Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

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Lösche Benutzer 8492

Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Hallo,

unser Held kriegt im Mai (dann ist er 1,5) Verstärkung. Eine Hausgeburt kommt nicht in Frage, da ich beim letzten Mal fast verblutet bin und mich sicherer fühle, wenn ein OP in Reichweite ist.

Nur was mach ich dann mit unserem Kleinen? Meinen Mann hätte ich schon gerne im Krankenhaus - schon allein, weil ich halt beim letzten Mal direkt in den OP kam und er dann mit dem Kleinen gekuschelt hat, den Zwerg eher nicht...
Omas haben wir nicht in greifbarer Nähe, dank Visum und so kann meine Schwiegermutter auch nicht einfach so vorbeikommen. Selbst wenn ich mich überwinde, sie zu fragen, müssten wir dann einen Zeitraum festlegen, selbst wenn ich 4 Wochen vor dem Termin nehme, passt es nicht, wenn sich das Bauchbaby überlegt, dass es nach 35 Wochen reicht :mrgreen: . Ausserdem kommt sie dann gleich für ein paar Wochen/Monate und ich möchte lieber erst meine Ruhe haben, gerade da wir eh zusammen zu Hause sind und Hilfe wohl nicht soooo dringend nötig ist. Und letztendlich weiss ich nicht mal, ob das Konsulat dem Visum zustimmen würde, da sie gerade hier war.
Aber was dann? 2 Tanten hat der Kleine hier, die sind beide berufstätig, also auch nicht erste Wahl... Bei einer Cousine von meinem Mann könnte ich es mir vorstellen, ihn da zu lassen, aber das kennt er doch gar nicht :( . Mach ich dann am besten so eine Art Mini-Eingewöhnung? Mal 2 Stunden mit ihr allein lassen? Mit seiner Oma hat er da keine Probleme gehabt, aber im Moment ist er recht schüchtern. Am meisten mach ich mir dann halt Gedanken, ob sie wirklich aufstehen und nachts den Schnuller wieder reinstecken :-) oder oder oder...

Oder lass ich mir im Krankenhaus gleich ein Familienzimmer geben, damit Papa und Held ein Zimmer haben und wir nehmen ihn einfach mit? Funktioniert aber auch nur, wenn genug Zimmer frei sind... Und so prickelnd finde ich die Vorstellung nicht, dass mein Baby da im Krankenhaus auf dem Fussboden rumkrabbelt... Aber zumindest könnte mein Mann dann mit in den Kreissaal kommen, wenn alles vorbei ist...

Oder - ich lass Mann und Kind zu Hause und nehm jemand anders mit? Mein Mann fände das nicht ganz so schlimm, aber ich hab eigentlich niemanden, den ich in der Situation dabei haben möchte...

Wie habt ihr das denn gelöst?
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Malo81
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Malo81 »

Mmmh, unser war fast 2 (14 Tage fehlten) und wir haben ihn bei unseren Nachbarn gelassen. Allerdings war von früh bis nachmittag "nur" die Oma da. Die wohnt normal in Rumänien, das Großkind kannte sie also fast kaum. Nur mal vom Flur und so. und er hat es super gemacht. GUt, er kennt die Wohnung sehr gut, die Schwester von unserer Nachbarin war seine Tagesmutter und alle drei frauen waren ab nachmittags nur für ihn da :roll: Und abends noch unser Nachbar und der Nachbarsjunge hat ihn auch bespielt.
Vielleicht könntet ihr die Cousine besuchen, so dass er die Wohnung schon kennt bzw. fände ich es gut, wenn die betreuende Person zu euch kommt.
Ich glaube Kinder können in dem Moment mehr als wir denken. Ich glaube auch, dass sie spüren, dass jetzt was anders ist. Wichtig ist nur, dass du deinen Zwerg nicht zögerlich oder angstbehaftet "abgibst", sondern im das VErtrauen mitgibst, dass alles gut ist.
Aber ich kann deine GEdanken so gut verstehen.
Liebe Grüße Y.
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Minchen
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Minchen »

Wir haben hier zum Glück eine Oma, die beide Male (meine Abstände sind beide Male so eng) alles stehen und liegen lassen konnte und her kam. (Wobei sie teilweise ne Woche vor ET nicht sofort erreichbar war - aber am Ende hats je immer geklappt...)

