Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

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Sagittaria
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von Sagittaria »

Das wichtige dabei ist aber, dass man gegen den Bauch einen Gegendruck hat, also Kind auf den Knien oder auf dem Oberschenkel oder so, weil man ja nicht "klopft", sondern einen starken Druck ausübt, der die Lungen zusammendrücken und damit den Fremndkörper heraus katapultieren soll.

Ein Rückenklopfen, wie man es bei anderen erwachsenen macht, wenn si ehusten müssen, weil sie was "verschluckt" haben, wäre echt gefährlich, weil man den Gegestand damit erst recht in die Luftröhre befördern könnte ;)
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas

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EhMibima

Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von EhMibima »

Oh Mann, und wir haben unserer Kleinen immer in aufrechter Position den Rücken geklopft. War dann ja total falsch,ja? Das machen doch echt alle, oder?
Und was du schreibst mit dem Druck auf die Lungen dachte ich wäre nur wenn der Fremdkörper die Luftröhre vollständig verschließt. (Heimlichgriff oder so?)
Bei kleineren Sachen wäre es dann das schräge Halten und Klopfen sagte man uns.
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rhapsody
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von rhapsody »

Der Heimlich-Handgriff wird nicht mehr empfohlen, weil ein zu starker Druck, gerade bei Kindern, schon mal das Zwerchfell schädigen kann. Richtig ist es, so wie Sagittaria geschrieben hat: Kind kopfüber auf den Unterarm, Oberschenkel oder über die Knie (je nach Größe des Kindes gehts ja irgendwann nicht mehr auf dem Unterarm) und dann auf den Rücken klopfen.
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Wenn Kinder mit einer Bitte kommen, wollen sie immer zwei Dinge gleichzeitig: Das Eis und Kontakt. Sie kommen gut ohne das Eis aus, aber nicht ohne Kontakt." Jesper Juul
EhMibima

Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von EhMibima »

Danke, jetzt weiß ich mehr :)
Hab das mit dem schräge halten und klopfen zwar noch im Kopf gehabt. Nur daß der Gegendruck auch wichtig ist ist bei mir untergegangen :oops: . Darum sollte man wohl den Erste-Hilfe-Kurs wohl immer mal auffrischen. :roll:
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mäusekind
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von mäusekind »

BabyElf hat geschrieben:Oh nein!!!
SCHNECKEN?

Wie fies ist DAS denn, bitte...

Ich habe meine Entscheidung getroffen: Mein Sohn bleibt im Haus! ;-)
Ach, wenn da erst einmal Beinchen aus dem Mund des glücklich kauenden Kind rausschauen...
ich will besser nicht wissen was meine alles so verspeist haben...
mit den 4 Mäusekindern (15, 14, 13, und 11 )
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MaareMum
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von MaareMum »

rhapsody hat geschrieben: Aber ich würde Dir @Rilke auche inen Kinder-Erste-Hilfe-Kurs empfehlen, das nimmt Dir sicher viele Ängste. Würgen und Husten und Verschlucken sieht dramatisch aus, ist aber nicht 'schlimm'. Schlimm ist es, wenn irgendwas tatsächlich in den sog 'falschen' Hals rutscht, damit ist der rechte Hauptbronchus gemeint und DAS geschieht in der Tat meistens rasch und leise, wie Sagittaria schreibt.
Da muss ich mal dezent widersprechen.
Wenn es so weit rutscht, dass es in den rechten Hauptbronchus rutscht, dann ist es nur noch halb so schlimm, dann kann das Kind nämlich noch mit einer Hälfte der Lunge atmen und man kann den Gegenstand in Ruhe wieder aus der Lunge fischen (macht natürlich der Arzt). Das ist das typische "stille" Einatmen / Verschlucken von zum Beispiel Nüssen oder Perlen. Die Kinder husten auch, aber sie bekommen Lust.

Das Schlimme ist tatsächlich das Verschlucken, wo die Kinder würgen und versuchen zu husten (und es dann hoffentlich dann auch schaffen zu Husten). Denn dann verlegt der Gegenstand die ganze Luftröhre und es geht gar keine Luft mehr rein. In den meisten Fällen schaffen die Kinder ja glücklicherweise einen ausreichenden Hustenstoß.
Das mit dem auf den Rücken klopfen wurde hier ja schon gut beschrieben, wie man das macht. Trotzdem lohnt sich ein Kinder-Erste-Hilfe-Kurs allemal. Denn wenn das Klopfen nicht reicht, muss man ja auch noch weiter machen. Und Zeit ist dann leider nicht viel.
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
EhMibima

Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von EhMibima »

Darf ich nochmal zusammenfassen?
Also: Das Kind nicht im Sitzen/aufrechter Position auf den Rücken klopfen,
wenn es hustet ist das gut, es kann entweder alles selbst raus husten oder wenn nicht: zum Arzt weil Bronchus verlegt sein kann
wenn es still ist und blau anläuft ist das schlecht und man muß es kopfüber mit dem Brustkorb über die eigenen Knie legen(oder ein Baby über den eigenen Arm) damit Gegendruck entsteht und dann darf klopfen("beherzt" hauen oder so wurde uns gesagt oder im Buch steht 5 Schläge zwischen die Schulterblätter),
Seht ihr das auch so?

Warum macht man eigentlich den Heimlichgriff nicht mehr? Ist es nicht besser die eventuellen Schäden im Zwerchfell hinzunehmen bevor mein Kind erstickt? Reichen denn die anderen Maßnahmen immer aus?
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MaareMum
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von MaareMum »

bienesmama hat geschrieben:Warum macht man eigentlich den Heimlichgriff nicht mehr? Ist es nicht besser die eventuellen Schäden im Zwerchfell hinzunehmen bevor mein Kind erstickt? Reichen denn die anderen Maßnahmen immer aus?
Ja klar, alles ist besser als dass das Kind (oder auch der Erwachsene stirbt). Aber der Heimlichgriff wird nicht mehr gelehrt. Ich denk mal, weil du bei falscher Ausführung verletzen kannst aber nicht hilfst.
Die Erste-Hilfe-Richtlinien werden halt immer mehr vereinfacht, damit die breite Öffentlichkeit auch mit einfachen Methoden helfen kann, ohne Angst zu haben, was falsch zu machen.
Insofern ist das mit dem Rückenklopfen wirklich sehr simpel und effektiv. Und wenn du den Fremdkörper damit nicht rausbekommst und die Person aufhört zu atmen, dann musst du eh mit der Wiederbelebung anfangen. Und durch den Druck auf den Brustkorb, der dabei stattfindet, hast du sehr gute Chancen, den Fremdkörper wieder zu Tage zu fördern.
Gruß, MaareMum
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von EhMibima »

Aha, danke, alles klar :)
melbo
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Re: Krabbelkinder im Garten- nehmen alles in den Mund?

Beitrag von melbo »

hmm also ich traue mich irgendwie nicht ihn alles in den mund nehmen zu lassen, so sehr ich es eigentlich möchte, dass er mit allen sinnen forschen darf..
was ist denn alles bedenkenlos? ich habe auch so gar keine ahnung von pflanzen, tieren und deren giftigkeit..
mir wird auch jetzt schon speiübel, wenn ich mir vorstelle ihm ne schnecke oder spinne aus dem mund zu pulen..*würg*
er steckt sich auch so gerne die haare von unserem hund in den mund oder isst papier.. (auch wenn es nicht ganz zum thema passt) wie schädlich ist das denn`? weiß manchmal echt nicht wie ich mich verhalten soll...
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