Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
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EhUKr
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich glaube, ich wuerde es versuchen in deiner Situation, vielleicht mit regelmaessigen Englisch-Tagen, oder Englisch immer am Nachmittag bis zum Abendessen oder so. Was spricht denn dagegen? Wenn du nach einer Weile merkst, dass es zu anstrengend ist, kannst du ja wieder aufhoeren.
- Toastbrotbaby
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
ich finde die Idee mit den Playgroups gar nicht so doof, wenn du da hingehst, ist die "normale" Sprache da ja Englisch und er lernt es vielleicht spielerischer und nimmt es dann auch eher an, wenn du mit ihm sprichst?
bei uns hat es sich nun entschieden, mein Freund fliegt am 28. zurueck nach England, bis er da nen Job und uns was brauchbares zum Wohnen gefunden hat, bleiben der Kurze und ich noch hier, dann geht es da rueber... ich hoffe, ich bekomm es dann hin, wirklich nur Deutsch zu sprechen... wie leicht faellt euch das (also bei denen, die Deutsch weder als Paarsprache, noch als Umgebungssprache haben)? ich mach mir da echt ein bisschen Sorgen, denn momentan spreche ich Zuhause halt auch nur Englisch und das Deutsche kommt nur von den Grosseltern...
bei uns hat es sich nun entschieden, mein Freund fliegt am 28. zurueck nach England, bis er da nen Job und uns was brauchbares zum Wohnen gefunden hat, bleiben der Kurze und ich noch hier, dann geht es da rueber... ich hoffe, ich bekomm es dann hin, wirklich nur Deutsch zu sprechen... wie leicht faellt euch das (also bei denen, die Deutsch weder als Paarsprache, noch als Umgebungssprache haben)? ich mach mir da echt ein bisschen Sorgen, denn momentan spreche ich Zuhause halt auch nur Englisch und das Deutsche kommt nur von den Grosseltern...
- marscygale
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich würde auch Playgroups empfehlen, wenn es die in deiner Nâhe gibt, oder eine gründen.
Ansonsten vielleicht ein Tipp: du kannst auch eine Handpuppe mit deinen Kindern auswählen, die dann nur (!) englisch spricht und dann wirklich regelmässig nutzen, zB. zur Abendzeit eine Geschichte, am Essenstisch die Puppe mitessen lassen. Also das ist schon ein grösserer Aufwand, aber es lohnt sich.
Denn das Springen zwischen zwei Sprachen einer Person ist nicht so optimal.
Ansonsten vielleicht ein Tipp: du kannst auch eine Handpuppe mit deinen Kindern auswählen, die dann nur (!) englisch spricht und dann wirklich regelmässig nutzen, zB. zur Abendzeit eine Geschichte, am Essenstisch die Puppe mitessen lassen. Also das ist schon ein grösserer Aufwand, aber es lohnt sich.
Denn das Springen zwischen zwei Sprachen einer Person ist nicht so optimal.
Grüsse
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Kinder achten mehr darauf, was die Eltern tun als was sie sagen.
Ulli and the tiger 27.10.06 und dem Vögelchen 03.06.2011.
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asujakin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Naja was ist schon ideal? Ich bin nunmal alleinerziehend...meine Mutter hat mit uns damals auch nicht nur eine Sprache gesprochen, sondern deutsch wenn wir in Deutschland waren und englisch, wenn wir in den Staaten waren. GESPROCHEN habe ich ja deutsch dennoch erst spät, verstanden aber schon etwas früher.
Ich schaue mal nach diesen Playgroups, das ist sicherlich ne gute Sache, vielleicht findet man so auch Kontakte zu anderen englischsprachigen Familien, so der Plan.
Vorhin hab ich ihn vom Kindergarten abgeholt und ihn auf englisch begrüßt. Er fand es recht lustig
Ist dann aber schnell eingeratzt. Als er aufwachte war er etwas verwirrt weshalb ich so komisch spreche, musste lachen und hat interessanter Weise dennoch richtig geantworten/interagiert wenn ich was gefragt habe oder was erzählte. Er versucht mich auch nachzuäffen, sagt manchmal aber auch einfach nur "nein Mama"...oder ich sage was und er "wie bittääää?"
Aber es fühlt sich ok an. Hat auch vorhin zum Auto schon "car" gesagt. Wenn ich etwas von ihm will sage ich zB "Can you give me that horse please?" und wenn er mich unwissend anschaut sage ich "Pferd...horse...can you give me...usw" und das scheint gut zu klappen.
Ich weiß, dass das keine IDEALlösung ist aber wir leben auch nicht in idealen Umständen
Mir fiel noch ein, dass er auf youtube auch englische Sachen schaut und es ihn da null stört
Ich schaue mal nach diesen Playgroups, das ist sicherlich ne gute Sache, vielleicht findet man so auch Kontakte zu anderen englischsprachigen Familien, so der Plan.
Vorhin hab ich ihn vom Kindergarten abgeholt und ihn auf englisch begrüßt. Er fand es recht lustig
Aber es fühlt sich ok an. Hat auch vorhin zum Auto schon "car" gesagt. Wenn ich etwas von ihm will sage ich zB "Can you give me that horse please?" und wenn er mich unwissend anschaut sage ich "Pferd...horse...can you give me...usw" und das scheint gut zu klappen.
