*lach*
ich stelle mir gerade das gesicht vor, als ein datum vor zwei jahren genannt wurde auf die routinefrage, bei der sie dich vermutlich noch nicht mal angeschaut hat...

schade, dass scheinbar nicht mal alle FA wissen, dass stillen den zyklus unterdrücken kann.
osteoporose: soweit ich informiert bin, ist eher das gegenteil der fall, da beim stillen der knochenstoffwechsel erhöht ist, was sich grundsätzlich positiv auf die knochenfestigkeit auswirkt.
und nicht zuletzt ist osteoporose eine multifaktorielle erkrankung. es braucht deutlich mehr als einen faktor, um osteoporose auszulösen. wichtig ist eine ausreichende calciumzufuhr (wie hoch genau die sein muss, da streiten die experten aber...), und wenn man von der calciumzufuhr einfach die muttermilch abzieht bzw. draufrechnet, dann ergeben sich da schon stolze werte.
aber: mindestens genauso wichtig wie die calciumzufuhr sind andere stoffe in der nahrung, die die ausscheidung von calcium begünstigen, wie z.b. phosphor (fleischreiche ernährung, cola, fast food). weiters kann der körper calcium nicht bzw schwer verstoffwechseln, wenn ein vitamin-D-mangel vorliegt (die einzig sichere quelle für vitamin D ist sonnenlicht bzw. supplemente). und selbst wenn alles calcium und alles vitamin D der welt vorliegt, wird der körper sich wenig anstrengen, wenn die belastung der knochen fehlt, also bei chronischem bewegungsmangel (untergewicht ist ebenfalls ein risikofaktor, weil das häufig mit einer mangelernährung zusammenhängt, und weil einfach die belastung der knochen fehlt). mit anderen worten: eine couchpotato, die nie raus kommt, sich nie bewegt, nie sonne abkriegt, sondern den ganzen tag im abgedunkelten zimmer sich bei facebook rumtreibt, hat ebenfalls ein nicht zu verachtendes oseoporose-risiko. wenn eine langzeitstillende frau dagegen sich ausgewogen ernährt (landläufig gesund halt: viel gemüse, ausreichend obst, frisch, etc.), auf ausreichend calcium achtet (nüsse!!!, gemüse!!!, milchprodukte), sich ausreichend an der frischen luft aufhält, viel bewegt, nicht raucht, es nicht mit dem alkohol übertreibt, etc. dann tut sie das wesentliche gegen osteoporose, das getan werden kann.
gerade für osteoporose gibt es noch eine reihe anderer faktoren (hormonlage, medikamente, etc), so dass man das auftreten einer osteoporose meiner meinung nach meistens nicht nur einem faktor zuschreiben kann, zumindest nicht dem einen faktor stillen.
und: aktuell entwickeln eine erkleckliche anzahl frauen (ich glaube ein drittel oder so, die zahl ist alt und aus dem kopf, aber die tendenz müsste stimmen) im alter osteoporose. also, die frauen, die heute 60, 70 jahre und älter sind, davon hat doch nicht die mehrzahl langzeitgestillt? im gegenteil, das war doch die generation, die eher nicht soviel gestillt hat? (aber es war z.b. die generation, die die hungerjahre nach dem krieg mitgemacht hat, stichwort mangelernährung!!!) stillen kann also nicht das alleinige risiko sein, im gegenteil, es müssen noch viele andere faktoren zusammen kommen.