Mir war zum einen wichtig, dass jemand zu UNS kommt, das Kind/die Kinder damit in ihrer gewohnten Umgebung bleiben konnten. Zum anderen wollte ich nicht weg bleiben, habe dann einmal ambulant im KH und einmal im GH entbunden. Bei Kind Nr 3 war für mich klar, dass ich notfalls allein entbinde, falls mein Kleiner das nicht mitgemacht hätte. Im allergrößten Notfall hätten wir ihn mitbringen dürfen, ich war dann aber sehr froh, dass das nicht sein musste.
Am wichtigsten für die Entbindung an sich scheint mir aber zu sein, dass Du Dich mit der Lösung gut fühlst, sonnst kannst Du Dich vielleicht schlechter darauf einlassen. Bei mir gingen Wehen und Geburt bei Nr. 3 so richtig los, nachdem wir zu Hause angerufen hatten und wussten, dass alles gut ist! :wink:
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
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Erika
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Erika »

Ich hatte für unseren Filius mehrere Varianten und habe mich damit ganz gut gefühlt im Vorfeld.

Also 2 Freundinnen, die ganz nah wohnen hätte ich auch nachts rausklingeln können und mein Mann hätte ihn dann hingeschafft, während ich schon mal ins KH gefahren wäre mit dem Taxi. Und meine Schwiegereltern hatten sich auch angeboten, die wohnen 30 min entfernt, waren aber eine Woche vor ET im Urlaub.

Im Endeffekt kam Nr. 2 ein paar Tage nach ET, früh hatte ich schon leichte Wehen und so ein Gefühl ... Dann hab ich meinen Mann gebeten, unseren Großen (damals 2,5 Jahre alt) vor der Arbeit noch zu meinen Schwiegereltern zu bringen. Nr. 2 kam 14 Uhr zur Welt, 18 Uhr waren wir wieder zu Hause (ambulante Geburt) und 19 Uhr haben meine Schwiegereltern den Großen wieder vorbeigebracht.

Gelernt habe ich bei dieser Geburt: es ist gut, wenn man mehrere Varianten zur Auswahl hat, oder eine ganz sichere Variante, die zu jeder Tag- und Nachtzeit geht. Und eine tolle Erfahrung war zu merken, dass das Kindlein erst dann kommt, wenn das große Kind versorgt ist. Als mein Mann ne halbe Stunde mit dem Großen weg war, wurden die Wehen merklich stärker. Ich glaube, vorher kann der mütterliche Körper gar nicht loslassen ... Ich finde das sehr beruhigend.

Ach so: Ich habe noch von keinem KH gehört, dass erlaubt, dass Geschwisterkinder mit ins Familienzimmer dürfen. Es sollte deshalb auch besser MU-VA-Ki-Zimmer heißen. Keine Ahnung warum, aber war hier auch schon mehrfach Thema.
LG
Erika

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Schnels
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Schnels »

Habt ihr nicht eine Krabbelgruppenfreundin oder irgendsowas ähnliches? Also eine Freundin mit Kind ungefähr in dem ALter deines Kindes, mit der ihr Euch bisher öfter für Unternehmungen oder gemeinsame Nachmittage getroffen habt, so dass dein Kind die anderen schon kennt? Und dann könntest du wenns los geht dein Kind vielleicht dahin bringen? Muss ja nicht immer unbedingt Verwandtschaft sein. Eine Freundin von mir hat gerade ein Kind bekommen und wäre ihre Mutter nicht rechtzeitig dagewesen hätte sie ihr Kind für die Geburt des 2. zu mir gebracht.
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Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Eskimofrau »

Aus eigener Erfahrung kann ich noch nichts beitragen, nur aus dem Freundeskreis: bei allen ging s beim Zweiten erst richtig los als für s grosse Kind die für die Mutter stimmende Betreuung klappte.

Ah und noch was zum Familienzimmer: in beiden KH die wir uns angesehen haben wäre das ältere Geschwisterkind in Ausnahmesituationen ebenfalls willkommen.


