Der Waldorfthread
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asujakin
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Re: Der Waldorfthread
hab ich von der bucht, sind wohl vom schweden (4er pack rot/blau/grün/gelb) aber ob's die noch gibt weiß ich nicht
- ~Anna~
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Re: Der Waldorfthread
Ja, die Waldorfschule ist schon ein Gesamtkonzept. Daher kann es möglich sein, dass es im Klassenvergleich durchaus mal Unterschiede gibt, da die Lernpläne unterschiedliche Schwerpunkte haben. Der Staatsschüler kann in Klasse 5 vielleicht schon "xy" besser als der Waldorfschüler, dafür hatte dieser hingegen schon 2 Fremdsprachen ab der 1. Klasse.milkshake hat geschrieben: Sorry für das OT hier, mir fällt die richtige Schulwahl nur sehr schwer. Es gibt vieles was ich an Waldorf mag, aber dieses extrem Lansgame Lernen finde ich dann schwierig, wenn ein Kind zb mehr will - was macht man bei Waldorf mit diesen Kindern? Langweilen die sich dann die halbe Zeit? Irgendwie habe ich auch das Gefüh: einmal Waldorf, immer Waldorf - so als entschiede ich jetzt bereis die komplette Schulzeit für mein Kind! (ich habe schon von Fällen gelesen, wo die Waldörfler 2 Klassen hinter der Staatsschule waren als sie zur 5. Klasse wechselten - das ist dann ja auch stressig).
Interessant ist vielleicht noch anzumerken, dass prozentual gesehen mehr Waldorf- als Staatsschüler das Abitur ablegen.
ClauWi-Trageberaterin (AK)
- hennnamae
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Re: Der Waldorfthread
Ja, weil Waldorfs in der Regel aus gebildeteren Elternhäusern kommen~Anna~ hat geschrieben:Interessant ist vielleicht noch anzumerken, dass prozentual gesehen mehr Waldorf- als Staatsschüler das Abitur ablegen.
@ asu: Danke und Lob zurück
Mädel 12/2006
Bub 05/2010
Bub 05/2010
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hannajo
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Re: Der Waldorfthread
Hallo, ich lese ab und an "heimlich" mit und finde es sehr interessant, weil ich selbst 13 Jahre eine Waldorfschule besucht habe.
Leider ist die hiesige recht weit entfernt - aber wer weiß, vielleicht entscheide ich doch in 5 Jahren dass mein Kind dorthin gehen soll und wir die Fahrerei in Kauf nehmen...
Also einmal Waldorf immer Waldorf stimmt schon ein bisschen, finde ich. Weil der Stoff in anderem Umfang und zu anderer Zeit vermittelt wird.
Das Beispiel mit der Schreibschrift wurde ja schon genannt - genauso ist es mit dem Lesen und dem Rechnen. Ein Wechsel ist vor allem in den unteren Klassen m.M. nach nicht einfach.
Zum Thema langweilen - ich erinnere mich an Zeiten in denen ich mich im Unterricht schon gelangweilt habe und es einfach "genauer" wissen wollte. Das muss so in der 5 oder 6 Klasse gewesen sein. Es ging um Tiere und Pflanzen die (wenn ich mich recht erinnere) sehr ganzheitlich betrachtet wurden.
Für mich als Kind hätte es damals noch präzieser werden können: Wie groß, wie schwer,...irgendwie mehr Fakten.
Allerdings war ich auch sehr schüchtern, so hat es einfach niemand gemerkt...
Trotzdem bin ich meistens gerne zur Schule gegangen und habe auch die künstlerischen und handwerklichen Fächer sehr geliebt.
Die lange Zeit mit dem Klassenlehrer ist für mich ein kritischer Punkt - es kann traumhaft sein, aber auch schrecklich.
Denn acht Jahre sind sehr, sehr lang - wenn man die Person nicht ins Herz schließen kann.
