Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
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EhUKr
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Wir sprechen zuhause deutsch, Umgebungssprache ist Englisch. Deutsch ist bei uns auch Paarsprache, schon vor den Kindern.
- coccolone
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Bei uns ist es umgekehrt. Darf ich fragen welche Sprache bei deinem Grossen staerker ist? Die Familien- oder die Umgebungssprache?Kiri hat geschrieben:Wir sprechen zuhause deutsch, Umgebungssprache ist Englisch. Deutsch ist bei uns auch Paarsprache, schon vor den Kindern.
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Angora
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
oh ja. und ich stehe dann da und bin am raten. er konjugiert auch ganz niedlich französische verben nach deutscher grammatik. (dann werden wir puniert -> also bestrafen auf französisch mal deutsch konjugiert. ist grad das einzige Beispiel was mir einfällt...) und er fragt jetzt immer, wie singt man das Kinderlied auf französich oder wie heißt das und das in einem Buch denn auf französisch. Ansonsten erzählt er mir aber auch total gerne kurz vorm WE, dass er schon GAR kein Französisch mehr kanntania hat geschrieben:unser sohn spricht beim alleine spielen einen mischmasch aus seinen beiden hauptsprachen und englisch (zwischen-eltern-sprache). irre! machen eure das auch? ansonsten sind deutsch und italienisch etwa gleich stark, aber seeehr unterchiedlich. satzbau viel besser im ital, verben viiiiiel besser im deutschen, aussprache besser im ital usw usf. wir können schön sehen, was an der jeweiligen sprache schwierig ist
Die Frage nach der Logopädie für Zweisprachige interessiert mich auch. Hier gibts nämlich keine vernünftigen S- und SCH-Laute am Wortanfang....
Ach ja und ab wann sollte man eigentlich zum Logopäden? Soviel zu meinem Germanistikstudium, sowas lernt man natürlich mal wieder nicht *grummel*
- Leah_Lion
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Also mir wurde letztens beim KiA gesagt, dass man wegen S Lauten bis nach Eintritt in Schule in der Regel erst mal gar nix macht. 
- marscygale
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Meiner is ja jetzt 5 Jahre alt und kommt nächstes Jahr in die erste Klasse. Er hat keine Probleme bei den S-Lauten sondern eher "tr" "gr", also Konsonantenfolgen.
Grüsse
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Kinder achten mehr darauf, was die Eltern tun als was sie sagen.
Ulli and the tiger 27.10.06 und dem Vögelchen 03.06.2011.
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EhUKr
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ganz klar die Umgebungssprache, Satzbau, Grammatik, Wortschatz, Aussprache, einfach alles. Man hoert ihm nicht an, dass wir zuhause kein Englisch sprechen. Allerdings geht er ja seit laengerer Zeit in die Schule, er ist an einer internationalen Schule mit englischem Curriculum, und er ist zudem kurz vor dem Stichdatum geboren, also ging er kurz nach dem dritten Geburtstag in die Preschool, jetzt ist er in der ersten Klasse.coccolone hat geschrieben:Bei uns ist es umgekehrt. Darf ich fragen welche Sprache bei deinem Grossen staerker ist? Die Familien- oder die Umgebungssprache?Kiri hat geschrieben:Wir sprechen zuhause deutsch, Umgebungssprache ist Englisch. Deutsch ist bei uns auch Paarsprache, schon vor den Kindern.
Sein Deutsch ist jedoch auch gut, er spricht fluessig, akzentfrei (mit dem scheizerischen rollenden R hat er noch ein bisschen Muehe), macht relativ wenig grammatikalische Fehler und hat aktiv einen passablen, passiv einen guten Wortschatz. Er spricht zuhause mit uns fast ausschliesslich Deutsch, manchmal muss ich ihn kurz ermahnen nach der Schule, dass er auf Deutsch wechselt.
Wie ist es denn bei euch?
Liebe Gruesse
- coccolone
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Bei uns ist es definitiv die Familiensprache, die dominant ist. Wobei ich dazu sagen muss, dass diese auch fast die ersten vier Jahre Umgebungssprache war. Er holt zwar sehr schnell auf, aber sein Deutsch ist logischerweise nicht mit gleichaltrigen, einsprachig-in-Deutschland-aufgewachsenen Kindern vergleichbar. Aber ich denke das wird noch. Bei der Aussprache fallen ihm allerdings Laute, die es im Englischen nicht gibt, eher schwer.
