Der feine Unterschied

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Kate
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Der feine Unterschied

Beitrag von Kate »

Mein Mann hat meinem Sohn letztens Milchreis mit Zucker/Zimt angeboten, den mein Sohn trotz mehrmaligem Anbieten nicht essen wollte.

Daraufhin hat mein Mann ihm den Zucker/Zimt-Streuer in die Hand gedrückt, mein Sohn hat Zucker/Zimt auf den Milchreis gemacht (auf dem ja schon Zucker/Zimt war, geschmacklich also keine wirkliche Veränderung) und dann hat mein Sohn den kompletten Teller leergeputzt. :shock:


Gibt es bei Euren Kindern auch Besonderheiten? Essen manche z. B. lieber, wenn sie keinen eigenen Teller haben, sondern von Mama / Papa naschen können (hab ich hier letztens irgendwo gelesen). Gibt es Kinder, die nur im Gehen oder unbeobachtet essen oder morgens nur warm oder oder oder?

Ich würde mich sehr über Eure Anregungen freuen, denn das obige Beispiel gibt mir schon sehr zu denken, dass mein Kind wirklich genug und richtig zu essen bekommt und isst. Mache mir da oft Sorgen (Ja, ich habe Gonzales gelesen ...)
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
Leila
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Leila »

Hier auch, beide... :roll: Wehe, das Ei wird nicht selbst gepult, dann ist es bäh, die Marmelade nicht selbst aufs Brot geschmiert, dann wird es nicht gegessen, und wehe, im eigenen Glas ist was anderes, als die Schwester hat... :roll: *es ist nur eine Phase...*

Lieben Gruß

Anja
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jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.
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und eine Zeit für das Sterben." Kohelet

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courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference." Reinhold Niebuhr
Lösche Benutzer 5935

Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Lösche Benutzer 5935 »

Hier muss manchmal gefüttert werden, dann wieder auf gar keinen Fall. Dann muss er selber (das Brot, Würstchen o. ä.) schneiden, wehe ich hab das gemacht, dann gibt es Drama, machmal aber auch nicht. Ganz schön und überhaupt nicht vorbildlich ist auch: erst (Wasser-)Eis, dann die richtige Mahlzeit. Aber immerhin klappt es so rum, also er isst nach dem Eis tatsächlich sofort selbstverständlich am Essenstisch.

Das mit der "Phase" unterschreib ich mal.
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avoila
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von avoila »

Manchmal geht nur selber essen - egal wie schwer es ist. Wehe ich helfe!
Manchmal geht es nur mit füttern, manchmal muss es GENAU das von meinem Teller, auf meinem Schoß sein (warum das bei Papa nie der Fall ist, erklärt sie mir trotz Nachfrage nie).
Manchmal muss es die große Gabel sein.
Manchmal muss sie runter, sich einen Bissen holen, eine Runde um den Tisch , den nächsten Löffel essen, wieder eine Runde um den Tisch usw, usw, usw.

Aber immer, grundsätzlich immer, hat sie 10 min nach dem wir fertig sind, wieder Hunger (auf 2 weitere Mäusebisse) :lol:

Mit 15 macht sie das nicht mehr, mit 15 macht sie das nicht mehr....
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
Ginevere
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Ginevere »

Unsere Tochter ist ja eher "schwierig" was essen angeht.
Hat bis zum Alter von ca 1,5 kaum was gegessen. Dann kam der Sommer und sie hat mit Opa im Garten Gemüse geerntet. Plötzlich aß mein Kind Möhren, Erbsen, Bohnen,... :shock:

Jetzt ist es immernoch so, dass sie am besten isst, wenn sie den Entstehungsprozess möglichst weit mitverfolgt hat. :wink: Also am besten die Möhren aus dem Garten holen, beim Zerkleinern helfen und beim Kochen umrühren und zuschauen.

Geht natürlich jetzt im Winter schlecht aber zumindest gemeinsam zu kochen versuchen wir eigentlich immer.

Ich finds eigentlich ziemlich klasse!
LG Gini
… mit A🩰 3/09 und E 🏐 3/12
LaraKessel
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von LaraKessel »

Ja, immer genau so wie er gerade will. Selbst schneiden, ich schneiden, auf gaaaaaaar keinen Fall schneiden. Butter pur, ja keine Butter aufs Brot.
Mittagessen (warm) alle Komponenten getrennt (gemüse darf untereinander gemischt sein und zur Not auch schon in/mit Soße) und selbst nehmen. Gefüttert werden ist bäh, alles was weich ist wird erstmal misstrauisch beäugt, breiige Konsistenz geht selten bis gar nie.