Leider ist die hiesige recht weit entfernt - aber wer weiß, vielleicht entscheide ich doch in 5 Jahren dass mein Kind dorthin gehen soll und wir die Fahrerei in Kauf nehmen...
Also einmal Waldorf immer Waldorf stimmt schon ein bisschen, finde ich. Weil der Stoff in anderem Umfang und zu anderer Zeit vermittelt wird.
Das Beispiel mit der Schreibschrift wurde ja schon genannt - genauso ist es mit dem Lesen und dem Rechnen. Ein Wechsel ist vor allem in den unteren Klassen m.M. nach nicht einfach.
Zum Thema langweilen - ich erinnere mich an Zeiten in denen ich mich im Unterricht schon gelangweilt habe und es einfach "genauer" wissen wollte. Das muss so in der 5 oder 6 Klasse gewesen sein. Es ging um Tiere und Pflanzen die (wenn ich mich recht erinnere) sehr ganzheitlich betrachtet wurden.
Für mich als Kind hätte es damals noch präzieser werden können: Wie groß, wie schwer,...irgendwie mehr Fakten.
Allerdings war ich auch sehr schüchtern, so hat es einfach niemand gemerkt...
Trotzdem bin ich meistens gerne zur Schule gegangen und habe auch die künstlerischen und handwerklichen Fächer sehr geliebt.
Die lange Zeit mit dem Klassenlehrer ist für mich ein kritischer Punkt - es kann traumhaft sein, aber auch schrecklich.
Denn acht Jahre sind sehr, sehr lang - wenn man die Person nicht ins Herz schließen kann.
mit 07/10 und 11/12 und 09/15
- LaLeMi
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Re: Der Waldorfthread
Ih lese auch nach wie vor mit, so ganz am ende ist unser schulthema ja noch nicht.
Die klassenlehrerproblematik sehe ich auch, ebenso bei meiner großen die evtl "not" für "schnelle" kinder.
Denn da kenne ich von beiden waldorfschulen hier sowie auch von einer weiteren leute, die unterfordert waren (von der regelschule jedoch auch). Einer hat dann das abitur lieber an einer Regelschule gemacht. Aber das ist sicher auch unterschiedlich - und heute mit g8 geht es ja eher zu schnell
Die klassenlehrerproblematik sehe ich auch, ebenso bei meiner großen die evtl "not" für "schnelle" kinder.
Denn da kenne ich von beiden waldorfschulen hier sowie auch von einer weiteren leute, die unterfordert waren (von der regelschule jedoch auch). Einer hat dann das abitur lieber an einer Regelschule gemacht. Aber das ist sicher auch unterschiedlich - und heute mit g8 geht es ja eher zu schnell
- Johana
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Re: Der Waldorfthread
~Anna~ hat geschrieben:Ja, die Waldorfschule ist schon ein Gesamtkonzept. Daher kann es möglich sein, dass es im Klassenvergleich durchaus mal Unterschiede gibt, da die Lernpläne unterschiedliche Schwerpunkte haben. Der Staatsschüler kann in Klasse 5 vielleicht schon "xy" besser als der Waldorfschüler, dafür hatte dieser hingegen schon 2 Fremdsprachen ab der 1. Klasse.milkshake hat geschrieben: Sorry für das OT hier, mir fällt die richtige Schulwahl nur sehr schwer. Es gibt vieles was ich an Waldorf mag, aber dieses extrem Lansgame Lernen finde ich dann schwierig, wenn ein Kind zb mehr will - was macht man bei Waldorf mit diesen Kindern? Langweilen die sich dann die halbe Zeit? Irgendwie habe ich auch das Gefüh: einmal Waldorf, immer Waldorf - so als entschiede ich jetzt bereis die komplette Schulzeit für mein Kind! (ich habe schon von Fällen gelesen, wo die Waldörfler 2 Klassen hinter der Staatsschule waren als sie zur 5. Klasse wechselten - das ist dann ja auch stressig).