Ich weiß, dass das keine IDEALlösung ist aber wir leben auch nicht in idealen Umständen
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EhUKr
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich hoere das oft in Bezug auf unsere Sprachsituation, dass es doch ideal waere, wenn unsere Kinder dreisprachig aufwachsen wuerden.
Klar, waere das die Idealsituation, unsere Realitaet ist jedoch anders, Theorie ist nun mal das eine, die Praxis das andere. So sind wir zweisprachig, bei der Kleinen versuchen wir uns nun in der Dreisprachigkeit, aber ich habe meine Zweifel, dass wir das wirklich beibehalten koennen.
Insofern, mach einfach das, was geht in eurer Situation, deine Erwartungen sind ja diesbezueglich auch realistisch.
Liebe Gruesse
Insofern, mach einfach das, was geht in eurer Situation, deine Erwartungen sind ja diesbezueglich auch realistisch.
Liebe Gruesse
- milkshake
- alter SuT-Hase
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Asu,
ein ganz klein wenig ist unsere Situation ja ähnlich - zumindest was die AE-Lage betrifft.
Mein Englisch würde ich als "verhandlungssicher" beschreiben, so stand es jedenfalls immer in meinem Lebenslauf.
Nicht Muttersprachler-Niveau, aber doch sehr gut. Deutsch ist meine Muttersprache. Englisch liebe ich aber auch sehr, vor allem amerikanisch (jaaaa, ich verstehe einige Briten irgendwie nicht so gut
, vor allem wenn sie aus Liverpool stammen
)
Aaaaalso, unsere Situation ist ja so, daß der amerikanische Papa in den USA lebt, mit dem skypt unsere Lütte dann wöchentlich, manchmal 2 mal pro Woche, je nach Lust und Laune. Das reicht aber grad mal zum Minimum, um ihr Englisch bei der Stange zu halten. Somit führe ich Englisch-Stunden ein, in denen ich speziell Englisch mit ihr spreche, ihr englische Bücher vorlese (ich kann Dir zb die gesamte Bearenstain Bears-Reihe empfehlen, oder Dr. Sears
) oder auch einfach auf Englisch spiele. Das klappt ganz gut. Manchmal verweigert sie sich da (allerdings ist die große Verweigerungsphase längst vorbei), aber dann labere ich halt auf Englisch weiter und sie antwortet auf deutsch; ich bin da nicht sehr dogmatisch. Zwingen kann man ja eh nicht. Zählen auf Englisch ist auch der Hit, kleine Rechenaufgaben lösen, das ABC singen etc.
Playgroups finde ich auch toll, trotz Großstadt hatte ich allerdings nie eine in der Nähe gefunden! Vielleicht hast Du da mehr Glück!
Von der bilingualen Vorschule in der sie grad ist bin ich allerdings enttäuscht.
Das Englisch von einigen Lehrern ist grottenschlecht - ja, ich weiß, klingt etwas arrogant
ist aber wirklich so - vor allem die Aussprache! Neuerdings spricht sie das TH "se" aus
anstatt wie "the" vorher. Auf meine Nachfrage meinte sie dann, das würde ihr Lehrer auch so aussprechen! Oh well...
Naja, man kann nicht alles haben.
Ansonsten kannst Du ja noch versuchen, Kontakte übers Internet zu ergattern, vielleicht wohnen nette Amis in Deiner Nähe?
Viel Glück dabei.
ein ganz klein wenig ist unsere Situation ja ähnlich - zumindest was die AE-Lage betrifft.
Mein Englisch würde ich als "verhandlungssicher" beschreiben, so stand es jedenfalls immer in meinem Lebenslauf.
Aaaaalso, unsere Situation ist ja so, daß der amerikanische Papa in den USA lebt, mit dem skypt unsere Lütte dann wöchentlich, manchmal 2 mal pro Woche, je nach Lust und Laune. Das reicht aber grad mal zum Minimum, um ihr Englisch bei der Stange zu halten. Somit führe ich Englisch-Stunden ein, in denen ich speziell Englisch mit ihr spreche, ihr englische Bücher vorlese (ich kann Dir zb die gesamte Bearenstain Bears-Reihe empfehlen, oder Dr. Sears
Playgroups finde ich auch toll, trotz Großstadt hatte ich allerdings nie eine in der Nähe gefunden! Vielleicht hast Du da mehr Glück!
Von der bilingualen Vorschule in der sie grad ist bin ich allerdings enttäuscht.
Naja, man kann nicht alles haben.
Ansonsten kannst Du ja noch versuchen, Kontakte übers Internet zu ergattern, vielleicht wohnen nette Amis in Deiner Nähe?
Viel Glück dabei.
- milkshake
- alter SuT-Hase
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ja, das kann so stimmen.marscygale hat geschrieben:Denn das Springen zwischen zwei Sprachen einer Person ist nicht so optimal.