Der Kleine ist niemalsnichtaufkeinenFall von einem Löffel. Eine auf die Gabel gespießte Nudel ist super, aber nur wenn er sie selbst zum Mund führen darf. Gefüttert werden darf nur mit (meinen) Händen und wenn die Portion im Mund zu groß wird, wird alles ausgespuckt und nichtmehr gegessen.
Mehr als eine Komponente vor ihm führt dazu, dass alles runtergeworfen wird. Gibt man ihm was neues, während er noch kaut, spuckt er aus und nimmt das neue in den Mund.
Sprich: Stückchen für Stückchen nacheinander, am besten direkt von meinem Teller und einzeln nacheinander.
2 Jungs (05/09 und 02/11)

Meine Leertaste ist kaputt.

Auch Rom kann an einem Tag von einer Horde Zweijähriger dem Erdboden gleichgemacht werden.
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Kate
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Kate »

Wow, ich bin ja echt nicht allein.

Habe mit Spannung und oft auch mit einem Schmunzeln Eure Beiträge gelesen.

Obst wird übrigens pur nicht gegessen, dafür gern gedippt (Dippen ist sowieso toll). Also einen Klacks Joghurt auf den Teller und die Apfelstücke, die sonst keines Blickes gewürdigt werden, verschwinden schneller im Mund als man gucken kann.

Mit dem selbst Zubereiten haben wir hier oft eher Probleme - also, wenn es um Tiefgekühltes geht. Er möchte die Fischstäbchen SOFORT essen. Wenn sie im Backofen waren, sind sier nicht mehr interessant. Wenn er sie das erste mal sieht, wenn sie fertig gebacken sind, schmecken sie super.
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
Lösche Benutzer 2872

Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Was das Essen betrifft habe ich hier eine sehr eigenwillige Dreijährige.

Reis, Kartoffel, Ebly und Nudeln geben in Verbindung mit Quark, Schmand oder Frischkäse ein vorzügliches Essen ab. Gerne auch täglich. Das wird nicht langweilig. Ein bissel Fleisch geht manchmal - nicht immer - auch. Gemüse gehört eindeutig nicht ins Mittagessen. Wehe es hat sich etwas auf den Teller verirrt. Das wird sofort runter gefischt und an Papa oder Mama rübergereicht. Pilze werden selbst in mikroskopisch kleiner Menge als solche erkannt und ebenfalsl aussortiert.

Beim Brot schmieren ist der Weg das Ziel, nicht etwa das Essen. Da wird eine halbe Stunde lang mit wahrer Begeisterung alles mögliche Streichbare auf dem Brot "getürmt". Nach einmaligem Abbeissen ist das Kind dann satt.

Mein Kleiner muss gewisse Sachen grundsätzlich immer wieder probieren. Er hat bestimmt schon hundert Mal festgestellt, dass ihm Milch nicht schmeckt. Eigelb wird auch immer wieder ausgespuckt. Aber einen Versuch ist es doch wert. Vielleicht schmeckt es seit dem letzten Mal anders. :lol:
Ginevere
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Ginevere »

Mein Kind aß wochenlang nur das Weiße vom Ei.
Eines Morgens beim Frühstück verspeiste sie dann ein ganzes Ei mit den Worten: "Als ich klein war mochte ich das Gelbe nicht aber jetzt bin ich groß und mag es."
Ahja, das erklärt es natürlich. :lol:
LG Gini
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Maikaefer
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Re: Der feine Unterschied

Beitrag von Maikaefer »

Ich = Tomatensoße gekocht und lasse Kind abschmecken
Kind = Bäh
Ich = Warum bäh ? Schmeckt sie dir nicht und wenn ja, warum nicht ?
Kind = Mama, da fehlt Pfeffer !
Ich = OK = Ich tue so, als würze ich nochmal nach und lasse Kind probieren
Kind = joa.....fehlt noch Zucker
Ich = OK = Tue so, als würde ich Zucker hineinstreuen und lasse Kind probieren
Kind = Jaaaaaaaaaaaaa Mama ! So ist sie lecker !

Seither lasse ich ihn immer abschmecken :lol:
Meine M.& M.´s sind zuckersüss !
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