlich ein "zuviel" beim tragen? oder ist der jungentypus tragling so stark ausgesprägt, dass ein viel getragenes kind tatsächlich bedürfnisorientiert und natürlich versorgt wird?
Das Einzige, dass uns vom Affen unterscheidet, ist die Langeweile.
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Jeanny
- ist gern hier dabei
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Re: der vernachlässigte tragling
Natürlich machen wir uns den Spagat zwischen Kindererziehung und Haushalt und den älteren Geschwistern mit dem Tragetuch leicht(er)..... Was spricht den dagegen sich seinen Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten?
Ein getragenes Kind ist nicht vernachlässigt oder hat auch nicht resigniert. Es ist zufriedener, da es nicht erst lautstark einfordern muß, was es so dringend braucht: die Nähe zur Mutter.
Wobei ich auch nie Probleme damit hatte, meine Kinder in ihr eigenes Bett zu legen. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, das es ihnen sehr gut tut auch mal für sich zu sein, Ruhe zu haben und sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich würde deshalb nicht ausschließlich tragen und das Kind nicht nur zum wickeln und stillen aus dem Tuch nehmen.
Was mir aufgefallen ist: wir haben drei Söhne, die wie ich finde körperlich sehr gut entwickelt waren( aus der Rückenlage hinsetzen mit 7 Monaten, der 2. Konnte mit gut 7 Monaten krabbeln usw.) Keiner von den dreien wurde je in einer TH getragen, sondern wenn dann auf dem Arm. Erst unser 4. Kind habe ich im Tragetuch getragen und wir haben es beide geliebt. Allerdings hat sie alles mind. 2 Monate später gekonnt als ihre Brüder. Egal ob sitzen, krabbeln, laufen....Ich frage mich, ob da wohl ein Zusammenhang besteht oder ob es einfach nur Zufall war?!
Laß dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden. Je mehr Kinder man hat, umso mehr muß man seine Aufmerksamkeit teilen. Dabei ist das TT doch eine prima Hilfe! Dein Kind ist auf deinem Arm, bekommt deine Aufmerksamkeit und du schaffst trotzdem auch noch etwas anderes .....
Ein getragenes Kind ist nicht vernachlässigt oder hat auch nicht resigniert. Es ist zufriedener, da es nicht erst lautstark einfordern muß, was es so dringend braucht: die Nähe zur Mutter.
Wobei ich auch nie Probleme damit hatte, meine Kinder in ihr eigenes Bett zu legen. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, das es ihnen sehr gut tut auch mal für sich zu sein, Ruhe zu haben und sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich würde deshalb nicht ausschließlich tragen und das Kind nicht nur zum wickeln und stillen aus dem Tuch nehmen.
Was mir aufgefallen ist: wir haben drei Söhne, die wie ich finde körperlich sehr gut entwickelt waren( aus der Rückenlage hinsetzen mit 7 Monaten, der 2. Konnte mit gut 7 Monaten krabbeln usw.) Keiner von den dreien wurde je in einer TH getragen, sondern wenn dann auf dem Arm. Erst unser 4. Kind habe ich im Tragetuch getragen und wir haben es beide geliebt. Allerdings hat sie alles mind. 2 Monate später gekonnt als ihre Brüder. Egal ob sitzen, krabbeln, laufen....Ich frage mich, ob da wohl ein Zusammenhang besteht oder ob es einfach nur Zufall war?!
Laß dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden. Je mehr Kinder man hat, umso mehr muß man seine Aufmerksamkeit teilen. Dabei ist das TT doch eine prima Hilfe! Dein Kind ist auf deinem Arm, bekommt deine Aufmerksamkeit und du schaffst trotzdem auch noch etwas anderes .....
LG, Jeanny
mit Teenie-Junge 9/98, großer Junge 7/03, Kleiner Junge 6/05, Prinzessin 12/10 und Minimann 7/12
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LeMiss
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Re: der vernachlässigte tragling
bei mir wars wiederrum anders: nr. 3 wurde auch viel getragen (nicht soviel wie das vierte jetzt, aber trotzdem) und der war in der motorischen entwicklung sehr sehr flott. gekrabbelt mit 6 monaten, gelaufen mit 10 und generell flott und geschickt.
die weniger getragenen geschwister haben sich da etwas mehr zeit gelassen.
was ich allerdings merke ist, dass das kind, dass ich am wenigsten getragen hab, weil es einfach so zufrieden immer war und stundenlang im bollerwagen gepennt hat, jetzt am meisten am rockzipfel hängt.
der, der am meisten getragen wurde ist weitaus sicherer und mutiger.
wobei es da auch schwer ist vergleiche zu ziehen. alter, geschlecht und charakter spielen da ja die meiste rolle.
jetzt schläft mein sohn beispielsweise auch für sich in seinem bett. er ist problemlos am arm ohne tuch eingeschlafen, nachdem er sich ausgiebig umgeschaut hat, da pack ich ihn auch nicht extra rein (mein rücken freut sich auch über pause
).
die weniger getragenen geschwister haben sich da etwas mehr zeit gelassen.
was ich allerdings merke ist, dass das kind, dass ich am wenigsten getragen hab, weil es einfach so zufrieden immer war und stundenlang im bollerwagen gepennt hat, jetzt am meisten am rockzipfel hängt.
der, der am meisten getragen wurde ist weitaus sicherer und mutiger.
wobei es da auch schwer ist vergleiche zu ziehen. alter, geschlecht und charakter spielen da ja die meiste rolle.
jetzt schläft mein sohn beispielsweise auch für sich in seinem bett. er ist problemlos am arm ohne tuch eingeschlafen, nachdem er sich ausgiebig umgeschaut hat, da pack ich ihn auch nicht extra rein (mein rücken freut sich auch über pause
Das Einzige, dass uns vom Affen unterscheidet, ist die Langeweile.