Vor ein paar Tagen hat er verkuendet, dass er nun Franzoesisch lernen moechte...
Liebe Gruesse
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inselkind08
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Bei uns ist es quasi genau umgekehrt... naja, noch ist Englisch nicht die Umgebungssprache, aber irgendwann im nächsten Jahr wird es soweit sein... und bei uns wird dann auch Paarsprache Englisch sein, nur ich werde weiter Deutsch mit meinem Sohn sprechen...coccolone hat geschrieben:Bei uns ist es definitiv die Familiensprache, die dominant ist. Wobei ich dazu sagen muss, dass diese auch fast die ersten vier Jahre Umgebungssprache war. Er holt zwar sehr schnell auf, aber sein Deutsch ist logischerweise nicht mit gleichaltrigen, einsprachig-in-Deutschland-aufgewachsenen Kindern vergleichbar. Aber ich denke das wird noch. Bei der Aussprache fallen ihm allerdings Laute, die es im Englischen nicht gibt, eher schwer.
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rose
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
hallo,marscygale hat geschrieben:Meiner is ja jetzt 5 Jahre alt und kommt nächstes Jahr in die erste Klasse. Er hat keine Probleme bei den S-Lauten sondern eher "tr" "gr", also Konsonantenfolgen.
bei uns ist es bei der kleinen (3) genauso. sie spricht gar kein "r" und somit auch kein "tr" , "dr" etc.. auch das "ch", dass es im französische eh nicht gibt, kann sie nicht, sie lässt es entweder weg oder ersetzt es duruch ein "f". es ist schon schwer (wenn man sie nicht kennt) sie zu verstehen. so sagt sie zb zu "drache" = "affe" oder zu "trop gros" = o o
ich weiss auch nicht, ab wann wir zu logopädin sollen.. ich habe mal ein gefragt und sie meinte, dass sie bis 4 zeit hätte.. wobei ich denke, dass sich das nicht mehr bis dahin ändern wird...
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asujakin
- Power-SuTler
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- Registriert: 25.03.2009, 13:43
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Hab mal eine Frage...Diese ganze Zweisprachigkeitsgeschichte ging jetzt total unter
Ich war schon in der Schwangerschaft hin und her gerissen. Englisch (bzw Amerikanisch) ist meine Muttersprache. Deutsch habe ich gelernt, als ich so ca. 6 war. Spreche deutsch mittlerweile aber besser, würde es auch als die "Herzenssprache" bezeichnen. Das heißt nicht, dass mein englisch schlecht wäre, im Gegenteil
aber mir fehlen viele Wörter einfach aus dem Alltag...aus der Politik, aus ganz verschiedenen Ebenen die man eben sonst so im Leben mitbekommen. zB Frontlader, Schaufelbagger, Sitzerhöhung, Gullideckel oder solche Sachen. Das sind eben Dinge, bei denen ich evtl. erst "nachschauen" müsste. Mit Sicherheit wäre das anders, wenn ich hier mehr Austausch mit Muttersprachlern hätte, öfter rüber könnte (jetzt AE mit H4 undenkbar) oder gar drüben leben würde (was ich nicht will, weil wir hier gut abgesichert sind vom Sozialsystem/Krankenversicherung usw). Im normalen Redefluss fällt es nicht auf und hat sicherlich ähnliche Ausmaße wie im Deutschen, da gibt es immer wieder Worte, die mir nur auf englisch einfallen wollen
N. hatte lange Probleme mit den Ohren, dann die OP, verspätete Sprache und nun entwickelt er sich prima, spricht wirklich recht deutlich und gut für sein Alter. Dann die Trennung, das Chaos und irgendwie war die Sprache nie ein Thema. Mit meiner Family kommuniziere ich über FB oder Mail. Ja jetzt vor Kurzem kam mal wieder ein Anruf seit langem und die Frage, ob sie kurz mit N. telefonieren könne. Mhhh ja, nur versteht der halt nix
Und plötzlich der große Drang in mir, ihm doch auch meine "andere" Familie nahe zu bringen, er gehört ja dazu. Ich meine..er kennt ein paar nursery rhymes, auch rock-a-by baby habe ich ihm schon von Anfang an vorgesungen, twinkle twinkle little star usw. Er hat englische Bücher, die ich aber nicht lesen darf, nur anschauen. Er sagt "i love you" und "hello" und "bye bye"...wenn er will
Ich grüble nun ob es Sinn macht hier englisch einzuführen. Einen englisch-Tag zB oder dass wir zB Zuhause nur englisch sprechen? Oder soll ich es ruhen lassen und warten bis er es eben in der Schule lernt? Kontakte zu Muttersprachlern kann ich ggf. knüpfen, da wir hier ein deutsch-amerikanisches-Institut haben.Playgroups gibt es hier auch. Aber...er versteht mich ja dann nicht wirklich *grübel* Ob das für unsere Beziehung so sinnvoll ist?
