Eigentlich hatte ich eine klare Vorstellung: Alle Fragen eines Kindes werden ehrlich und umfassend beantwortet.
Das möchte ich auch gerne so machen. Manchmal gerate ich aber wirklich an meine (Wissens-)Grenzen mit der
unfassbaren Fragenflut, die seitens Tochter auf mich einprasselt.
Erstmal: Sie ist absolut interessiert an meinen Antworten, möchte alles erschöpfend diskutieren und behält, was ich sage.
Dennoch genießt sie sehr, Antworten auch ein fünftes Mal gleich zu hören, so à la, wunderbar, es ist alles beim Alten.
Ich gebe ihr auch gerne Aufschluss über alles, was sie so wissen möchte.
Meist komme ich aber nach dem 5. oder 6. Warum in einer Fragekette zu einem Punkt, wo ich "Weiß ich nicht"
oder "Das ist einfach so" sagen muss. Ist das bei euch auch so? Ich empfinde das irgendwie als unbefriedigend.
Tochter nicht. Ein Beispiel: Wir betrachten eine sich putzende Ente.
Z: Was macht die Ente?
Ich: Sie putzt sich.
Z: Warum putzt sie sich?
Ich: Damit die Federn sauber sind. Sie fettet sie auch ein.
Z: Warum fettet sie sie?
Ich: Damit sie nicht nass werden.
Z: Warum werden sie dann nicht nass?
Ich: Weil Fett wasserabweisend ist.
Z: Warum ist das so?
Ich: Es ist einfach so. ...
Es gibt aber auch Situationen, in denen ich nicht diskutieren möchte. Letztens warteten wir auf den Zug
und Z. stand ziemlich knapp an der Bahnsteigkante. Bis ich sie da mal weg hatte
Ende davon war ein "Weil ich das so will!" von mir und ein weinendes Kind an meiner Seite, das nicht
zu Ende besprochen hatte, warum ein Zug Wind macht und man von selbigem unter den Zug geweht werden kann
Ich kam mir so doof vor.


