nuscheln und lispeln

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mama2008
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nuscheln und lispeln

Beitrag von mama2008 »

oh mich nervt es ohne ende :roll:
mein sohn spricht ganz normal.
allerdings hat er seit ein paar wochen die angewohntheit, dass er nuschelt. manchmal versteht man ihn nicht. angefangen hat es mit phantasiebegriffen für manche dinge, bei manchen wissen wir, was er damit meint, bei manchen wissen wir bis heute nicht, was er damit meint.
sein kigakumpel mit dem er vormittags fast immer im kiga spielt hat sprachdefizite und lispelt (ist in logopädischer behandlung).
mittlerweile spricht mein sohn auch viele wörter indem er lispelt und auch einige der wörter, die sein kumpel falsch spricht, spricht er die wörter auch falsch.
ich hab schon versucht, es zu irgnorieren, ihn aufmerksam zu machen, ihn zu verbessern und ja, ich schimpf in letzter zeit auch mit ihm.
ich weiß einfach nicht, wie ich mit ihm umgehen soll, und diese blöde selbstgemacht nuschelei nervt mich ohne ende. ich hab auch angst, dass er sich das angewöhnt bzw, z.t. auch schon angewöhnt hat.

helft mir mal, wie ist denn damit der vernüftigste umgang.
aufmerksam machen? verbessern?
ignorieren kann ich es nicht
sutnahpele
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Re: nuscheln und lispeln

Beitrag von sutnahpele »

Hallo, zunächst ist es ganz wichtig, dass du dein Kind weder schimpfst noch ihn "falsch" ausgesprochene Wörter noch einmal "richtig" nachsprechen lässt. Der Spracherwerb ist ein Prozess, der keiner normativen Bewertung von außen bedarf. Hab bitte Geduld. Optional könntest du es mit dem sog. korrektiven Feedback versuchen. Das Kind sagt z.B.: "Wo ist denn mein Schirmregen?" Deine Antwort: "Schau mal dort ist dein REGENschirm." (Das Zielwort sollte betont werden.) Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt :wink:

Was du beschreibst, sind ja drei völlig verschiedene Bereiche: "Lispeln", "Nuscheln" & Fantasiewörter.

1. "Lispeln": Damit meinst du die Aussprache des S, richtig? Das ist im Alter deines Sohnes noch völlig normal. Bis etwa zum 6. Geburtstag sollte der Laut dann korrekt erworben sein. Wichtig ist es, auch als Eltern auf eine "saubere" Aussprache zu achten.

2. "Nuscheln": Hatte dein Sohn in letzter Zeit eine Erkältung o.ä.? Vielleicht ist es nur eine Phase, Kinder experimentieren ja auch mit Sprache; evt. sollte er aber auch einem HNO-Arzt oder Phoniater vorgestellt werden.

3. Fantasiewörter: Verwendet er sie für Neues oder Altbekanntes?
Dezemberkind 2011, Novemberkind 2014, Oktoberkind 2018, Maikind 2023, Januarbaby 2026.
mama2008
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Re: nuscheln und lispeln

Beitrag von mama2008 »

ich danke dir für deine antwort, ich hab schon gedacht das ist was absurdes :lol:
sutnahpele hat geschrieben:Hallo, zunächst ist es ganz wichtig, dass du dein Kind weder schimpfst noch ihn "falsch" ausgesprochene Wörter noch einmal "richtig" nachsprechen lässt. Der Spracherwerb ist ein Prozess, der keiner normativen Bewertung von außen bedarf. Hab bitte Geduld. Optional könntest du es mit dem sog. korrektiven Feedback versuchen. Das Kind sagt z.B.: "Wo ist denn mein Schirmregen?" Deine Antwort: "Schau mal dort ist dein REGENschirm." (Das Zielwort sollte betont werden.) Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt :wink:

Was du beschreibst, sind ja drei völlig verschiedene Bereiche: "Lispeln", "Nuscheln" & Fantasiewörter.

1. "Lispeln": Damit meinst du die Aussprache des S, richtig? Das ist im Alter deines Sohnes noch völlig normal. Bis etwa zum 6. Geburtstag sollte der Laut dann korrekt erworben sein. Wichtig ist es, auch als Eltern auf eine "saubere" Aussprache zu achten.
meist sind es wörter mit "s" aber ermacht das auch bei anderen wörtern.
2. "Nuscheln": Hatte dein Sohn in letzter Zeit eine Erkältung o.ä.? Vielleicht ist es nur eine Phase, Kinder experimentieren ja auch mit Sprache; evt. sollte er aber auch einem HNO-Arzt oder Phoniater vorgestellt werden.
er war den ganzen herbst/winter krank (alles was die oberen atemwege und auch die lunge betrifft.
3. Fantasiewörter: Verwendet er sie für Neues oder Altbekanntes?
sowohl als auch
mein problem ist, dass er gaz normal sprechen kann und dieses sprachverhalten bewußt macht.
hätte er jetzt sprachliche defizite oder so, dann wär das was anderes, aber so kann er es ja, findet es aber scheinbar ganz witzig, die kindergartengrüppchensprache auch mit nach hause zu nehmen.
wenn er nicht im kiga ist, dann legt der dieses nuscheln ect. auch ab. jedoch fängt er montags damit an und freitags ist es dann besonders schlimm.
und ja, es nervt mich.
er macht das wenn er mit seinen kigakumpels zusammen ist, einer davon hat sprachliche defizite, die anderen drei nicht, aber auch die drei nuscheln ect.
als im kiga eine gruppe von "ein- bis dreijährigen" eingerichtet wurde, viel er z.t. in die babysprache.
das ist irgendwie so ein grüppchending. ich erinner mich noch an meine kindheit, da hatten wir auch so eine selbstgebastelte sprache untereinander, unsere geheimsprache. allerdings war das zur schulzeit, wir waren also alle wesentlich älter als mein sohn jetzt.
sutnahpele
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Re: nuscheln und lispeln

Beitrag von sutnahpele »

Mhhm, schwierig, schwierig. Du schreibst ja, dass seine Sprechweise durch seine Freunde beeinflusst wird. Ich vermute mal ins Blaue hinein, er nimmt diese als identitätsstiftend für die Gruppe wahr (Sowas wie die viel zitierte Jugendsprache :wink:). Weißt du, was ich meine? Außerdem ist dieses Alter eh ein recht experimentierfreudiges, oder? Die Kinder können schon sehr vieles & probieren dementsprechend viel aus. Ich persönlich würde diese "Sprachexperimente" einfach hinnehmen und darauf warten, dass diese Phase in eine andere übergeht :D Und wie schon geschrieben: Hab bitte, bitte Geduld. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du auch nicht für deine Art Sprache zu benutzen kritisiert werden möchtest. Für "echte" (z.B. grammatikalische) Fehler würde ich das korrektive Feedback anwenden. Das ist höflich und elegant.

Ich wünsche dir Nerven so dick wie Stahlseile! :D
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