Interessant ist vielleicht noch anzumerken, dass prozentual gesehen mehr Waldorf- als Staatsschüler das Abitur ablegen.
Das gilt vermutlich für alle Privatschulen. Reichtum /Wohlstand und Bildung gehören da halt schon zusammen
Ich sehe gerade, hennamnae hat es ähnlich geschrieben
LG
- ~Anna~
- Profi-SuTler
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Re: Der Waldorfthread
Gut, es mag sein, dass Waldorfschüler tendenziell eher aus gebildeten Elternhäusern kommen. Das ist aber ja zweitrangig.
Was ich sagen wollte ist, dass die Kinder eben in der Lage sind, am Ende ihrer Waldorfschulzeit das staatliche Abitur abzulegen.
Also haben sie ja außer Namen tanzen noch eine ganze Menge mehr gelernt.

Was ich sagen wollte ist, dass die Kinder eben in der Lage sind, am Ende ihrer Waldorfschulzeit das staatliche Abitur abzulegen.
Also haben sie ja außer Namen tanzen noch eine ganze Menge mehr gelernt.
ClauWi-Trageberaterin (AK)
- milkshake
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 23.09.2006, 10:51
Re: Der Waldorfthread
Ich bins nochmal.
Hab gestern Abend mit einer Freundin meiner Freundin telefoniert die selbst Lehrerin an einer staatl. Regelschule ist, ihre 3 Kinder aber auf genau der Waldorfschule hat, für die ich meine Tochter vorangelmeldet habe.
Und das Gespräch war sehr interessant. Sie sagte schon, daß gerade in den ersten Jahren einige Schüler freiwillig wieder abgegangen und zur Staatsschule gewechselt hätten, weil sie einfach mit dem Unterrichtsstil gar nicht klarkamen. Als ich dann von meiner Tochter erzählte, u.a. daß sie jetzt schon "auffällig" in der Vorschule ist weil sie den "Klassenclown" machte und zum Teil sehr lustlos in der Arbeitszeit ist, sagte sie mir, daß ihr Sohn da ähnlich war. Und daß er zb aufgrund der vielen künstlerischen Fächer ein unheimliches Selbstwertgefühl entwickelt hätte und auch die Klassengemeinschaftr sehr wichtig für ihn war.
Natürlich ist das alles eine subjektive Wahrnehmung, aber ich wundere mich halt, warum mein Kind da jetzt schon "auffällig" in der Vorschule ist. Laut Lehrer hat sie etwas eigenwilliges, willensstarkes und vor allem lausbübisches
. Gleichzeitig aber auch eine extrem schüchterne, beobachtende Seite.
Ich sage nun nicht, daß sie aufgrunddessen besser bei Waldorf aufgehoben ist, aber zb auf meine Frage hin, was sie denn an der Arbeitszeit in der Vorschule stört, meinte sie, das sei so langweilig - die Kinder sollen auf vorgefertigten Arbeitsbögen verschiedene Buchstaben nachschreiben oder ausmalen. Ich sehe auch privat in ihr den starken Wunsch nach Selbstausdruck - könnte sie diesbezüglich ggf. doch besser bei Waldorf aufgehoben sein?
Ich möchte einfach kein Kind haben, daß bereits in der 1. Klasse enttäuscht ist von der Schule. Sie soll Freude haben und sich nicht nur auf die Pausen freuen! (Seit Beginn an ist ihr die freie Spielzeit die liebste Zeit inder Vorschule - allerdings ist sie mit ihren 5,5 Jahren ja auch noch klein).
Hab gestern Abend mit einer Freundin meiner Freundin telefoniert die selbst Lehrerin an einer staatl. Regelschule ist, ihre 3 Kinder aber auf genau der Waldorfschule hat, für die ich meine Tochter vorangelmeldet habe.
