24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

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anne-gretel
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24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von anne-gretel »

Hallo ihr Lieben,

Ich brauche mal euren Rat.
Mein Männlein ist jetzt 8 Monate alt. Er ist ein anspruchsvolles und forderndes Baby. Er schläft nur auf dem Arm, besser noch an der Brust ein ( oder im Auto oder nach Geschrei im Kinderwagen) und wacht sehr leicht wieder auf, er will auch sonst viel auf den Arm und spielt mamchmal nur von meinem Schoß aus, obwohl er schon selbst sitzen und ein bißchen krabbeln kann. Auch die Beikost nimmt er nicht so gerne- er isst immer nur sehr wenig Brei, ich denke Fingerfood liegt ihm mehr, aber da landet ja nur ein kleiner Bruchteil im Mund. Ich bekomme kaum was an Hausarbeit erledigt, weil er immer beschäftigt sein will.
Was habt Ihr für Erfahrungen?
Wird das besser mit einem Jahr? Ich wollte eigentlich nach 14 Monaten wieder für ca. 20 Std. wieder arbeiten. Meint Ihr, ich kann überhaupt damit rechnen, ihn in eine Krippe zu geben? Aber Tagesmütter haben doch auch drei oder vier Kinder, die könnten ihre Zeit ja auch nicht nur ihm opfern. Mit dem Essen dürfte es bis dahin ja komplikationsloser verlaufen.
Was habt ihr mit euren Babys bzw Kleinkindern mit starken Bedürfnissen gemacht? Meine Eltern leben nicht mehr, Schwiegereltern sind auch berufstätig.
Vielen Dank für eure Ratschläge,
Anne
Anne mit Winterzwerg 01/2011 und Herbstmäuschen 10/13
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Sakura
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von Sakura »

hi anne-gretel,

mein kind ist noch deutlich jünger, aber auch so eine 24-stunden-kandidatin. zur fremdbetreuung mache ich mir auch so meine gedanken. wir sind im augenblick am überlegen, ob wir es organisieren können, dass jemand nur für das mäusel da ist. eine nanny, sozusagen. am besten bei uns zu hause. wir überlegen, ob es eine liebe, ältere frau gibt, die für ein paar stunden in der woche arbeiten möchte, aber für einen regulären job eher keine chancen mehr hat. oder eine junge frau, die gern ein paar stunden nebenbei arbeiten möchte. oder oder oder. keine ahnung, ob das naiv ist, aber das sind so unsere gedanken. vielleicht hilft dir das ja weiter.
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Pünktchen
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von Pünktchen »

Ich würd mir an deiner Stelle nicht arg zu viele Gedanken machen, meist ist ein Kind bei Mama total anders als zB in einer Krippe. Und da liegen doch noch 6 Monate dazwischen, da kann soooo viel passieren.
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MelCel
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von MelCel »

Also ich hatte zwar kein richtiges 24h-Baby aber auch einen ziemlich anstrengenden Kandidaten. Im Nachhinein denke ich, dass es ihm mit mir allein vielleicht auch einfach zu "langweilig" war (obwohl ich das einen komischen Gedanken finde für ein Baby). In der Krabbelgruppe und ähnlichen Aktivitäten war er immer ausgeglichen und interessiert, zu Hause konnte ich ihn kaum 2 Minuten weglegen.
Dementsprechend hat es bei der Tagesmutter SUPER geklappt. Er hat zwar am Anfang viel allein gespielt (wir haben mit 8 Monaten mit der Eingewöhnung angefangen und ab 11 Monaten ist er regelmäßig alleine dageblieben), aber alleine dass da andere Kinder um ihn rum gespielt haben hat ihn irgendwie beruhigt/ausgelastet/zufrieden gemacht. Er hat sich ganz schnell dem Rhythmus der anderen Kinder angeglichen (obwohl weder wir noch die TaMu das forcieren wollten), ist die ersten Monate bei ihr auf dem Arm eingeschlafen, hat begeistert mit den anderen gegessen (wo es vorher noch Flaschenmahlzeiten gab).
Das heißt natürlich nicht dass das bei euch auch so sein muss, aber in unserem Fall hieß "bedürfnisstark" nicht, dass unbedingt eine 1:1 Situation gegeben sein musste, eher im Gegenteil.
Mel mit Schnupsi (12/09)
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Cassilda
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von Cassilda »

Bei uns war die Lösung unser Tagesvater. Er geht auf ihn ein, er nimmt ihn auf seinen Körper wenn er müde ist (auf einem Arm D. und auf dem anderen seine Tochter) und so schläft er auch woanders. Gerade das Schlafen und das Essen woanders als bei uns waren schwierige Themen. Bei dem Tagesvater hat er keine 1:1 Betreuung aber ihn hat er inzwischen nach so ca. 2,5 Monaten Eingewöhnung akzeptiert. Aufgrund der dennoch engeren Betreuung im Gegensatz zur Krippe hatten wir uns für das Modell Tageseltern entschieden.
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anne-gretel
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von anne-gretel »

Vielen Dank für Eure Ratschläge.
Vielleicht ist es doch einfacher als man erwartet.
Ich mache mir nur deswegen Gedanken, da die Krippenplätze recht rar sind und ich dafür vermutlich eh schon zu spät dran bin.
Aber ich sehe, irgendwie geht es. Ich werde wohl nur eine lange Eingewöhnungszeit einplanen.
Danke.
Anne mit Winterzwerg 01/2011 und Herbstmäuschen 10/13
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von kruemelkekschen »

Hallo Anne,

mein Großer war und ist immer noch stark auf mich fixiert. Er hat tagsüber auch ca. 10 Monate lang nur bei mir im TT geschlafen. Ablegen ging nicht und auch im Kinderwagen oder im Auto konnte er nicht schlafen. Und ich musste wieder 20 Stunden arbeiten, als er 11 Monate alt war. Ich habe mir auch große Sorgen gemacht. Letztlich hat nur die Eingewöhnung länger gedauert (fast 8 Wochen, davon waren aber ungünstigerweise 3 Wochen Sommerferien dazwischen), aber dann ging es von einem auf den anderen Tag. Tagesmutter oder Kita ist einfach was anderes als zu Hause. Ich drücke Euche die Daumen, dass Ihr eine Lösung findet.