Man muss halt immer auch schauen, wie das Kind reagiert. Ich habe in den Anfangszeiten, als ich Englisch sozusagen einführen wollte, strikt zuHause NUR Englisch und draußen NUR deutsch gesprochen. Mein Kindlein hatte das innerhalb kürzester Zeit raus. Das Schwierige war eigentlich für mich, mich dann auch daran zu halten und meinen inneren Schweinehund zu überwinden.
Aber jetzt, nach 5 1/2 Jahren, kann ich befriedigt zurückblicken und sagen, die Arbeit hat sich doch gelohnt! Am meisten hat meine Tochter natürlich von ihren Besuchen in den USA profitiert, aber das kann bei Asu ja auch noch kommen (oder besucht IHr Eure Familie schon eifrig, ASU?)
Jedenfalls möchte ich Asu Mut machen, es muss nicht immer alles konventionell sein, Hauptsache man verkrampft nicht und spricht innerhalb der Sätze kein Mischmasch! Den Rest kapieren die Kinder schon von allein, die können durchaus auseinander halten was die Muttersprache und was die 2.Sprache ist! Ich kann und werde nie ein Englisch-Muttersprachler-Niveau haben, mir war die Sprache (und damit der Kontakt zum Vater) aber immer so wichtig, dass ich all die "Arbeit" auf mich genommen habe - und wie gesagt, es lohnt sich. Meine Tochter spricht heute gut bis sehr gut Englisch, jedenfalls hat sie in den USA nie irgendwelche Verständigungsprobleme.
- marscygale
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Deshalb hab ich ja auch geschrieben "nicht optimal" und nicht "ideal"
!
Wolltest ja Hinweise haben.
Das man das auch irgendwie hinbekommt, wenn man zwischen den Sprachen springt, hab ich ja nicht abgestritten.
Ist auch immer von Bedeutung, was man sich genau erwartet, welche familiâren Vorraussetzungen gegeben sind. Ich für mich, möchte, dass meine Kinder fliessend deutsch sprechen und verstehen, einen gorssen Wortschatz entwickeln und bleibe deshalb komplett bei einer Sprache.
Wolltest ja Hinweise haben.
Das man das auch irgendwie hinbekommt, wenn man zwischen den Sprachen springt, hab ich ja nicht abgestritten.
Ist auch immer von Bedeutung, was man sich genau erwartet, welche familiâren Vorraussetzungen gegeben sind. Ich für mich, möchte, dass meine Kinder fliessend deutsch sprechen und verstehen, einen gorssen Wortschatz entwickeln und bleibe deshalb komplett bei einer Sprache.
Grüsse
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Ulli and the tiger 27.10.06 und dem Vögelchen 03.06.2011.
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- tania
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
also wir sprechen hier wild drei sprachen durcheinander. mein sohn mischt am wenigsten von uns dreienmilkshake hat geschrieben:Ja, das kann so stimmen.marscygale hat geschrieben:Denn das Springen zwischen zwei Sprachen einer Person ist nicht so optimal.
Hauptsache man verkrampft nicht und spricht innerhalb der Sätze kein Mischmasch!
nein, im ernst. ich hab es nicht so mit sprachen. und partnersprache ist englisch und das ist durchsetzt mit iatlienisch und deutsch. mit meinem kind rede ich zwar meist deutsch, aber wenn wir italienischen (nicht nur kinder)besuch haben, dann rede ich auch viel italienisch mit meinem sohn. und ich rede auch englisch mit meinem sohn. er redet ja auch englisch, wenn er sich in eine englische unterhaltung zwischen meinem mann und mir einschaltet. und ich mische auch in den sätzen. mein sohn hat durchaus personen, mit denen er gar nicht mischt (italienisch ganz klar als umgebungssprache, aber wir sind zum beispiel jedes jahr anderhalb monate am stück in deutschland, da hört er ital nur vom vater und englisch weiterhin zw seinem vater und meiner familie - wir wohnen bei meinen eltern. aber mit meinen eltern und mir und allen anderen gibt es dann nur deutsch. die beiden hauptsprachen sind bis jetzt relativ gleichberechtigt.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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EhUKr
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Meinmarscygale hat geschrieben:Deshalb hab ich ja auch geschrieben "nicht optimal" und nicht "ideal"!
Wolltest ja Hinweise haben.
Das man das auch irgendwie hinbekommt, wenn man zwischen den Sprachen springt, hab ich ja nicht abgestritten.
Ist auch immer von Bedeutung, was man sich genau erwartet, welche familiâren Vorraussetzungen gegeben sind. Ich für mich, möchte, dass meine Kinder fliessend deutsch sprechen und verstehen, einen gorssen Wortschatz entwickeln und bleibe deshalb komplett bei einer Sprache.
Das mit den Erwartungen find ich grundlegend, ich moche wie du, dass meine Kinder fliessend Schweizerdeutsch sprechen und Deutsch lesen und verstehen koennen, weshalb fuer uns eben auch die dritte Sprache nicht so viel Platz hat. Bei Asu ist es ja anscheinend so, dass sie vorallem moechte, dass ihr Kind Englisch versteht, das ist eine andere Situation.