Auf der anderen Seite...ich hab in ca. 3 Monaten deutsch gelernt, man sagt die Minis lernen so schnell...vielleicht schnappt er es doch recht schnell auf? Mir geht es weniger darum ihm was "beizubringen", dass er jetzt unbedingt auch englisch sprechen muss oder so. Sondern ich fände es schön, wenn er es zumindest versteht. Ein Urlaub drüben ist schon angedacht in den nächsten 2-3 Jahren, ich fände es schön, wenn seine Familie mit ihm kommunizieren könnte (telefon usw). Ich hab ein mega schlechtes Gewissen, dass ich das hab so schleifen lassen, es ist einfach untergegangen.
Hab neulich probiert beim wickeln und umziehen mit ihm englisch zu reden und ich glaube schon am Tonfall (und bekannten Ablauf) hat er erkannt was ich von ihm will, toll fand er das nicht *lach* Auch wenn er sagt "Wie macht der Affe?" und ich sage "Mhhh what sound does the monkey make?" sagt er "Naheiiin der Affe!"
Habt ihr eine Idee? Wie würdet ihr es machen?
N. hatte lange Probleme mit den Ohren, dann die OP, verspätete Sprache und nun entwickelt er sich prima, spricht wirklich recht deutlich und gut für sein Alter. Dann die Trennung, das Chaos und irgendwie war die Sprache nie ein Thema. Mit meiner Family kommuniziere ich über FB oder Mail. Ja jetzt vor Kurzem kam mal wieder ein Anruf seit langem und die Frage, ob sie kurz mit N. telefonieren könne. Mhhh ja, nur versteht der halt nix
Und plötzlich der große Drang in mir, ihm doch auch meine "andere" Familie nahe zu bringen, er gehört ja dazu. Ich meine..er kennt ein paar nursery rhymes, auch rock-a-by baby habe ich ihm schon von Anfang an vorgesungen, twinkle twinkle little star usw. Er hat englische Bücher, die ich aber nicht lesen darf, nur anschauen. Er sagt "i love you" und "hello" und "bye bye"...wenn er will
Ich grüble nun ob es Sinn macht hier englisch einzuführen. Einen englisch-Tag zB oder dass wir zB Zuhause nur englisch sprechen? Oder soll ich es ruhen lassen und warten bis er es eben in der Schule lernt? Kontakte zu Muttersprachlern kann ich ggf. knüpfen, da wir hier ein deutsch-amerikanisches-Institut haben.Playgroups gibt es hier auch. Aber...er versteht mich ja dann nicht wirklich *grübel* Ob das für unsere Beziehung so sinnvoll ist?
Auf der anderen Seite...ich hab in ca. 3 Monaten deutsch gelernt, man sagt die Minis lernen so schnell...vielleicht schnappt er es doch recht schnell auf? Mir geht es weniger darum ihm was "beizubringen", dass er jetzt unbedingt auch englisch sprechen muss oder so. Sondern ich fände es schön, wenn er es zumindest versteht. Ein Urlaub drüben ist schon angedacht in den nächsten 2-3 Jahren, ich fände es schön, wenn seine Familie mit ihm kommunizieren könnte (telefon usw). Ich hab ein mega schlechtes Gewissen, dass ich das hab so schleifen lassen, es ist einfach untergegangen.
Hab neulich probiert beim wickeln und umziehen mit ihm englisch zu reden und ich glaube schon am Tonfall (und bekannten Ablauf) hat er erkannt was ich von ihm will, toll fand er das nicht *lach* Auch wenn er sagt "Wie macht der Affe?" und ich sage "Mhhh what sound does the monkey make?" sagt er "Naheiiin der Affe!"
Habt ihr eine Idee? Wie würdet ihr es machen?