LG kruemelkekschen
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von purplediamond »

Ich kann dir nur raten, dich gründlich umzuschauen - MIT Hospitation (!), ob die Kinderkrippe deinem Kind gerecht werden kann und wie sie auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Was ich von meiner Freundin, die in so einer KiTa mit Kleinstkindbetreuung arbeitet, gehört habe plus das, was ich selbst im Umkreis (und uns) erlebt habe, lässt mich ehrlich gesagt, sehr wenig Vertrauen in Fremdbetreuung haben; gerade bei "schwierigen" Kindern.
In unserer KiTa werden lautere oder nicht so angepasste Kinder sehr stark stigmatisiert und negativ gesehen - das würde ich deinem kleinen Kerl nicht zumuten wollen. Aber ich weiß auch von Kindergärten mit wirklich engagierten und geduldigen Erzieherinnen, die auch etwas fordernde Kinder gut händeln können - deshalb nochmals: mache es irgendwie möglich dort einen Tag zu hospitieren und mach dir ein genaues Bild. Es steht und fällt mit der Erzieherin!
Übrigens gibt es auch Tagesmütter, die nicht 5 Kinder, sondern weniger haben. Wenn das Bauchgefühl stimmt, würde ich die Variante "Tagesmutter" bei so kleinen Kindern immer vorziehen. Mein Sohn ist 1,5 Jahre zur Tagesmutter gegangen und ist jetzt in die KiTa gekommen - der Wechsel ist gigantisch und bisher ist noch nicht angekommen. Der Lärmpegel, die Anzahl der Konflikte, der "Gruppenzwang" --- all das ist dort viel mehr gegeben, als bei einer Tagesmutter, wo es eher wie in einer kleinen Familie zugeht. Für Jonael war seine "Anne" so etwas wie eine Ersatzmutter.

Viel Glück!
Zufriedene Mama mit quirligem Sohn (9/2008), der mich mit seinen Ideen, seinem Humor und seiner Sicht auf die Welt jeden Tag begeistert... *strahl*
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von dantje »

Ein paar Wochen später, aber die selben Gedanke mache ich/wir uns auch gerade. Vielleicht gibts noch ein paar Erfahrungswerte, bitte?

Wir hätten einen Kita-Platz ab März 2012 und ich würde sehr gerne wieder Teilzeit arbeiten.
Aber noch ist das Hörnchen sehr intensiv und auch bei unseren neugestarteten Probeläufen mal andere Babys zu besuchen, schnell erschöpft. Ihr wird immer noch schnell alles zu viel.
Deshalb überlege ich gerade, sie erst mit 1 1/2 Jahren, also im September, in die Kita zu geben, um ihr noch ein bißchen mehr Entwicklungszeit zu geben. Und vielleicht in der Zeit mal eine Spielgruppe o.ä. zu besuchen, um sie Stück für Stück an Trubel zu gewöhnen.
Grundsätzlich findet sie andere Babys spannend und toll, aber ihr wirds einfach schnell zu viel und dann ist es gut wenn wir ihr mit einer "Auszeit" helfen. Etwas, was dann in der Kita wahrscheinlich nicht so individuell zu organisieren wäre.
Sie hat ja noch drei Monate hin, aber mir wirds vom Bauchgefühl da ganz schön knapp... Wenn ich sehe, wie andere Babys in dem Alter entspannt mit all den Reizen um sich rum umgehen, dann bin ich fast der Meinung wir sollten noch etwas warten.
Allerdings habe ich auch schon oft gehört, dass die Kinder dann in der Kita richtig tolle Sprünge machen, gerade in den Bereichen wo man sich vorher Gedanken gemacht hat. Hm.....
Dantje mit der kleinen Eichhörnchen-Prinzessin (02/2011)
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Re: 24-std-Baby mit einem Jahr in die Krippe -Erfahrungen?

Beitrag von SteffiJ »

Unser Kleiner ist das erste Jahr nur an mir drangehangen und war auch nicht mal eine Stunde bei Papa zufrieden - immer bei Mama im Tragetuch, auf dem Schoß, etc... (außer natürlich er war auf Entdeckertour, aber auch da durfte ich nicht weit weg sein). Und die Eingewöhnung in der Krabbelstube hat auch entsprechend lang (3 Monate) gedauert in denen wir auch immer wieder Rückschritte hatten. Ich muss dazusagen, dass ich sowohl Einrichtung als auch Gruppe von meiner Großen her kannte und es dort wirklich wie in einer erweiterten Familie für uns war, ich weiß nicht ob ich sonst so lange durchgehalten hätte. Und schwupps - auf einmal ist er nicht nur problemlos dageblieben, sondern hat sich auch jeden Tag gefreut und wollte gar nicht mehr heim. So von einem Tag auf den anderen. Also wenn man Vertrauen in die Einrichtung/Betreuungsperson hat und generell ein gutes Gefühl, zahlt sich Beharrlichkeit durchaus manchmal aus ;-)
Liebe Grüße,
Steffi mit großer S.(09/04), mittlerem P.(08/08) und kleiner I.(02/12) und ganz kleiner E. (07/14)

ClauWi®-Trageberaterin (AK 11/13)
Mitglied im Tragenetzwerk e.V.
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