Und das Gespräch war sehr interessant. Sie sagte schon, daß gerade in den ersten Jahren einige Schüler freiwillig wieder abgegangen und zur Staatsschule gewechselt hätten, weil sie einfach mit dem Unterrichtsstil gar nicht klarkamen. Als ich dann von meiner Tochter erzählte, u.a. daß sie jetzt schon "auffällig" in der Vorschule ist weil sie den "Klassenclown" machte und zum Teil sehr lustlos in der Arbeitszeit ist, sagte sie mir, daß ihr Sohn da ähnlich war. Und daß er zb aufgrund der vielen künstlerischen Fächer ein unheimliches Selbstwertgefühl entwickelt hätte und auch die Klassengemeinschaftr sehr wichtig für ihn war.
Natürlich ist das alles eine subjektive Wahrnehmung, aber ich wundere mich halt, warum mein Kind da jetzt schon "auffällig" in der Vorschule ist. Laut Lehrer hat sie etwas eigenwilliges, willensstarkes und vor allem lausbübisches
Ich sage nun nicht, daß sie aufgrunddessen besser bei Waldorf aufgehoben ist, aber zb auf meine Frage hin, was sie denn an der Arbeitszeit in der Vorschule stört, meinte sie, das sei so langweilig - die Kinder sollen auf vorgefertigten Arbeitsbögen verschiedene Buchstaben nachschreiben oder ausmalen. Ich sehe auch privat in ihr den starken Wunsch nach Selbstausdruck - könnte sie diesbezüglich ggf. doch besser bei Waldorf aufgehoben sein?
Ich möchte einfach kein Kind haben, daß bereits in der 1. Klasse enttäuscht ist von der Schule. Sie soll Freude haben und sich nicht nur auf die Pausen freuen! (Seit Beginn an ist ihr die freie Spielzeit die liebste Zeit inder Vorschule - allerdings ist sie mit ihren 5,5 Jahren ja auch noch klein).
- milkshake
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2936
- Registriert: 23.09.2006, 10:51
Re: Der Waldorfthread
Ach so, was mir noch einfiel: Die Freundin erzählte gestern noch, daß zb in den ersten paar Jahren sehr viel Bewegung in den Schulalltag eingebaut wurde (zb gemeinsames Seilspringen auf dem Schulhof) - das finde ich ja total super!
Mein Kind ist extrem bewegungsfreudig, sie braucht zwischendurch immer mal wieder Bewegung, und fällt dadurch in der Vorschule auch auf, weil sie Schwierigkeiten hat, sich dem vielen Sitzen anzupassen. Sie ist sehr sportlich, bewegt sich ohnehin viel, und ich bin mir nicht sicher, ob ihr das viele Sitzen in einer "normalen" Schule guttun würde. Ich meine, ich verstehe das auch gar nicht: Kinder in dem Alter sind doch immer bewegungsfreudig, warum macht man daraus sowas Besonderes (der Lehrer erwähnte es im ersten Gespräch mehrmals!). Soll man den Kindern docvh einfach mehr Bewegungsmöglichkeiten bieten!
Mein Kind ist extrem bewegungsfreudig, sie braucht zwischendurch immer mal wieder Bewegung, und fällt dadurch in der Vorschule auch auf, weil sie Schwierigkeiten hat, sich dem vielen Sitzen anzupassen. Sie ist sehr sportlich, bewegt sich ohnehin viel, und ich bin mir nicht sicher, ob ihr das viele Sitzen in einer "normalen" Schule guttun würde. Ich meine, ich verstehe das auch gar nicht: Kinder in dem Alter sind doch immer bewegungsfreudig, warum macht man daraus sowas Besonderes (der Lehrer erwähnte es im ersten Gespräch mehrmals!). Soll man den Kindern docvh einfach mehr Bewegungsmöglichkeiten bieten!
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turbomary
Re: Der Waldorfthread
Genau deshalb gibt es im ersten und zweiten Schuljahr (manchmal auch noch in der 3.Klasse) das bewegte Klassenzimmer. 



