Ich selbst bin der Ansicht, dass Kinder frei entscheiden sollten, was sie lesen dürfen und was nicht. Ich bin selbst in einem Haushalt mit viel Lesestoff aufgewachsen und konnte ohne Einschränkung entscheiden, was ich lesen wollte. Manches verstand ich vielleicht als Kind oder Jugendliche nicht wirklich oder es war mir dann doch eher langweilig (Stichwort: Klassiker), das blieb dann liegen und ich hab was anderes gelesen.
Ich sehe es als positiv, wenn ein Kind Interesse zeigt und es würde mir nicht einfallen, ihm gewissen Bücher zu verbieten.
Ich kenne im RL einige Fälle von Müttern, deren Einstellung ich nicht ganz nachvollziehen kann. Eine Mutter z.B. fand (wieder einmal) Harry Potter für ihre Tochter (im Alter von damals etwa 8 Jahren) nicht geeignet und verbot ihr, die Bücher zu lesen. Das Ergebnis: die Tochter ging zur Bibliothek und hat dort heimlich die Bücher gelesen......
Eine andere hat ihrem Kind zwar erlaubt, die Harry Potter-Bücher zu lesen, gewissen Passagen, die sie als nicht geeignet für das Alter des Kindes erachtete, einfach mit Papier überklebt
Im HP-thread hier gab es ja auch so Äußerungen wie: die Bücher 1-3 dürfe das Kind lesen, mit den anderen müsse aber noch (ein paar Jahre) gewartet werden. Das ist ja für mich persönlich noch eigenartiger: das ist ja geradezu so, als dürfe man an einem leckeren Kuchen nur riechen oder vielleicht schlecken, aber nicht abbeissen. Wenn ich schon anfange zu lesen, will ich doch auch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Ich schalte ja bei einem spannenden Krimi auch nicht kurz vor Schluß aus (weil das vielleicht zu gruselig sein könnte).
Ich spreche jetzt hier bewußt von Büchern, nicht von Filmen, da ich bei Filmen z.B. schon auch schaue, dass ich sie zuerst selbst gesehen habe, bevor ich den Kindern erlaube, sie anzuschauen.
Bin schon gespannt auf eure Meinungen zu dem Thema!