nachdem es mir jetzt in wenigen Tagen gefühlte zig mal passiert ist, muss ich jetzt doch mal fragen, ob ich verdreht bin oder der Rest der Welt.
Wir waren in den letzten Tagen häufiger mit anderen Babys/Kleinkindern zusammen - immer an Orten mit viel Spielzeug. Meine 6 Monate alte Tochte lag da meist auf dem Bauch, beobachtete und steckte sich hin und wieder ein Spielzeug in den Mund, das in ihrer Reichweite war. Zumindest drehen und wenden kann sie sich ganz gut - sie hatte also immer Zugang zu mehr als einem Spielzeug.
Nun kam öfter mal ein anderes Baby/Kind (kaum eines älter als ein Jahr) und schnappte sich ein Spielzeug im Einzugsbereich meiner Tochter. Sofort kam die Mutter (es waren also mehrere) und meinte "Lass dem Baby doch das Spielzeug - nimm doch statt dessen das hier." Mein Kind hatte überhaupt kein Problem damit, dass das Spielzeug von einem anderen Kind genommen wurde. Sie schaute aufmerksam zu und holte sich bestenfalls ein neues, um es in den Mund zu stecken.
Ich frage mich halt, warum diese Mütter sofort eingreifen. Die Kinder spielen, alles ist schön, alle sind zufrieden. Warum lassen sie sie dann nicht in Ruhe?
Und noch etwas anderes: Jetzt bestehen sie darauf, dass dieses Spielzeug das Spielzeug meiner Tochter sei. (Was Quatsch ist, weil es eben "Gemeingut" war.) Andererseits heißt es doch sonst immer, die Kinder sollen ihr Spielzeug teilen. Was im späteren Alter sicher nicht immer Begeisterungsstürme auslöst, weil ein Kind mit 2 Jahren vielleicht tatsächlich konzentriert mit genau einem Spielzeug spielen will und sich da nicht stören lassen will.
Lange Rede, kurze Frage: Greift Ihr in solchen Situationen auch immer gleich moderierend ein (und wenn ja: warum?) oder lasst ihr die Kinder erst mal machen, beobachtet und greift erst ein, wenn die Stimmung zu kippen droht oder Gefahr droht?
Ich fühle mich irgendwie gerade so, als wenn ich antiautoritär oder laissez-faire erziehen würde, aber das bin ich doch gar nicht!