Entschuldigt bitte die Schreibfehler - ich hab smartphonitis!
Lg, Eski mit grossem Sohn (04/11) & kleinem Sohn (03/14)
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von sweet-cherry-13 »

Meine Nachbarin hat mir damals angeboten, jederzeit bei ihr klingeln zu dürfen. Weiterhin haben sich die Eltern der besten Freundin meiner Tochter zum Aufpassen angeboten. Letztendlich haben wir unsere Babysitterin mitten in der Nacht angerufen, die war innerhalb von 30 min. da und hat danach mit der Madame die restliche Nacht, den Tag und den Abend verbracht. :-)

Also es geht auch ohne direkte Verwandtschaft in der Nähe. Frag doch einfach mal liebe Leute in deinem Umfeld. Bestimmt wird sich jemand finden.

Alles Gute!

Gruß
Madame 09/2006 + Madamchen 10/2010
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von annikki »

mein großer war fast 4 und hat urlaub bei der oma gemacht. allerdings ging es bei mir leichter den zeitplan festzulegen, da ich einen geplanten ks hatte. männe hatte dann zeit mit mir in die klinik zu gehen und mir die ersten 2 tage zu helfen. da wir kurz vorher noch umgezogen sind, hatte er noch zeit etwas in der wohnung zu machen.
für uns war das optimal. der große hat mit oma und opa kleine geschenke für die kleine gebastelt, konnte allerhand fragen loswerden und kam unglaublich groß und erwachsen wieder nach hause.
Liebe Grüße Anni

mit Sternentochter Lilly 10/05, mit Bärchen 04/07 und Fröschlein 03/11 und Knöpfchen 06/14
Lösche Benutzer 8492

Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Nee, Krabbelgruppenfreunde oder so haben wir nicht, mein Mann hat die Elternzeit gemacht und spricht nicht perfekt Deutsch, da wollte er dann eher nicht... Sobald aber der Mutterschutz anfängt geht es los ;-).
Unsere Nachbarn und fast alle Bekannte arbeiten halt mindestens halbtags :-(. 2 Paare mit gleichaltrigen Kindern haben wir, aber die einen halt mit 4 Kindern, und die anderen mit 2 anstrengenden Kleinkindern und Ehemann der Schicht arbeitet - der möchte ich es nicht antun, dass sie dann alleine 3 statt 2 Kinder in den Schlaf schaukeln muss :-).
Bleibt noch eine aus der Nachbarschaft - aber das tu ich meinem Zwerg nicht an... Die erzieht ... hmm, anders? ... nicht unbedingt nach SuT Goldstandard ;-)?...

Nee, ich denke mal, wir reden dann mit der Cousine. Aber es beruhigt mich, dass es bei anderen ähnlich aussieht ;-).
Zotrine
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Re: Was mach ich mit dem Kleinkind bei der Geburt?

Beitrag von Zotrine »

Kannst du evtl. in eurer Gegend ein Doula organisieren?

Wir haben ja auch keinerlei Verwandschaft in der Nähe greifbar. Ausserdem sind Oma/Opa echt zu alt und hätten sich das nicht zugetraut. Somit war das die gleiche Problematik.
Ich hatte leider nur eine Doula aufgetrieben, der ich zu weit weg gewohnt habe. Die habe ich dann gelöchert, was sie so macht bei einem Einsatz und dann habe ich eine gerade arbeitslose Schwägerin, die Hauswirtschaftsmeisterin ist, zu diesen Aufgaben überredet und auch entsprechend "entohnt". Als ich wusste, dass es bald losgeht, habe ich sie angerufen (sie hatte 1,5 Std. Anfahrt) und sie hat vom Zeitpunkt der Ankunft bei uns gewohnt. Vorher ist sie 3x tagsüber für ein paar Stunden vorbeigekommen um meine Große an die Betreuungssituation zu gewöhnen und unseren Haushalt und die Umgebung kennen zu lernen. Ihr hat das so gut gefallen, dass sie noch eine Woche drangehängt hat (Wochenende hatte sie frei).
Für uns war das eine riesige Entlastung und die Große hatte immer jemanden, der sich um sie kümmern konnte.
Und lecker gekocht hat sie :mrgreen:
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